Zunächst standen aber die 200m Rücken der Herren an, die ohne den deutschen Rekordhalter Helge Meeuw stattfinden mussten, der bekanntlich bereits im Vorlauf mit einer enttäuschenden Zeit gescheitert war.
Ein wenig überaschend holte sich der US-Amerikaner Ryan Lochte in der Weltrekordzeit von 1:54.32 Minuten Gold und unterbot damit um 12/100 Sek den alten Weltrekord. Lange Zeit war es ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Lochte und dem über diese Strecke über 6 Jahre ungeschlagenen Aaron Peirsol aus den USA. Erst auf den letzten Metern konnte sich Lochte absetzen und so das Rennen für sich entscheiden..
Peirsol holte in 1:54.80 Minuten Silber, Bronze ging an den Österreicher Markus Rogan. Bitter für den Seriensieger und Titelverteidiger Peirsol, dass ausgerechnet bei dieser WM seine beeindruckende Serie riss.
Über die 200m Brust der Damen gab es einen Favoritensieg von Leisel Jones aus Australien. Die Weltrekordinhaberin gewann überlegen in 2:21.84 Minuten. Silber ging in 2:25.94 zeitgleich an die Britin Kirsty Balfour und Megan Jendrick aus den USA
Birte Steven schlug als Sechste an. An ihre persönliche Bestzeit kam die DSV-Schwimmerin zwar nicht heran, aber dennoch ist dieser 6. Platz als Erfolg zu werten, ist sie doch schließlich mit dieser Leistung zweitbeste Europäerin!
Kosuke Kitajima aus Japan gewann in 2:09,80 über die 200m Brust der Herren. Der Doppelolympiasieger von Athen schwamm das Rennen von vorne und lag zu Halbzeit sogar auf Weltrekordkurs, konnte dem US-Amerikaner Brendan Hansen diesen schlussendlich aber doch nicht abnehmen. Brendan Hansen konnte in die Entscheidung nicht selber eingreifen, da er zu seinem Vorlauf ein wenig überaschend nicht angetreten war.
Als letztes Finale des Tages standen die 4x200m Freistil der Herren an, die leider ohne eine deutsche Staffel ausgeschwommen wurden. Lediglich 3/10 Sekunden fehlte dem deutschen Quartett zum Einzug in das Finale. Zum ersten Mal in der Geschichte der Schwimmweltmeisterschaften steht damit keine deutsche Staffel im Finale über 4x200m Freistil der Herren... - Die Negativserie der deutschen Herren bei dieser WM geht leider weiter.
Kommen wir aber nun zum Finale: Michael Phelps ging als Startschwimmer der US-Amerikaner an den Start, und der 200m Freistil-Weltrekordler schwamm einen komfortablen Vorsprung von über 2 Sek auf das übrige Feld hinaus. Die Titelverteidiger lagen damit bereits zu Beginn des Rennens deutlich in Front und ihrem Ziel sehr nahe neben der Titelverteidigung der australischen Staffel den Weltrekord abzunehmen.
Und so kam es dann auch: Weltmeistertitel in der neuen Weltrekordzeit von 7:03.24 Minuten für die USA! Damit schwammen die US-Boys über 2 Sek schneller als die Australier bei ihrem Weltrekord. Für die Heimstaffel blieb die Silbermedaille, die sie den Kanadiern auf den letzten Metern noch abnehmen konnten. Bronze ging an Kanada; damit ging die italienische Staffel um Massimiliano Rossolino überraschend leer aus.
Im Halbfinale über die 50m Schmetterling scheiterte Antje Buschulte um 3/100 Sek als Neunte denkbar knapp am Einzug in das Finale. Sicher ist es enttäuschend, dass sie erneut den Finaleinzug verpasst hat, aber es war bei ihr ein deutlicher Aufwärtstrend im Vergleich zum Vorlauf zu erkennen. Dieses konnte sie bei den vorherigen Strecken nicht wirklich erreichen, daher sollte man diese Leistung als positives Fingerzeig für ihren morgigen Start über die 100m Rücken bei der 4x100m Lagen-Staffel sehen.
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