Sonntag, 7. November 2010

VfB Stuttgart zurück in der Erfolgsspur

Der VfB Stuttgart lässt seine Fans jubeln: Vor heimischer Kulisse wurde Werder Bremen mit einem 6:0 vom Platz gefegt! Die Schwaben haben mit diesem in dieser Höhe durchaus als sensationell zu bezeichnenden Erfolg ihren Aufwärtstrend, der sich mit dem 3:0 beim FC Getafe in der Europa-Liga andeutete, eindrucksvoll unterstrichen.
Die Fans atmen auf: Das Tal der Tränen scheint zunächst verlassen.
Mit diesem Sieg machte der VfB zudem einen Satz in der Tabelle vom 17. auf den 14. Platz. - Ein Platz, der den Ansprüchen der Schwaben sicherlich in keinster Weise gerecht werden kann, der aber hoffen lässt, dass der VfB mit dem neuen Cheftrainer Keller in eine rosigere Zukunft blickt!

Wie es allerdings in Bremen weitergeht ist mehr als fraglich: Die Wundertüte von der Weser zündet nicht mehr. Nach dem enttäuschenden 2:0 diese Woche gegen Twente Enschede, mit dem Werder in der Königsklasse mehr als mit dem Rücken an der Wand steht, nun dieses 6:0 Debakel in Stuttgart. Man möchte wahrlich nicht in der Haut von Trainer Thomas Schaaf stecken...

Donnerstag, 29. Juli 2010

Enttäuschender Start bei Leichtathletik-EM

Heute startet Tag 3 der Leichtathletik-EM in Barcelona - wird es endlich die ersehnte erste Medaille für den DLV geben?
Bislang war das Auftreten der deutschen Athleten leider noch nicht von Medaillen gekrönt, trotz guter Einzelleistungen, wie etwa der gestrige 4. Platz von melanie Seeger über die 20 km Gehen.

Für den Starschuss beimMedaillensammeln waren eigentlich die Kugelstoßerinnen um Nadine Kleinert eingeplant. Aber der EM-Fluch setzte sich zumindest bei Kleinert fort, die zwar bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen regelmäßig auf dem Siegerpodest zu finden ist, die sich aber noch nie eine EM-Medaille umhängen konnte. Auch Barcelona macht da leider keine Ausnahme.

Gestern nun ruhten alle Hoffnungen auf Europa's Bester, der Diskuswerferin Nadine Müller, die aber leider ihren schlechtesten Wettkampf im Jahr 2010 ablieferte und es nicht schaffte den Diskus auch nur einmal über die 60m-Linie zu werfen. Woran hat es gelegen? Diese Frage haben sich nur Zuschauer, Trainer und vor allem Athletin selbst sicherlich veile Male gestellt. - Nun ja, es war wahrscheinlich, wie so oft, eine Verkettung vielerlei Einflussfaktoren. Da war zum einen der böige Wind, der mal aus der einen, mal aus der anderen Richtung kam, mit dem die Werferinnen zu kämpfen hatten. Wahrscheinlich waren es aber in ersten Linie ihre Nerven, die ihr einen Strich durch die Rechnung gemacht haben. Schließlich war es der erste große Wettkampf für Müller, in den sie als Mitfavoritin gegangen war. - Da muss eine 24jährige auch erst einmal mit zurecht kommen. Haken wir daher diesen Wettkampf als Lehrgeld für eine Sportlerin ab, über die wir uns in Zukunft sicherlich noch oft freuen werden!

Freitag, 21. Mai 2010

Sensation durch Eishockey-Cracks

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft sorgt in diesen Tagen für ein deutsches Frühlingsmärchen!
In einem wahren Eishockeykrimi haben die Mannen von Bundestrainer Uwe Krupp das geschafft, was eigentlich kaum jemand für möglich gehalten hat: Den Einzug in das WM-Halbfinale!
Die Schweiz wurde mit 1:0 niedergerungen. Es war ein spannendes, ein dramatisches Spiel, bei dem jeder einzelne deutsche Spieler alles gegeben hat. Hervorzuheben sei an dieser Stelle einzig der deutsche Torhüter Dennis Endras, der in Weltklassemanier jeden Schuss der Eidgenossen parierte.

Gedanken werden wach an die Olympischen Spiele 1976 von Innsbruck, als die deutsche Mannschaft das letzte Mal eine internationale Medaille gewinnen konnte. Die Spieler von damals sind heute deutsche Eishockey-Legenden. - Ähnlich dürfte es den Kufen-Cracks von heute gehen.
Nun wartet im Halbfinale Russland. - Ein harter Brocken, der wahrscheinlich kaum zu schlagen sein dürfte. Aber warum sollte mit der knappen 2:3 Vorrundenniederlage im Rücken, bei der die deutsche Mannschaft eine klasse Leistung abgeliefert hat, nicht eine weitere Sensation möglich sein?!

Mittwoch, 6. Januar 2010

Showdown in Bischofshofen

Es ist angerichtet für den großen Showdown der diesjährigen Vierschanzentournee: In Bischofshofen fällt heute die Entscheidung, wer Nachfolger des Vorjahressiegers Wolfgang Loitzl werden wird.
Man könnte auch sagen: Der Wettstreit Austria gegen den Rest der Welt geht in die entscheidende Runde.
4 Österreicher liegen derzeit unter den Top-Sechs der Gesamtwertung. Nur der wieder erstarkte Finne Janne Ahonen sowie der Schweizer-Olympiasieger Simon Ammann haben es gschafft, ihn diese rot-weiß-rote Farlanz einzubrechen. Es erscheint so auch als wahrscheinlich, dass der neue Gesamtsieger ebenfalls aus dem Lager der Österreicher kommen wird. Dabei gilt der noch auf Gesamtrang 2 rangierende Gregor Schlierenzauer noch vor dem derzeit führenden Andreas Kofler als Top-Anwärter auf den Gesamtsieg. Umgerechnet 8m liegt "Schlieri" hinter dem Oberstdorf-Sieger Kofler - ein Rückstand, den der Flieger Schlierenzauer heute durchaus ausgleichen könnte.
Dass der Titelverteidiger Loitzl, derzeit Gesamt-Dritter, noch in die Entscheidung wird eingreifen können, erscheint unter normalen Bedingungen eher unwahrscheinlich. Vielmehr ist zu erwarten, dass er sich des Angriffs des Tournee-Rekordsiegers Ahonen erwehren muss. Ahonen, der nach einem Jahr Pause erst in Oberstdorf wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden hat, ist in Bischofshofen einiges zuzutrauen. Aber ein Sprung bis auf Platz 1, was gleichbedeutend mit seinem 6. (!) Gesamtsieg wäre?! - Nein, daran mag man trotz der Klasse und Erfahrung Ahonen's doch eher nicht glauben, aber bekanntermaßen kann bei zwei Springen einiges passieren.

Nun denn, warten wir ab, was heute auf der Paul-Ausserleitner-Schanze in Bischofshofen passieren wird. Der Tip an dieser Stelle, wie die Gesamtwertung am Ende des Tages aussehen wird: 1. Schlierenzauer, 2. Kofler, 3. Ahonen, 4. Ammann, 5. Loitzl, 6. Morgenstern.
Mal schauen, ob die Springer dieses auch so sehen.

Leider spielen die deutschen Adler in der Gesamtwertung keine Rolle mehr. Dennoch hofft man im deutschen Lager auf Wiedergutmachung für die schwachen Ergebnisse der bisherigen drei Springen, die für das bislang schlechteste Abschneiden deutscher Adler bei der Vierschanzentournee stehen.
Nach dem Aufwärtstrend in Innsbruck scheint es weiter bergauf zu gehen. Zumindest lässt dieses der dritte Rang in der Qualifikation durch Michael Uhrmann erhoffen.

Samstag, 2. Januar 2010

Vierschanzentournee: Kofler zur Halbzeit in Front

Die österreichischen Adler haben der Vierschanzentournee bislang wie erwartet den Stempel aufgedrückt. Mit dem VizeweltmeisterAndreas Kofler und dem Vorjahres-Gesamtsieger Wolfgang Loitzl liegen somit auch zwei der rot-weiß-roten Adler in der Gesamtwertung zur Halbzeit in Front.
Auf Rang 3 folgt dann jedoch mit dem Finnen Janne Ahonen eine kleine Überraschung. Nicht, dass der Name des fünffachen Tournee- Gesamtsiegers Ahonen ein unbekannter wäre, aber das bisherige Auftreten des finnischen Weitenjägers im Weltcup ließ dieses starke Abschneiden nicht unbedingt vermuten. Nach einem Jahr Pause schien der mehrfach WM-dekorierte Ahonen noch Zeit zu brauchen, seinem Ziel endlich einmal Olympiagold gewinnen zu können näher zu kommen.
Daher ist sein zweiter Platz von Oberstdorf, dem er einen 6. Rang in Garmisch folgen ließ auch so hoch zu bewerten. Und wir alle wissen: Ein Ahonen, der bei der Tournee vorne mitspringt, kann immer auch ganz vorne landen!

Hinter dem finnischen Sprungstar liegen mit dem Schweizer Simon Ammann und dem Österreicher Gregor Schlierenzauer die beiden im Vorfeld der Tournee als Topfavoriten auf dem Gesamtsieg gehandelten Adler in Lauerstellung. Noch haben sie alle Chancen, ihren großen Traum in Bischofshofen ganz oben auf dem Podest stehen zu können, wahrzumachen. 4 Einzelsprünge warten noch auf alle Adler ...

Alle Chancen auf eine Topplatzierung verspielt haben dürften jedoch bereits alle gestarteten deutschen Adler. Lediglich der 19jährige Pascal Bodmer mag die deutsche Skisprungszene derzeit zu erfreuen.
Die Routiniers um Martin Schmitt, Michael Neumayer und vor allem Michael Uhrmann springen zu unkonstant bzw. kommen mit schwierigen Bedingungen, wie sie vor allem in Oberstdorf zum Auftakt herrschten, zu wenig klar.
Nun denn, es stehen mit dem morgigen Springen am Bergisel in Innsbruck und am Mittwoch in Bischofshofen noch 2 Springen auf dem Programm - Möglichkeiten genug, das bisher schwache deutsche Abschneiden aufzupolieren! Drücken wir die Daumen!