Die deutsche Handball Nationalmannschaft hat im Platzierungsspiel um Platz 5 gegen Ungarn nochmals gezeigt, wieviel Potential in dieser jungen Truppe steckt und damit ihren durchweg guten Eindruck bei der WM nochmals bestätigt.
Der entthronte Weltmeister ließ zu keiner Phase der Partie Zweifel aufkommen, wer als Sieger vom Platz gehen würde. Mit zeitweilig 6 Toren Vorsprung trat die deutsche Mannschaft spielstark und mit großer Durchsetzungskraft auf, dabei musste auch bei diesem letzten WM-Spiel der deutschen Mannschaft in Kroatien auf arivierte Spieler verzichtet werden. So kam Pascal Hens aufgrund seiner Oberschenkelverhärtung gar nicht zum Einsatz, für ihn rückte Sven-Sören Christophersen nach. Ebenfalls passen musste der grippekranke Kreisläufer Sebastian Preiss. Aber auf die Spieler aus der zweiten Reihe, Lars Kaufmann und Jens Tiedke, war Verlass. Vor allem Kaufmann steuerte mit seinen insgesamt 8 Treffern Entscheidendes zum Sieg der deutschen Mannschaft bei. Auch Martin Strobl zog als Kraus-Ersatz auf der Spielmacherposition erfolgreich die Fäden, um an dieser Stelle nur zwei Spieler beispielhaft zu nennen.
Letztendlich gewannen die Deutschen verdient mit 28:25 und dürften ein wenig versöhnlicher nach Hause fahren, als wie sie sich nach dem enttäuschenden und knappen Verpassen des Halbfinales gefühlt haben dürften. Auch der deutsche Handball Fan, der in den letzten Tagen viel zu leiden hatte, dürfte sich ein wenig besser fühlen.
Denn auch wenn das Halbfinale verpasst wurde, das Fazit dieser WM fällt aus deutscher Sicht durchweg positiv aus! Dieser jungen deutschen Mannschaft ist in der Zukunft noch einiges zu zutrauen!
Natürlich ist der verpasste Halbfinaleinzug bitter, vor allem wenn man die Umstände bedenkt, aber die deutsche Mannschaft kann dennoch mit erhobenem Haupt die Heimreise antreten. Nur wenige hätten ihr ein derart überzeugendes Auftreten zugetraut, vor allem auch angesichts des nicht enden wollenden Verletzungspech, das sich seit dem ersten Spiel, als sich Rechtsaußen Christian Sprenger verletzte, wie ein roter Faden durch das gesamte Turnier zog, und in dem Ausfall von Kapitän Mimi Kraus zweifellos seinen Höhepunkt fand. Wie die deutsche Mannschaft diese Ausfälle wegstecken konnte, ist bemerkenswert!
Und mit ein wenig fairer agierenden Unparteiischen in den beiden entscheidenden Partie gegen Norwegen und Dänemark, würde die deutsche Mannschaft heute Abend um den Einzug ins Finale spielen.
Sein wir daher ob des vorzeitigen WM-Aus nicht zu betrübt. Heiner Brand’s Mannen haben eine überzeugende Leistung während der gesamten WM abgeliefert. Das Glück war in diesem Jahr leider auf der Seite der Gegner, aber dennoch können wir uns auf spannende und erfolgreiche Auftritte und Turniere der deutschen Mannschaft in der Zukunft freuen!
Freitag, 30. Januar 2009
Mittwoch, 28. Januar 2009
Polen erreicht in letzter Sekunde Halbfinale
Polen folgt Kroatien, Frankreich und Dänemark durch den denkbar knappen Sieg über Norwegen ins Halbfinale. Dabei sah es bis 10 Sekunden vor Spielschluss so gut aus für die deutsche Mannschaft: 30:30 stand es, die Norweger hatten ihren letzten Angriff gerade nicht im polnischen Tor versenken können, die Polen haben den Ball, die Sekunden verstreichen, dann ein langer Wurf über die ganze Länge des Feldes in Richtung des norwegischen Tores, das verwaist ist, da Norwegen den Torwart für den aus ihrer Sicht alles entscheidenden letzten Angriff aus dem Spiel genommen hatte, und – der Ball ist im Tor!Norwegen ist gescheitert, ebenso Deutschland.
Die Polen, die mit 0 Punkten in die Hauptrunde gezogen sind, haben das unmöglich Scheinende geschafft und durch drei Siege in der Hauptrunde das Halbfinale erreicht. Damit war dem Vize-Weltmeister das Glück hold, das Deutschland bei dieser WM leider nicht hatte. Dabei sah es über weite Phasen der Partie gut aus für die deutsche Mannschaft: Die Partie ging hin und her zwischen Norwegen und Polen, mal lag das eine Team in Front, mal das andere, Unentschieden gab es zuhauf, aber leider nicht nach Abpfiff der Partie.
Nun, es ist ein wenig bitter für die deutsche Mannschaft, nun endgültig ausgeschieden zu sein. Betrachtet man die heutige Partie, ist es sicher nicht nur bitter, sondern auch sehr unglücklich, da die Mannen von Heiner Brand heute gegen Dänemark eine sehr gute Partie abgeliefert haben, vor allem Angesichts des anhaltenden Verletzungspech, das Spiel aber nicht nach Hause bringen konnten, auch weil die Schiedsrichter es scheinbar nicht zulassen wollten. Zugegebener Maßen hätte das deutsche Team jedoch auch den Sack bereits vorher schon zumachen können. Am meisten ärgert da wohl das Unentschieden gegen die Serben zu Beginn der Hauptrunde. Dieses Duell hätte der Weltmeister eigentlich gewinnen müssen, und dann wäre das Halbfinale erreicht gewesen. – Nun, hätte, wenn und aber bringt jetzt keinen weiter. Das WM-Aus ist besiegelt. Die Wunden müssen geleckt werden.
Und dann sollte die deutsche Mannschaft mit erhobenem Haupt die neuen Aufgaben angehen, denn fest steht, dass die Verjüngung der Mannschaft erfolgreich durchgeführt wurde. Die Mannschaft hat schon jetzt viel Potential und lässt mit ein bisschen mehr internationaler Erfahrung auf sehr viel hoffen!
Die WM werden aber andere Mannschaften entscheiden. In den Halbfinalspielen trifft nun Gastgeber Kroatien auf Polen, sowie Olympiasieger Frankreich auf Europameister Dänemark. Warten wir es ab, ob es tatsächlich zu dem von vielen erwarteten Endspiel Kroatien – Frankreich kommen wird.
Die Polen, die mit 0 Punkten in die Hauptrunde gezogen sind, haben das unmöglich Scheinende geschafft und durch drei Siege in der Hauptrunde das Halbfinale erreicht. Damit war dem Vize-Weltmeister das Glück hold, das Deutschland bei dieser WM leider nicht hatte. Dabei sah es über weite Phasen der Partie gut aus für die deutsche Mannschaft: Die Partie ging hin und her zwischen Norwegen und Polen, mal lag das eine Team in Front, mal das andere, Unentschieden gab es zuhauf, aber leider nicht nach Abpfiff der Partie.
Nun, es ist ein wenig bitter für die deutsche Mannschaft, nun endgültig ausgeschieden zu sein. Betrachtet man die heutige Partie, ist es sicher nicht nur bitter, sondern auch sehr unglücklich, da die Mannen von Heiner Brand heute gegen Dänemark eine sehr gute Partie abgeliefert haben, vor allem Angesichts des anhaltenden Verletzungspech, das Spiel aber nicht nach Hause bringen konnten, auch weil die Schiedsrichter es scheinbar nicht zulassen wollten. Zugegebener Maßen hätte das deutsche Team jedoch auch den Sack bereits vorher schon zumachen können. Am meisten ärgert da wohl das Unentschieden gegen die Serben zu Beginn der Hauptrunde. Dieses Duell hätte der Weltmeister eigentlich gewinnen müssen, und dann wäre das Halbfinale erreicht gewesen. – Nun, hätte, wenn und aber bringt jetzt keinen weiter. Das WM-Aus ist besiegelt. Die Wunden müssen geleckt werden.
Und dann sollte die deutsche Mannschaft mit erhobenem Haupt die neuen Aufgaben angehen, denn fest steht, dass die Verjüngung der Mannschaft erfolgreich durchgeführt wurde. Die Mannschaft hat schon jetzt viel Potential und lässt mit ein bisschen mehr internationaler Erfahrung auf sehr viel hoffen!
Die WM werden aber andere Mannschaften entscheiden. In den Halbfinalspielen trifft nun Gastgeber Kroatien auf Polen, sowie Olympiasieger Frankreich auf Europameister Dänemark. Warten wir es ab, ob es tatsächlich zu dem von vielen erwarteten Endspiel Kroatien – Frankreich kommen wird.
Erneuter Handball-Krimi: Deutsche Niederlage gegen Dänemark
Heiner Brand hat seinen Jungs direkt nach Spielschluss eine sensationelle Leistung attestiert und nachgesetzt, dass sie es sich zurückholen werden. Es war ganz klar, was der Bundestrainer gemeint hatte: Wieder einmal im Laufe des Turniers war das deutsche Team den Schiedsrichtern ausgeliefert, die in entscheidenden Phasen des Spiels alles andere als eine deutsche Brille aufhatten und den Weltmeister klar benachteiligten.
Man mag es nicht glauben! Da spielt die deutsche Mannschaft mit größtem Einsatz, aufopferungsvoll, mit klasse Spielzügen und großer Durchsetzungskraft – und dann lässt es das Schiedsrichtergespann wieder einmal nicht zu, dass die verdienten Lorbeeren auch geerntet werden können. Oder drücken wir uns etwas gemäßigter aus: dem deutschen Team wurde die Möglichkeit genommen, die verdienten Lorbeeren ernten zu können.
Beim Stande von 25:25 lenkt Jogi Bitter, unser Rückhalt im deutschen Tor, den Ball über die Latte – ein Schiri sieht es, der andere angeblich nichts, und es gibt EINWURF für Dänemark. – Eine Regelwidrigkeit, ein Unding. Denn so bleibt Dänemark in dieser entscheidenden Phase des Spiels im Ballbesitz, daddelt rum, die Zeit verrinnt, Deutschland bekommt noch eine Zweiminutenstrafe, und der Europameister wirft zur Führung ein. Den Gegenstoß konnte Deutschland leider nicht versenken, stattdessen wirft sich Dänemark zum 25:27 Endstand. – Aber wie anders hätte das Spiel laufen können, wenn Deutschland in Ballbesitz gekommen wäre, es wäre die Chance zur Führung gewesen, die Dänemark erst einmal hätte kontern müssen.
Und auch bereits Minuten vorher gab es mehr als zweifelhafte Entscheidungen des Gespannes aus Rumänien: Gleich zweimal wird Dominik Klein am dänischen Kreis unsanft zu Boden gestoßen, gleich zweimal gibt es Freiwurf für Dänemark. Wo die „Unparteiischen“ bei diesen Aktionen ihre Augen hatten, sollten sie mal erläutern. Oder man denke nur an die mehr als unfaire Aktion etwa Mitte der 2. Halbzeit, als Hanssen Toto Jansen beim Versuch doch noch an den Ball zu kommen mit seinem Ellbogen regelrecht runterdrückt. – Ein klares 2-Minuten-würdiges Foul - in anderen Situationen oder soll man lieber sagen Spielen? - hätte es möglicherweise sogar Rot gegeben, aber nichts dergleichen. Hanssen bekommt gar keine Zeitstrafe.
Dabei hat die deutsche Mannschaft wirklich ein klasse Spiel abgeliefert. Ohne den Kapitän Mimi Kraus und nur in der Anfangsphase mit Pascal Hens im linken Rückraum traten die Mannen von Heiner Brand überzeugend und mit breiter Brust auf. Besonders Kreisläufer Sebastian Preiss und Hens-Ersatz Lars Kaufmann wussten im Angriff zu überzeugen. Die Abwehr ging aggressiv, aber zumeist fair zu Werke und ließ den dänischen Angriffspielern nur wenig Raum. Mit Jogi Bitter im Tor hatte das deutsche Team wieder den gewohnt sicheren Rückhalt, der seinem Gegenüber Kaspar Hvidt kaum nachstand. Lediglich vom Siebenmeterpunkt war das deutsche Team mit 2/4 nicht so erfolgreich, wie gewünscht. Aber es steht außer Frage, dass dieses deutsche Team seine Aufgabe sehr gut gelöst hat. Dass es am Ende nicht zum Sieg gereicht hat, kann man der Mannschaft kaum zu Lasten bringen. Es sollte wohl nicht sein, dass der Europameister bezwungen wird. Was hat das deutsche Team getan, dass die Schiris so gegen sie pfeifen? – Es mag für jemanden, der das Spiel nicht verfolgt hat, an dieser Stelle evt. nach einer billigen Ausrede klingen, die Schuld erneut vor allem bei den Unparteiischen zu suchen. Aber in diesem Falle ist es gerechtfertigt! Wie kann man da mit Markus Baur mitfühlen, der als Experte bei RTL im Einsatz sich nur schwer zurückhalten kann. Es muss doch auch einmal Klartext geredet werden dürfen! Aber was soll man davon halten, dass Baur in der Folge von einem Moderator, der sich nicht nur heute als absoluter Handball-Laie geoutet hat, fast schon zurück gepfiffen wird?! Was soll das?! Baur hat nur das ausgedrückt, was offensichtlich war und viele, viele gedacht haben! Man sollte eine Handball WM wirklich nur solche Sender übertragen lassen, die ihr Geschäft verstehen, und nicht ständig durch unqualifizierte Äußerungen auffallen. Man hätte z.B. nur mal mitzählen müssen, wie oft der Kommentator im Verlauf der deutschen Spiele eine Unterzahl der Deutschen mit einer der der Gegner verwechselte ...
Nun denn die weitere Ausgangslage ist klar: Durch den Sieg der Serben gegen Mazedonien müssten Polen und Norwegen unentschieden spielen, um der deutschen Mannschaft doch noch den Einzug ins Halbfinale zu ermöglichen. Auf ein Unentschieden zu hoffen, ist zwar ein waghalsiges Unterfangen, aber bekanntlich stirbt die Hoffnung ja zuletzt! Und verdient hätte die deutsche Mannschaft den Halbfinaleinzug nach der heutigen Leistung gegen die Dänen unbestritten!
Man mag es nicht glauben! Da spielt die deutsche Mannschaft mit größtem Einsatz, aufopferungsvoll, mit klasse Spielzügen und großer Durchsetzungskraft – und dann lässt es das Schiedsrichtergespann wieder einmal nicht zu, dass die verdienten Lorbeeren auch geerntet werden können. Oder drücken wir uns etwas gemäßigter aus: dem deutschen Team wurde die Möglichkeit genommen, die verdienten Lorbeeren ernten zu können.
Beim Stande von 25:25 lenkt Jogi Bitter, unser Rückhalt im deutschen Tor, den Ball über die Latte – ein Schiri sieht es, der andere angeblich nichts, und es gibt EINWURF für Dänemark. – Eine Regelwidrigkeit, ein Unding. Denn so bleibt Dänemark in dieser entscheidenden Phase des Spiels im Ballbesitz, daddelt rum, die Zeit verrinnt, Deutschland bekommt noch eine Zweiminutenstrafe, und der Europameister wirft zur Führung ein. Den Gegenstoß konnte Deutschland leider nicht versenken, stattdessen wirft sich Dänemark zum 25:27 Endstand. – Aber wie anders hätte das Spiel laufen können, wenn Deutschland in Ballbesitz gekommen wäre, es wäre die Chance zur Führung gewesen, die Dänemark erst einmal hätte kontern müssen.
Und auch bereits Minuten vorher gab es mehr als zweifelhafte Entscheidungen des Gespannes aus Rumänien: Gleich zweimal wird Dominik Klein am dänischen Kreis unsanft zu Boden gestoßen, gleich zweimal gibt es Freiwurf für Dänemark. Wo die „Unparteiischen“ bei diesen Aktionen ihre Augen hatten, sollten sie mal erläutern. Oder man denke nur an die mehr als unfaire Aktion etwa Mitte der 2. Halbzeit, als Hanssen Toto Jansen beim Versuch doch noch an den Ball zu kommen mit seinem Ellbogen regelrecht runterdrückt. – Ein klares 2-Minuten-würdiges Foul - in anderen Situationen oder soll man lieber sagen Spielen? - hätte es möglicherweise sogar Rot gegeben, aber nichts dergleichen. Hanssen bekommt gar keine Zeitstrafe.
Dabei hat die deutsche Mannschaft wirklich ein klasse Spiel abgeliefert. Ohne den Kapitän Mimi Kraus und nur in der Anfangsphase mit Pascal Hens im linken Rückraum traten die Mannen von Heiner Brand überzeugend und mit breiter Brust auf. Besonders Kreisläufer Sebastian Preiss und Hens-Ersatz Lars Kaufmann wussten im Angriff zu überzeugen. Die Abwehr ging aggressiv, aber zumeist fair zu Werke und ließ den dänischen Angriffspielern nur wenig Raum. Mit Jogi Bitter im Tor hatte das deutsche Team wieder den gewohnt sicheren Rückhalt, der seinem Gegenüber Kaspar Hvidt kaum nachstand. Lediglich vom Siebenmeterpunkt war das deutsche Team mit 2/4 nicht so erfolgreich, wie gewünscht. Aber es steht außer Frage, dass dieses deutsche Team seine Aufgabe sehr gut gelöst hat. Dass es am Ende nicht zum Sieg gereicht hat, kann man der Mannschaft kaum zu Lasten bringen. Es sollte wohl nicht sein, dass der Europameister bezwungen wird. Was hat das deutsche Team getan, dass die Schiris so gegen sie pfeifen? – Es mag für jemanden, der das Spiel nicht verfolgt hat, an dieser Stelle evt. nach einer billigen Ausrede klingen, die Schuld erneut vor allem bei den Unparteiischen zu suchen. Aber in diesem Falle ist es gerechtfertigt! Wie kann man da mit Markus Baur mitfühlen, der als Experte bei RTL im Einsatz sich nur schwer zurückhalten kann. Es muss doch auch einmal Klartext geredet werden dürfen! Aber was soll man davon halten, dass Baur in der Folge von einem Moderator, der sich nicht nur heute als absoluter Handball-Laie geoutet hat, fast schon zurück gepfiffen wird?! Was soll das?! Baur hat nur das ausgedrückt, was offensichtlich war und viele, viele gedacht haben! Man sollte eine Handball WM wirklich nur solche Sender übertragen lassen, die ihr Geschäft verstehen, und nicht ständig durch unqualifizierte Äußerungen auffallen. Man hätte z.B. nur mal mitzählen müssen, wie oft der Kommentator im Verlauf der deutschen Spiele eine Unterzahl der Deutschen mit einer der der Gegner verwechselte ...
Nun denn die weitere Ausgangslage ist klar: Durch den Sieg der Serben gegen Mazedonien müssten Polen und Norwegen unentschieden spielen, um der deutschen Mannschaft doch noch den Einzug ins Halbfinale zu ermöglichen. Auf ein Unentschieden zu hoffen, ist zwar ein waghalsiges Unterfangen, aber bekanntlich stirbt die Hoffnung ja zuletzt! Und verdient hätte die deutsche Mannschaft den Halbfinaleinzug nach der heutigen Leistung gegen die Dänen unbestritten!
Dienstag, 27. Januar 2009
Spannung vor dem „Endspiel“ gegen Dänemark
Nach dem dramatischen Hauptrundenspiel gegen Norwegen haben sich die Gemüter im deutschen Lager wohl inzwischen wieder einwenig beruhigt. Zumindest steht dieses zu hoffen, denn ein klarer Kopf wird vonnöten sein, möchte die deutsche Mannschaft das kleine Wunder schaffen und mit einem Sieg sicher ins WM-Halbfinale einziehen.
Die Zeichen stehen für die Mannen von Heiner Brand leider nicht so günstig. Denn das, was sich während der Nervenschlacht gegen Norwegen bereits angekündigt hatte, ist jetzt bittere Wahrheit: Mimi Kraus, der eigentlich Denker und Lenker des deutschen Spiels sein soll, fällt mit einem Außenbandabriss im linken Knöchel für den Rest des Turniers aus. Lediglich von der Bank wird er Unterstützung leisten können. So muss es denn sein Teamkollege vom TBV Lemgo, der junge Martin Strobl richten. Hoffentlich wird Strobl an dieser Aufgabe so wachsen, wie seinerzeit Michael Kraus, als dieser bei der Heim-WM vor 2 Jahren den verletzten Markus Baur vertreten musste, und gegen Frankreich dann ein sensationelles Spiel zeigte.
Ebenfalls unter Verletzungssorgen leidet Pascal Pommes Hens. Der lange Hamburger hat eine Oberschenkelverhärtung erlitten, und hinter seinem Einsatz steht noch ein Fragezeichen. Da heißt es nun für den Rest der Mannschaft, zusammen zu rücken. Frei nach dem Motto: Jetzt erst recht! Einer für alle, alle für einen! Denn eines ist gewiss: Mit einer kollektiven Mannschaftsleistung und Spielern, die 100% ihrer Leistung bringen, muss der deutsche Mannschaft nicht bange sein, denn dann können sie jeden schlagen. Auch einen Europameister Dänemark.
Dänemark hat die Favoritenbürde in diesem Spiel zu tragen, zu souverän war bislang ihr Auftreten, einzig gegen die Polen leisteten sie sich einen Aussetzer und verloren deutlich. Von der deutschen Mannschaft kann nicht unbedingt erwartet werden, dass sie gegen die auch in der Breite exzellent aufgestellten Dänen gewinnt. Aber gerade das kann zum großen Plus des deutschen Teams werden. Gerade gegen stärker eingeschätzte Mannschaften ist die deutsche Mannschaft schon häufig über sich hinaus gewachsen und hat exzellente Spiele abgeliefert. Wollen wir hoffen, dass es auch im letzten Spiel der Hauptrunde gegen Dänemark so laufen wird.
Und eines ist auch gewiss: Trotz des Ausfalls von Mimi Kraus und trotz der Verletzung von Pascal Hens: Die deutsche Mannschaft ist immer noch gut besetzt, wenngleich in der Breite international nicht mehr ganz so erfahren. Aber Recken wie Torsten Jansen, Holger Glandorf, Johannes Bitter, Oliver Roggisch oder auch Dominik Klein waren doch schließlich Garanten für den WM-Sieg vor zwei Jahren. Mit Christian Schöne auf Rechtsaußen, der das Serbienspiel am besten ganz einfach zu den Akten legt und sich über seine Leistung dort keinen Kopf mehr macht, haben wir ebenfalls einen international erfahrenen Spieler. Am Kreis steht zwar keinen Blacky Schwarzer mehr, aber ein Sebastian Preiss weiß auch immer mehr zu gefallen, und er ist seines Zeichens ja ebenfalls Weltmeister! Mit Michael Müller haben wir darüber hinaus einen zweiten Mann für Halbrechts, der zwar sein erstes Turnier spielt, aber bislang durchweg zu überzeugen weiß.
Die Ausgangssituation ist klar: Die Mannschaft, die morgen beim Duell Deutschland – Dänemark als Sieger vom Platz geht, ist sicher im Halbfinale. Gibt es ein Unentschieden, ist Dänemark sicher weiter. Und auch Deutschland kann es noch schaffen, dann müsste Polen jedoch gegen Norwegen gewinnen. Aber lassen wir diese Rechenspielchen. Wir glauben an eine wiedererstarkte deutschen Mannschaft, und dass ihr der große Coup gegen Dänemark gelingt und erfolgreich Revanche genommen werden kann für die Halbfinalniederlage in letzter Sekunde bei der letztjährigen EM. Drücken wird die Daumen!
Die Zeichen stehen für die Mannen von Heiner Brand leider nicht so günstig. Denn das, was sich während der Nervenschlacht gegen Norwegen bereits angekündigt hatte, ist jetzt bittere Wahrheit: Mimi Kraus, der eigentlich Denker und Lenker des deutschen Spiels sein soll, fällt mit einem Außenbandabriss im linken Knöchel für den Rest des Turniers aus. Lediglich von der Bank wird er Unterstützung leisten können. So muss es denn sein Teamkollege vom TBV Lemgo, der junge Martin Strobl richten. Hoffentlich wird Strobl an dieser Aufgabe so wachsen, wie seinerzeit Michael Kraus, als dieser bei der Heim-WM vor 2 Jahren den verletzten Markus Baur vertreten musste, und gegen Frankreich dann ein sensationelles Spiel zeigte.
Ebenfalls unter Verletzungssorgen leidet Pascal Pommes Hens. Der lange Hamburger hat eine Oberschenkelverhärtung erlitten, und hinter seinem Einsatz steht noch ein Fragezeichen. Da heißt es nun für den Rest der Mannschaft, zusammen zu rücken. Frei nach dem Motto: Jetzt erst recht! Einer für alle, alle für einen! Denn eines ist gewiss: Mit einer kollektiven Mannschaftsleistung und Spielern, die 100% ihrer Leistung bringen, muss der deutsche Mannschaft nicht bange sein, denn dann können sie jeden schlagen. Auch einen Europameister Dänemark.
Dänemark hat die Favoritenbürde in diesem Spiel zu tragen, zu souverän war bislang ihr Auftreten, einzig gegen die Polen leisteten sie sich einen Aussetzer und verloren deutlich. Von der deutschen Mannschaft kann nicht unbedingt erwartet werden, dass sie gegen die auch in der Breite exzellent aufgestellten Dänen gewinnt. Aber gerade das kann zum großen Plus des deutschen Teams werden. Gerade gegen stärker eingeschätzte Mannschaften ist die deutsche Mannschaft schon häufig über sich hinaus gewachsen und hat exzellente Spiele abgeliefert. Wollen wir hoffen, dass es auch im letzten Spiel der Hauptrunde gegen Dänemark so laufen wird.
Und eines ist auch gewiss: Trotz des Ausfalls von Mimi Kraus und trotz der Verletzung von Pascal Hens: Die deutsche Mannschaft ist immer noch gut besetzt, wenngleich in der Breite international nicht mehr ganz so erfahren. Aber Recken wie Torsten Jansen, Holger Glandorf, Johannes Bitter, Oliver Roggisch oder auch Dominik Klein waren doch schließlich Garanten für den WM-Sieg vor zwei Jahren. Mit Christian Schöne auf Rechtsaußen, der das Serbienspiel am besten ganz einfach zu den Akten legt und sich über seine Leistung dort keinen Kopf mehr macht, haben wir ebenfalls einen international erfahrenen Spieler. Am Kreis steht zwar keinen Blacky Schwarzer mehr, aber ein Sebastian Preiss weiß auch immer mehr zu gefallen, und er ist seines Zeichens ja ebenfalls Weltmeister! Mit Michael Müller haben wir darüber hinaus einen zweiten Mann für Halbrechts, der zwar sein erstes Turnier spielt, aber bislang durchweg zu überzeugen weiß.
Die Ausgangssituation ist klar: Die Mannschaft, die morgen beim Duell Deutschland – Dänemark als Sieger vom Platz geht, ist sicher im Halbfinale. Gibt es ein Unentschieden, ist Dänemark sicher weiter. Und auch Deutschland kann es noch schaffen, dann müsste Polen jedoch gegen Norwegen gewinnen. Aber lassen wir diese Rechenspielchen. Wir glauben an eine wiedererstarkte deutschen Mannschaft, und dass ihr der große Coup gegen Dänemark gelingt und erfolgreich Revanche genommen werden kann für die Halbfinalniederlage in letzter Sekunde bei der letztjährigen EM. Drücken wird die Daumen!
Montag, 26. Januar 2009
Schiedsrichter verpfeifen deutsches Spiel
Die 25:24 Niederlage der deutschen Handball Nationalmannschaft gegen Norwegen war aus deutscher Sicht mehr als nur unglücklich. Zugegebener Maßen haben einige Mannschaftsteile nie wirklich ins Spiel gefunden, so schien die linke Seite, die noch im Spiel gegen die Serben der einzige Offensivteil war, der wirklich funktionierte, kaum zu existieren. Torsten Jansen konnte leider nur sehr wenig Impulse setzen, auch nicht vom Siebenmeterpunkt. Aber das erscheint zweitrangig angesichts der Leistung der Unparteiischen in dieser zweiten Hauptrundenpartie der deutschen Mannschaft.
Nicht nur dass diverse Schrittfehler der norwegischen Offensivspieler nicht geahndet wurden, nicht nur, dass diverse Zeitstrafen gegen die Deutschen, allen voran die Rote Karte gegen Jens Tiedke, nicht nachvollziehbar waren, nein, dieses alles steht im Schatten dessen, was in den letzten Sekunden des Spiels passierte: Deutschland lag bereits mit zwei Toren im Rückstand: Dominik Klein schnappt sich den Ball und wirft ins Tor – aber kein Tor für Deutschland. Der norwegische Trainer hatte, wann auch immer, vorher die grüne Karte gezogen und es gab stattdessen Auszeit für Norwegen. Aber die deutsche Mannschaft zeigte in dieser Phase dennoch einen unglaublichen Kampfeswillen, erkämpfte nochmals den Ball und verkürzte zum 24:25. Nun wieder Norwegen im Ballbesitz, aber die Mannen von Heiner Brand steckten wiederum nicht auf, sondern erkämpften sich erneut den Ball – es waren noch ca. 6 Sekunden zu spielen. Doch was passierte dann?! Anwurf von den Deutschen, einmal, zweimal pfiffen die Unparteiischen die Aktion zurück, angeblich weil es einen Einwurf für Deutschland und keinen Freiwurf hätte geben dürfen. Aber warum in dieser Situation die Uhr nicht angehalten wurde, wird wohl ein Geheimnis der Unparteiischen, die diesen Namen in diesem Spiel so gar nicht verdient haben, bleiben. Und so verrannen die Sekunden, und das Spiel war aus, ohne dass die deutsche Mannschaft noch eine Chance auf einen Torwurf gehabt hätte. – Ein Unding diese Schiedsrichterentscheidung!
Wie konnte man mit Heiner Brand mitfühlen, als er mit erhobener Faust auf die Schiedsrichter nach Spielschluss losging, diese dann aber noch, sicherlich glücklicherweise, fallen ließ. – So emotional hatte man den Bundestrainer wohl noch nie erlebt...
Aber es änderte nichts mehr, die große Chance schon heute mit einem Unentschieden den Halbfinaleinzug so gut wie perfekt zu machen, war vertan.
Das Glück war den Deutschen auch aus anderer Sicht nicht hold. Bereits in der ersten Halbzeit zog sich Pascal Hens eine Oberschenkelverletzung zu, von der man noch nicht so recht weiß, inwieweit sie ihn noch behindern wird. Fakt war, dass er in der Folge nur noch bedingt zum Einsatz kommen konnte.
Und dann der ganz große Schreck: Mimi Kraus wird beim Angriff im Sprung attaktiert und knickt ganz übel um, so dass es einem allein beim Zusehen schon weh tat. Es blieb nur die Trage, die den deutschen Kapitän vom Spielfeld brachte. Nach der ersten Diagnose soll es sich um eine Bänderverletzung handeln, aber ob der deutsche Aufbauspieler nochmals aktiv in das WM-Geschehen eingreifen werden wird, scheint mehr als fraglich. – Welch Schwächung für den Weltmeister!
Da freut es, dass es heute doch auch richtige Lichtblicke im Spiel der deutschen Mannschaft gab. Diese waren heute aber leider nicht im Angriff oder in der Abwehr, ganz zu schweigen am Siebenmeterpunkt, von dem heute nichts, aber auch gar nichts gelang, zu suchen, sondern im Tor! Dort gab es zu Spielbeginn eine Überraschung: Weder Carsten Lichtlein, noch Johannes Bitter war letzter Mann der Deutschen, sondern Silvio Heinevetter. Der Magdeburger sollte ein sehr gutes Spiel machen, seine zahlreiche Glanzparaden hielten die deutsche Mannschaft immer wieder im Spiel.
Aber am Ende steht dann doch eine bittere Niederlage. Fest steht aber auch, dass noch ist nichts verloren ist, was den Einzug ins Halbfinale betrifft. Und nun kommt es doch zum Endspiel gegen Dänemark am kommenden Dienstag. In dieses Spiel wird der Weltmeister sicherlich nicht als Favorit gehen. Es bleibt zu hoffen, dass dieses den Deutschen zum Vorteil sein wird. Meist haben sie bessere Spiele abgeleistet, wenn die Favoritenbürde nicht auf ihnen lastete. So hoffen wir denn auf einen Sieg im letzten Spiel der Hauptrunde gegen den Europameister!
Nicht nur dass diverse Schrittfehler der norwegischen Offensivspieler nicht geahndet wurden, nicht nur, dass diverse Zeitstrafen gegen die Deutschen, allen voran die Rote Karte gegen Jens Tiedke, nicht nachvollziehbar waren, nein, dieses alles steht im Schatten dessen, was in den letzten Sekunden des Spiels passierte: Deutschland lag bereits mit zwei Toren im Rückstand: Dominik Klein schnappt sich den Ball und wirft ins Tor – aber kein Tor für Deutschland. Der norwegische Trainer hatte, wann auch immer, vorher die grüne Karte gezogen und es gab stattdessen Auszeit für Norwegen. Aber die deutsche Mannschaft zeigte in dieser Phase dennoch einen unglaublichen Kampfeswillen, erkämpfte nochmals den Ball und verkürzte zum 24:25. Nun wieder Norwegen im Ballbesitz, aber die Mannen von Heiner Brand steckten wiederum nicht auf, sondern erkämpften sich erneut den Ball – es waren noch ca. 6 Sekunden zu spielen. Doch was passierte dann?! Anwurf von den Deutschen, einmal, zweimal pfiffen die Unparteiischen die Aktion zurück, angeblich weil es einen Einwurf für Deutschland und keinen Freiwurf hätte geben dürfen. Aber warum in dieser Situation die Uhr nicht angehalten wurde, wird wohl ein Geheimnis der Unparteiischen, die diesen Namen in diesem Spiel so gar nicht verdient haben, bleiben. Und so verrannen die Sekunden, und das Spiel war aus, ohne dass die deutsche Mannschaft noch eine Chance auf einen Torwurf gehabt hätte. – Ein Unding diese Schiedsrichterentscheidung!
Wie konnte man mit Heiner Brand mitfühlen, als er mit erhobener Faust auf die Schiedsrichter nach Spielschluss losging, diese dann aber noch, sicherlich glücklicherweise, fallen ließ. – So emotional hatte man den Bundestrainer wohl noch nie erlebt...
Aber es änderte nichts mehr, die große Chance schon heute mit einem Unentschieden den Halbfinaleinzug so gut wie perfekt zu machen, war vertan.
Das Glück war den Deutschen auch aus anderer Sicht nicht hold. Bereits in der ersten Halbzeit zog sich Pascal Hens eine Oberschenkelverletzung zu, von der man noch nicht so recht weiß, inwieweit sie ihn noch behindern wird. Fakt war, dass er in der Folge nur noch bedingt zum Einsatz kommen konnte.
Und dann der ganz große Schreck: Mimi Kraus wird beim Angriff im Sprung attaktiert und knickt ganz übel um, so dass es einem allein beim Zusehen schon weh tat. Es blieb nur die Trage, die den deutschen Kapitän vom Spielfeld brachte. Nach der ersten Diagnose soll es sich um eine Bänderverletzung handeln, aber ob der deutsche Aufbauspieler nochmals aktiv in das WM-Geschehen eingreifen werden wird, scheint mehr als fraglich. – Welch Schwächung für den Weltmeister!
Da freut es, dass es heute doch auch richtige Lichtblicke im Spiel der deutschen Mannschaft gab. Diese waren heute aber leider nicht im Angriff oder in der Abwehr, ganz zu schweigen am Siebenmeterpunkt, von dem heute nichts, aber auch gar nichts gelang, zu suchen, sondern im Tor! Dort gab es zu Spielbeginn eine Überraschung: Weder Carsten Lichtlein, noch Johannes Bitter war letzter Mann der Deutschen, sondern Silvio Heinevetter. Der Magdeburger sollte ein sehr gutes Spiel machen, seine zahlreiche Glanzparaden hielten die deutsche Mannschaft immer wieder im Spiel.
Aber am Ende steht dann doch eine bittere Niederlage. Fest steht aber auch, dass noch ist nichts verloren ist, was den Einzug ins Halbfinale betrifft. Und nun kommt es doch zum Endspiel gegen Dänemark am kommenden Dienstag. In dieses Spiel wird der Weltmeister sicherlich nicht als Favorit gehen. Es bleibt zu hoffen, dass dieses den Deutschen zum Vorteil sein wird. Meist haben sie bessere Spiele abgeleistet, wenn die Favoritenbürde nicht auf ihnen lastete. So hoffen wir denn auf einen Sieg im letzten Spiel der Hauptrunde gegen den Europameister!
Donnerstag, 22. Januar 2009
Deutschland in WM-Hauptrunde
Nervöser Beginn, über Kampf und Einsatzwille ins Spiel zurückgewonnen, in der zweiten Halbzeit immer mehr Klasse gezeigt, um letztendlich souverän und überzeugend mit 33:23 gegen Mazedonien zu gewinnen – so könnte man kurz und knapp das Spiel des amtierenden Handball-Weltmeisters Deutschland gegen Mazedonien beschreiben.
Es stand aber zunächst ein gutes Stück Arbeit vor dem Team von Heiner Brand. Besonders in der Anfangsphase war den Deutschen anzumerken, dass der Druck vor diesem Spiel sehr groß war, denn eine Niederlage hätte den Einzug in die WM-Hauptrunde mehr als nur gefährden können – zu knapp geht es in Runde C zu. So unterliefen der deutschen Mannschaft zunächst auch viele Fehler, auch technischer Art. Vor dem gegnerischen Tor agierten sie zudem nicht sicher genug, und auch die Abwehr hatte vor allem mit dem Star der Mazedonier, Kiril Lazarov, große Probleme. Der Halbrechte warf allein in den ersten 15 Minuten 5 Tore. Und auch Jogi Bitter im deutschen Tor fand in der ersten Halbzeit nie so recht zu seiner gewohnten Stärke.
So war es fast eine logische Konsequenz, dass die Mannen von Heiner Brand zunächst zumeist einem Rückstand hinterher laufen mussten, aber um mehr als drei Tore ließ man die Mazedonier nicht davon ziehen. Zudem handelten sich die amtierenden Weltmeister unglückliche 2-Minuten-Strafzeiten ein, die mitunter nicht recht nachzuvollziehen waren, aber selbst eine doppelte Unterzahl steckten die Deutschen gut weg. Und je länger das Spiel dauerte, desto besser kam die deutsche Mannschaft ins Spiel. In der Abwehr stand man sicherer, und auch im Abschluss agierte man erfolgreicher, dennoch ging es noch mit einem knappen 13:14 Rückstand in die Halbzeitpause.
Die zweite Spielhälfte sollte nun jedoch die Halbzeit der Deutschen werden. Sicher stand die deutsche Abwehr um ihren Chef Oliver Roggisch nun und ließ den Mazedoniern nicht viel Raum. Da auch Jogi Bitter immer besser ins Spiel fand, war eine rasche Führung die logische Konsequenz. Und diese Führung sollte das deutsche Team nicht mehr abgeben! Zudem mussten die Mazedonier schon bald ohne ihren Besten, Kiril Lazarov, auskommen, der nach einer Tätlichkeit gegen den Kieler Dominik Klein verdient die Rote Karte sah.
In der Folge zog die deutsche Mannschaft nun Tor um Tor weg. Klare Spielzüge, wesentlich weniger Fehler im Vergleich zu Halbzeit 1, sicherer im Abschluss – so kennzeichnete sich in der Folge das deutsche Spiel. Der 33:23 Endstand fiel auch in dieser Höhe verdient aus! Besonderes Lob in der deutschen Mannschaft hat sich neben Holger Glandorf der Rechtsaußen Christian Schöne verdient, den Heiner Brand aufgrund einer fiebrigen Erkrankung der nach der Verletzung von Christian Sprenger etatmäßigen Nummer 1 auf Rechtsaußen, Stefan Schröder, nachnominiert hatte. Der Göppinger, der vor 24 Stunden noch nicht ahnte, aktiv in die Handball-WM eingreifen zu können, war mit 8 Treffern nicht nur hinter Glandorf, der eines mehr erzielte, zweitbester deutscher Schütze, sondern hatte mit 89% auch eine exzellente Trefferquote.
So kann es weiter gehen für die deutsche Mannschaft! Die Aussichten für die Hauptrunde sind nach dem dritten Sieg im vierten Vorrundenspiel sehr gut. Wollen wir hoffen, dass nun auch gegen den Vize-Weltmeister Polen zum Abschluss der Vorrunde ein Sieg folgt. Treten die Mannen von Heiner Brand ähnlich überzeugend auf wie in der zweiten Halbzeit gegen Mazedonien, muss ihnen nicht bange sein.
Es stand aber zunächst ein gutes Stück Arbeit vor dem Team von Heiner Brand. Besonders in der Anfangsphase war den Deutschen anzumerken, dass der Druck vor diesem Spiel sehr groß war, denn eine Niederlage hätte den Einzug in die WM-Hauptrunde mehr als nur gefährden können – zu knapp geht es in Runde C zu. So unterliefen der deutschen Mannschaft zunächst auch viele Fehler, auch technischer Art. Vor dem gegnerischen Tor agierten sie zudem nicht sicher genug, und auch die Abwehr hatte vor allem mit dem Star der Mazedonier, Kiril Lazarov, große Probleme. Der Halbrechte warf allein in den ersten 15 Minuten 5 Tore. Und auch Jogi Bitter im deutschen Tor fand in der ersten Halbzeit nie so recht zu seiner gewohnten Stärke.
So war es fast eine logische Konsequenz, dass die Mannen von Heiner Brand zunächst zumeist einem Rückstand hinterher laufen mussten, aber um mehr als drei Tore ließ man die Mazedonier nicht davon ziehen. Zudem handelten sich die amtierenden Weltmeister unglückliche 2-Minuten-Strafzeiten ein, die mitunter nicht recht nachzuvollziehen waren, aber selbst eine doppelte Unterzahl steckten die Deutschen gut weg. Und je länger das Spiel dauerte, desto besser kam die deutsche Mannschaft ins Spiel. In der Abwehr stand man sicherer, und auch im Abschluss agierte man erfolgreicher, dennoch ging es noch mit einem knappen 13:14 Rückstand in die Halbzeitpause.
Die zweite Spielhälfte sollte nun jedoch die Halbzeit der Deutschen werden. Sicher stand die deutsche Abwehr um ihren Chef Oliver Roggisch nun und ließ den Mazedoniern nicht viel Raum. Da auch Jogi Bitter immer besser ins Spiel fand, war eine rasche Führung die logische Konsequenz. Und diese Führung sollte das deutsche Team nicht mehr abgeben! Zudem mussten die Mazedonier schon bald ohne ihren Besten, Kiril Lazarov, auskommen, der nach einer Tätlichkeit gegen den Kieler Dominik Klein verdient die Rote Karte sah.
In der Folge zog die deutsche Mannschaft nun Tor um Tor weg. Klare Spielzüge, wesentlich weniger Fehler im Vergleich zu Halbzeit 1, sicherer im Abschluss – so kennzeichnete sich in der Folge das deutsche Spiel. Der 33:23 Endstand fiel auch in dieser Höhe verdient aus! Besonderes Lob in der deutschen Mannschaft hat sich neben Holger Glandorf der Rechtsaußen Christian Schöne verdient, den Heiner Brand aufgrund einer fiebrigen Erkrankung der nach der Verletzung von Christian Sprenger etatmäßigen Nummer 1 auf Rechtsaußen, Stefan Schröder, nachnominiert hatte. Der Göppinger, der vor 24 Stunden noch nicht ahnte, aktiv in die Handball-WM eingreifen zu können, war mit 8 Treffern nicht nur hinter Glandorf, der eines mehr erzielte, zweitbester deutscher Schütze, sondern hatte mit 89% auch eine exzellente Trefferquote.
So kann es weiter gehen für die deutsche Mannschaft! Die Aussichten für die Hauptrunde sind nach dem dritten Sieg im vierten Vorrundenspiel sehr gut. Wollen wir hoffen, dass nun auch gegen den Vize-Weltmeister Polen zum Abschluss der Vorrunde ein Sieg folgt. Treten die Mannen von Heiner Brand ähnlich überzeugend auf wie in der zweiten Halbzeit gegen Mazedonien, muss ihnen nicht bange sein.
Mittwoch, 7. Januar 2009
Deutsche Adler bei Vierschanzentournee erfolgreich
Das deutsche Skisprungteam hat mit dem neuen Bundestrainer Werner Schuster zurück in die Erfolgsspur gefunden und das seit Jahren beste Ergebnis bei der Vierschanzentournee erreicht.
Nicht nur dass der Österreicher Martin Schmitt wieder in die Weltspitze zurückführen konnte. Nein, das gesamte Team tritt in einer Geschlossenheit auf, die zurecht auf eine Medaille im Mannschafswettbewerb bei den anstehenden Weltmeisterschaften in Liberec hoffen lässt. Im Schatten des viermaligen Weltmeisters aus Furtwangen, der mit Platz 3 in Innsbruck erstmals nach 6 Jahren wieder auf dem Siegerpodest der Vierschanzentournee stehen konnte, haben sich mit Michael Neumayer und Michael Uhrmann zwei weitere Springer in der erweiterten Weltspitze wieder etabliert, die jederzeit unter die Top 10 springen können. Und nicht nur dass: Auch der Mannschaftsolympiasieger von 2002, Stephan Hocke, zeigt eine Konstanz wie seit 7 Jahren nicht mehr. Hocke, der unter Schusters Vorgänger Peter Rohwein, nie zu seiner alten Stärke zurück finden konnte, springt nun stabil unter die Top 15. So erreichte er denn auch Platz 15 beim gestrigen Abschlussspringen in Bischofshofen, der gleichbedeutend ebenfalls mit dem 15. Platz in der Gesamtwertung ist.
Martin Schmitt erreichte in Bischofshofen den 5. Rang. Nach Durchgang 1 lag er noch auf dem 3. Platz, kam aber im zweiten Durchgang nicht über 136.5 m hinaus und musste sich so hinter dem Tages- und Gesamtsieger Wolfgang Loitzl, Simon Ammann, Dimitri Vassiliev und Gregor Schlierenzauer einreihen.
Es ist zwar schade, dass Schmitt wie bereits bei den Springen zuvor, den zweiten Durchgang nicht ebenso exzellent nach unten brachte wie Durchgang 1, aber dennoch ist seine Leistung während der gesamten Tournee nicht hoch genug zu würdigen! Der Schwarzwälder ist mit Gesamtrang 4 zurück in der Weltspitze!
Neben Schmitt wusste aus deutscher Sicht vor allem Michael Neumayer in Bischofshofen zu gefallen. Er erreichte hinter Schmitt den 6. Rang, der gleichbedeutend ist mit Rang 10 in der Gesamtwertung. Nach Rang 3 im vergangenen Jahr, den er zugegebener Maßen ein wenig glücklich erreichte, ist dieses eine Bestätigung seiner Leistung.
Michael Uhrmann als Tages-Achter und 12. In der Gesamtwertung rundet das hervorragende Ergebnis der deutschen Skispringer ab.
Angesichts dieser Erfolge mag bei so manchem Skisprungfan die Frage aufkommen, warum der DSV nicht schon früher gewagt hat, mit Werner Schuster einen Österreicher als Bundestrainer einzustellen. Zweifelsohne hat er die deutschen Adler in die Erfolgsspur zurückgebracht, und die Springer sind wieder mit Freude, Spaß und vor allem auch Erfolg dabei.
Nicht nur dass der Österreicher Martin Schmitt wieder in die Weltspitze zurückführen konnte. Nein, das gesamte Team tritt in einer Geschlossenheit auf, die zurecht auf eine Medaille im Mannschafswettbewerb bei den anstehenden Weltmeisterschaften in Liberec hoffen lässt. Im Schatten des viermaligen Weltmeisters aus Furtwangen, der mit Platz 3 in Innsbruck erstmals nach 6 Jahren wieder auf dem Siegerpodest der Vierschanzentournee stehen konnte, haben sich mit Michael Neumayer und Michael Uhrmann zwei weitere Springer in der erweiterten Weltspitze wieder etabliert, die jederzeit unter die Top 10 springen können. Und nicht nur dass: Auch der Mannschaftsolympiasieger von 2002, Stephan Hocke, zeigt eine Konstanz wie seit 7 Jahren nicht mehr. Hocke, der unter Schusters Vorgänger Peter Rohwein, nie zu seiner alten Stärke zurück finden konnte, springt nun stabil unter die Top 15. So erreichte er denn auch Platz 15 beim gestrigen Abschlussspringen in Bischofshofen, der gleichbedeutend ebenfalls mit dem 15. Platz in der Gesamtwertung ist.
Martin Schmitt erreichte in Bischofshofen den 5. Rang. Nach Durchgang 1 lag er noch auf dem 3. Platz, kam aber im zweiten Durchgang nicht über 136.5 m hinaus und musste sich so hinter dem Tages- und Gesamtsieger Wolfgang Loitzl, Simon Ammann, Dimitri Vassiliev und Gregor Schlierenzauer einreihen.
Es ist zwar schade, dass Schmitt wie bereits bei den Springen zuvor, den zweiten Durchgang nicht ebenso exzellent nach unten brachte wie Durchgang 1, aber dennoch ist seine Leistung während der gesamten Tournee nicht hoch genug zu würdigen! Der Schwarzwälder ist mit Gesamtrang 4 zurück in der Weltspitze!
Neben Schmitt wusste aus deutscher Sicht vor allem Michael Neumayer in Bischofshofen zu gefallen. Er erreichte hinter Schmitt den 6. Rang, der gleichbedeutend ist mit Rang 10 in der Gesamtwertung. Nach Rang 3 im vergangenen Jahr, den er zugegebener Maßen ein wenig glücklich erreichte, ist dieses eine Bestätigung seiner Leistung.
Michael Uhrmann als Tages-Achter und 12. In der Gesamtwertung rundet das hervorragende Ergebnis der deutschen Skispringer ab.
Angesichts dieser Erfolge mag bei so manchem Skisprungfan die Frage aufkommen, warum der DSV nicht schon früher gewagt hat, mit Werner Schuster einen Österreicher als Bundestrainer einzustellen. Zweifelsohne hat er die deutschen Adler in die Erfolgsspur zurückgebracht, und die Springer sind wieder mit Freude, Spaß und vor allem auch Erfolg dabei.
Wolfgang Loitzl Sieger bei Vierschanzentournee
Der Österreicher Wolfgang Loitzl hat in beeindruckender Manier die Vierschanzentournee 2008/ 2009 für sich entschieden und damit für den ersten österreichischen Gesamtsieg seit 1999/ 2000 gesorgt.
Er war eine Klasse für sich, der 28jährige Bad Mitterndorfer. Das musste auch der im Vorfeld als Topfavorit gehandelte Simon Ammann aus der Schweiz neidlos anerkennen, der letztendlich Zweiter, 32.6 Punkte hinter Loitzl wurde. Man sah dem Doppelolympiasieger von Salt Lake City die Enttäuschung an, denn zu gerne hätte der Springfloh aus der Schweiz den ersten Gesamtsieg für die Eidgenossen geholt. Aber schon nach dem ersten Durchgang beim Abschlussspringen in Bischofshofen war klar, dass Loitzl heute kaum zu schlagen sein würde. Dabei standen die Chancen für Ammann und den nach Innsbruck drittplatzierten Gregor Schlierenzauer im Vorfeld des letzten Springens nicht schlecht, Loitzl die erforderlichen Meter evt. noch abnehmen zu können: Loitzl schien die Schanze von Bischofshofen nicht so richtig zu liegen. Sowohl seine Trainingssprünge als auch die in der Qualifikation und im Probedurchgang gezeigte Leistung sah nicht so gut aus, so dass es durchaus im Rahmen des Möglichen zu liegen schien, dass Ammann die ca. 9 Meter Rückstand auf Loitzl würde aufholen können. Zudem kamen auch Zweifel auf, ob Loitzl, der ja in Garmisch am Neujahrstag erst seinen ersten Weltcupsieg überhaupt feiern konnte, dem Druck würde standhalten können.
Aus diesem Grund kam die Skisprungwelt ob Loitzl’s erstem Durchgang aus dem Staunen nicht heraus. Als Viertbester der Qualifikation im viertletzten Pärchen vom Bakken gehend flog der Österreicher auf die Tagesbestweite von 142.5 m hinunter und erhielt mit 5 x 20.0 Punkten die Traumnote schlechthin! 5 x 20.0 – das haben vor Loitzl noch nicht viele Springer erreicht: Es fällt einem Loitzl’s Landsmann Toni Innauer ein, dem dieses Kunststück 1976 erstmals gelang, oder aber Kazuyoshi Funaki beim Weltcup von Willingen 1999. Und man bedenke, dass es für Loitzl nicht irgendein Sprung war: Es galt um den Tournee-Gesamtsieg. Er musste vorlegen, da sowohl Ammann als auch Schlierenzauer erst nach ihm vom Bakken gingen. Und dann zauberte der im Vorfeld der Tournee eher immer in der zweiten Reihe hinter seinen Landsmännern Gregor Schlierenzauer und Thomas Morgenstern stehende Loitzl einen derart perfekten Sprung in den Schnee, der alle verstummen ließ. Schon jetzt war klar: Würde Loitzl in Durchgang 2 nicht stürzen, wäre ihm der Gesamtsieg nicht mehr zu nehmen!
Und er stürzte nicht: Er sprang mit 141.5 m nochmals über die 140 m, und damit weiter als alle seine Konkurrenten, und hat bewiesen, dass nur er der verdiente Sieger der diesjährigen Vierschanzentournee ist. Ihm konnte wahrlich niemand das Wasser reichen, weder Simon Ammann noch der drittplatzierte Gregor Schlierenzauer, kein Martin Schmitt, kein Anders Jacobsen, einfach niemand! Und auch Sven Hannawald dürfte froh sein, dass zumindest in Oberstdorf Loitzl nicht triumphieren konnte, sondern hinter Ammann „nur“ den zweiten Platz erreichte, denn andernfalls müsste er seinen Rekord, bei der Tournee alle vier Einzelspringen gewonnen zu haben, nun womöglich teilen.Wie dem auch sei. Loitzl dürfte nach seinem Triumph nicht enttäuscht sein, dieses Kunststück nicht auch noch erreicht zu haben. Zu groß ist die Freude über diesen Gesamtsieg. Und ganz sicher war er auch nicht der Einzige der bei der Siegerehrung eine Träne aus dem Augenwinkel wischen musste...
Für das Skisprungland Österreich bedeutet dieser Triumph den ersten Sieg in der Gesamtwertung nach Andreas Widhölzl 2000. - Eine Durststrecke von 9 Jahren ist überwunden. Und zwar nicht durch die im Vorfeld deutlich höher eingeschätzten Gregor Schlierenzauer oder Thomas Morgenstern, nein, sondern durch den bislang eher als Mannschaftsspringer in Erscheinung getretenen Wolfgang Loitzl! Der eher bescheidenen Stilist aus Bad Mitterndorf hat alle überrascht! Sich selbst vielleicht am meisten. Und eines dürfte sicher sein: Das am kommenden Wochenende anstehende Skifliegen in Bad Mitterndorf vom Kulm werden Loitzl-Festspiele, egal welches Ergebnis der Lokalmatador dort erreichen wird.
Er war eine Klasse für sich, der 28jährige Bad Mitterndorfer. Das musste auch der im Vorfeld als Topfavorit gehandelte Simon Ammann aus der Schweiz neidlos anerkennen, der letztendlich Zweiter, 32.6 Punkte hinter Loitzl wurde. Man sah dem Doppelolympiasieger von Salt Lake City die Enttäuschung an, denn zu gerne hätte der Springfloh aus der Schweiz den ersten Gesamtsieg für die Eidgenossen geholt. Aber schon nach dem ersten Durchgang beim Abschlussspringen in Bischofshofen war klar, dass Loitzl heute kaum zu schlagen sein würde. Dabei standen die Chancen für Ammann und den nach Innsbruck drittplatzierten Gregor Schlierenzauer im Vorfeld des letzten Springens nicht schlecht, Loitzl die erforderlichen Meter evt. noch abnehmen zu können: Loitzl schien die Schanze von Bischofshofen nicht so richtig zu liegen. Sowohl seine Trainingssprünge als auch die in der Qualifikation und im Probedurchgang gezeigte Leistung sah nicht so gut aus, so dass es durchaus im Rahmen des Möglichen zu liegen schien, dass Ammann die ca. 9 Meter Rückstand auf Loitzl würde aufholen können. Zudem kamen auch Zweifel auf, ob Loitzl, der ja in Garmisch am Neujahrstag erst seinen ersten Weltcupsieg überhaupt feiern konnte, dem Druck würde standhalten können.
Aus diesem Grund kam die Skisprungwelt ob Loitzl’s erstem Durchgang aus dem Staunen nicht heraus. Als Viertbester der Qualifikation im viertletzten Pärchen vom Bakken gehend flog der Österreicher auf die Tagesbestweite von 142.5 m hinunter und erhielt mit 5 x 20.0 Punkten die Traumnote schlechthin! 5 x 20.0 – das haben vor Loitzl noch nicht viele Springer erreicht: Es fällt einem Loitzl’s Landsmann Toni Innauer ein, dem dieses Kunststück 1976 erstmals gelang, oder aber Kazuyoshi Funaki beim Weltcup von Willingen 1999. Und man bedenke, dass es für Loitzl nicht irgendein Sprung war: Es galt um den Tournee-Gesamtsieg. Er musste vorlegen, da sowohl Ammann als auch Schlierenzauer erst nach ihm vom Bakken gingen. Und dann zauberte der im Vorfeld der Tournee eher immer in der zweiten Reihe hinter seinen Landsmännern Gregor Schlierenzauer und Thomas Morgenstern stehende Loitzl einen derart perfekten Sprung in den Schnee, der alle verstummen ließ. Schon jetzt war klar: Würde Loitzl in Durchgang 2 nicht stürzen, wäre ihm der Gesamtsieg nicht mehr zu nehmen!
Und er stürzte nicht: Er sprang mit 141.5 m nochmals über die 140 m, und damit weiter als alle seine Konkurrenten, und hat bewiesen, dass nur er der verdiente Sieger der diesjährigen Vierschanzentournee ist. Ihm konnte wahrlich niemand das Wasser reichen, weder Simon Ammann noch der drittplatzierte Gregor Schlierenzauer, kein Martin Schmitt, kein Anders Jacobsen, einfach niemand! Und auch Sven Hannawald dürfte froh sein, dass zumindest in Oberstdorf Loitzl nicht triumphieren konnte, sondern hinter Ammann „nur“ den zweiten Platz erreichte, denn andernfalls müsste er seinen Rekord, bei der Tournee alle vier Einzelspringen gewonnen zu haben, nun womöglich teilen.Wie dem auch sei. Loitzl dürfte nach seinem Triumph nicht enttäuscht sein, dieses Kunststück nicht auch noch erreicht zu haben. Zu groß ist die Freude über diesen Gesamtsieg. Und ganz sicher war er auch nicht der Einzige der bei der Siegerehrung eine Träne aus dem Augenwinkel wischen musste...
Für das Skisprungland Österreich bedeutet dieser Triumph den ersten Sieg in der Gesamtwertung nach Andreas Widhölzl 2000. - Eine Durststrecke von 9 Jahren ist überwunden. Und zwar nicht durch die im Vorfeld deutlich höher eingeschätzten Gregor Schlierenzauer oder Thomas Morgenstern, nein, sondern durch den bislang eher als Mannschaftsspringer in Erscheinung getretenen Wolfgang Loitzl! Der eher bescheidenen Stilist aus Bad Mitterndorf hat alle überrascht! Sich selbst vielleicht am meisten. Und eines dürfte sicher sein: Das am kommenden Wochenende anstehende Skifliegen in Bad Mitterndorf vom Kulm werden Loitzl-Festspiele, egal welches Ergebnis der Lokalmatador dort erreichen wird.
Montag, 5. Januar 2009
Wolfgang Loitzl zum Zweiten: Sieg am Bergisel in Innsbruck
Wolfgang Loitzl konnte beim heutigen dritten Springen der Vierschanzentournee in Innsbruck erneut triumphieren und liegt nun, nach seinem zweiten Tageserfolg, auch in der Tournee-Gesamtwertung deutlich in Front.
Nach dem ersten Durchgang stellte sich noch ein anderes, in den letzten Jahren rar gewordenes Bild dar: Martin Schmitt lag nach hervorragenden 128.5 m in Front. Es blinkte der erste Weltcupsieg seit Jahren am Horizont oder zumindest ein Podestplatz, den Schmitt in dieser Saison als Vierter schon mehrfach knapp verpasst hatte. Eines aber war schon jetzt gewiss: Martin Schmitt, vierfacher Weltmeister aus Furtwangen, ist zurück in der Weltspitze!
Im zweiten Durchgang, den neben Schmitt ebenso seine Teamkollegen Michael Neumayer, Michael Uhrmann, Felix Schoft und Stephan Hocke erreichen konnten, sollten sich nun die Ereignisse zuspitzen: Michael Neumayer, nach Durchgang 1 auf Rang 9 liegend, sprang auf exzellente 126 m, wodurch er sich klar an die Spitze des Klassements setzen konnte. Am Ende sollte Rang 7 für den letztjährigen Gesamt-Dritten herausspringen. Aber schon Matti Hautamaeki, bei dem man in dieser Saison nie so recht weiß, wie gut er ist, der aber am Bergisel durchweg gute Sprünge zeigte, setzte sich mit 128 m an die Spitze. Die im ersten Durchgang vor ihm platzierten Noriaki Kasai, Altmeister aus Japan, und Thomas Morgenstern, Doppelolympiasieger von Turin, kamen beide nicht an seine Weite heran, so dass der Finne in Front liegend den Sprung von Simon Ammann, des Zweitplatzierten in der Gesamtwertung, erwartete. Ammann, nach Durchgang 1 nur auf Platz 5 liegend, kam lediglich auf schwache 123.5 m – ist das das Aus um den Tournee-Gesamtsieg?! Lange Gesichter auch im Schweizer Lager, da eigentlich mit einem Angriff auf’s Podium gerechnet wurde, aber nicht mit einem regelrechten Absturz auf Rang 8.
Die Österreicher-Fraktion um den Garmisch Sieger Wolfgang Loitzl und den Lokalmatadoren Gregor Schlierenzauer machte es hingegen deutlich besser. Loitzl konnte sich mit 128.5 m denkbar knapp um 0.7 Punkte vor Schlierenzauer, der auf 127.5 m kam, setzen. Und nun schaute alles nach Oben: Was würde Martin Schmitt erreichen können?! Die Spannung wuchs: Bundestrainer Werner Schuster schwang die Fahne zum Zeichen des Abstoßens, der Schwarzwälder fuhr an und flog auf 125.5 m – zu wenig für den Tageserfolg, aber dennoch der sichere dritte Platz vor Matti Hautamaeki. Martin Schmitt hatte endlich wieder nach 8 jähriger Abstinenz einen Podiumsplatz bei einem Tourneespringen erreicht!
Auch in der Gesamtwertung verbesserte sich Schmitt durch dieses hervorragende Ergebnis auf den vierten Rang.
Wolfgang Loitzl hingegen baute seine Führung in der Tournee-Gesamtwertung weiter aus und liegt nun 15.8 Punkte vor Simon Ammann. Der Schweizer verlor damit am Bergisel deutlich an Boden. Und der Oberstdorf-Sieger wird es schwer haben gegen Loitzl, diesen Rückstand in Bischofshofen beim Abschlussspringen am kommenden Dienstag aufzuholen. Und auch ein zweiter Österreicher mischt kräftig mit: Skiflugweltmeister Gregor Schlierenzauer liegt mit nur 7.7 Punkten Rückstand auf Ammann in Lauerstellung.
Es erscheint wahrscheinlich, dass diese drei Springer den Gesamtsieg unter sich ausmachen werden, da auch Martin Schmitt bereits über 20 Punkte Rückstand auf Schlierenzauer hat. Jedoch sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass beim Skispringen bekanntermaßen alles möglich ist. Man sollte sich nur das letztjährige Abschlussspringen in Bischofshofen in Erinnerung rufen, als das Gesamtklassement noch einmal derart durcheinander gewirbelt wurde, so dass Michael Neumayer schlussendlich als lachender Gesamt-Dritter aus dem Springen hervorging. Mit dieser Platzierung konnte man nach ¾ der Tournee auch noch nicht rechnen.
Warten wir also ab, was das Abschlussspringen bringen wird. In jedem Fall große Spannung, das steht fest! Freuen wir uns darauf!
Nach dem ersten Durchgang stellte sich noch ein anderes, in den letzten Jahren rar gewordenes Bild dar: Martin Schmitt lag nach hervorragenden 128.5 m in Front. Es blinkte der erste Weltcupsieg seit Jahren am Horizont oder zumindest ein Podestplatz, den Schmitt in dieser Saison als Vierter schon mehrfach knapp verpasst hatte. Eines aber war schon jetzt gewiss: Martin Schmitt, vierfacher Weltmeister aus Furtwangen, ist zurück in der Weltspitze!
Im zweiten Durchgang, den neben Schmitt ebenso seine Teamkollegen Michael Neumayer, Michael Uhrmann, Felix Schoft und Stephan Hocke erreichen konnten, sollten sich nun die Ereignisse zuspitzen: Michael Neumayer, nach Durchgang 1 auf Rang 9 liegend, sprang auf exzellente 126 m, wodurch er sich klar an die Spitze des Klassements setzen konnte. Am Ende sollte Rang 7 für den letztjährigen Gesamt-Dritten herausspringen. Aber schon Matti Hautamaeki, bei dem man in dieser Saison nie so recht weiß, wie gut er ist, der aber am Bergisel durchweg gute Sprünge zeigte, setzte sich mit 128 m an die Spitze. Die im ersten Durchgang vor ihm platzierten Noriaki Kasai, Altmeister aus Japan, und Thomas Morgenstern, Doppelolympiasieger von Turin, kamen beide nicht an seine Weite heran, so dass der Finne in Front liegend den Sprung von Simon Ammann, des Zweitplatzierten in der Gesamtwertung, erwartete. Ammann, nach Durchgang 1 nur auf Platz 5 liegend, kam lediglich auf schwache 123.5 m – ist das das Aus um den Tournee-Gesamtsieg?! Lange Gesichter auch im Schweizer Lager, da eigentlich mit einem Angriff auf’s Podium gerechnet wurde, aber nicht mit einem regelrechten Absturz auf Rang 8.
Die Österreicher-Fraktion um den Garmisch Sieger Wolfgang Loitzl und den Lokalmatadoren Gregor Schlierenzauer machte es hingegen deutlich besser. Loitzl konnte sich mit 128.5 m denkbar knapp um 0.7 Punkte vor Schlierenzauer, der auf 127.5 m kam, setzen. Und nun schaute alles nach Oben: Was würde Martin Schmitt erreichen können?! Die Spannung wuchs: Bundestrainer Werner Schuster schwang die Fahne zum Zeichen des Abstoßens, der Schwarzwälder fuhr an und flog auf 125.5 m – zu wenig für den Tageserfolg, aber dennoch der sichere dritte Platz vor Matti Hautamaeki. Martin Schmitt hatte endlich wieder nach 8 jähriger Abstinenz einen Podiumsplatz bei einem Tourneespringen erreicht!
Auch in der Gesamtwertung verbesserte sich Schmitt durch dieses hervorragende Ergebnis auf den vierten Rang.
Wolfgang Loitzl hingegen baute seine Führung in der Tournee-Gesamtwertung weiter aus und liegt nun 15.8 Punkte vor Simon Ammann. Der Schweizer verlor damit am Bergisel deutlich an Boden. Und der Oberstdorf-Sieger wird es schwer haben gegen Loitzl, diesen Rückstand in Bischofshofen beim Abschlussspringen am kommenden Dienstag aufzuholen. Und auch ein zweiter Österreicher mischt kräftig mit: Skiflugweltmeister Gregor Schlierenzauer liegt mit nur 7.7 Punkten Rückstand auf Ammann in Lauerstellung.
Es erscheint wahrscheinlich, dass diese drei Springer den Gesamtsieg unter sich ausmachen werden, da auch Martin Schmitt bereits über 20 Punkte Rückstand auf Schlierenzauer hat. Jedoch sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass beim Skispringen bekanntermaßen alles möglich ist. Man sollte sich nur das letztjährige Abschlussspringen in Bischofshofen in Erinnerung rufen, als das Gesamtklassement noch einmal derart durcheinander gewirbelt wurde, so dass Michael Neumayer schlussendlich als lachender Gesamt-Dritter aus dem Springen hervorging. Mit dieser Platzierung konnte man nach ¾ der Tournee auch noch nicht rechnen.
Warten wir also ab, was das Abschlussspringen bringen wird. In jedem Fall große Spannung, das steht fest! Freuen wir uns darauf!
David Cologna Sieger der Tour de Ski, Axel Teichmann auf Platz 3
David Cologna heißt der Sieger bei der dritten Auflage der Tour de Ski. Der Schweizer tritt damit die Nachfolge des Tschechen Lukas Bauer an, der im vergangenen Jahr triumphieren konnte.
Im Vorfeld der Tour konnte man nicht unbedingt mit dem erst 22jährigen Schweizer rechnen, der zwar bereits Achtungserfolge feiern und sich in der erweiterten Weltspitze etablieren konnte, der aber beispielsweise noch nie ganz oben auf dem Siegerpodest beim Weltcup stehen konnte. Man hätte ihm auch nicht unbedingt diese Coulness, ja fast schon Kalzschnäuzigkeit zugetraut, mit der er beherzt in die letzte Etappe der Tour, dem gefürchteten Schlussanstieg die Alpe Cerni herauf, ging. Schon auf dem Flachstück bevor es die Alpinpiste hinauf ging, konnte er sich weiter von seinem ersten Verfolger, Axel Teichmann aus Bad Lobenstein, absetzen. Und schon bald war klar, dass der Deutsche den Rückstand auf den Schweizer nicht würde wegmachen können, denn der Schweizer stieg gleichmäßig die steilen Rampen hinauf und ließ am heutigen Tag nie einen Zweifal an seinem Sieg aufkommen.
Teichmann hingegen spürte das gestrige Rennen, bei dem er seinen zweiten Etappensieg zusätzlich zum Prolog bei der diesjährigen Tour de Ski erreichen konnte, noch in den Beinen und konnte sich daher nur mühsam den Angriffen der hinter ihm Platzierten erwehren. So musste er denn auch kurz vor dem Ziel den Norweger Petter Nortung ziehen lassen, der vom fünften noch auf den zweiten Rang nach vorne laufen konnte.
Aber auch der dritte Rang ist für Teichmann ein großer Erfolg! Und er setzt damit die deutsche Präsenz auf dem Siegerpodest bei der Tour de Ski erfolgreich fort: Nach Tobias Angerer’s Sieg bei der Premiere 2007 und Rene Sommerfeldt’s zweiten Rang im vergangenen Jahr, kam der Weltmeister erstmalig auf das Siegerpodest der Tour!
Im Vorfeld der Tour konnte man nicht unbedingt mit dem erst 22jährigen Schweizer rechnen, der zwar bereits Achtungserfolge feiern und sich in der erweiterten Weltspitze etablieren konnte, der aber beispielsweise noch nie ganz oben auf dem Siegerpodest beim Weltcup stehen konnte. Man hätte ihm auch nicht unbedingt diese Coulness, ja fast schon Kalzschnäuzigkeit zugetraut, mit der er beherzt in die letzte Etappe der Tour, dem gefürchteten Schlussanstieg die Alpe Cerni herauf, ging. Schon auf dem Flachstück bevor es die Alpinpiste hinauf ging, konnte er sich weiter von seinem ersten Verfolger, Axel Teichmann aus Bad Lobenstein, absetzen. Und schon bald war klar, dass der Deutsche den Rückstand auf den Schweizer nicht würde wegmachen können, denn der Schweizer stieg gleichmäßig die steilen Rampen hinauf und ließ am heutigen Tag nie einen Zweifal an seinem Sieg aufkommen.
Teichmann hingegen spürte das gestrige Rennen, bei dem er seinen zweiten Etappensieg zusätzlich zum Prolog bei der diesjährigen Tour de Ski erreichen konnte, noch in den Beinen und konnte sich daher nur mühsam den Angriffen der hinter ihm Platzierten erwehren. So musste er denn auch kurz vor dem Ziel den Norweger Petter Nortung ziehen lassen, der vom fünften noch auf den zweiten Rang nach vorne laufen konnte.
Aber auch der dritte Rang ist für Teichmann ein großer Erfolg! Und er setzt damit die deutsche Präsenz auf dem Siegerpodest bei der Tour de Ski erfolgreich fort: Nach Tobias Angerer’s Sieg bei der Premiere 2007 und Rene Sommerfeldt’s zweiten Rang im vergangenen Jahr, kam der Weltmeister erstmalig auf das Siegerpodest der Tour!
Donnerstag, 1. Januar 2009
Loitzl Sieger beim Neujahrsspringen
Wolfgang Loitzl hat die diesjährige Auflage des traditionsreichen Neujahrspringens von Garmisch-Partenkirchen gewonnen. Der Zweite von Oberstdorf hat sich damit erstmalig in die Siegerlisten des Weltcups eintragen können. Der Österreicher wurde schon als der ewige Zweite gehandelt, nachdem er diese Platzierung im Verlauf der laufenden Saison wiederholt erreicht hatte, aber nie ganz oben stehen konnte. Dieses Manko hat er nun ausgemerzt.
Möglich gemacht hat diesen Triumph vor allem ein hervorragender Sprung im zweiten Durchgang, der ihn auf 136.5 m brachte, 2 m weiter als der nach Durchgang 1 in Führung liegende Top-Favorit auf den Tournee-Gesamtsieg, Simon Ammann. Der Schweizer hatte zwar im ersten Durchgang die Tagesbestweite von 140 m erzielen können, lag im Schlussklassement aber doch hauchdünn mit 1.7 Punkten hinter Loitzl. Die angestrebten vier Erfolge bei der Vierschanzentournee, die Sven Hannawald 2002 als bisher Einzigem glückten, bleiben damit weiter unerreicht für Ammann. Ja, er büßte auch die Führung in der Gesamtwertung ein und liegt nun 0.5 Punkte hinter dem Tagessieger Loitzl auf Rang 2.
Nun, in der Gesamtwertung ist sicherlich noch nicht das letzte Wort gesprochen. Es bleibt zudem abzuwarten, wie Loitzl auf den heimischen Schanzen in Innsbruck und Bischofshofen mit dem Druck, nun der Gejagte zu sein, umgehen wird.
Und auch der Tagesdritte Harri Olli sowie der Vierte des heutigen Springens, Gregor Schlierenzauer, die in der Gesamtwertung die Ränge 4 und 3 einnehmen, liegen noch in Lauerstellung. Jedoch keimt immer mehr das Gefühl auf, dass vor allem Schlierenzauer, der durch exzellente Trainingssprünge und in der Qualifikation auf der neuen Schanze von Garmisch-Partenkirchen überzeugen konnte, möglicherweise dem Druck während der zwei Wertungssprünge nicht ganz standhalten kann. Aber vielleicht dreht er den Spieß im Vergleich zu den beiden vergangenen Jahren auch einfach nur um: Dort lag er nach zwei Springen jeweils in Front, fiel aber in Innsbruck und Bischofshofen zurück.
Den deutschen Adlern war das Glück im Vergleich zu Oberstdorf nicht ganz so hold. Zudem waren die äußeren Bedingungen vor allem Mitte des zweiten Durchgangs, als es für Stephan Hocke, Mchael Neumayer und Michael Uhrmann galt, nicht die besten, was sich jedoch i.d.R. im Verlauf der Tournee zumeist wieder ausgleicht.
Das Endergebnis vom Neujahrsspringen mit Martin Schmitt als 8., Michael Uhrmann als 14., Stephan Hocke als 20. und Michael Neumayer als 24. liest sich zwar im Vergleich zu den vergangenen Jahren recht gut, aber es wäre deutlich mehr drin gewesen.
Vor allem Martin Schmitt haderte ein wenig mit seinem zweiten Durchgang, bei dem er auf für ihn enttäuschende 124 m kam. Nach dem ersten Durchgang, bei dem er auf hervorragende 135 m flog, lag er noch auf dem dritten Rang, den er leider nicht halten konnte. Aber Martin Schmitt sollte nicht verzagen. Fest steht, dass er in der Weltspitze wieder angekommen ist, und es wird der Tag kommen, an dem er wieder zwei sehr gute Sprünge im Wettkampf zeigen wird. Und dann - das ist jedem klar - sollte es für das Podest, ja vielleicht auch zu seinem ersten Weltcupsieg seit über 6 Jahren reichen. Vielleicht schon in Innsbruck?!
Und auch die Gesamtwertung ist für den vierfachen Weltmeister noch nichts verloren. Mit Rang 6 hinter dem Russen Dimitri Vassiliev und noch einen Platz vor dem Sieger von 2007, Anders Jacobsen aus Norwegen, liegt er in Lauerstellung.
Möglich gemacht hat diesen Triumph vor allem ein hervorragender Sprung im zweiten Durchgang, der ihn auf 136.5 m brachte, 2 m weiter als der nach Durchgang 1 in Führung liegende Top-Favorit auf den Tournee-Gesamtsieg, Simon Ammann. Der Schweizer hatte zwar im ersten Durchgang die Tagesbestweite von 140 m erzielen können, lag im Schlussklassement aber doch hauchdünn mit 1.7 Punkten hinter Loitzl. Die angestrebten vier Erfolge bei der Vierschanzentournee, die Sven Hannawald 2002 als bisher Einzigem glückten, bleiben damit weiter unerreicht für Ammann. Ja, er büßte auch die Führung in der Gesamtwertung ein und liegt nun 0.5 Punkte hinter dem Tagessieger Loitzl auf Rang 2.
Nun, in der Gesamtwertung ist sicherlich noch nicht das letzte Wort gesprochen. Es bleibt zudem abzuwarten, wie Loitzl auf den heimischen Schanzen in Innsbruck und Bischofshofen mit dem Druck, nun der Gejagte zu sein, umgehen wird.
Und auch der Tagesdritte Harri Olli sowie der Vierte des heutigen Springens, Gregor Schlierenzauer, die in der Gesamtwertung die Ränge 4 und 3 einnehmen, liegen noch in Lauerstellung. Jedoch keimt immer mehr das Gefühl auf, dass vor allem Schlierenzauer, der durch exzellente Trainingssprünge und in der Qualifikation auf der neuen Schanze von Garmisch-Partenkirchen überzeugen konnte, möglicherweise dem Druck während der zwei Wertungssprünge nicht ganz standhalten kann. Aber vielleicht dreht er den Spieß im Vergleich zu den beiden vergangenen Jahren auch einfach nur um: Dort lag er nach zwei Springen jeweils in Front, fiel aber in Innsbruck und Bischofshofen zurück.
Den deutschen Adlern war das Glück im Vergleich zu Oberstdorf nicht ganz so hold. Zudem waren die äußeren Bedingungen vor allem Mitte des zweiten Durchgangs, als es für Stephan Hocke, Mchael Neumayer und Michael Uhrmann galt, nicht die besten, was sich jedoch i.d.R. im Verlauf der Tournee zumeist wieder ausgleicht.
Das Endergebnis vom Neujahrsspringen mit Martin Schmitt als 8., Michael Uhrmann als 14., Stephan Hocke als 20. und Michael Neumayer als 24. liest sich zwar im Vergleich zu den vergangenen Jahren recht gut, aber es wäre deutlich mehr drin gewesen.
Vor allem Martin Schmitt haderte ein wenig mit seinem zweiten Durchgang, bei dem er auf für ihn enttäuschende 124 m kam. Nach dem ersten Durchgang, bei dem er auf hervorragende 135 m flog, lag er noch auf dem dritten Rang, den er leider nicht halten konnte. Aber Martin Schmitt sollte nicht verzagen. Fest steht, dass er in der Weltspitze wieder angekommen ist, und es wird der Tag kommen, an dem er wieder zwei sehr gute Sprünge im Wettkampf zeigen wird. Und dann - das ist jedem klar - sollte es für das Podest, ja vielleicht auch zu seinem ersten Weltcupsieg seit über 6 Jahren reichen. Vielleicht schon in Innsbruck?!
Und auch die Gesamtwertung ist für den vierfachen Weltmeister noch nichts verloren. Mit Rang 6 hinter dem Russen Dimitri Vassiliev und noch einen Platz vor dem Sieger von 2007, Anders Jacobsen aus Norwegen, liegt er in Lauerstellung.
Abonnieren
Posts (Atom)