Das deutsche Skisprungteam ist bei den diesjährigen Nordischen Ski Weltmeisterschaften von Lahti erfolgreich wie nie und gehört bereits jetzt, vor dem abschließenden Mannschaftswettbewerb von der Großschanze, zu den fleißigsten Medaillensammlern: Gold für Carina Vogt im Einzelspringen der Frauen, Gold im Mixed-Wettbewerb, jeweils Silber für Andreas Wellinger von der Normal- sowie der Großschanze und Bronze für Markus Eisenbichler ebenfalls von der Normalschanze! - Das Soll ist mehr als erfüllt! Da erscheint alles, was jetzt noch kommen mag, als Zugabe.
Fangen wir mit Gold für Carina Vogt an: Was hat diese Frau für Nerven?! Es ist unglaublich! Kaum steht ein Großereignis auf dem Programm, ist die junge Frau auf dem Höhepunkt ihrer Leistungsfähigkeit, ungeachtet so mancher Durststrecken während der Weltcupsspringen: So war es bei den Weltmeisterschaften 2015 in Falun, so war es bei den Olympischen Spielen von Sotschi, so war es jetzt in Lahti: Keiner konnte die Frau vom SC Degenfeld stoppen! Und nun hat sie sogar ihren Weltmeistertitel verteidigt.
Dann kam das Springer der Männer von der Normalschanze, bei dem der Österreicher Stefan Kraft triumphierte. Aber gleich dahinter kam Andreas Wellinger, dem es bei den letzten Springen vor der WM mit seinen zahlreichen Podestplätzen endgültig gelungen war, die durchaus großen Fußstapfen des Weltmeisters von 2015, Severin Freund, auszufüllen. Vizeweltmeistertitel für den Ruhpoldinger!!
Und Markus Eisenbichler krönte die Super-Leistung der deutschen Adler mit seiner ersten internationalen Medaille bei den "Großen" und holte Bronze. - Ein Glückstag für das deutsche Team!
Mit diesen Erfolgen im Rücken war das deutsche Team erklärter Favorit auf den Titel im Mixed-Wettbewerb, und das Team um Carina Vogt, Svenja Wirth, Markus Eisenbichler und Andreas Wellinger wurde dieser Favoritenrolle gerecht und durfte sich zurecht als Weltmeister feiern lassen.
Aber damit nicht genug: Beim gestrigen Springen von der Großschanze hieß es, wie schon von der Normalschanze: Kraft oder Wellinger. Leider hatte, wie bereits zuvor von der kleinen Schanze, der Österreicher die Nase vorn und darf sich nun Doppelweltmeister von Lahti nennen.
Bundestrainer Werner Schuster formulierte es ganz treffend: Die Jury schien Krafts Sprungstil besser zu gefallen als der von Wellinger, der hier die entscheidenden Zähler auf den Bischofshofener verlor.
Aber es fühlte sich für Deutschlands neuen Vorzeigespringer nicht wie eine Niederlage an: Andreas Wellinger hat gestern beim dritten Wettbewerb seine dritte Medaille geholt. - Das kann man schon fast als weltmeisterlich bezeichnen!
Beim abschließenden Mannschaftspringen gelten zwar die Polen als Favorit, die beim Wettbewerb von der Großschanze 4 Springer in die Top-Acht bringen konnten, aber ein Platz auf dem Podium sollte für die deutschen Adler allemal drin sein. Man darf gespannt sein!
Freitag, 3. März 2017
Historischer Triumpf der Nordischen Kombinierer
Das deutsche Team um den Erfolgsgaranten Johannes Rydzek hat bei den Nordischen Ski Weltmeisterschaften in Lahti heute Historisches erreicht: Nach 2 x Einzelgold von der Normal- sowie von der Großschanze und dem Staffelsieg wurden Eric Frenzel und Johannes Rydzek beim heutigen Teamwettbewerb ebenfalls Weltmeister!
Unglaublich! Es fehlen die Worte! 4 x Gold in 4 ausgetragenen Wettbewerben für Johannes Rydzek in Lahti!! Das hat es noch nie gegeben und wird wohl auch in der Zukunft Seinesgleichen suchen!!
Nach seinen 2 Goldmedaillen von Falun 2015 ist er nun endgültig mit nun 6 Weltmeistertiteln der erfolgreichste WM-Teilnehmer aller Zeiten!
Auf der Schanze hatten Frenzel und Rydzek die Grundlage für ihren heutigen Erfolg gelegt, auch wenn sie dort nicht ganz vorne landeten, sondern mit einem Rückstand von 16 Sekunden auf Frankreich und Norwegen in die Loipe gingen.
Dass der Weg zur heutigen Goldmedaille nur über Norwegen gehen würde, war im Vorfeld bereits gemutmaßt worden, und so kam es dann auch: In der vorletzten Runde zog Magnus Moan gleich nach dem Wechsel an und zog ein paar Meter davon. Eric Frenzel gab jedoch alles und übergab direkt hinter dem Norweger auf Schlussmann Rydzek. Dieser hatte es nun mit Magnus Krog zu tun.
Die Spannung war greifbar. Wer würde als erstes den Antritt wagen? Würde Rydzek wieder, wie beim Gold von der Großschanze, beim letzten Anstieg versuchen wegzukommen?
Letzteres schien angesichts der Sahneski der Norweger nicht sinnvoll, und so sparte sich Rydzek tatsächlich seine letzten Körner für den Zielsprint auf: In der Abfahrt runter ins Stadion trat er an und ging innen an Krog vorbei. Beinahe wäre es dann in der Schlusskurve noch zu einem Crash mit dem russischen Läufer gekommen, auf den die beiden Führenden aufgelaufen waren, aber auch das ging gut. Die Zielgerade war dann einfach nur noch zum Zungeschnalzen: Rydzek pushte sich mit unglaublicher Power nach Vorne und ließ dem Norweger keine Chance. - Gold für Deutschland!!!
Unglaublich! Es fehlen die Worte! 4 x Gold in 4 ausgetragenen Wettbewerben für Johannes Rydzek in Lahti!! Das hat es noch nie gegeben und wird wohl auch in der Zukunft Seinesgleichen suchen!!
Nach seinen 2 Goldmedaillen von Falun 2015 ist er nun endgültig mit nun 6 Weltmeistertiteln der erfolgreichste WM-Teilnehmer aller Zeiten!
Auf der Schanze hatten Frenzel und Rydzek die Grundlage für ihren heutigen Erfolg gelegt, auch wenn sie dort nicht ganz vorne landeten, sondern mit einem Rückstand von 16 Sekunden auf Frankreich und Norwegen in die Loipe gingen.
Dass der Weg zur heutigen Goldmedaille nur über Norwegen gehen würde, war im Vorfeld bereits gemutmaßt worden, und so kam es dann auch: In der vorletzten Runde zog Magnus Moan gleich nach dem Wechsel an und zog ein paar Meter davon. Eric Frenzel gab jedoch alles und übergab direkt hinter dem Norweger auf Schlussmann Rydzek. Dieser hatte es nun mit Magnus Krog zu tun.
Die Spannung war greifbar. Wer würde als erstes den Antritt wagen? Würde Rydzek wieder, wie beim Gold von der Großschanze, beim letzten Anstieg versuchen wegzukommen?
Letzteres schien angesichts der Sahneski der Norweger nicht sinnvoll, und so sparte sich Rydzek tatsächlich seine letzten Körner für den Zielsprint auf: In der Abfahrt runter ins Stadion trat er an und ging innen an Krog vorbei. Beinahe wäre es dann in der Schlusskurve noch zu einem Crash mit dem russischen Läufer gekommen, auf den die beiden Führenden aufgelaufen waren, aber auch das ging gut. Die Zielgerade war dann einfach nur noch zum Zungeschnalzen: Rydzek pushte sich mit unglaublicher Power nach Vorne und ließ dem Norweger keine Chance. - Gold für Deutschland!!!
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