Am morgigen Sonntag beginnt die 61. Auflage der deutsch-österreichischen Vierschanzentournee. Seit langem verspricht diese Traditionsveranstaltung wieder einmal ein wahres deutsch-österreichisches Freudenmärchen werden zu können. Sind doch die deutschen Springer seit langem, eigentlich seit Sven Hannawalds Zeiten, wieder einmal zu dem Kreis der Favoriten zu zählen. Dass die Österreicher mit ihrem Vorspringer Gregor Schlierenzauer wieder um den Gesamtsieg mitspringen werden, ist kaum der Erwähnung wert. Aber die österreichische Dominanz der letzten Jahre, scheint ein wenig gebrochen.
Hatte bereits der Norweger Anders Bardal dem "Schlieri" den Gesamtweltcupsieg im vergangenen Jahr noch knapp vor der Nase weggeschnappt, sind es jetzt vor allem die deutschen Springer, die zu Dauergästen auf dem Siegerpodest geworden sind. Neben der deutschen Nummer 1, Severin Freund, der in diesem Winter bereits mehrfach das Gelbe Trikot tragen durfte, sind ebenfalls Richard Freitag, der sich endlich an den neuen Springanzug gewöhnt zu haben scheint, Shootingstar Andreas Wellinger, der mit seiner Unbekümmertheit und vor allem Konstanz nicht nur die Skisprung-Fachwelt überrascht, und nicht zuletzt Altstar Michael Neumayer, der die heutige Quali in Oberstdorf als Tagesbester beendete, zu nennen.
Ob es zu einem deutschen Gesamtsieg reichen wird, bleibt abzuwarten, aber sicherlich haben die deutschen Adler beste Chancen um Tagessiege mitzuspringen.
Wer ist neben den deutschen Springer und dem Vorjahressieger Gregor Schlierenzauer noch zu nennen? - Da wäre vor allem Schlierenzauers Teamkollege und Gesamtsieger von 2010, Andreas Kofler. Hinter dem Gesamtsieger von 2012, dem Doppelolympiasieger von Turin, Thomas Morgenstern, steht noch ein Fragezeichen, aber abzuschreiben ist der Kärtner auch nicht.
Wie sieht es mit anderen Nationen aus? Da fallen zunächst die Norweger mit dem Gesamtweltcupsieger Anders Bardal und Rückkehrer Anders Jacobsen ein, seines Zeichen Tournee-Gesamtsieger von 2007. Aber ob sie ganz vorne landen können, ist eher fraglich.
Dass ein Kamil Stoch ganz vorne landen wird, darf angezweifelt werden, auch wenn sein Name immer wieder genannt wird. Ein Platz auf dem Stockerl ist dem Polen durchaus zuzutrauen, aber dass er bei insgesamt acht Springen konstant vorne mit dabei sein wird, dürfte schwierig werden.
Nun denn, warten wir es ab, wer das Rennen machen wird. Als große Favoriten dürften aber in jedem Fall Schlierenzauer, Kofler und Freund genannt werden.
Samstag, 29. Dezember 2012
Sonntag, 11. März 2012
Blecherner Abschluss der Biathlon Weltmeisterschaften von Ruhpolding
Es sollten Neuner-Festspiele werden - die Biathlon Weltmeisterschaften im bayrischen Ruhpolding. Mit vier Medaillen gehört die Wallgauerin sicherlich auch zu den erfolgreichsten Athletinnen, aber ganz oben stehen die heutigen Sieger im Massenstart: Die Norwegerin Tora Berger, die heute ihr 3. Gold gewann, und Martin Fourcarde mit ebenfalls seinem 3. Weltmeistertitel.
Es war heute nicht der erwünschte Abschied für Neuner von der großen WM-Bühne. Nach der goldigen Staffel am gestrigen Tag, bei der sie ungewohnte Schwächen zeigte, schoss sie auch heute mit 6 Fehlschüssen einige Male zu viel daneben. 6 Strafrunden waren auch für die Wunderläuferin Neuner, die heute einmal mehr nach Daria Domracheva die zweitbeste Laufleistung ablieferte, zu viel. Am Ende stand Platz 11 zu Buche. - Die Enttäuschung stand ihr beim Zieldurchlauf in's Gesicht geschrieben. Ihr gr0ßes Ziel, in jedem Rennen eine Medaille zu gewinnen, hat sie eindeutig verfehlt, aber dieses Ziel war auch hoch gesteckt. Mit zwei Einzelmedaillen, davon 1x Gold und 1 x Silber und der goldenen Staffelmedaille vom gestrigen Tag und Bronze in der Mixed-Staffel, darf sie dennoch stolz sein auf diese WM!
Man mag es sich nicht vorstellen, welch Druck auf der 25jährigen Ausnahmekönnerin lastete. Ein Druck, mit dem sei vor allem bei den ersten Rennen sehr gut umgehen konnte. Verzeihen wir ihr daher ihre für ihre Verhältnisse etwas schwächeren Leistungen bei den vergangenen 3 WM-Rennen und gönnen wir den Gegner ihre Siege.
Bitter ist jedoch, dass es am heutigen Tag 2 vierte Plätze gab. Ist der 4. Rang für Tina Bachmann im abschließenden Massenstartrennen der Frauen noch als großer Erfolg zu werten, kann einem Andreas Birnbacher fast schon leid tun: Wieder "nur" Platz 4 für den Schlechinger. Wie schon im Einzelrennen fehlten ihm im Massenstart nur Nuancen auf das ersehnte WM-Einzelmetall. Dabei wäre es besonders Birnbacher vergönnt gewesen, seine grandiose Saison mit einer WM-Einzelmedaille zu krönen: Ja, es hätte sogar Gold werden können. In Führung liegend schoss er jedoch beim letzten Schießen einmal daneben und konnte den Sieg von Simon Fourcarde vor den Schweden Björn Ferry und Niklas Nielsson leider nicht mehr verhindern.
Was bleibt von dieser Biathlon Weltmeisterschaft? Sicherlich die Erinnerung an spannende Rennen, große Sieger und ein fantastisches Publikum. Die Medaillen-Ausbeute der deutschen Mannschaft fiel mit 5 mal Edelmetall, davon 2 x Gold, 1 x Silber und 2 x Bronze etwas geringer aus, als erhofft. Neben Neuner schaffte es leider keine Athletin bzw. kein Athlet auf das Einzelpodium. Da hätte man gerade bei den Herren schon auf mehr gehofft. Auch wenn diese mitunter sehr gut im Rennen lagen - man denke nur an das Einzelrennen, bei dem Arndt Peiffer, Andreas Birnbacher und auch der wie Phönix aus der Asche gestiegene Michi Greis allesamt Gold bei letzten Schießen verballert haben. Hätte nur einer von ihnen einen Fehler weniger geschossen, wäre es Gold geworden!
Aber so war bei den Konkurrenten das Glück diesmal mehr zuhause, als bei der deutschen Mannschaft. Man sollte dieses aber nicht zu sehr bedauern. So oft standen deutsche Athleten ganz oben auf dem Siegerpodest. Wir wissen alle, dass Peiffer, Henkel, Birnbacher & Co. das Zeug zum Siegen haben. Und vielleicht klappt es beim nächsten Gr0ßereignis wieder besser, das dann jedoch ohne Magdalena Neuner stattfinden wird. Aber die deutschen Damen haben beim gestrigen Staffelrennen gezeigt, dass sie auch ohne Neuner bestehen können, haben doch schließlich Bachmann, Gößner und Henkel die Eisen oder vielmehr den WM-Titel in grandioser Manier aus dem Feuer geholt!
Es war heute nicht der erwünschte Abschied für Neuner von der großen WM-Bühne. Nach der goldigen Staffel am gestrigen Tag, bei der sie ungewohnte Schwächen zeigte, schoss sie auch heute mit 6 Fehlschüssen einige Male zu viel daneben. 6 Strafrunden waren auch für die Wunderläuferin Neuner, die heute einmal mehr nach Daria Domracheva die zweitbeste Laufleistung ablieferte, zu viel. Am Ende stand Platz 11 zu Buche. - Die Enttäuschung stand ihr beim Zieldurchlauf in's Gesicht geschrieben. Ihr gr0ßes Ziel, in jedem Rennen eine Medaille zu gewinnen, hat sie eindeutig verfehlt, aber dieses Ziel war auch hoch gesteckt. Mit zwei Einzelmedaillen, davon 1x Gold und 1 x Silber und der goldenen Staffelmedaille vom gestrigen Tag und Bronze in der Mixed-Staffel, darf sie dennoch stolz sein auf diese WM!
Man mag es sich nicht vorstellen, welch Druck auf der 25jährigen Ausnahmekönnerin lastete. Ein Druck, mit dem sei vor allem bei den ersten Rennen sehr gut umgehen konnte. Verzeihen wir ihr daher ihre für ihre Verhältnisse etwas schwächeren Leistungen bei den vergangenen 3 WM-Rennen und gönnen wir den Gegner ihre Siege.
Bitter ist jedoch, dass es am heutigen Tag 2 vierte Plätze gab. Ist der 4. Rang für Tina Bachmann im abschließenden Massenstartrennen der Frauen noch als großer Erfolg zu werten, kann einem Andreas Birnbacher fast schon leid tun: Wieder "nur" Platz 4 für den Schlechinger. Wie schon im Einzelrennen fehlten ihm im Massenstart nur Nuancen auf das ersehnte WM-Einzelmetall. Dabei wäre es besonders Birnbacher vergönnt gewesen, seine grandiose Saison mit einer WM-Einzelmedaille zu krönen: Ja, es hätte sogar Gold werden können. In Führung liegend schoss er jedoch beim letzten Schießen einmal daneben und konnte den Sieg von Simon Fourcarde vor den Schweden Björn Ferry und Niklas Nielsson leider nicht mehr verhindern.
Was bleibt von dieser Biathlon Weltmeisterschaft? Sicherlich die Erinnerung an spannende Rennen, große Sieger und ein fantastisches Publikum. Die Medaillen-Ausbeute der deutschen Mannschaft fiel mit 5 mal Edelmetall, davon 2 x Gold, 1 x Silber und 2 x Bronze etwas geringer aus, als erhofft. Neben Neuner schaffte es leider keine Athletin bzw. kein Athlet auf das Einzelpodium. Da hätte man gerade bei den Herren schon auf mehr gehofft. Auch wenn diese mitunter sehr gut im Rennen lagen - man denke nur an das Einzelrennen, bei dem Arndt Peiffer, Andreas Birnbacher und auch der wie Phönix aus der Asche gestiegene Michi Greis allesamt Gold bei letzten Schießen verballert haben. Hätte nur einer von ihnen einen Fehler weniger geschossen, wäre es Gold geworden!
Aber so war bei den Konkurrenten das Glück diesmal mehr zuhause, als bei der deutschen Mannschaft. Man sollte dieses aber nicht zu sehr bedauern. So oft standen deutsche Athleten ganz oben auf dem Siegerpodest. Wir wissen alle, dass Peiffer, Henkel, Birnbacher & Co. das Zeug zum Siegen haben. Und vielleicht klappt es beim nächsten Gr0ßereignis wieder besser, das dann jedoch ohne Magdalena Neuner stattfinden wird. Aber die deutschen Damen haben beim gestrigen Staffelrennen gezeigt, dass sie auch ohne Neuner bestehen können, haben doch schließlich Bachmann, Gößner und Henkel die Eisen oder vielmehr den WM-Titel in grandioser Manier aus dem Feuer geholt!
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