Auf Platz 2 schwamm die Australierin Danni Miatke, Bronze ging an die Holländerin Inge Dekker. Eine deutsche Schwimmerin konnte das Finale leider nicht erreichen.
Im unmittelbar auf die 50m Schmetterling folgenden Finale über 50m Freistil wurde der schnellste Schwimmer dieser Titelkämpfe gesucht. Dass der schon knapp 7 Jahre geltenden Weltrekord von dem inzwischen zurückgetrenden Russen Alexander Popov (21.64 Sek) fallen würde, schien unwahrscheinlich, aber Spannung war dennoch angesagt.
Titelverteidiger Ronald Schoemann aus Südafrika war auch in diesem Endlauf vertreten, konnte aber über den 7. Platz nicht hinauskommen. Überraschungsweltmeister wurde hingegen der US-Amerikaner Benjamin Wildman-Tobrina! Der 22jährige ist in der internationalen Schwimmszene noch ein recht unbeschriebenes Blatt und konnte gleich bei seinem ersten großen internationalen Auftrittt ganz groß auftrumphen. In 21.88 Sek verweis er seinen Landsmann Cullen Jones und den Schweden Stefan Nystrand aus Schweden auf die Plätze.
Über die 200m Rücken der Damen siegte die US-Amerikanerin Margaret Hoelzer in 2:07.16 Minuten vor der Titelverteidigerin Kirsty Coventry aus Zimbabwe.
Über die 100m Schmetterling der Herren kam es zum großen Duell der beiden US-Amerikaner Ian Crocker und Michael Phelps. Ian Crocker, der in 50.40 Sek den Weltrekord seit den letzten Titelkämpfen von Montreal hält, ging auf Bahn 3 in diesen Endlauf. Michael Phelps, der große Rivale, zwei Bahnen über ihm.
Nach den ersten 50m lag Crocker deutlich in Front, Michael Phelps sogar nur auf Rang 3. Auch auf den zweiten 50m lag Crocker besser im Rennen, aber Phelps kam immer näher auf und entschied durch einen exzellenten Anschlag das Rennen sensationell noch für sich. Phelps konnte in 50.77 Sek zwar keinen neuen Weltrekord aufstellen, aber dieser Sieg gegen seinen Landsmann bedeutet ihm persönlich möglicherweise fast noch mehr. Crocker schlug in 50.82 Sek als Zweiter an, und hat seinen Rückstand von 5/100 Sek seinem schlechten Anschlag zu danken. - Aber so ist es im Schwimmen: Es gilt nicht nur auf der Strecke zu glänzen, sondern auch der Anschlag muss passen!
Nun, Phelps ist mit seinem 6. WM-Gold beim 6. Start auf dem besten Wege, sich in die Geschichtsbücher der Schwimm-Weltmeisterschaften einzutragen. Morgen könnte er noch über die 400m Lagen und bei der 4x100m Lagen-Staffel antreten. Warten wir ab, ob er dieses Mammutprogramm tatsächlich in Angriff nehmen wird.
Das 800m Freistil-Finale bestimmten die Französin Laure Manaudou und Kate Ziegler aus den USA. Seite an Seite schwammen die beiden bis zur letzten Bahn. Auf den letzten Metern hatte die US-Amerikanerin dann das bessere Ende für sich. In 8:15.52 Minuten war Ziegler um 28/100 Sekunden schneller als die Französin und holte WM-Gold über die 800m Freistil!
Laure Manaudou schwamm in der Europarekordzeit von 8:15.80 Minuten zu Silber und war ob des knappen Rückstands schon ein wenig enttäuscht.
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