Samstag, 31. Januar 2015

Deutschland schafft WM-Platz 7

Die deutsche Handballnationalmannschaft hat einen großen Schritt Richtung Rio 2016 gemacht: Nachdem am Vortag das erste Platzierungspiel gegen Kroatien noch deutlich verloren wurde, schlugen die Mannen von Dagur Sigurdsson Slowenien am heutigen Nachmittag verdient mit 30:27 und haben damit die Teilnahme an einem der drei olympischen Qualifikationsturniere erreicht!

So hat die WM, die aus deutscher Sicht mit der Viertelfinalniederlage gegen Gastgeber Katar ihren negativen Höhepunkt erreicht hatte, für das DHB-Team doch noch einen versöhnlichen Ausgang gefunden: Der so wichtige 7. Platz wurde erreicht!
Nachdem die deutsche Mannschaft am gestrigen Freitag gegen Kroatien wiederum nicht an die starke Leistung in der Vorrunde und den Achtelfinalauftritt gegen Ägypten anknüpfen konnte, durften man im Vorfeld des Spiels gegen Slowenien berechtigte Zweifel haben, ob die DHB-Spieler im Kopf endlich wieder frei agieren und die Müdigkeit, die sich seit dem Aus gegen Katar wie Blei über die deutsche Mannschaft zu legen schien, würde besiegen können.
Und zu Beginn des Spiels gegen Slowenien sah es auch nicht unbedingt danach aus: Schnell geriet die deutsche Mannschaft in Rückstand, stand unsicher in der Abwehr und schien oft den berühmten letzten Schritt zu spät. Dann aber ersetzte der Bundestrainer im Tor den ein wenig unglücklich agierenden Carsten Lichtlein durch Silvio Heinevetter, und dieser Wechsel schien die Wende im Spiel einzuläuten: Die deutsche Mannschaft kam immer besser in's Spiel und ging mit einem 2-Tore-Vorsprung in die Pause.
Auch nach dem Wechsel ließ sich der Weltmeister von 2007 die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und siegte, nicht zuletzt aufgrund der 13 Tore von Kapitän Uwe Gensheimer, verdient mit 30:27!

Es dürften danach so manche Steine von den Seelen der Nationalspieler und Bundestrainer Sigurdsson gefallen sein!
Das DHB-Team hat es geschafft und ist nach dem Viertelfinal-Aus wiedererstarkt zurück gekommen und darf zurecht stolz darauf sein, sich wieder zur erweiterten Weltspitze zählen zu dürfen!

Mittwoch, 28. Januar 2015

Handball WM gerät zur Farce - DHB-Aus gegen Gastgeber

Das Wintermärchen ist zu Ende geträumt: Deutschland hat das WM-Viertelfinale gegen Katar 26:24 verloren!

Aber was war das für ein abgekartetes Spiel?! - Der Sieger schien vor Spielbeginn schon festzustehen!
Die mazedonischen Schiedsrichter haben ihren Namen "Unparteiische" alles andere als verdient! Was gab es da für Fehlentscheidungen: Stürmerfouls gegen deutsche Spieler, obwohl wahrscheinlich nur die beiden Männer mit der Pfeife ein Foul gesehen haben; klare Fouls wurden gegen Kartar allerhöchstens abgepfiffen, aber so gut wie gar nicht mit den eigentlich fälligen 2 Minuten bestraft; mindestens eine, wenn nicht gar zwei Tätlichkeiten kartarischer Spieler, die eine rote Karte zu Folge hätten haben müssen, wurden schlichtweg vom Schiedsrichtergespann übersehen.
Man fragt sich, wie ein Sieg der deutschen Mannschaft heute überhaupt möglich gewesen sein sollte? Die Antwort darauf kann nach dem heutigen Spielverlauf eigentlich nur lauten: Wahrscheinlich gar nicht!

Zugegebener Maßen hätte die deutsche Mannschaft einige der klaren Gelegenheiten - wie 2x Uwe Gensheimer vom Siebenmeterpunkt oder 2-3 x Patrick Wiencek vom Kreis - besser verwerten müssen. Auch hätten sie das ein oder andere überhastete Abspiel vermeiden müssen, und gerade zum Ende des Spiels ließen sie zu viele Chancen liegen.
Aber der Gedanke kommt auf, dass das wahrscheinlich sowieso nichts gebracht hätte: Hatten die Schiedsrichter im Achtelfinalspiel gegen Österreich erst in der 2. Halbzeit gegen die Alpenrepublik begonnen zu pfeifen, fing es gegen den Weltmeister von 2007 bereits zu Spielbeginn an.

Ja, es gibt diese berühmten 50:50 Entscheidungen, die für oder gegen ein Team entschieden werden können - bestimmt 80% dieser Fälle fielen dabei übrigens zugunsten der Kartaris aus - aber entscheidend waren in diesem Spiel die klaren Benachteiligungen gegen das deutsche Spiel. Es wurde nicht fair auf beiden Seiten dasselbe abgepfiffen: Was gegen Deutschland ein Stürmerfoul war, wurde auf der anderen Seite entweder gar nicht gepfiffen oder gar noch als Foul von Deutschland gewertet. Zudem gab es mindestens 3 Spielzüge, die das deutsche Team in ein Tor verwandelte, die aber vorher abgepfiffen wurden - der nachfolgende Freiwurf wurde leider zu selten effektiv genutzt. Auffällig war, dass derartige Spielzüge auf Seiten Katars nicht vorzeitig abgepfiffen wurden, sondern dass die "Unparteiischen" erst einmal abwarteten, ob der Ball wohl auch so seinen Weg in's Tor finden würde . - Ja, beides sind Möglichkeiten ein Spiel zu bewerten, aber man kann es doch nicht auf beiden Seiten unterschiedlich auslegen! Wo bleibt da denn die klare Linie der Schiedsrichter?!
Man suchte sie heute vergeblich!

So wäre es nicht verwunderlich, wenn Katar mit seiner zusammengekauften Mannschaft letztendlich sogar Weltmeister werden würde. Dieses hatte erstmals Österreich's Nationaltrainer nach dem Achtelfinal-Aus formuliert, und nach dem Spiel heute gegen Deutschland, erscheint dieses nicht allzu unwahrscheinlich.
Aber dann stellt sich die Frage: Wieso wird überhaupt noch eine WM ausgetragen?! Ist es nicht schon grenzwärtig, dass Kartar sich seine Spieler im Vorfeld der WM eingekauft und mal eben eingebürgert hat?! Welchen Wert hat ein Weltmeisterschaftsturnier, wenn der Gastgeber dann auch noch derart von den Schiedsrichtern begünstig wird?!
Und um das noch einmal klarzustellen: Wir reden hier nicht mehr von dem Heimbonus, den jede Gastgebermannschaft bei einer Weltmeisterschaft zu Hause hat, wie auch Spanien bei der letzten WM oder Deutschland beim Wintermärchen 2007. Nein, wir reden hier von unglaublich unfairen Schiedsrichterentscheidungen, die zum Himmel stinken und die den Zuschauer sich die Frage stellen lässt, ob Katar nicht nur seine Spieler bei Siegen fürstlich entlohnt, sondern evtentuell auch die Schiedsrichter?!

Schade ist es für die deutsche Mannschaft, die bei dieser WM so gut aufgetreten ist, wie lange nicht! Die Mannen von Dagur Sigurdson hätten den Halbfinaleinzug verdient, so aber geht es jetzt im Platzierungsspiel gegen Kroatien, das im Viertelfinale Polen unterlegen war, um die Qualifikation zu einem der so wichtigen olympischen Qualifikationsturniere. Eine schwere Aufgabe, aber drücken wird dem DHB-Team die Daumen, dass es an die exzellenten Auftritte in der Vorrunde und beim Achtelfinale gegen Ägypten anknüpfen kann. Dann ist auch ein Sieg gegen Kroatien möglich!

Sonntag, 18. Januar 2015

Deutschland mit Traumstart bei Handball-WM in Katar

Die deutsche Handball Nationalmannschaft hat einen Traumstart bei den Welttitelkämpfen in Katar hingelegt und dem 29:26 vom Freitag gegen den Erzrivalen Polen am heutigen Sonntag ein hart umkämpftes 27:26 gegen Russland folgen lassen!
Damit hätte im Vorfeld der WM weiß Gott niemand gerechnet. Zugegebener Maßen hat die deutsche Mannschaft unter dem neuen Bundestrainer Dagur Sirgurdsson eine deutlich positive Bilanz aufzuweisen, aber der Isländer ist bekanntlich erst seit dem enttäuschenden Aus im Qualifikations-Play-Off gegen Polen verantwortlich für die deutsche Mannschaft.

Sportlich nicht qualifiziert und nur durch eine sehr umstrittene Wildcard auf den WM-Zug aufgesprungen, hat die deutsche Mannschaft gezeigt, dass sie absolut WM-tauglich ist: Mit 4:0 Punkten nach zwei Spielen gegen die stark einzuschätzenden Polen und Russen stehen die Mannen von Dagur Sirgurdson mit blütenreiner Weste da! So kann es am Dienstag gegen Dänemark weitergehen.

Für den daheim sitzenden Handball-Fan ist diese WM jedoch eine wahre Tortur. Sind die deutschen Spiele doch nur mittels des Bezahlsenders Sky zu empfangen. So zittert wahrscheinlich so mancher vor den Livetickern und dem Videotext mit. - Eine ganz neue Handball-Erfahrung, auf die man aber gerne verzichten würde.
Aber wenn die deutsche Mannschaft gewinnt, sind auch diese Leiden vergessen.

Sonntag, 4. Januar 2015

Freitag siegt am Bergisel

50 Tourneespringen hat es gedauert, bis der erste deutsche Springer nach Sven Hannawald 2002 endlich wieder ein Enzelspringen bei der Vierschanzentournee gewinnen sollte: Heute ist dieses, ausgerechnet im Wohnzimmer der österreichischen Adler, der Bergiselschanze in Innsbruck, durch Richard Freitag geschehen.
Nach dem 1. Durchgang lag der 23jährige noch punktgleich mit dem Tournee-Führenden Stefan Kraft aus Österreich auf Rang 1, konnte diesem jedoch im 2. Durchgang die entscheidenden Punkte abnehmen und stand zum Abschluss des dritten Tourneespringens alleine auf dem obersten Treppchen des Siegerpodests. - Die deutschen Adler sind zurück!

Gescholten nach dem schwachen Auftreten von Oberstdorf, nicht viel besseren Kritiken ausgesetzt nach den ebenfalls enttäuschenden, wenngleich leicht verbesserten Leistungen beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen, in der Gesamtwertung abgeschlagen außerhalb der Top-10 liegend, schlugen die Schützlinge von Bundestrainer Werner Schuster zurück und holten den so ersehnten Tagessieg. 12 Jahre hat dieses nicht geklappt...

Drei weitere deutsche Springer landeten in Innsbruck ebenfalls unter den besten 15: Severin Freund als 8., jedoch immer noch seinen Möglichkeiten hinterherspringend, Marinus Kraus auf dem 14. Rang im Rahmen seiner Möglichkeiten und Weltcup-Neuling Stephan Leyhe aus Willingen einen Platz hinter Kraus mit einem nie erwarteten Tournee-Einstand.
So kann Werner Schuster endlich mit seinem Springern zufrieden sein!

Und auch in der Gesamtwertung scheint auch wieder mehr drin zu sein: Richard Freitag katapulitierte sich mit seinem Tagessieg vom 13. auf dem 5. Rang nach vorne und liegt damit nur noch 14.3 Punkte hinter dem drittplatzierten Slowenen Peter Prevc, der heute im 1. Durchgang patzte.
Sicherlich ist das Podium in der Gesamtwertung immer noch weit entfernt, schließlich liegt mit Noriaki Kasei kein Unbekannter noch einen Rang vor Freitag, aber immerhin kann man jetzt wieder darüber spekulieren, dass Freitag theoretisch noch auf das Stockerl in der Gesamtwertung springen könnte. Davon konnte man nach den beiden ersten Springen noch nicht einmal träumen.
Nun geht es am morgigen Tag weiter mit der Qualifikation von Bischofshofen, am Dreikönigstag folgt das abschließende Springen. Auch wenn die Paul-Außerleitner-Schanze nicht zu den Lieblingsschanzen von Richard Freitag gehört, mag man dem Erzgebirgler nach seinem beeindruckenden Auftreten am Bergisel dennoch einiges zutrauen!