Unglaublich, Wahnsinn, unfassbar - die Superlativen kennen nach dem Sensationssieg durch Niklas Kaul im Zehnkampf bei der Leichtathletik-WM in Doha keine Grenzen!!!
Was war das für ein zweiter Tag für den 21-jährigen aus Saulheim! Zur Hälfte noch auf Platz 11 liegend ist er plötzlich Weltmeister!!! - Der erste Weltmeister seit Thorsten Voss 1987 in Rom. Ja, es ist tatsächlich so, dass die deutschen Leichtathleten trotz zahlreicher WM- und EM-Medaillen vor 32 Jahren das letzte Mal den Weltmeister stellten! Und nun Kaul ...
Kaul, mag sich manch einer fragen? Wer ist das denn? Die große internationale Bühne betrat der schon früh als großes Zehnkampftalent ernannte Leichtathlet im vergangenen Jahr bei den Europameisterschaften von Berlin, als er als Nachrücker von Kai Kazmirek sensationell Vierter wurde. Da deutete er bereits an, was in ihm steckt.
Aber auch nach dem U23-WM-Titel in diesem Jahr vermochte man sich noch nicht vorzustellen, dass der große Coup bereits in diesem Jahr gelingen würde. Zugegebender Maßen profitierte Kaul auch davon, dass der zweite Tag von Doha alles andere als normal lief, da ein Medaillenkandidat nach dem anderen strauchelte. Allen voran Weltrekordler Kevin Mayer: Dem Franzosen wurden die 110m Hürden zum Verhängnis, bei denen er sich an der Wade verletzte. Durch das anschließende Diskuswerfen quälte er sich noch, aber beim Stabhochspringen musste er mit Tränen in den Augen aufgeben. Man litt mit dem Titelverteidiger aus London. - Solch einen Abgang wünscht man keinem!
Die 110m Hürden erwiesen sich auch als Stolperfalle für den London-Dritten Kai Kazmirek. Der Teamkollege von Niklas Kaul schied nach einem Strauchler über die Hürden unglücklich aus und musste schon nach der 6. Disziplin alle Medaillenträume begraben.
Nach dem Ausfall von Mayer rückte nun das begehrte WM-Gold plötzlich in greifbare Nähe von anderen Athleten. Aber dieses schien die Garde um Damian Warner und Lindon Victor mehr Last als Antrieb zu sein: Victor schied nach einer Nullnummer beim Diskuswurf aus dem Titelrennen aus, Warner kam am zweiten Tag einfach nicht in Tritt. Immerhin reichte es für den Kanadier noch für Bronze. Niklas Kaul hingegen blieb cool wie eine Hundeschnauze und ließ sich nicht verrückt machen. Nach Bestleistungen im Diskuswerfen und Stabhochspringen schien das unmögliche jedoch auf einmal möglich: Der junge Deutsche ging auf Platz 6 und nur 275 Punkte hinter Gold liegend die letzten beiden Disziplinen an. 275 Punkte mag man denken, ist aber doch auch kein Pappenstiel. Nicht jedoch für einen Niklas Kaul, der die beiden letzten Disziplinen zu seinen ganz großen Stärken zählt. Jetzt musste er nur noch liefern ...
Und das tat er, und zwar wie!!! Über 79 m weit schleuderte er den Speer - Weltrekord im Rahmen eines Zehnkampfs, und plötzlich lag er schon auf Rang 3, nur knapp 4 Sekunden (umgerechnet auf den abschließenden 1500m Lauf) hinter dem Esten Maicel Uibo. Und auch diese pulverisierte Kaul: Noch verhaltend ins Rennen gehend zog er ab ca. 400 m langsam am Feld vorbei und setzte sich einsam an die Spitze und lief der Goldmedaille entgegen!!! - WM- Gold vor Uibo und Warner war geschafft! - Was für ein unvergesslicher Abend für die deutsche Leichtathletik!!!
Freitag, 4. Oktober 2019
Samstag, 23. Februar 2019
Sensation am Bergisel: Eisenbichler Weltmeister
Ein unglaubliches WM-Springen ging vor ein paar Minuten am traditionsreichen Bergisel zu Ende: Doppelsieg durch Markus Eisenbichler und Karl Geiger für das deutsche Skisprungteam von der Großschanze!!
Eisenbichler, der in dieser Saison mehrfach denkbar knapp an seinem ersten Weltcupsieg vorbeigesprungen ist, hat ausgerechnet bei der WM seinen ersten Sieg eingefahren! Wenn das einer verdient hat, dann der 27jährige aus Siegsdorf!
Nach dem 1. Durchgang hinter dem Schweizer Kilian Peier noch auf dem 2. Rang liegend zauberte der Bayer, der den Trainingsdurchgängen und der Qualifikation in Innsbruck bereits seinen Stempel aufgedrückt hatte, unglaubliche 135.5 m in den Schnee. Damit stand fest, dass zwei Deutsche auf dem Podest stehen würden, da Karl Geiger, 4. nach dem 1. Durchgang und 130.5 m im 2. Durchgang, zu diesem Zeitpunkt vorne lag.
Dieser Sprung von Eisenbichler, der mit Abstand weiteste des Tages, war ein Granate, eine unglaubliche Leistung!
Eine Leistung, die sicherlich auch den noch oben auf dem Bakken sitzenden Kilian Peier beeindruckte. Zudem war diese Situation, Erster nach dem 1. Durchgang zu sein, neu für den Schweizer. Dennoch hielten die Nerven, auch wenn er mit 129.5 m entscheidende Meter auf die beiden Deutschen verlor, aber so immer noch Bronze holen konnte.
Ein Doppelerfolg vom deutschen Team!! Was ist das für ein Wahnsinn!! Die beiden Spätstarter in der deutschen Mannschaft stehen ganz oben und sind am Ziel ihrer Träume!!! - Weltmeister und Vizeweltmeister!
Beide Springer sahen die letzten Tage sehr gut aus, aber dass beide dieses im Wettkampf derart nach unten bringen konnten - dieses durfte man sich wünschen, aber war damit zu rechnen?!
Und auch für Werner Schuster, den nach dieser Saison scheidenden Bundestrainer, ist dieser Erfolg der Beginn einer wunderbaren Abschiedstournee als Chef des deutschen Skisprungteams.
Richard Freitag auf Rang 9 rundete das sehr gute mannschaftliche Resultat ab, was für das morgige Mannschaftsspringen viel erhoffen lässt.
Eisenbichler, der in dieser Saison mehrfach denkbar knapp an seinem ersten Weltcupsieg vorbeigesprungen ist, hat ausgerechnet bei der WM seinen ersten Sieg eingefahren! Wenn das einer verdient hat, dann der 27jährige aus Siegsdorf!
Nach dem 1. Durchgang hinter dem Schweizer Kilian Peier noch auf dem 2. Rang liegend zauberte der Bayer, der den Trainingsdurchgängen und der Qualifikation in Innsbruck bereits seinen Stempel aufgedrückt hatte, unglaubliche 135.5 m in den Schnee. Damit stand fest, dass zwei Deutsche auf dem Podest stehen würden, da Karl Geiger, 4. nach dem 1. Durchgang und 130.5 m im 2. Durchgang, zu diesem Zeitpunkt vorne lag.
Dieser Sprung von Eisenbichler, der mit Abstand weiteste des Tages, war ein Granate, eine unglaubliche Leistung!
Eine Leistung, die sicherlich auch den noch oben auf dem Bakken sitzenden Kilian Peier beeindruckte. Zudem war diese Situation, Erster nach dem 1. Durchgang zu sein, neu für den Schweizer. Dennoch hielten die Nerven, auch wenn er mit 129.5 m entscheidende Meter auf die beiden Deutschen verlor, aber so immer noch Bronze holen konnte.
Ein Doppelerfolg vom deutschen Team!! Was ist das für ein Wahnsinn!! Die beiden Spätstarter in der deutschen Mannschaft stehen ganz oben und sind am Ziel ihrer Träume!!! - Weltmeister und Vizeweltmeister!
Beide Springer sahen die letzten Tage sehr gut aus, aber dass beide dieses im Wettkampf derart nach unten bringen konnten - dieses durfte man sich wünschen, aber war damit zu rechnen?!
Und auch für Werner Schuster, den nach dieser Saison scheidenden Bundestrainer, ist dieser Erfolg der Beginn einer wunderbaren Abschiedstournee als Chef des deutschen Skisprungteams.
Richard Freitag auf Rang 9 rundete das sehr gute mannschaftliche Resultat ab, was für das morgige Mannschaftsspringen viel erhoffen lässt.
Dienstag, 22. Januar 2019
DHB-Team im Halbfinale!!
Nach einem regelrechten Hauptrunden-Krimi gegen Kroatien steht die deutsche Handballnationalmannschaft vorzeitig im WM-Halbfinale!!
Die Führung wechselte zunächst ständig, das Spiel war geprägt von intensiver Abwehrarbeit, aber auch Abwurfschwächen im Angriff. Den ersten Schockmoment erlebte das DHB-Team bereits nach etwa 10 Minuten, als Regisseur Martin Strobel sich unglücklich das Knie verdrehte und verletzt raus musste. Die bange Frage: Wie kommt das Team mit diesem Ausfall klar, denn Strobel hatte in den vergangenen Spielen eine entscheidende Rolle im Spielaufbau wahrgenommen und glänzte, allen Kritikern zum Trotz, auch mit zahlreichen Toren?!
Es sollte nun die Stunde des Fabian Wiede schlagen: Der 24jährige nahm ab sofort das Heft in die Hand, dirigierte den deutschen Angriff, setze seine Mitspieler in Szene und glänzte mit einer ungeheuren Präzision im Torabschluss: 6/7 Torwürfe brachte er in's kroatische Tor!! - Wiede wurde nach Spielende zurecht als Man of the Match geehrt!
Aber bis dahin galt es noch manche Minute dieses Handballkrimis durchzustehen: Der deutschen Sieben gelang es zwar immer wieder sich auf 2, 3 oder 4 Tore abzusetzen, aber der Olympiasieger von 2004 steckte nicht auf und kam mit Läufen von 3, einmal sogar 4 Toren in Folge immer wieder zurück. Es kamen Erinnerungen an die Vorrundenpartien gegen Russland und auch Frankreich auf, als die deutsche Mannschaft sicher geglaubte Siege noch aus der Hand gab.
Aber diesmal stand eine andere Mannschaft auf der Platte: Die Mannen von Christian Prokopp packten sich selbst am Schopf und kamen über eine überragende Abwehrleistung immer wieder zurück in's Spiel: Das 22:20 kurz vor Schluss durch Uwe Gensheimer war die endgültige Entscheidung! - Daran konnte auch der Gegentreffer der Kroaten zum 22:21 Entstand nichts mehr ändern.
Wahnsinn! Vorzeitig ist das Halbfinale perfekt gemacht!! Wer hätte das zu Turnierbeginn gedacht?!
Deutschland zieht zusammen mit Frankreich in's Halbfinale ein und spielt am Mittwoch gegen Erzrivale Spanien um den Gruppensieg.
Die Führung wechselte zunächst ständig, das Spiel war geprägt von intensiver Abwehrarbeit, aber auch Abwurfschwächen im Angriff. Den ersten Schockmoment erlebte das DHB-Team bereits nach etwa 10 Minuten, als Regisseur Martin Strobel sich unglücklich das Knie verdrehte und verletzt raus musste. Die bange Frage: Wie kommt das Team mit diesem Ausfall klar, denn Strobel hatte in den vergangenen Spielen eine entscheidende Rolle im Spielaufbau wahrgenommen und glänzte, allen Kritikern zum Trotz, auch mit zahlreichen Toren?!
Es sollte nun die Stunde des Fabian Wiede schlagen: Der 24jährige nahm ab sofort das Heft in die Hand, dirigierte den deutschen Angriff, setze seine Mitspieler in Szene und glänzte mit einer ungeheuren Präzision im Torabschluss: 6/7 Torwürfe brachte er in's kroatische Tor!! - Wiede wurde nach Spielende zurecht als Man of the Match geehrt!
Aber bis dahin galt es noch manche Minute dieses Handballkrimis durchzustehen: Der deutschen Sieben gelang es zwar immer wieder sich auf 2, 3 oder 4 Tore abzusetzen, aber der Olympiasieger von 2004 steckte nicht auf und kam mit Läufen von 3, einmal sogar 4 Toren in Folge immer wieder zurück. Es kamen Erinnerungen an die Vorrundenpartien gegen Russland und auch Frankreich auf, als die deutsche Mannschaft sicher geglaubte Siege noch aus der Hand gab.
Aber diesmal stand eine andere Mannschaft auf der Platte: Die Mannen von Christian Prokopp packten sich selbst am Schopf und kamen über eine überragende Abwehrleistung immer wieder zurück in's Spiel: Das 22:20 kurz vor Schluss durch Uwe Gensheimer war die endgültige Entscheidung! - Daran konnte auch der Gegentreffer der Kroaten zum 22:21 Entstand nichts mehr ändern.
Wahnsinn! Vorzeitig ist das Halbfinale perfekt gemacht!! Wer hätte das zu Turnierbeginn gedacht?!
Deutschland zieht zusammen mit Frankreich in's Halbfinale ein und spielt am Mittwoch gegen Erzrivale Spanien um den Gruppensieg.
Samstag, 19. Januar 2019
WM-Hauptrunde: DHB-Team heute gegen Island
Ohne Niederlage ist die deutsche Handballnationalmannschaft durch die Vorrunde marschiert und nimmt 3 Punkte in die heute beginnende Hauptrunde mit. - Wer konnte damit zu Beginn der Titelkämpfe rechnen?
Und dabei wäre ein verlustpunktfreier Einzug in die Hauptrunde sogar auch im Rahmen des Möglichen gewesen, schließlich hatte die deutsche Sieben Frankreich am Rande einer Niederlage. Lediglich der Last-Minute-Treffer des Weltmeister bewahrte die Franzosen vor der Niederlage. Dennoch stellt dieses 25:25 einen Riesenerfolg für das Team von Bundestrainer Christian Prokopp dar, zeigte es doch auf, dass die deutsche Mannschaft in der Lage ist, jeden zu schlagen! Das gibt Mut für die nächsten Aufgaben, denn mit Kroatien und Europameister Spanien warten dicke Brocken in der Hauptrunde auf das DHB-Team.
Aber man darf zuversichtlich auf die nächsten Spiele blicken: Nach der kleinen Enttäuschung gegen Russland, als ein fast schon sicher geglaubter Sieg noch aus der Hand gegeben wurde, nachdem wiederum dem Gegner kurz vor Schluss der Ausgleich gelang, brachte der Weltmeister von 2007 gegen die Franzosen ein überzeugendes Spiel auf die Platte und zeigte auch in dem rechnerisch unbedeutendem Spiel gegen Serbien, dass auch der zweite Anzug passt: Silvio Heinevetter ist mehr als nur ein Ersatz von unserer Nummer 1, Andreas Wolf, Linksaußen Matthias Muschke ersetzte Kapitän Uwe Gensheimer bravourös und auch die Variante auf Rechts mit Franz Semper bzw. Fabian Wiede anstelle von Patrick Grötzke, dem, nach der Nicht-Nominierung von Tobias Reichmann einizigem etatmäßigen Rechtsaußen, zu spielen, passte. Lediglich der Versuch, mit dem siebten Feldspieler zu spielen, scheiterte mit drei Toren der Serben in Folge krachend, aber dem Bundestrainer ist recht zu geben, wenn er sagt, wann er dieses denn ausprobieren solle, wenn nicht in einem Spiel wie gegen Serbien?!
Nun geht es heute also gegen Island. Die Wikinger scheinen nicht mehr in der Form der Olympischen Spielen von Peking zu sein, als sie Zweiter wurden, aber die Landsleute von Ex-Bundestrainer Dagur Sirgudsson sollte man niemals abschreiben und unterschätzen.
Dennoch muss, da sind sich alle einig, gegen Island ein Zweier her, um in das Halbfinale in Hamburg einzuziehen. Und wo nicht besser als im Wohnzimmer des Weltmeisters von 2007, in Köln, sollte es möglich sein, dieses zu erreichen?!
Und dabei wäre ein verlustpunktfreier Einzug in die Hauptrunde sogar auch im Rahmen des Möglichen gewesen, schließlich hatte die deutsche Sieben Frankreich am Rande einer Niederlage. Lediglich der Last-Minute-Treffer des Weltmeister bewahrte die Franzosen vor der Niederlage. Dennoch stellt dieses 25:25 einen Riesenerfolg für das Team von Bundestrainer Christian Prokopp dar, zeigte es doch auf, dass die deutsche Mannschaft in der Lage ist, jeden zu schlagen! Das gibt Mut für die nächsten Aufgaben, denn mit Kroatien und Europameister Spanien warten dicke Brocken in der Hauptrunde auf das DHB-Team.
Aber man darf zuversichtlich auf die nächsten Spiele blicken: Nach der kleinen Enttäuschung gegen Russland, als ein fast schon sicher geglaubter Sieg noch aus der Hand gegeben wurde, nachdem wiederum dem Gegner kurz vor Schluss der Ausgleich gelang, brachte der Weltmeister von 2007 gegen die Franzosen ein überzeugendes Spiel auf die Platte und zeigte auch in dem rechnerisch unbedeutendem Spiel gegen Serbien, dass auch der zweite Anzug passt: Silvio Heinevetter ist mehr als nur ein Ersatz von unserer Nummer 1, Andreas Wolf, Linksaußen Matthias Muschke ersetzte Kapitän Uwe Gensheimer bravourös und auch die Variante auf Rechts mit Franz Semper bzw. Fabian Wiede anstelle von Patrick Grötzke, dem, nach der Nicht-Nominierung von Tobias Reichmann einizigem etatmäßigen Rechtsaußen, zu spielen, passte. Lediglich der Versuch, mit dem siebten Feldspieler zu spielen, scheiterte mit drei Toren der Serben in Folge krachend, aber dem Bundestrainer ist recht zu geben, wenn er sagt, wann er dieses denn ausprobieren solle, wenn nicht in einem Spiel wie gegen Serbien?!
Nun geht es heute also gegen Island. Die Wikinger scheinen nicht mehr in der Form der Olympischen Spielen von Peking zu sein, als sie Zweiter wurden, aber die Landsleute von Ex-Bundestrainer Dagur Sirgudsson sollte man niemals abschreiben und unterschätzen.
Dennoch muss, da sind sich alle einig, gegen Island ein Zweier her, um in das Halbfinale in Hamburg einzuziehen. Und wo nicht besser als im Wohnzimmer des Weltmeisters von 2007, in Köln, sollte es möglich sein, dieses zu erreichen?!
Montag, 7. Januar 2019
Kobayashi Top, zwei Deutsche auf dem Podest
Was für ein Finale der 67. Vierschanzentournee:
Japans Überflieger, der 22-jährige Ryoyu Kobayashi, trat mit 45 Punkten Vorsprung in der Gesamtwertung auf Markus Eisenbichler an, um den Grand Slam der Skispringer klar zu machen und auch das letzte der 4 Springen zu gewinnen.
Markus Eisenbichler, Zweiter von Oberstdorf und Garmisch war sowohl im am wegen widriger Wetterbedingungen am Vortag ebenfalls am Dreikönigstag ausgetragenem Training und der Qualifikation der Beste und hatte spätestens nach dem 1. Durchgang von Bischofshofen, den er als Erster beendete, seinen ersten Weltcupsieg vor Augen und drohte, Kobayashis Grand Slam zunichte zu machen.
Und dann Stephan Leyhe, der erst in diesem Jahr so richtig in's Rampenlicht gesprungene Willinger, sah immer noch geringe Chancen auf einen Podestplatz in der Gesamtwertung, obwohl er mit deutlichem Abstand auf die vor ihm platzierten Kamil Stoch und Andreas Stjernen vom Backken ging. Nach Durchgang 1 lag der 27jährige jedoch nur auf Rang 11...
Und nicht zu vergessen Dawid Kubacki: Der Pole, der wie Eisenbichler noch immer auf seinen ersten Weltcupsieg wartet, war zwar durch sein schwaches Auftreten von Innsbruck von Rang 3 auf den 7. Platz in der Gesamtwertung zurückgefallen, aber spätestens nach seinem in der Quali von Bischofshofen ersprungenen Schanzenrekord, durfte mit dem Polen wieder zu rechnen sein.
Ryoyu Kobayashi gleitete im ersten Durchgang dann jedoch nicht ganz so elegant wie gewöhnlich durch die Luft und beendete mit 4 Punkten Rückstand auf Eisenbichler den ersten Durchgang nur auf Rang 4, was aber an sich schon als eine Meisterleistung zu werten war, musste er doch vor seinem Sprung minutenlang im Schneetreiben von Bischofshofen abwarten, bis er endlich vom Bakken gelassen wurde.
Im zweiten Durchgang zeigte er mit einem Sprung auf 137,5 m dann aber wieder seine ganze Klasse und setze sich vor den bis dahin führenden Stephan Leyhe, der mit 137 m ebenfalls einen fabelhaften Sprung gezeigt hatte, auf Platz 1. Nun war es an Stefan Kraft, Kubacki und Eisenbichler, den 4-fach-Triumph des Japaners zu verhindern. Der Gesamtsieg konnte Kobayashi zum jetzigen Zeitpunkt bereits nicht mehr genommen werden.
Kraft zeigte einen soliden Sprung, aber nicht mehr, der in zwar mit Rang 3, den dritten Podestplatz der diesjährigen Vierschnanzentournee einbrachte, mit dem er Kobayahsi aber nicht bezwingen konnte. Bei Kraft, dem Gesamtsieger von 2015, dürfte die Freude über den Podiumsplatz seine Enttäuschung aus Garmisch ein wenig mindern, wo er durch Verpassen des zweiten Durchgangs alle Chancen auf einen vorderen Platz in der Gesamtwertung einbüßen musste.
Nun waren alle Blicke auf Dawid Kubacki gerichtet: Gelang dem Polen ein weiterer Zaubersprung oder flatterten die Nerven? Letzteres war der Fall: Kubacki landete bereits bei 130 m und büßte wichtige Punkte in der Gesamtwertung ein, was schlussendlich dazu führte, dass Stephan Leyhe, der zu diesem Zeitpunkt bereits Stoch und Stjernen, die beim Abschlussspringen beidesamt einttäuschten, in der Gesamtwertung hinter sich gelassen hatte, sich mit 3,3 Punkten Vorsprung an Kubacki vorbeischob: Platz 3 in der Gesamtwertung war geschafft! - Unglaublich!!! Was für ein Geschenk hat sich der Willinger, der am Vortag seinen 27. Geburtstag feierte, selbst gemacht.
Aber es saß ja noch Markus Eisenbichler auf dem Bakken der Paul-Außerleitner-Schanze: Später sollte er sagen, dass er doch sehr nervös gewesen sei und ihm daher wohl die entscheidende Lockerheit gefehlt hatte. Er sprang bei 131,5 auf und landete auf Tagesplatz 5. Der zweite Platz in der Gesamtwertung war dennoch erreicht! Dieses ist ein Riesen-Erfolg für den Siegsdorfer, der bis zum Springen von Oberstdorf als Trainingsweltmeister galt und Konstanz im Wettkampf vermissen ließ. Auch wenn der Allgäuer weiter auf seinen ersten Weltcupsieg warten muss, hat er bei der diesjährigen Vierschanzentournee seine Meisterstück geschafft!!
Aber verneigen wir uns zum Abschluss vor Ryoyu Kobayashi, der mit erst 22 Jahren des Unglaubliche geschafft hat und alle vier Springen bei der Vierschanzentournee gewonnen hat! Glückwunsch an den Überflieger, den selbsternannten Neojapaner!!
Auch wenn bereits im Vorjahr Kamil Stoch dasselbe Kunststück gelang und man daher denken mag, dass es an der Tagesordnung sei, auf allen vier Schanzen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, zu triumphieren, dem sei gesagt, dass das ganz und gar nicht zutrifft! Dieses zeigt allein schon der Blick in die Geschichte und dass bei 67 Tourneen dieses Kunststück erst drei Springern gelungen ist und man bei Sven Hannawalds Triumph 2002 noch dachte, dass sein Triumph für die Ewigkeit sei...
Japans Überflieger, der 22-jährige Ryoyu Kobayashi, trat mit 45 Punkten Vorsprung in der Gesamtwertung auf Markus Eisenbichler an, um den Grand Slam der Skispringer klar zu machen und auch das letzte der 4 Springen zu gewinnen.
Markus Eisenbichler, Zweiter von Oberstdorf und Garmisch war sowohl im am wegen widriger Wetterbedingungen am Vortag ebenfalls am Dreikönigstag ausgetragenem Training und der Qualifikation der Beste und hatte spätestens nach dem 1. Durchgang von Bischofshofen, den er als Erster beendete, seinen ersten Weltcupsieg vor Augen und drohte, Kobayashis Grand Slam zunichte zu machen.
Und dann Stephan Leyhe, der erst in diesem Jahr so richtig in's Rampenlicht gesprungene Willinger, sah immer noch geringe Chancen auf einen Podestplatz in der Gesamtwertung, obwohl er mit deutlichem Abstand auf die vor ihm platzierten Kamil Stoch und Andreas Stjernen vom Backken ging. Nach Durchgang 1 lag der 27jährige jedoch nur auf Rang 11...
Und nicht zu vergessen Dawid Kubacki: Der Pole, der wie Eisenbichler noch immer auf seinen ersten Weltcupsieg wartet, war zwar durch sein schwaches Auftreten von Innsbruck von Rang 3 auf den 7. Platz in der Gesamtwertung zurückgefallen, aber spätestens nach seinem in der Quali von Bischofshofen ersprungenen Schanzenrekord, durfte mit dem Polen wieder zu rechnen sein.
Ryoyu Kobayashi gleitete im ersten Durchgang dann jedoch nicht ganz so elegant wie gewöhnlich durch die Luft und beendete mit 4 Punkten Rückstand auf Eisenbichler den ersten Durchgang nur auf Rang 4, was aber an sich schon als eine Meisterleistung zu werten war, musste er doch vor seinem Sprung minutenlang im Schneetreiben von Bischofshofen abwarten, bis er endlich vom Bakken gelassen wurde.
Im zweiten Durchgang zeigte er mit einem Sprung auf 137,5 m dann aber wieder seine ganze Klasse und setze sich vor den bis dahin führenden Stephan Leyhe, der mit 137 m ebenfalls einen fabelhaften Sprung gezeigt hatte, auf Platz 1. Nun war es an Stefan Kraft, Kubacki und Eisenbichler, den 4-fach-Triumph des Japaners zu verhindern. Der Gesamtsieg konnte Kobayashi zum jetzigen Zeitpunkt bereits nicht mehr genommen werden.
Kraft zeigte einen soliden Sprung, aber nicht mehr, der in zwar mit Rang 3, den dritten Podestplatz der diesjährigen Vierschnanzentournee einbrachte, mit dem er Kobayahsi aber nicht bezwingen konnte. Bei Kraft, dem Gesamtsieger von 2015, dürfte die Freude über den Podiumsplatz seine Enttäuschung aus Garmisch ein wenig mindern, wo er durch Verpassen des zweiten Durchgangs alle Chancen auf einen vorderen Platz in der Gesamtwertung einbüßen musste.
Nun waren alle Blicke auf Dawid Kubacki gerichtet: Gelang dem Polen ein weiterer Zaubersprung oder flatterten die Nerven? Letzteres war der Fall: Kubacki landete bereits bei 130 m und büßte wichtige Punkte in der Gesamtwertung ein, was schlussendlich dazu führte, dass Stephan Leyhe, der zu diesem Zeitpunkt bereits Stoch und Stjernen, die beim Abschlussspringen beidesamt einttäuschten, in der Gesamtwertung hinter sich gelassen hatte, sich mit 3,3 Punkten Vorsprung an Kubacki vorbeischob: Platz 3 in der Gesamtwertung war geschafft! - Unglaublich!!! Was für ein Geschenk hat sich der Willinger, der am Vortag seinen 27. Geburtstag feierte, selbst gemacht.
Aber es saß ja noch Markus Eisenbichler auf dem Bakken der Paul-Außerleitner-Schanze: Später sollte er sagen, dass er doch sehr nervös gewesen sei und ihm daher wohl die entscheidende Lockerheit gefehlt hatte. Er sprang bei 131,5 auf und landete auf Tagesplatz 5. Der zweite Platz in der Gesamtwertung war dennoch erreicht! Dieses ist ein Riesen-Erfolg für den Siegsdorfer, der bis zum Springen von Oberstdorf als Trainingsweltmeister galt und Konstanz im Wettkampf vermissen ließ. Auch wenn der Allgäuer weiter auf seinen ersten Weltcupsieg warten muss, hat er bei der diesjährigen Vierschanzentournee seine Meisterstück geschafft!!
Aber verneigen wir uns zum Abschluss vor Ryoyu Kobayashi, der mit erst 22 Jahren des Unglaubliche geschafft hat und alle vier Springen bei der Vierschanzentournee gewonnen hat! Glückwunsch an den Überflieger, den selbsternannten Neojapaner!!
Auch wenn bereits im Vorjahr Kamil Stoch dasselbe Kunststück gelang und man daher denken mag, dass es an der Tagesordnung sei, auf allen vier Schanzen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, zu triumphieren, dem sei gesagt, dass das ganz und gar nicht zutrifft! Dieses zeigt allein schon der Blick in die Geschichte und dass bei 67 Tourneen dieses Kunststück erst drei Springern gelungen ist und man bei Sven Hannawalds Triumph 2002 noch dachte, dass sein Triumph für die Ewigkeit sei...
Dienstag, 1. Januar 2019
Halbzeit bei der Vierschanzentournee
Halbzeit bei der deutsch-österreichischen Vierschanzentournee, und ein deutscher Adler liegt auf Rang 2 der Gesamtwertung, lediglich 2.3 Punkte hinter dem Überflieger Ryoyu Kobayashi. Was für eine Spannung!!
Unglaublich auch, dass es Markus Eisenbichler ist, der durch seine zweiten Plätze von Oberstdorf und beim heutigen Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen, diesen Platz inne hat. Wohl nur wenige hätten dieses dem Bayern zugetraut, der im Vorjahr noch äußerst unglücklich aus dem Silber-Team von Pyeongchang gefallen war. Aber "Eiser", bekannt als Trainigsweltmeister, scheint die richtigen Stellschrauben gedreht zu haben und hat auch heute wieder zwei saubere Sprünge in den Schnee gezaupbert. Vor allem der erste mit Tagesbestweite von 138.0 m ließ die Fans jubeln!
Nun gilt es, die Form zu bewahren, den morgigen Ruhetag gut zu nutzen, um dann in Innsbruck erneut anzugreifen. Vielleicht gelingt ihm dann ja endlich der so ersehnte erste Weltcupsieg und damit Japans Kobayashi zu schlagen.
Unbestritten ist, dass Markus Eisenbichler und Ryoyu Kobayashi derzeit in einer eigenen Liga springen. Bereits knapp 20 Punkte liegt der Dritte in der Gesamtwertung, der Pole Dawid Kubacki, zurück. Aber wir wissen auch, dass eine Halbzeitbilanz bei der Tournee keine Garantie dafür ist, dass es bei den abschließenden Springen ebenso weiter laufen wird. Zu oft mussten wir erleben, dass vermeintliche Favoriten strauchelten, so auch geschehen bei Richard Freitag im Vorjahr, der nach zwei zweiten Plätzen in Oberstdorf und Garmisch durch seinen Sturz in Innsbruck alle Hoffnungen auf einen deutschen Gesamtsieg begraben musste.
Aber wir schreiben nun das Jahr 2019 und eine neue Geschichte: Es kann ein Märchen ein Weiß für Markus Eisenbichler werden. Hoffen wir darauf!!
Unglaublich auch, dass es Markus Eisenbichler ist, der durch seine zweiten Plätze von Oberstdorf und beim heutigen Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen, diesen Platz inne hat. Wohl nur wenige hätten dieses dem Bayern zugetraut, der im Vorjahr noch äußerst unglücklich aus dem Silber-Team von Pyeongchang gefallen war. Aber "Eiser", bekannt als Trainigsweltmeister, scheint die richtigen Stellschrauben gedreht zu haben und hat auch heute wieder zwei saubere Sprünge in den Schnee gezaupbert. Vor allem der erste mit Tagesbestweite von 138.0 m ließ die Fans jubeln!
Nun gilt es, die Form zu bewahren, den morgigen Ruhetag gut zu nutzen, um dann in Innsbruck erneut anzugreifen. Vielleicht gelingt ihm dann ja endlich der so ersehnte erste Weltcupsieg und damit Japans Kobayashi zu schlagen.
Unbestritten ist, dass Markus Eisenbichler und Ryoyu Kobayashi derzeit in einer eigenen Liga springen. Bereits knapp 20 Punkte liegt der Dritte in der Gesamtwertung, der Pole Dawid Kubacki, zurück. Aber wir wissen auch, dass eine Halbzeitbilanz bei der Tournee keine Garantie dafür ist, dass es bei den abschließenden Springen ebenso weiter laufen wird. Zu oft mussten wir erleben, dass vermeintliche Favoriten strauchelten, so auch geschehen bei Richard Freitag im Vorjahr, der nach zwei zweiten Plätzen in Oberstdorf und Garmisch durch seinen Sturz in Innsbruck alle Hoffnungen auf einen deutschen Gesamtsieg begraben musste.
Aber wir schreiben nun das Jahr 2019 und eine neue Geschichte: Es kann ein Märchen ein Weiß für Markus Eisenbichler werden. Hoffen wir darauf!!
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