Sonntag, 11. März 2007

Sablikowa läuft Weltrekord, Silber für Pechstein

Claudia Pechstein hat zum Abschluss der Eisschnelllauf-Weltmeisterschaften Silber über ihre Paradestrecke, die 5000m, gewonnen! Damit hat die dreimalige 5000m-Olympiasiegerin ihr Ziel, zwei WM-Medaillen mit nach Hause zu bringen, erfüllt.

Pechstein musste im direkten Duell gegen die tschechische Top-Favoritin Martina Sablikova antreten: Ein hochklassiges, erstklassiges Rennen!
Bis dahin lag die Kanadierin Christina Groves vor der Norwegerin Maren Haugli in Front, aber Pechstein & Sablikowa sollten die Zeiten der beiden geradezu pulverisieren.
Gleich zu Beginn des Rennens hing sich Pechstein an die erst 19jährige Tschechin, um sie mit ihren eigenen Waffen möglicherweise schlagen zu können. Gewöhnlich läßt die Tschechin gerne ihre direkte Konkurrentin das Tempo machen,aber Sablikowa zeigte in diesem Rennen, dass sie auch durchaus von der Spitze aus laufen kann.
Claudia Pechstein lief in der für sie bekannten ruhigen, kontrollierten Art, aber dennoch zog Sablikowa ein wenig weg. Zum Ende des Rennens zeigte sich, dass die junge Tschechin eindeutig auf Weltrekordkurs lag, dem Weltrekord, den Claudia Pechstein inne hatte. Und nach 5000m stand es fest: Martina Sablikowa nahm Clauida Pechstein im direkten Duell den Weltrekord ab und holte WM-Gold über die 5000m! Aber auch Claudia Pechstein lieferte ein exzellentes Rennen und lag zum Abschluss nur ca. 5sec hinter der neuen Weltmeisterin! Bemerkenswert ist zudem, dass die Schlussrunde von Pechstein schneller war als diejenige von Sablikowa. Zugegeben sind die Schlussrunden von Claudia Pechstein zurecht berühmt, aber in den vergangenen Rennen hatte Martina Sablikowa immer hervorragendste Schlussrunden hingelegt, die Grundstein für ihre Erfolge waren.
Aber lassen wir diese Zahlenspiele: Sablikowa ist mit Weltrekord Weltmeisterin geworden, und Claudia Pechstein hat in beeindruckender Manier Silber gewonnen! Und ihre Glückwünsche an die junge Tschechin, die gleich im Anschluss an ihr Rennen kamen, kamen von Herzen. Denn so ist die Claudia: Sie ist ehrgeizig und versucht immer, ganz vorne zu landen. Erkennt sie aber, dass eine Läuferin besser war, erkennt sie dieses neidlos an!

Im letzten Lauf, in dem Daniela Anschütz-Thoms gegen die Zweite über die 3000m, Renate Gronevold, antrat ging es eigentlich nur noch um Bronze. Es schien kaum möglich, dass die beiden an die Klasse-Zeiten von Pechstein und Sablikowa herankommen würden. Und so kam es auch.
Die beiden gingen zudem nicht zu schnell an, aber Runde um Runde schob sich vor allem Schützi, wie Daniela Anschütz-Thoms mit Spitznamen genannte wird, Rang um Rang nach vorne. Sollte sie das Podest noch erreichen können? -
Nein, knapp reichte es einmal mehr nicht: Sie kam als Vierte ein, nur knapp hinter Christina Groves. Sicher kann dieser 4. Platz als Erfolg gewertet werden, aber bedenkt man, dass die Schützi diese Platzierung bei Großereignissen schon desöfteren erlaufen hat, ist es schon etwas bitter.
Aber Daniela Anschütz-Thoms sollte sich nicht zu sehr ärgern. Sie hat ein gutes Rennen abgeliefert und hat ja auch schon einige Rennen in den Beinen! Sie hat zwar ihr angepeiltes Ziel, zwei WM-Medaillen zu gewinnen, nicht erreichen können, aber sollte diese WM dennoch als Erfolg verbuchen!

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