Im mit Spannung erwarteten 200m-Freistil-Finale der Herren deklassierte US-Star Michael Phelps die gesamte Konkurrenz, den ebenfalls als Titelanwärter an den Start gegangenen Olympiasieger von 2002, Pieter van den Hoogenband aus den Niederlanden, eingeschlossen. Mit 1:43.86 Minuten knackte er als erster Schwimmer die 1:44-Minuten-Grenze und unterbot den Weltrekord von Australiens zurückgetretenem Top-Schwimmer Ian Thorp um 20/100 Sek! Über 2.4 Sek lag Phelps im Ziel vor dem zweitplatzierten Hoogenband - eine Welt im Schwimmsport!
Der Deutsche Paul Biedermann, einziger Finalteilnahmer des DSV bei den heutigen Finals, wurde in 1:48:09 Siebter.
Auch über die 200m Freistil der Damen gab es durch Frederica Pellegrini einen neuen Weltrekord: Im zweiten Halbfinale schlug die Italienerin nach 1:56.47 Minuten an und unterbot die alte Bestmarke von Franziska van Almsick um 17/100 Sek.
Annika Lurz schwamm im Sog der neuen Weltrekordlerin ebenfals eine neue Bestzeit und verpasste die Zeit von van Almsick nur um 3/100 Sek. - Das läßt einiges hoffen für das morgige Finale!
Im Finale über die 100m Rücken der Frauen, das leider ohne Antje Buschulte stattfinden musste, schwamm die US-Amerikanerin Natalie Coughlin ebenfalls zu einem neuen Weltrekord. Sie unterbot ihre eigene Bestmarke um 14/100 Sek. Laure Manaudou aus Frankreich schwamm in Europorekordzeit zu Silber und damit zu ihrer 2. WM-Medaille von Melbourne.
Die 100m Rücken der Herren, das Europarekordler Helge Meeuw überaschend nicht erreichen konnte, entschied Aaron Peirsol aus den USA wiederum in Weltrekordzeit für sich. In 52.92 Sek gelang es ihm erstmalig die 53Sek-Schallmauer zu unterbieten!
Besonders bitter für den im Halbfinale gescheiterten Meeuw ist, dass er mit seiner Europarekordzeit von 53.32 Sek sicher auf den zweiten Platz hinter den alten und neuen Weltrekordler Peirsol hätte schwimmen können... - Da besteht einiges an Klärungsbedarf im deutschen Lager!
Im Finale über die 1500m Freistil der Frauen schwamm die US-Amerikanerin Kati Ziegler zum Weltmeistertitel. Die zweitplatzierte Italienerin Flavia Rigamonti holte in Europarekordzeit Silber und entriss damit der inzwischen zurückgetretenen Hannah Stockbauer diese Bestmarke.
Im letzten Finale des Tages, den 100m Brust der Frauen gewann Weltrekordlerin und Publikumsliebling Leisel Jones aus Australien deutlich vor Tara Kirk aus den USA. Die beiden deutschen Starterinnen Birte Steven und Janne Schäfer waren bereits im Halbfinale gescheitert.
Bei den Vorläufen am Vormittag ist ein wenig still und leise eine große Karriere zu Ende gegangen: Marc Warneke, Weltmeister von 2005 in Montreal über die 50m Brust, scheiterte im Vorlauf in seiner Paradestrecke und kann so in die morgige Entscheidung nicht mehr eingreifen.
Dieser Vorlauf war gleichzeitig sein letztes großes Rennen, da der Essener seine Karriere beenden wird. Schade, dass diese große, von zahlreichen Titeln und Medaillen dekorierte Karriere in einem Vorlauf und nicht in einem Finale ihr Ende findet...
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