So kommt denn dieser Sieg im DHB-Pokal den Kielern gerade recht. Sie haben sich im Halbfinale, der Neuauflage des Vorjahresfinals, mit 24:19 ungefährdet gegen die Rhein-Neckar-Löwen durchgesetzt. Es war ein deutlicher und verdienter Sieg der Zebras gegen die Löwen.
Einiges mehr mussten im zweiten Halbfinale Martin Schwalb's Hamburger gegen die HSG Nordhorn zeigen: Es war ein spannendes, mitreißendes Handballspiel, das der HSV letztendlich 34:32 - das entscheidende 34. Tor fiel erst 2 sec vor Schluss - gewinnen konnte. Mann des Spiels war jedoch der Nordhorner Holger Glandorf, der ein unglaubliches Spiel ablieferte, leider aber nicht mit dem Sieg belohnt wurde.
Im Finale standen sich damit die beiden letzt-verbliebenen deutschen Teams in der EHF-Champions-League, der HSV Hamburg und der THW Kiel, gegenüber:
Der ersten Halbzeit drückten die Hanseaten ihren Stempel auf, mit 18:17 gingen die Hamburger in die Halbzeitpause. Deutlich besser kamen jedoch die Kieler aus der Kabine, und auch Thierry Omeyer war im Kieler Tor nun endlich der gewohnt sichere Rückhalt. Bis auf 5 Tore konnte der Titelverteidiger wegziehen, aber der HSV steckte nicht auf und machte es in der Schlussphase der Partie noch einmal richtig spannend. Bis auf 2 Tore kamen die Hamburger wieder heran - alles schien möglich. Aber Dank zweier Treffer von Kiels Norweger Bjoerge Lund gab der THW die Führung nicht mehr ab und holte zum 5. Mal in der Vereinsgeschichte den DHB-Pokal!