Es war die erhoffte Leistungssteigerung der deutsche Handballnationalmannschaft: Die Abwehr rührte Beton an, Andreas Wolf bärenstark im Tor, schnelle Beine und vorne mit der nötigen Durchschlagskraft! So lag man bis kurz vor Schluss mit bis zu 5 Toren gegen Kroatien in Front.
Unglaublich, unglücklich, dass dieser Sieg noch aus der Hand gegeben wurde.
Vor allem in der ersten Halbzeit zeigte die deutsche Mannschaft eine unglaublich Mannschaftsleistung und Tempo, Tempo, Tempo. Viele schnelle Tore sicherten die Führung, und Deutschland ging verdient mit 3 Toren Vorsprung mit 14:11 in die Pause. Und das, obwohl die Deutschen mit 12 Strafminuten gefühlt fast immer in Unterzahl waren.
Leider schien Mitte der 2. Halbzeit die Kraft ein wenig nachzulassen, und die Kroaten kamen besser in's Spiel, allen voran Igor Karasic, den die Abwehr ab diesem Zeitpunkt nicht mehr wirklich in den Griff bekam. Hinzu kamen unglückliche Ballverluste im Angriff, und ein Julius Kühn ohne Wurfglück. Und so ging Kroatien kurz vor Schluss in Führung - das erste Mal seit dem 1:0, und gab diese Führung nicht mehr her. 25:24 hieß es am Ende für Kroatien. Traurig, aber so ist Handball.
Das Halbfinale sollte nach der Vorrundenniederlage gegen Spanien so nicht mehr erreichbar sein, dennoch muss man dieser deutschen Mannschaft zu dieser Energieleistung und mannschaftlichen Stärke, zumindest über weite, weite Strecken dieses Spiels, gratulieren. Gereicht hat es am Ende leider nicht...
Samstag, 18. Januar 2020
Montag, 6. Januar 2020
Kubacki's Nerven halten: Dritter Polnischer Gesamtsieg - Geiger Dritter
Dawid Kubacki hat sich heute mit zwei bärenstarken Sprüngen beim Abschlussspringen der deutsch-österreichischen Vierschanzentournee in Bischofshofen zum Sieger in der Gesamtwertung der diesjährigen Tournee gekrönt und damit nach dem Weltmeistertitel von der Normalschanze im Vorjahr seinen zweiten großen Titel errungen!
An die Weiten von 143,0 m im ersten und 140,5 m im zweiten Durchgang kam die Konkurrenz nicht heran, so dass der Pole souverän seine in Innsbruck eroberte Führung in der Gesamtwertung verteidigen konnte. Im Vorfeld des Dreikönigsspringens wurde von nicht wenigen gemutmaßt, dass die Nerven von Kubacki möglicherweise nicht halten würden und er keine weiteren zwei Top-Sprünge in den Schnee würde zaubern können. - Aber er blieb eiskalt und hat damit zurecht den Goldenen Adler für den Sieg in der Gesamtwertung erhalten.
Hätte man im Vorfeld auf Kubacki gewettet, hätte man einen satten Gewinn einstreichen können, da der Pole nicht zum engeren Favoritenkreis zählte, aber es zeigt sich einmal mehr, dass sich konsequente Aufbauarbeit auszahlen kann. Und nicht zuletzt hat auch sicherlich der heutige Bundestrainer Stefan Horngacher, der bis zum letzten Jahr noch Trainer der Polen war, seinen Anteil an dieser Entwicklung. Schließlich galt Kubacki, trotz seines gewaltigen Absprungs und seiner immer schon vorhandenen Fähigkeit, gut mit Rückenwindverhältnissen umgehen zu können, vor nicht allzu langer Zeit noch als ein Springer, der keine zwei Topsprünge im Wettkampf nach unten bringen kann... - Nun ja, aber jetzt hat er erreicht, was vor ihm nur zwei weiteren polnischen Springern, Adam Malysz und Kamil Stoch, gelungen ist: Den Gesamtsieg bei der Vierschanzentournee!
Man kann daher dem Polen nur gratulieren, wenngleich aus deutscher Sicht auch ein wenig Trauer mitschwingt, da es wieder einmal kein Deutscher auf das oberste Podest der Gesamtwertung geschafft hat. Auch 18 Jahre nach Sven Hannawalds Triumph warten die deutschen Skisprungfans weiter auf den großen Coup. Dabei standen in diesem Jahr die Chancen nicht schlecht für Karl Geiger, den Vizeweltmeister vom vergangenen Jahr. Man durfte Großes erhoffen.
Aber trotz drei zweiter Plätze bei den Einzelspringen in Oberstdorf, Garmisch und heute in Bischofshofen reichte es leider "nur" zum dritten Platz in der Gesamtwertung. Schlechte Windbedingen in Innsbruck gepaart mit dem einzigen wirklich schlechteren Sprung von Geiger während der 8 Wertungsdurchgänge der Tournee waren der Grund, dass es wieder nicht geklappt hat mit dem deutschen Tourneegesamtsieg.
Dennoch muss ganz klar gesagt werden, dass dieser dritte Platz eine super-Leistung vom Oberstdorfer darstellt!!! Geiger hat mit Abstand sein bestes Tourneeergebnis erzielt und hat gezeigt, dass er zu den Großen zählt!!
Auf Platz 2 der Gesamtwertung kam der Newcomer dieser Vierschanzentournee: Der Juniorenweltmeister des Vorjahres Marius Lindvik aus Norwegen. Von diesem Super-Talent kann man sicherlich noch viel erwarten, so beeindruckend wie seine Siege in Garmisch und Innsbruck waren. Und auch heute zeigte er mit Platz 3 eine sehr gute Leistung, die vor allem vor dem Hintergrund, dass er erst gestern seine ersten Sprünge auf der Paul-Ausserleitner-Schanze überhaupt gemacht hat, nicht hoch genug eingeschätzt werden können. Einer Schanze, die bekanntermaßen aufgrund ihres langen flachen Anlaufs als eine der besonderen Schanzen des Weltcupzirkus gilt.
An die Weiten von 143,0 m im ersten und 140,5 m im zweiten Durchgang kam die Konkurrenz nicht heran, so dass der Pole souverän seine in Innsbruck eroberte Führung in der Gesamtwertung verteidigen konnte. Im Vorfeld des Dreikönigsspringens wurde von nicht wenigen gemutmaßt, dass die Nerven von Kubacki möglicherweise nicht halten würden und er keine weiteren zwei Top-Sprünge in den Schnee würde zaubern können. - Aber er blieb eiskalt und hat damit zurecht den Goldenen Adler für den Sieg in der Gesamtwertung erhalten.
Hätte man im Vorfeld auf Kubacki gewettet, hätte man einen satten Gewinn einstreichen können, da der Pole nicht zum engeren Favoritenkreis zählte, aber es zeigt sich einmal mehr, dass sich konsequente Aufbauarbeit auszahlen kann. Und nicht zuletzt hat auch sicherlich der heutige Bundestrainer Stefan Horngacher, der bis zum letzten Jahr noch Trainer der Polen war, seinen Anteil an dieser Entwicklung. Schließlich galt Kubacki, trotz seines gewaltigen Absprungs und seiner immer schon vorhandenen Fähigkeit, gut mit Rückenwindverhältnissen umgehen zu können, vor nicht allzu langer Zeit noch als ein Springer, der keine zwei Topsprünge im Wettkampf nach unten bringen kann... - Nun ja, aber jetzt hat er erreicht, was vor ihm nur zwei weiteren polnischen Springern, Adam Malysz und Kamil Stoch, gelungen ist: Den Gesamtsieg bei der Vierschanzentournee!
Man kann daher dem Polen nur gratulieren, wenngleich aus deutscher Sicht auch ein wenig Trauer mitschwingt, da es wieder einmal kein Deutscher auf das oberste Podest der Gesamtwertung geschafft hat. Auch 18 Jahre nach Sven Hannawalds Triumph warten die deutschen Skisprungfans weiter auf den großen Coup. Dabei standen in diesem Jahr die Chancen nicht schlecht für Karl Geiger, den Vizeweltmeister vom vergangenen Jahr. Man durfte Großes erhoffen.
Aber trotz drei zweiter Plätze bei den Einzelspringen in Oberstdorf, Garmisch und heute in Bischofshofen reichte es leider "nur" zum dritten Platz in der Gesamtwertung. Schlechte Windbedingen in Innsbruck gepaart mit dem einzigen wirklich schlechteren Sprung von Geiger während der 8 Wertungsdurchgänge der Tournee waren der Grund, dass es wieder nicht geklappt hat mit dem deutschen Tourneegesamtsieg.
Dennoch muss ganz klar gesagt werden, dass dieser dritte Platz eine super-Leistung vom Oberstdorfer darstellt!!! Geiger hat mit Abstand sein bestes Tourneeergebnis erzielt und hat gezeigt, dass er zu den Großen zählt!!
Auf Platz 2 der Gesamtwertung kam der Newcomer dieser Vierschanzentournee: Der Juniorenweltmeister des Vorjahres Marius Lindvik aus Norwegen. Von diesem Super-Talent kann man sicherlich noch viel erwarten, so beeindruckend wie seine Siege in Garmisch und Innsbruck waren. Und auch heute zeigte er mit Platz 3 eine sehr gute Leistung, die vor allem vor dem Hintergrund, dass er erst gestern seine ersten Sprünge auf der Paul-Ausserleitner-Schanze überhaupt gemacht hat, nicht hoch genug eingeschätzt werden können. Einer Schanze, die bekanntermaßen aufgrund ihres langen flachen Anlaufs als eine der besonderen Schanzen des Weltcupzirkus gilt.
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