Uneinholbar war sein Vorsprung vor dem Norweger Ole-Einar Bjoerndalen, der zwar insgesamt 11 Saisonsiege feiern konnte, der aber wegen seiner zeitweisen Ausflüge zum Langlauf nicht alle Biathlonweltcups bestreiten konnte.
Unserem dreifachen Olympiasieger soll es recht sein, er steht zum Ende der Saison verdient ganz oben. Er war über die gesamte Saison hinweg der gleichmäßigste, erfolgreichste Biathlet!
Bjoerndalen musste wohl auch erkennen, dass auch ein überläufer wie er nicht ohne Verluste auf zwei Hochzeiten gleichzeitig tanzen kann. Sein großes Saisonziel als erster Läufer sowohl im Biathlon als auch im Langlauf Weltmeister zu werden, hat er in jedem Fall nicht erreicht. Aber er ist ohne Frage ein ganz Großer seiner Zunft, der heute zurecht den Franzosen Raphael Poiree, der Saison und Karriere bereits letztes Wochenende am Holmenkollen beendet hatte, noch vom zweiten Rang im Gesamtweltcup verdrängen konnte.
Für Michael Greis war es heute besonders leicht zu laufen. Das Gelbe Trikot war ganz sicher keine Last, sondern beflügelte ihn sicher noch. Vor allem in der heutigen Schlussrunde unterstrich er nochmals seine Dominanz, als er Läufern wie Bjoerndalen, Sven Fischer oder Vincent Defranse Meter um Meter abnahm und noch auf den zweiten Platz nach vorne stürmte.
Bronze ging im Schlussspurt an den Oldie aus Schmalkalden, Sven Fischer, der Ole-Einar Bjoerndalen auf den vierten Platz verweisen konnte. Dieser Triumph wird Sven Fischer, der vor Greis 1999 als letzter Deutscher den Gesamtweltcup gewinnen konnte, sicher besonders freuen, fühlte er sich doch am letzten Wochenende am Holmenkollen durch unfaires Verhalten eben vom Norweger Bjoerndalen um eine bessere Platzierung wenn nicht sogar um den Sieg an dem von ihm gebliebten Holmenkollen gebracht.
Der Sieg ging heute an den Russen Iwan Tscheressow, der mit diesem Triumph nicht nur seine Lansleute aufjubeln ließ, sondern der für ihn auch gleichzeitig den ersten ganz großen Sieg bedeutete.
Für die russischen Zuschauer im sibirischen Khanti Mansyisk war dieser russische Sieg sicher etwas ganz besonderes. Ansonsten haben sie sich aber nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert, haben sie doch schließlich Fehlschüsse der nicht-russischen Läuferinnen und Läufer z.T. bejubelt und sich so alles andere als fair verhalten.
Gott sei Dank ist dieses an den anderne Weltcuporten nicht üblich!
Für einen weiteren Deutschen war dieser abschließende Massenstart ein ganz besonderes Rennen: Ricco Groß nahm heute Abschied von der Biathlonszene und hat sein letztes Rennen bestritten!
Der mehrfache Weltmeister und Olympiasieger hatte bereits zu Beginn der Saison verkündet, dass dieses seine letzte werden würde. So hat er sich im Prinzip schon zu Beginn dieser seiner letzten Saison auf eine große Abschiedstournee begegeben. Aber ganz sicher war dieses letzte Rennen auch für ihn etwas ganz besonderes. Der 27. Platz heute ist dabei von nebensächlicher Bedeutung. - Er wird der Biathlonszene ganz sicher fehlen! Er war ein von allen geachteter und ein beliebter Sportler, wie heute auch die Abschlusszene seines Rennens zeigte, als der Norweger Lars Berger ihn über die Ziellinie zog und ihn so feierte!
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen