Einstand in die Vierschanzentournee nach Maß für Deutschlands Vorzeigespringer: Severin Freund siegt vor dem Österreicher Michael Hayböck und dem großen Favoriten auf den Gesamtsieg, Peter Prevc! - Die Schattenbergschanze von Oberstdorf ist ein einziges schwarz-rot-goldenes Fahnenmeer!
Nach dem 1. Durchgang noch auf dem 5. Rang liegend waren dem Weltmeister die äußeren Bedingungen beim 2. Durchgang mehr hold, und er sprang bei verkürztem Anlauf, aber guten Windbedingungen 137.5 m weit und kletterte Platz um Platz nach vorne: Die beiden Norweger Fannemel und Forfang, Platz 4 und 2 nach Durchgang 1, fielen genauso hinter den Mann aus Rastbüchl zurück wie Vorjahressieger Stefan Kraft aus Österreich.
Nun saß nur noch einer auf dem Bakken, der den perfekten Start in die Tournee für Freund verhindern konnte: Peter Prevc aus Slowenien. Aber Prevc hatte diesmal weniger Glück mit dem Wind und kam, trotz verlängertem Anlauf, nur auf 130 m. Das reichte nicht für ganz Vorne! Der Topfavorit fiel nicht nur hinter Freund, sondern ebenfalls hinter Michael Hayböck, der heute mit 139.0 m die Tagesbestweite erzielte, zurück.
Richard Freitauf auf Platz 9 sowie Andreas Wank, Andreas Wellinger und Stephan Leyhe mit den Rängen 13 bis 15 komplettierten das gute Abschneiden der deutschen Adler!
Mit diesem guten Ergebnis war nach dem 1. Durchgang, bei dem die deutschen Springer zumeist Pech mit dem Wind hatten, nicht unbedingt zu rechnen. Aber bei Durchgang 2 passte bei den meisten nicht nur der Wind, nein, auch die Technik klappte besser, so dass die deutschen Adler Lust auf mehr machen!
Wie geht es nun weiter bei der Tournee?
Freund hat nun allerbeste Karten, aber sein wir ehrlich: Noch ist nichts gewonnen, noch ist lediglich ein, wengleich auch sehr wichtiger Schritt von vieren in Richtung Bischofshofen gemacht.
Wie wird Freund damit klar kommen nun der Gejagte zu sein? Es ist für ihn, der außer der Tournee alles gewonnen hat, auch eine neue Situation, denn noch nie durfte er bei einem Tourneespringen auf dem Siegerpodest ganz oben stehen, noch nie stand er an der Spitze der Tourneegesamtwertung.
Noch vor zwei Jahren wären einige Zweifel aufgekommen, ob Freund mit diesem Druck umgehen kann, aber durch die Erfolge bei Olympia und WM in den vergangenen zwei Jahren, hat Freund bewiesen, mit Drucksituationen klar kommen zu können. Hoffen wir, dass dieses auch für die Tournee gilt!
Peter Prevc wird in Garmisch ganz sicher stark zurückkommen, und ein Vorsprung von weniger als 8 Punkten, den Freund auf den Slowenen hat, ist wahrlich nicht viel.
Und auch der Österreicher Michael Hayböck hat die Leistung gebracht, die sich seine Landsleute von ihm erhofft haben: Er hat immer noch die ganz große Chance den achten Gesamtsieg bei der Tournee in Folge für Felix Austria zu erringen.
Ein wenig enttäuscht haben die norwegischen Adler, die zwar 5 Springer unter den Top 10 platzieren konnten, aber mit Anders Fannemel auf Rang 4 das ersehnte Podest verfehlten. Zeigt sich hier, dass die Norweger nach den Rücktritten von Anders Bardal und Anders Jacobsen ein sehr junges, unerfahreneres Team am Start haben?!
Nun, warten wir ab, wie es in Garmisch-Partenkirchen beim Neujahrspringen weitergeht. Spannung ist auf jeden Fall garantiert!
Dienstag, 29. Dezember 2015
Montag, 28. Dezember 2015
Vierschanzentournee-Auftakt in Oberstdorf
Die Weihnachtsgeschenke sind verteilt, der Festbraten verspeist - es ist wieder einmal Zeit für das größte Sportereignis über den Jahreswechsel: Die deutsch-österreichische Vierschanzentournee!
Bereits zum 64. Mal wird dieser prestigeträchtige Wettbewerb ausgetragen, und einmal mehr stellt sich die Frage: Wie werden die deutschen Adler abschneiden? Haben sie endlich wieder das Zeug für einen Gesamtsieg, den ersten nach Sven Hannawald 2002?
Mit dem amtierenden Weltmeister und Gesamtweltcupsieger des Vorjahres, Severin Freund, dürfte das deutsche Team ein ganz heißes Eisen im Feuer haben. Allerdings galt Freund auch in den letzten Jahren zumindest als Mitfavorit, den Erwartungen konnte er jedoch nie gerecht werden.
Wie wird es nun in diesem Jahr sein? Vermag Freund dem Erwartungsdruck standzuhalten? Er, der bei Olympia und WM bereits beweisen konnte, große Leistungen abrufen zu können, auch wenn Aller Augen auf ihn gerichtet sind, sollte doch eigentlich inzwischen für einen Erfolg bei der Tournee reif sei.
Jedoch bleiben Zweifel, Zweifel, ob er nicht ein ähnliches Schicksal zu erleiden droht, wie der vierfache Olympiasieger Simon Ammann, der trotz grandioser Erfolge bei der Vierschanzentournee nie ganz vorne landen konnte.
Unbenommen ist der Mythos Vierschanzentournee ein anderes Kaliber als WM oder Olympia: Auf vier verschiedenen Schanzen innerhalb von nur acht Tagen sind acht exzellente Sprünge abzuliefern. Nur dann hat man eine Chance, den Gesamtsieg zu erringen.
Während der vergangenen 7 Jahre durften jeweils österreichische Springer den Gesamtsieg bejubeln, zuletzt Stefan Kraft. Kann diesmal ein deutscher Springer in die rot-weiß-rote Phalanx einbrechen? - Zu wünschen wäre es den Mannen von Bundestrainer Werner Schuster!
Neben Freund sollten Richard Freitag und Andreas Wellinger die größten Chancen aus deutscher Sicht haben, aber kann Freitag tatsächlich Konstanz über 4 Springen ableisten und hat Wellinger, der trotz seiner erst 20 Jahre als Wettkampftyp gilt, seinen schweren Sturz bereits vollständig überwunden?
Nun, es bleibt abzuwarten.
Wen sollte man neben den deutschen Adlern auf dem Zettel haben?
Da ist vor allem der slowenische Vorspringer Peter Prevc zu nennen. Prevc scheint inzwischen reif für den ganz großen Coup zu sein.
Dann wären noch die Norweger, bei denen in diesem Jahr nach den Rücktritten von Bardal und Jacobsen mit Forfang und Ganges andere Springer das Sagen haben.
Und was ist mit den Österreichern?
Vorjahressieger Kraft schien noch nicht so recht in Form zu sein, bewies aber mit Rang drei bei der heutigen Qualifikation, dass er pünktlich zum Tourneestart wieder da ist.
Und auch seinem Spezi, Michael Hayböck, ist einiges zuzutrauen.
Die Jungen müssen es in diesem Jahr bei den Alpenländlern wohl richten: Der zweimalige Tourneegesamtsieger Gregor Schlierenzauer ist außer Form, Thomas Morgenstern ist zurückgetreten.
Eines ist aber klar: Wir dürfen uns auf spannenden Wettbewerbe freuen!
Bereits zum 64. Mal wird dieser prestigeträchtige Wettbewerb ausgetragen, und einmal mehr stellt sich die Frage: Wie werden die deutschen Adler abschneiden? Haben sie endlich wieder das Zeug für einen Gesamtsieg, den ersten nach Sven Hannawald 2002?
Mit dem amtierenden Weltmeister und Gesamtweltcupsieger des Vorjahres, Severin Freund, dürfte das deutsche Team ein ganz heißes Eisen im Feuer haben. Allerdings galt Freund auch in den letzten Jahren zumindest als Mitfavorit, den Erwartungen konnte er jedoch nie gerecht werden.
Wie wird es nun in diesem Jahr sein? Vermag Freund dem Erwartungsdruck standzuhalten? Er, der bei Olympia und WM bereits beweisen konnte, große Leistungen abrufen zu können, auch wenn Aller Augen auf ihn gerichtet sind, sollte doch eigentlich inzwischen für einen Erfolg bei der Tournee reif sei.
Jedoch bleiben Zweifel, Zweifel, ob er nicht ein ähnliches Schicksal zu erleiden droht, wie der vierfache Olympiasieger Simon Ammann, der trotz grandioser Erfolge bei der Vierschanzentournee nie ganz vorne landen konnte.
Unbenommen ist der Mythos Vierschanzentournee ein anderes Kaliber als WM oder Olympia: Auf vier verschiedenen Schanzen innerhalb von nur acht Tagen sind acht exzellente Sprünge abzuliefern. Nur dann hat man eine Chance, den Gesamtsieg zu erringen.
Während der vergangenen 7 Jahre durften jeweils österreichische Springer den Gesamtsieg bejubeln, zuletzt Stefan Kraft. Kann diesmal ein deutscher Springer in die rot-weiß-rote Phalanx einbrechen? - Zu wünschen wäre es den Mannen von Bundestrainer Werner Schuster!
Neben Freund sollten Richard Freitag und Andreas Wellinger die größten Chancen aus deutscher Sicht haben, aber kann Freitag tatsächlich Konstanz über 4 Springen ableisten und hat Wellinger, der trotz seiner erst 20 Jahre als Wettkampftyp gilt, seinen schweren Sturz bereits vollständig überwunden?
Nun, es bleibt abzuwarten.
Wen sollte man neben den deutschen Adlern auf dem Zettel haben?
Da ist vor allem der slowenische Vorspringer Peter Prevc zu nennen. Prevc scheint inzwischen reif für den ganz großen Coup zu sein.
Dann wären noch die Norweger, bei denen in diesem Jahr nach den Rücktritten von Bardal und Jacobsen mit Forfang und Ganges andere Springer das Sagen haben.
Und was ist mit den Österreichern?
Vorjahressieger Kraft schien noch nicht so recht in Form zu sein, bewies aber mit Rang drei bei der heutigen Qualifikation, dass er pünktlich zum Tourneestart wieder da ist.
Und auch seinem Spezi, Michael Hayböck, ist einiges zuzutrauen.
Die Jungen müssen es in diesem Jahr bei den Alpenländlern wohl richten: Der zweimalige Tourneegesamtsieger Gregor Schlierenzauer ist außer Form, Thomas Morgenstern ist zurückgetreten.
Eines ist aber klar: Wir dürfen uns auf spannenden Wettbewerbe freuen!
Sonntag, 22. März 2015
Gesamtweltcup für Severin Freund
Severin Freund hat seine grandiose Saison gekrönt und auch noch den Sieg im Gesamtweltcup errungen.
Ein siebter Rang beim abschließenden Skifliegen von Planica reichte dem Weltmeister von Lahti, um zwar punktgleich mit dem Slowenen Peter Prevc die Saison abzuschließen, aber durch die größere Anzahl an Einzelsiegen im Gesamtweltcup die Nase vorn zu haben!!!
Glückwunsch an Freund, der - lediglich mit Ausnahme der Vierschanzentournee - seit dem Olympiasieg mit der Mannschaft in Sotschi von Sieg zu Sieg zu eilen scheint!
Weltmeister von der Großschanze, Gesamtweltcupsieger - Skisprungherz, was willst Du mehr?!
Ein siebter Rang beim abschließenden Skifliegen von Planica reichte dem Weltmeister von Lahti, um zwar punktgleich mit dem Slowenen Peter Prevc die Saison abzuschließen, aber durch die größere Anzahl an Einzelsiegen im Gesamtweltcup die Nase vorn zu haben!!!
Glückwunsch an Freund, der - lediglich mit Ausnahme der Vierschanzentournee - seit dem Olympiasieg mit der Mannschaft in Sotschi von Sieg zu Sieg zu eilen scheint!
Weltmeister von der Großschanze, Gesamtweltcupsieger - Skisprungherz, was willst Du mehr?!
Donnerstag, 26. Februar 2015
Severin Freund ist Weltmeister!!
Severin Freund hat heute sein Meisterstück abgeleistet und in Falun den Weltmeistertitel von der Großschanze errungen!
Deutschland hat nach 14 Jahren endlich wieder seinen Einzelweltmeister und Martin Schmitt nach seinem Triumph von Lahti 2001 seinen Nachfolger gefunden!
Es war eine Demonstration vom frischgebackenen Mixed-Weltmeister, der mit beiden Sprüngen seine grandiose Form unterstreichen konnte: Bestweiten in beiden Durchgängen und sogar noch ein neuer Schanzenrekord mit 135.5 m im 2. Durchgang. - Grandios! Über 22 Punkte Vorsprung vor dem Zweiten! - Severin Freund ist heute zurecht Weltmeister geworden!
Und was für eine Freude im deutschen Team! Bundestrainer Werner Schuster war regelrecht gerührt, als er von dem bewegenden Moment sprach, den er empfunden hatte, als er seinen Vorzeigespringer für den 2. Sprung abgewunken hatte.
Es ist auch ein großer Erfolg des Österreichers, der die deutsche Mannschaft wieder nach ganz oben geführt hat.
Mit Markus Eisenbichler als 10. und Richard Freitag auf Rang 15, Andreas Wellinger musste kranheitsbedingt leider passen und konnte am Wettkampf nicht teilnehmen, kamen zwar zwei weitere deutsche Springer und die Top-15, aber Freund ist heute eindeutig der Top-Adler aus deutschen Landen!
Das Podest komplettierten Gregor Schlierenzauer und der Norweger Rune Velta.
Velta erreichte damit nach Gold von der Normalschanze seine zweite WM-Einzelmedaille und erfüllte mit diesem Triumph die in ihn gesteckten Erwartungen.
Hätte der Norweger jedoch im ersten Durchgang nicht seinen auf dieser Schanze bislang schlechtesten Sprung abgeliefert, der ihn zur Halbzeit lediglich auf dem 8. Rang landen ließ, hätte es sicherlich, wie schon auf der Normalschanze, zu einem deutlich spannenderen Kampf mit Freund um den Weltmeistertitel kommen können.
So kam Velta aber noch ein wenig überraschend zu Bronze, nachdem die im 1. Durchgang vor ihm liegenden Springer, wie seine Landsmänner Anders Fannemel und Anders Bardal sowie der Vierschanzentourneegewinner Stefan Kraft, ihre Leistung nicht bringen konnten.
An einem Gregor Schlierenzauer, Dritter nach dem 1. Durchgang, kam Velta jedoch nicht mehr vorbei. Mit dem Österreicher konnte man, trotz seiner mehr als 50 Weltcupsiege, im Vorfeld des Wettbewerbs nicht rechnen. Schlierenzauer schien außer Form und nicht in der Lage, die österreichische Fahne hochzuhalten. Aber der Tiroler strafte seine Kritiker, und wahrscheinlich auch so machen Experten, Lügen: Durch den exzellenten 1. Durchgang schien der Knoten geplatzt zu sein, und Schlierenzauer wusste plötzlich wieder, wie Skispringen funktioniert. So schien sich der zweifache Vierschanzentourneesieger über seine Silbermedaille fast wie über Gold zu freuen.
Aber alles überstrahlt heute der neue Weltmeister, Severin Freund!
Man darf gespannt sein, was das deutsche Team mit diesem Erfolg im Rücken beim Mannschaftsspringen am Samstag leisten wird.
Deutschland hat nach 14 Jahren endlich wieder seinen Einzelweltmeister und Martin Schmitt nach seinem Triumph von Lahti 2001 seinen Nachfolger gefunden!
Es war eine Demonstration vom frischgebackenen Mixed-Weltmeister, der mit beiden Sprüngen seine grandiose Form unterstreichen konnte: Bestweiten in beiden Durchgängen und sogar noch ein neuer Schanzenrekord mit 135.5 m im 2. Durchgang. - Grandios! Über 22 Punkte Vorsprung vor dem Zweiten! - Severin Freund ist heute zurecht Weltmeister geworden!
Und was für eine Freude im deutschen Team! Bundestrainer Werner Schuster war regelrecht gerührt, als er von dem bewegenden Moment sprach, den er empfunden hatte, als er seinen Vorzeigespringer für den 2. Sprung abgewunken hatte.
Es ist auch ein großer Erfolg des Österreichers, der die deutsche Mannschaft wieder nach ganz oben geführt hat.
Mit Markus Eisenbichler als 10. und Richard Freitag auf Rang 15, Andreas Wellinger musste kranheitsbedingt leider passen und konnte am Wettkampf nicht teilnehmen, kamen zwar zwei weitere deutsche Springer und die Top-15, aber Freund ist heute eindeutig der Top-Adler aus deutschen Landen!
Das Podest komplettierten Gregor Schlierenzauer und der Norweger Rune Velta.
Velta erreichte damit nach Gold von der Normalschanze seine zweite WM-Einzelmedaille und erfüllte mit diesem Triumph die in ihn gesteckten Erwartungen.
Hätte der Norweger jedoch im ersten Durchgang nicht seinen auf dieser Schanze bislang schlechtesten Sprung abgeliefert, der ihn zur Halbzeit lediglich auf dem 8. Rang landen ließ, hätte es sicherlich, wie schon auf der Normalschanze, zu einem deutlich spannenderen Kampf mit Freund um den Weltmeistertitel kommen können.
So kam Velta aber noch ein wenig überraschend zu Bronze, nachdem die im 1. Durchgang vor ihm liegenden Springer, wie seine Landsmänner Anders Fannemel und Anders Bardal sowie der Vierschanzentourneegewinner Stefan Kraft, ihre Leistung nicht bringen konnten.
An einem Gregor Schlierenzauer, Dritter nach dem 1. Durchgang, kam Velta jedoch nicht mehr vorbei. Mit dem Österreicher konnte man, trotz seiner mehr als 50 Weltcupsiege, im Vorfeld des Wettbewerbs nicht rechnen. Schlierenzauer schien außer Form und nicht in der Lage, die österreichische Fahne hochzuhalten. Aber der Tiroler strafte seine Kritiker, und wahrscheinlich auch so machen Experten, Lügen: Durch den exzellenten 1. Durchgang schien der Knoten geplatzt zu sein, und Schlierenzauer wusste plötzlich wieder, wie Skispringen funktioniert. So schien sich der zweifache Vierschanzentourneesieger über seine Silbermedaille fast wie über Gold zu freuen.
Aber alles überstrahlt heute der neue Weltmeister, Severin Freund!
Man darf gespannt sein, was das deutsche Team mit diesem Erfolg im Rücken beim Mannschaftsspringen am Samstag leisten wird.
Sonntag, 22. Februar 2015
WM-Gold im Team für Nordischen Kombinierer
Es ist geschafft! Endlich, endlich hat das deutsche Team-Gold in der Nordischen Kombination gewonnen!!
28 Jahre und 3 Tage nach dem letzten WM-Gold von Oberstdorf durch Bundestrainer Hermann Weinbuch, Hubert Schwarz und Thomas Müller und zahlreichen Vizeweltmeisterschaften hat die deutsche Mannschaft das so ersehnte WM Gold errungen!
Die Mannschaft um Weltmeister Johannes Rydzek, Tino Edelmann, Fabian Rießle sowie Eric Frenzel hatte nach dem Springen zwar 28 Sekunden Vorsprung auf die favorisierten Norweger, aber es kamen Zweifel auf, ob dieser Vorsprung reichen würden gegen das so laufstarke norwegische Team. So sah es Mitte der ersten Runde, in der Tino Edelmann in die Loipe musste, auch alles andere als gut aus, als sowohl Japan, Frankreich als auch Norwegen auf die nach dem Springen führenden Deutschen aufgelaufen waren. Aber was war das dann für ein Antritt von Edelmann am vorletzten Anstieg seiner 5 km Runde?! Einmalig ließ er den großen Magnus Moan stehen und gab dem zweiten Läufer Eric Frenzel 5 Sekunden Vorsprung mit auf den Weg. Frenzel, seines Zeichens bereits zweifacher Einzelweltmeister, ließ den Norweger Havard Klementsen zunächst aufkommen, um dann den Norweger in unnachahmlicher Manier stehen zu lassen und Sekunde und Sekunde an Vorsprung herauszuholen.
Der dritte im Bunde, Fabian Rießle, verlor zwar einige Sekunden auf Miko Kokkslien, der am Freitag geschohnt worden war, aber konnte Schlussläufer Johannes Rydzek dennoch 6.7 Sekunden Vorsprung auf Norwegens Schlussläufer Jörgen Graaback mit auf den Weg geben.
Was war im Vorfeld über dieses Duell nicht alles geschrieben worden?! Es stellten sich immer die Frage: Kann das deutsche Team gegen Norwegens Graaback bestehen oder wird der als bester Läufer des Feldes doch wieder, wie so oft, zuletzt bei den Olympischen Spielen im vergangenen Jahr, wieder als Erster über die Ziellinie laufen?!
Johannes Rydzek, während der WM-Tage von Falun wohl in der Form seines Lebens, ließ schon früh erahnen, dass die deutsche Mannschaft heute den Sieg würde erringen können. Zunächst hielt der frisch gebackene Weltmeister den Vorsprung und brummte dem Norweger dann Sekunde um Sekunde auf!
Es war einfach unglaublich! Endlich gibt es wieder Gold für das Team in der Norwegischen Kombination. Der letzte große Titel von den Olpympischen Spielen 1988 liegt 27 Jahre zurück...
Die Freude ist riesig und man kann diesen 4 Jungs und dem Bundestrainer Hermann Weinbuch, der das Quartett exzellent auf den Langlauf eingestellt hatte, nur gratulieren!
Super habt Ihr das gemacht, Jungs!!!
28 Jahre und 3 Tage nach dem letzten WM-Gold von Oberstdorf durch Bundestrainer Hermann Weinbuch, Hubert Schwarz und Thomas Müller und zahlreichen Vizeweltmeisterschaften hat die deutsche Mannschaft das so ersehnte WM Gold errungen!
Die Mannschaft um Weltmeister Johannes Rydzek, Tino Edelmann, Fabian Rießle sowie Eric Frenzel hatte nach dem Springen zwar 28 Sekunden Vorsprung auf die favorisierten Norweger, aber es kamen Zweifel auf, ob dieser Vorsprung reichen würden gegen das so laufstarke norwegische Team. So sah es Mitte der ersten Runde, in der Tino Edelmann in die Loipe musste, auch alles andere als gut aus, als sowohl Japan, Frankreich als auch Norwegen auf die nach dem Springen führenden Deutschen aufgelaufen waren. Aber was war das dann für ein Antritt von Edelmann am vorletzten Anstieg seiner 5 km Runde?! Einmalig ließ er den großen Magnus Moan stehen und gab dem zweiten Läufer Eric Frenzel 5 Sekunden Vorsprung mit auf den Weg. Frenzel, seines Zeichens bereits zweifacher Einzelweltmeister, ließ den Norweger Havard Klementsen zunächst aufkommen, um dann den Norweger in unnachahmlicher Manier stehen zu lassen und Sekunde und Sekunde an Vorsprung herauszuholen.
Der dritte im Bunde, Fabian Rießle, verlor zwar einige Sekunden auf Miko Kokkslien, der am Freitag geschohnt worden war, aber konnte Schlussläufer Johannes Rydzek dennoch 6.7 Sekunden Vorsprung auf Norwegens Schlussläufer Jörgen Graaback mit auf den Weg geben.
Was war im Vorfeld über dieses Duell nicht alles geschrieben worden?! Es stellten sich immer die Frage: Kann das deutsche Team gegen Norwegens Graaback bestehen oder wird der als bester Läufer des Feldes doch wieder, wie so oft, zuletzt bei den Olympischen Spielen im vergangenen Jahr, wieder als Erster über die Ziellinie laufen?!
Johannes Rydzek, während der WM-Tage von Falun wohl in der Form seines Lebens, ließ schon früh erahnen, dass die deutsche Mannschaft heute den Sieg würde erringen können. Zunächst hielt der frisch gebackene Weltmeister den Vorsprung und brummte dem Norweger dann Sekunde um Sekunde auf!
Es war einfach unglaublich! Endlich gibt es wieder Gold für das Team in der Norwegischen Kombination. Der letzte große Titel von den Olpympischen Spielen 1988 liegt 27 Jahre zurück...
Die Freude ist riesig und man kann diesen 4 Jungs und dem Bundestrainer Hermann Weinbuch, der das Quartett exzellent auf den Langlauf eingestellt hatte, nur gratulieren!
Super habt Ihr das gemacht, Jungs!!!
Freitag, 20. Februar 2015
WM-Gold für Carina Vogt
Die neue Weltmeisterin im Skispringen der Frauen heißt Carina Vogt!
Unglaublich! Die 23 jährige aus Degenfeld hat nach dem Olympiasieg im vergangenen Jahr nun auch bei der WM in Falun triumphiert! Wieder fließen die Freudentränen...
Die junge Frau hat einmal mehr ihre Nervenstärke bewiesen. Nach dem 1. Durchgang noch auf dem 2. Platz liegend flog sie im Finaldurchgang auf 92 m und legte damit der Führenden nach Durchgang 1, der Österreicherin Irina Iraschko-Stolz, ordentlich etwas vor. Und die Weltcupführende und große Favoritin Iraschko-Stolz zeigte Nerven: Sie kam bei etwas schlechteren Windverhältnissen nur auf 89 m und wurde damit hinter der Japanerin Yuki Ito gar nur Dritte. Damit lag sie zwar noch einen Rang vor der heute wieder leer ausgehenden, ebenfalls auf den Weltmeistertitel gehandelten Japanerin Sara Takanashi, aber die Enttäuschung stand Iraschko-Stolz dennoch in's Gesicht geschrieben.
Jubeln durfte heute einmal mehr Carina Vogt, die nach einem unglaublichen Jahr mit Knie-OP im März und vollem Trainingseinstieg erst im Oktober vergangenen Jahres, sich heute als Weltmeisterin feiern lassen darf!
Damit beschehrt sie nach Kombinations-Gold durch Johannes Rydzek der deutschen Mannschaft bereits die 2. Goldmedaille! Das ist wahrlich ein Einstand nach Maß, mit dem man so im Vorfeld nicht unbedingt rechnen durfte. Freuen wir uns darüber!
Unglaublich! Die 23 jährige aus Degenfeld hat nach dem Olympiasieg im vergangenen Jahr nun auch bei der WM in Falun triumphiert! Wieder fließen die Freudentränen...
Die junge Frau hat einmal mehr ihre Nervenstärke bewiesen. Nach dem 1. Durchgang noch auf dem 2. Platz liegend flog sie im Finaldurchgang auf 92 m und legte damit der Führenden nach Durchgang 1, der Österreicherin Irina Iraschko-Stolz, ordentlich etwas vor. Und die Weltcupführende und große Favoritin Iraschko-Stolz zeigte Nerven: Sie kam bei etwas schlechteren Windverhältnissen nur auf 89 m und wurde damit hinter der Japanerin Yuki Ito gar nur Dritte. Damit lag sie zwar noch einen Rang vor der heute wieder leer ausgehenden, ebenfalls auf den Weltmeistertitel gehandelten Japanerin Sara Takanashi, aber die Enttäuschung stand Iraschko-Stolz dennoch in's Gesicht geschrieben.
Jubeln durfte heute einmal mehr Carina Vogt, die nach einem unglaublichen Jahr mit Knie-OP im März und vollem Trainingseinstieg erst im Oktober vergangenen Jahres, sich heute als Weltmeisterin feiern lassen darf!
Damit beschehrt sie nach Kombinations-Gold durch Johannes Rydzek der deutschen Mannschaft bereits die 2. Goldmedaille! Das ist wahrlich ein Einstand nach Maß, mit dem man so im Vorfeld nicht unbedingt rechnen durfte. Freuen wir uns darüber!
Weltmeistertitel für Johannes Rydzek
Am zweiten Tag der Nordischen Ski Weltmeisterschaften von Falun gab es das erste Gold für die deutsche Mannschaft: In der Nordischen Kombination gewann Johannes Rydzek nach einem Sprung von der Normalschanzen und dem 10 km Langlauf seinen ersten internationalen Titel!
Überglücklich kämpfte sich der 23jährige nach den vier 2.5km-Runden über die Ziellinie und durfte vor dem Italiener Alessandro Pittin und dem Titelverteidiger Chason Lamy-Chapuis über seinen ersten Weltmeistertitel jubeln!
Nach dreimal Silber bei den Welttitelkämpfen von 2013 und dem unvergessenen Gerangel mit Fabian Rießle bei den Olympischen Spielen in Sotschi im vergangenen Jahr, der ihm die schon so greifbar scheinende Olympiamedaille kostete, darf Johannes Rydzek endlich jubeln!
Nach dem ersten Durchgang schien noch der Weltcupführende Eric Frenzel klarer Favorit auf Gold zu sein. Etwa 25 Sekunden Vorsprung nahm der Oberwiesenthaler von der Schanze mit, hatte aber bereits in der zweiten Runde den kompletten Vorsprung auf die Verfolgergruppe, zu der der als 5. nach dem Springen in die Loipe gegangene Rydzek gehörte, eingebüßt. Zu sechst ging es danach durch die schwedischen Wälder. Neben den beiden Deutschen gehörten nun Lamy-Chapuis, die beiden Watabe-Japaner und Havard Klementsen aus Norwegen zu der Führungsgruppe, der sich mit raumgreifenden Schritten der Italiener Alessandro Pittin näherte und diese in der dritten Runde auch erreichte. Aber es sollte der deutsche Rydzek sein, der nach 10km als Erster über die Ziellinie lief!
Das gute Auftreten der deutschen Mannschaf komplettierte Fabian Rießle als Neunter. Bundestrainer Herrmann Weinbuch kann zurecht stolz sein auf sein Team und vor allem auf den frisch gebackenen Weltmeister Johannes Rydzek !
Überglücklich kämpfte sich der 23jährige nach den vier 2.5km-Runden über die Ziellinie und durfte vor dem Italiener Alessandro Pittin und dem Titelverteidiger Chason Lamy-Chapuis über seinen ersten Weltmeistertitel jubeln!
Nach dreimal Silber bei den Welttitelkämpfen von 2013 und dem unvergessenen Gerangel mit Fabian Rießle bei den Olympischen Spielen in Sotschi im vergangenen Jahr, der ihm die schon so greifbar scheinende Olympiamedaille kostete, darf Johannes Rydzek endlich jubeln!
Nach dem ersten Durchgang schien noch der Weltcupführende Eric Frenzel klarer Favorit auf Gold zu sein. Etwa 25 Sekunden Vorsprung nahm der Oberwiesenthaler von der Schanze mit, hatte aber bereits in der zweiten Runde den kompletten Vorsprung auf die Verfolgergruppe, zu der der als 5. nach dem Springen in die Loipe gegangene Rydzek gehörte, eingebüßt. Zu sechst ging es danach durch die schwedischen Wälder. Neben den beiden Deutschen gehörten nun Lamy-Chapuis, die beiden Watabe-Japaner und Havard Klementsen aus Norwegen zu der Führungsgruppe, der sich mit raumgreifenden Schritten der Italiener Alessandro Pittin näherte und diese in der dritten Runde auch erreichte. Aber es sollte der deutsche Rydzek sein, der nach 10km als Erster über die Ziellinie lief!
Das gute Auftreten der deutschen Mannschaf komplettierte Fabian Rießle als Neunter. Bundestrainer Herrmann Weinbuch kann zurecht stolz sein auf sein Team und vor allem auf den frisch gebackenen Weltmeister Johannes Rydzek !
Samstag, 31. Januar 2015
Deutschland schafft WM-Platz 7
Die deutsche Handballnationalmannschaft hat einen großen Schritt Richtung Rio 2016 gemacht: Nachdem am Vortag das erste Platzierungspiel gegen Kroatien noch deutlich verloren wurde, schlugen die Mannen von Dagur Sigurdsson Slowenien am heutigen Nachmittag verdient mit 30:27 und haben damit die Teilnahme an einem der drei olympischen Qualifikationsturniere erreicht!
So hat die WM, die aus deutscher Sicht mit der Viertelfinalniederlage gegen Gastgeber Katar ihren negativen Höhepunkt erreicht hatte, für das DHB-Team doch noch einen versöhnlichen Ausgang gefunden: Der so wichtige 7. Platz wurde erreicht!
Nachdem die deutsche Mannschaft am gestrigen Freitag gegen Kroatien wiederum nicht an die starke Leistung in der Vorrunde und den Achtelfinalauftritt gegen Ägypten anknüpfen konnte, durften man im Vorfeld des Spiels gegen Slowenien berechtigte Zweifel haben, ob die DHB-Spieler im Kopf endlich wieder frei agieren und die Müdigkeit, die sich seit dem Aus gegen Katar wie Blei über die deutsche Mannschaft zu legen schien, würde besiegen können.
Und zu Beginn des Spiels gegen Slowenien sah es auch nicht unbedingt danach aus: Schnell geriet die deutsche Mannschaft in Rückstand, stand unsicher in der Abwehr und schien oft den berühmten letzten Schritt zu spät. Dann aber ersetzte der Bundestrainer im Tor den ein wenig unglücklich agierenden Carsten Lichtlein durch Silvio Heinevetter, und dieser Wechsel schien die Wende im Spiel einzuläuten: Die deutsche Mannschaft kam immer besser in's Spiel und ging mit einem 2-Tore-Vorsprung in die Pause.
Auch nach dem Wechsel ließ sich der Weltmeister von 2007 die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und siegte, nicht zuletzt aufgrund der 13 Tore von Kapitän Uwe Gensheimer, verdient mit 30:27!
Es dürften danach so manche Steine von den Seelen der Nationalspieler und Bundestrainer Sigurdsson gefallen sein!
Das DHB-Team hat es geschafft und ist nach dem Viertelfinal-Aus wiedererstarkt zurück gekommen und darf zurecht stolz darauf sein, sich wieder zur erweiterten Weltspitze zählen zu dürfen!
So hat die WM, die aus deutscher Sicht mit der Viertelfinalniederlage gegen Gastgeber Katar ihren negativen Höhepunkt erreicht hatte, für das DHB-Team doch noch einen versöhnlichen Ausgang gefunden: Der so wichtige 7. Platz wurde erreicht!
Nachdem die deutsche Mannschaft am gestrigen Freitag gegen Kroatien wiederum nicht an die starke Leistung in der Vorrunde und den Achtelfinalauftritt gegen Ägypten anknüpfen konnte, durften man im Vorfeld des Spiels gegen Slowenien berechtigte Zweifel haben, ob die DHB-Spieler im Kopf endlich wieder frei agieren und die Müdigkeit, die sich seit dem Aus gegen Katar wie Blei über die deutsche Mannschaft zu legen schien, würde besiegen können.
Und zu Beginn des Spiels gegen Slowenien sah es auch nicht unbedingt danach aus: Schnell geriet die deutsche Mannschaft in Rückstand, stand unsicher in der Abwehr und schien oft den berühmten letzten Schritt zu spät. Dann aber ersetzte der Bundestrainer im Tor den ein wenig unglücklich agierenden Carsten Lichtlein durch Silvio Heinevetter, und dieser Wechsel schien die Wende im Spiel einzuläuten: Die deutsche Mannschaft kam immer besser in's Spiel und ging mit einem 2-Tore-Vorsprung in die Pause.
Auch nach dem Wechsel ließ sich der Weltmeister von 2007 die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und siegte, nicht zuletzt aufgrund der 13 Tore von Kapitän Uwe Gensheimer, verdient mit 30:27!
Es dürften danach so manche Steine von den Seelen der Nationalspieler und Bundestrainer Sigurdsson gefallen sein!
Das DHB-Team hat es geschafft und ist nach dem Viertelfinal-Aus wiedererstarkt zurück gekommen und darf zurecht stolz darauf sein, sich wieder zur erweiterten Weltspitze zählen zu dürfen!
Mittwoch, 28. Januar 2015
Handball WM gerät zur Farce - DHB-Aus gegen Gastgeber
Das Wintermärchen ist zu Ende geträumt: Deutschland hat das WM-Viertelfinale gegen Katar 26:24 verloren!
Aber was war das für ein abgekartetes Spiel?! - Der Sieger schien vor Spielbeginn schon festzustehen!
Die mazedonischen Schiedsrichter haben ihren Namen "Unparteiische" alles andere als verdient! Was gab es da für Fehlentscheidungen: Stürmerfouls gegen deutsche Spieler, obwohl wahrscheinlich nur die beiden Männer mit der Pfeife ein Foul gesehen haben; klare Fouls wurden gegen Kartar allerhöchstens abgepfiffen, aber so gut wie gar nicht mit den eigentlich fälligen 2 Minuten bestraft; mindestens eine, wenn nicht gar zwei Tätlichkeiten kartarischer Spieler, die eine rote Karte zu Folge hätten haben müssen, wurden schlichtweg vom Schiedsrichtergespann übersehen.
Man fragt sich, wie ein Sieg der deutschen Mannschaft heute überhaupt möglich gewesen sein sollte? Die Antwort darauf kann nach dem heutigen Spielverlauf eigentlich nur lauten: Wahrscheinlich gar nicht!
Zugegebener Maßen hätte die deutsche Mannschaft einige der klaren Gelegenheiten - wie 2x Uwe Gensheimer vom Siebenmeterpunkt oder 2-3 x Patrick Wiencek vom Kreis - besser verwerten müssen. Auch hätten sie das ein oder andere überhastete Abspiel vermeiden müssen, und gerade zum Ende des Spiels ließen sie zu viele Chancen liegen.
Aber der Gedanke kommt auf, dass das wahrscheinlich sowieso nichts gebracht hätte: Hatten die Schiedsrichter im Achtelfinalspiel gegen Österreich erst in der 2. Halbzeit gegen die Alpenrepublik begonnen zu pfeifen, fing es gegen den Weltmeister von 2007 bereits zu Spielbeginn an.
Ja, es gibt diese berühmten 50:50 Entscheidungen, die für oder gegen ein Team entschieden werden können - bestimmt 80% dieser Fälle fielen dabei übrigens zugunsten der Kartaris aus - aber entscheidend waren in diesem Spiel die klaren Benachteiligungen gegen das deutsche Spiel. Es wurde nicht fair auf beiden Seiten dasselbe abgepfiffen: Was gegen Deutschland ein Stürmerfoul war, wurde auf der anderen Seite entweder gar nicht gepfiffen oder gar noch als Foul von Deutschland gewertet. Zudem gab es mindestens 3 Spielzüge, die das deutsche Team in ein Tor verwandelte, die aber vorher abgepfiffen wurden - der nachfolgende Freiwurf wurde leider zu selten effektiv genutzt. Auffällig war, dass derartige Spielzüge auf Seiten Katars nicht vorzeitig abgepfiffen wurden, sondern dass die "Unparteiischen" erst einmal abwarteten, ob der Ball wohl auch so seinen Weg in's Tor finden würde . - Ja, beides sind Möglichkeiten ein Spiel zu bewerten, aber man kann es doch nicht auf beiden Seiten unterschiedlich auslegen! Wo bleibt da denn die klare Linie der Schiedsrichter?!
Man suchte sie heute vergeblich!
So wäre es nicht verwunderlich, wenn Katar mit seiner zusammengekauften Mannschaft letztendlich sogar Weltmeister werden würde. Dieses hatte erstmals Österreich's Nationaltrainer nach dem Achtelfinal-Aus formuliert, und nach dem Spiel heute gegen Deutschland, erscheint dieses nicht allzu unwahrscheinlich.
Aber dann stellt sich die Frage: Wieso wird überhaupt noch eine WM ausgetragen?! Ist es nicht schon grenzwärtig, dass Kartar sich seine Spieler im Vorfeld der WM eingekauft und mal eben eingebürgert hat?! Welchen Wert hat ein Weltmeisterschaftsturnier, wenn der Gastgeber dann auch noch derart von den Schiedsrichtern begünstig wird?!
Und um das noch einmal klarzustellen: Wir reden hier nicht mehr von dem Heimbonus, den jede Gastgebermannschaft bei einer Weltmeisterschaft zu Hause hat, wie auch Spanien bei der letzten WM oder Deutschland beim Wintermärchen 2007. Nein, wir reden hier von unglaublich unfairen Schiedsrichterentscheidungen, die zum Himmel stinken und die den Zuschauer sich die Frage stellen lässt, ob Katar nicht nur seine Spieler bei Siegen fürstlich entlohnt, sondern evtentuell auch die Schiedsrichter?!
Schade ist es für die deutsche Mannschaft, die bei dieser WM so gut aufgetreten ist, wie lange nicht! Die Mannen von Dagur Sigurdson hätten den Halbfinaleinzug verdient, so aber geht es jetzt im Platzierungsspiel gegen Kroatien, das im Viertelfinale Polen unterlegen war, um die Qualifikation zu einem der so wichtigen olympischen Qualifikationsturniere. Eine schwere Aufgabe, aber drücken wird dem DHB-Team die Daumen, dass es an die exzellenten Auftritte in der Vorrunde und beim Achtelfinale gegen Ägypten anknüpfen kann. Dann ist auch ein Sieg gegen Kroatien möglich!
Aber was war das für ein abgekartetes Spiel?! - Der Sieger schien vor Spielbeginn schon festzustehen!
Die mazedonischen Schiedsrichter haben ihren Namen "Unparteiische" alles andere als verdient! Was gab es da für Fehlentscheidungen: Stürmerfouls gegen deutsche Spieler, obwohl wahrscheinlich nur die beiden Männer mit der Pfeife ein Foul gesehen haben; klare Fouls wurden gegen Kartar allerhöchstens abgepfiffen, aber so gut wie gar nicht mit den eigentlich fälligen 2 Minuten bestraft; mindestens eine, wenn nicht gar zwei Tätlichkeiten kartarischer Spieler, die eine rote Karte zu Folge hätten haben müssen, wurden schlichtweg vom Schiedsrichtergespann übersehen.
Man fragt sich, wie ein Sieg der deutschen Mannschaft heute überhaupt möglich gewesen sein sollte? Die Antwort darauf kann nach dem heutigen Spielverlauf eigentlich nur lauten: Wahrscheinlich gar nicht!
Zugegebener Maßen hätte die deutsche Mannschaft einige der klaren Gelegenheiten - wie 2x Uwe Gensheimer vom Siebenmeterpunkt oder 2-3 x Patrick Wiencek vom Kreis - besser verwerten müssen. Auch hätten sie das ein oder andere überhastete Abspiel vermeiden müssen, und gerade zum Ende des Spiels ließen sie zu viele Chancen liegen.
Aber der Gedanke kommt auf, dass das wahrscheinlich sowieso nichts gebracht hätte: Hatten die Schiedsrichter im Achtelfinalspiel gegen Österreich erst in der 2. Halbzeit gegen die Alpenrepublik begonnen zu pfeifen, fing es gegen den Weltmeister von 2007 bereits zu Spielbeginn an.
Ja, es gibt diese berühmten 50:50 Entscheidungen, die für oder gegen ein Team entschieden werden können - bestimmt 80% dieser Fälle fielen dabei übrigens zugunsten der Kartaris aus - aber entscheidend waren in diesem Spiel die klaren Benachteiligungen gegen das deutsche Spiel. Es wurde nicht fair auf beiden Seiten dasselbe abgepfiffen: Was gegen Deutschland ein Stürmerfoul war, wurde auf der anderen Seite entweder gar nicht gepfiffen oder gar noch als Foul von Deutschland gewertet. Zudem gab es mindestens 3 Spielzüge, die das deutsche Team in ein Tor verwandelte, die aber vorher abgepfiffen wurden - der nachfolgende Freiwurf wurde leider zu selten effektiv genutzt. Auffällig war, dass derartige Spielzüge auf Seiten Katars nicht vorzeitig abgepfiffen wurden, sondern dass die "Unparteiischen" erst einmal abwarteten, ob der Ball wohl auch so seinen Weg in's Tor finden würde . - Ja, beides sind Möglichkeiten ein Spiel zu bewerten, aber man kann es doch nicht auf beiden Seiten unterschiedlich auslegen! Wo bleibt da denn die klare Linie der Schiedsrichter?!
Man suchte sie heute vergeblich!
So wäre es nicht verwunderlich, wenn Katar mit seiner zusammengekauften Mannschaft letztendlich sogar Weltmeister werden würde. Dieses hatte erstmals Österreich's Nationaltrainer nach dem Achtelfinal-Aus formuliert, und nach dem Spiel heute gegen Deutschland, erscheint dieses nicht allzu unwahrscheinlich.
Aber dann stellt sich die Frage: Wieso wird überhaupt noch eine WM ausgetragen?! Ist es nicht schon grenzwärtig, dass Kartar sich seine Spieler im Vorfeld der WM eingekauft und mal eben eingebürgert hat?! Welchen Wert hat ein Weltmeisterschaftsturnier, wenn der Gastgeber dann auch noch derart von den Schiedsrichtern begünstig wird?!
Und um das noch einmal klarzustellen: Wir reden hier nicht mehr von dem Heimbonus, den jede Gastgebermannschaft bei einer Weltmeisterschaft zu Hause hat, wie auch Spanien bei der letzten WM oder Deutschland beim Wintermärchen 2007. Nein, wir reden hier von unglaublich unfairen Schiedsrichterentscheidungen, die zum Himmel stinken und die den Zuschauer sich die Frage stellen lässt, ob Katar nicht nur seine Spieler bei Siegen fürstlich entlohnt, sondern evtentuell auch die Schiedsrichter?!
Schade ist es für die deutsche Mannschaft, die bei dieser WM so gut aufgetreten ist, wie lange nicht! Die Mannen von Dagur Sigurdson hätten den Halbfinaleinzug verdient, so aber geht es jetzt im Platzierungsspiel gegen Kroatien, das im Viertelfinale Polen unterlegen war, um die Qualifikation zu einem der so wichtigen olympischen Qualifikationsturniere. Eine schwere Aufgabe, aber drücken wird dem DHB-Team die Daumen, dass es an die exzellenten Auftritte in der Vorrunde und beim Achtelfinale gegen Ägypten anknüpfen kann. Dann ist auch ein Sieg gegen Kroatien möglich!
Sonntag, 18. Januar 2015
Deutschland mit Traumstart bei Handball-WM in Katar
Die deutsche Handball Nationalmannschaft hat einen Traumstart bei den Welttitelkämpfen in Katar hingelegt und dem 29:26 vom Freitag gegen den Erzrivalen Polen am heutigen Sonntag ein hart umkämpftes 27:26 gegen Russland folgen lassen!
Damit hätte im Vorfeld der WM weiß Gott niemand gerechnet. Zugegebener Maßen hat die deutsche Mannschaft unter dem neuen Bundestrainer Dagur Sirgurdsson eine deutlich positive Bilanz aufzuweisen, aber der Isländer ist bekanntlich erst seit dem enttäuschenden Aus im Qualifikations-Play-Off gegen Polen verantwortlich für die deutsche Mannschaft.
Sportlich nicht qualifiziert und nur durch eine sehr umstrittene Wildcard auf den WM-Zug aufgesprungen, hat die deutsche Mannschaft gezeigt, dass sie absolut WM-tauglich ist: Mit 4:0 Punkten nach zwei Spielen gegen die stark einzuschätzenden Polen und Russen stehen die Mannen von Dagur Sirgurdson mit blütenreiner Weste da! So kann es am Dienstag gegen Dänemark weitergehen.
Für den daheim sitzenden Handball-Fan ist diese WM jedoch eine wahre Tortur. Sind die deutschen Spiele doch nur mittels des Bezahlsenders Sky zu empfangen. So zittert wahrscheinlich so mancher vor den Livetickern und dem Videotext mit. - Eine ganz neue Handball-Erfahrung, auf die man aber gerne verzichten würde.
Aber wenn die deutsche Mannschaft gewinnt, sind auch diese Leiden vergessen.
Damit hätte im Vorfeld der WM weiß Gott niemand gerechnet. Zugegebener Maßen hat die deutsche Mannschaft unter dem neuen Bundestrainer Dagur Sirgurdsson eine deutlich positive Bilanz aufzuweisen, aber der Isländer ist bekanntlich erst seit dem enttäuschenden Aus im Qualifikations-Play-Off gegen Polen verantwortlich für die deutsche Mannschaft.
Sportlich nicht qualifiziert und nur durch eine sehr umstrittene Wildcard auf den WM-Zug aufgesprungen, hat die deutsche Mannschaft gezeigt, dass sie absolut WM-tauglich ist: Mit 4:0 Punkten nach zwei Spielen gegen die stark einzuschätzenden Polen und Russen stehen die Mannen von Dagur Sirgurdson mit blütenreiner Weste da! So kann es am Dienstag gegen Dänemark weitergehen.
Für den daheim sitzenden Handball-Fan ist diese WM jedoch eine wahre Tortur. Sind die deutschen Spiele doch nur mittels des Bezahlsenders Sky zu empfangen. So zittert wahrscheinlich so mancher vor den Livetickern und dem Videotext mit. - Eine ganz neue Handball-Erfahrung, auf die man aber gerne verzichten würde.
Aber wenn die deutsche Mannschaft gewinnt, sind auch diese Leiden vergessen.
Sonntag, 4. Januar 2015
Freitag siegt am Bergisel
50 Tourneespringen hat es gedauert, bis der erste deutsche Springer nach Sven Hannawald 2002 endlich wieder ein Enzelspringen bei der Vierschanzentournee gewinnen sollte: Heute ist dieses, ausgerechnet im Wohnzimmer der österreichischen Adler, der Bergiselschanze in Innsbruck, durch Richard Freitag geschehen.
Nach dem 1. Durchgang lag der 23jährige noch punktgleich mit dem Tournee-Führenden Stefan Kraft aus Österreich auf Rang 1, konnte diesem jedoch im 2. Durchgang die entscheidenden Punkte abnehmen und stand zum Abschluss des dritten Tourneespringens alleine auf dem obersten Treppchen des Siegerpodests. - Die deutschen Adler sind zurück!
Gescholten nach dem schwachen Auftreten von Oberstdorf, nicht viel besseren Kritiken ausgesetzt nach den ebenfalls enttäuschenden, wenngleich leicht verbesserten Leistungen beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen, in der Gesamtwertung abgeschlagen außerhalb der Top-10 liegend, schlugen die Schützlinge von Bundestrainer Werner Schuster zurück und holten den so ersehnten Tagessieg. 12 Jahre hat dieses nicht geklappt...
Drei weitere deutsche Springer landeten in Innsbruck ebenfalls unter den besten 15: Severin Freund als 8., jedoch immer noch seinen Möglichkeiten hinterherspringend, Marinus Kraus auf dem 14. Rang im Rahmen seiner Möglichkeiten und Weltcup-Neuling Stephan Leyhe aus Willingen einen Platz hinter Kraus mit einem nie erwarteten Tournee-Einstand.
So kann Werner Schuster endlich mit seinem Springern zufrieden sein!
Und auch in der Gesamtwertung scheint auch wieder mehr drin zu sein: Richard Freitag katapulitierte sich mit seinem Tagessieg vom 13. auf dem 5. Rang nach vorne und liegt damit nur noch 14.3 Punkte hinter dem drittplatzierten Slowenen Peter Prevc, der heute im 1. Durchgang patzte.
Sicherlich ist das Podium in der Gesamtwertung immer noch weit entfernt, schließlich liegt mit Noriaki Kasei kein Unbekannter noch einen Rang vor Freitag, aber immerhin kann man jetzt wieder darüber spekulieren, dass Freitag theoretisch noch auf das Stockerl in der Gesamtwertung springen könnte. Davon konnte man nach den beiden ersten Springen noch nicht einmal träumen.
Nun geht es am morgigen Tag weiter mit der Qualifikation von Bischofshofen, am Dreikönigstag folgt das abschließende Springen. Auch wenn die Paul-Außerleitner-Schanze nicht zu den Lieblingsschanzen von Richard Freitag gehört, mag man dem Erzgebirgler nach seinem beeindruckenden Auftreten am Bergisel dennoch einiges zutrauen!
Nach dem 1. Durchgang lag der 23jährige noch punktgleich mit dem Tournee-Führenden Stefan Kraft aus Österreich auf Rang 1, konnte diesem jedoch im 2. Durchgang die entscheidenden Punkte abnehmen und stand zum Abschluss des dritten Tourneespringens alleine auf dem obersten Treppchen des Siegerpodests. - Die deutschen Adler sind zurück!
Gescholten nach dem schwachen Auftreten von Oberstdorf, nicht viel besseren Kritiken ausgesetzt nach den ebenfalls enttäuschenden, wenngleich leicht verbesserten Leistungen beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen, in der Gesamtwertung abgeschlagen außerhalb der Top-10 liegend, schlugen die Schützlinge von Bundestrainer Werner Schuster zurück und holten den so ersehnten Tagessieg. 12 Jahre hat dieses nicht geklappt...
Drei weitere deutsche Springer landeten in Innsbruck ebenfalls unter den besten 15: Severin Freund als 8., jedoch immer noch seinen Möglichkeiten hinterherspringend, Marinus Kraus auf dem 14. Rang im Rahmen seiner Möglichkeiten und Weltcup-Neuling Stephan Leyhe aus Willingen einen Platz hinter Kraus mit einem nie erwarteten Tournee-Einstand.
So kann Werner Schuster endlich mit seinem Springern zufrieden sein!
Und auch in der Gesamtwertung scheint auch wieder mehr drin zu sein: Richard Freitag katapulitierte sich mit seinem Tagessieg vom 13. auf dem 5. Rang nach vorne und liegt damit nur noch 14.3 Punkte hinter dem drittplatzierten Slowenen Peter Prevc, der heute im 1. Durchgang patzte.
Sicherlich ist das Podium in der Gesamtwertung immer noch weit entfernt, schließlich liegt mit Noriaki Kasei kein Unbekannter noch einen Rang vor Freitag, aber immerhin kann man jetzt wieder darüber spekulieren, dass Freitag theoretisch noch auf das Stockerl in der Gesamtwertung springen könnte. Davon konnte man nach den beiden ersten Springen noch nicht einmal träumen.
Nun geht es am morgigen Tag weiter mit der Qualifikation von Bischofshofen, am Dreikönigstag folgt das abschließende Springen. Auch wenn die Paul-Außerleitner-Schanze nicht zu den Lieblingsschanzen von Richard Freitag gehört, mag man dem Erzgebirgler nach seinem beeindruckenden Auftreten am Bergisel dennoch einiges zutrauen!
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