Es war das wohl schlechteste und einseitigste Handball-WM-Finale, das es jemals gab. Wurden im Vorfeld dieses Finals die Dänen noch, zu diesem Zeitpunkt zu Recht, hochgejubelt für ihren überzeugenden und erfolgreichen Handball, fand diese Mannschaft im Finale einfach nicht statt.
Man konnte nicht mehr machen, als sich ungläubig die Augen reiben: Was war das für ein Spiel?! Gab es überhaupt eine dänische Abwehr?! - Nein, sie fand einfach nicht statt, und auch im Angriff ging alles daneben. Schien es in der 1. Halbzeit bereits eine klare Sache für die Spanier zu werden, nach der die Spanier mit 18:10 und somit "nur" mit einer 8-Tore-Führung in die Pause gingen, wurde das Spiel in der 2. Halbzeit aus dänischer Sicht ein Debakel! Wie bitte ist es möglich, dass die als weltbeste Mannschaft bezeichneten Dänen derart untergehen und keinen einzigen Fuß an den Grund bringen?! Wie bitte kann man ein WM-Finale mit 35:18 abschenken?! Man fasst es nicht!
Zugegebenermaßen haben die Spanier im Finale ihren besten Handball gezeigt. Der Rückraum, der bislang im Turnierverlauf keine überzeugende Leistung geboten hatte, warf plötzlich Tor um Tor. Die Iberer legten zudem eine sehr große Sicherheit an den Tag und versenkten Tor um Tor im dänischen Netz. Aber ist diese Leistung weltmeisterwürdig? Irgendwie, zumindest als Nicht-Spanier, kann man diese Frage nicht eindeutig bejahen. Die spanische Mannschaft hat im Turnierverlauf nicht die Leistung gezeigt, die einen Weltmeister auszeichnen sollte. Gut, sie haben eine hervorragende Abwehr aufgestellt, und im Angriff schnörkellos ihre Tore versenkt, aber einen schönen Handball haben sie nicht geboten. Da wünscht sich der Handballfan doch mehr.
Dennoch muss man Spanien gratulieren. Sie sind im eigenen Land zum zweiten Mal nach 2005 Weltmeister geworden. Und da sie Dänemark im Finale dermaßen vorgeführt haben, haben sie diesen Titel wohl auch verdient.
Aber lassen wir unsere Gedanken mal ein wenig schweifen: War es nicht die deutsche Mannschaft, die den neuen Weltmeister fast am Rande einer Niederlage hatten?! War es nicht das deutsche Team, das vor allem in der 1. Halbzeit domiert hatte und an eine Wiederholung des Wintermärchens von 2007 glauben ließ?! - Ja, so war es tatsächlich. Daher kann man jetzt im Nachhinein der deutschen Mannschaft ein noch viel größeres Lob aussprechen: Sie haben gezeigt, dass sie in der Weltspitze quasi wieder angekommen sind. Das kann man an einem Tag, wie diesem, der eigentlich ein Handball-Fest versprochen hatte, denn nichts anderes darf ein WM-Finale sein, dann doch noch ein wenig trösten.
Aber was die Dänen heute trösten kann, muss wohl noch erfunden werden. Man kann dieser Mannschaft, die eigentlich ein so großes Potentital hat, mit ihren Einzelspielern wie z.B. Top-WM-Scorer Anders Eggert, dem im Finale lediglich 2 Siebenmeter gelangen, und dem Welthandballer des Jahres 2011, Mikel Hansen, der definitiv im Verlauf dieses Turniers nicht einmal seine Leistung richtig abrufen konnte, der aber völlig unverständlich zum MVP gewählt wurde, und die als Mannschaft Handball zelebrieren kann, nur wünschen, dass sie diesen Schock bald überwindet, um dann mit frischem Kopf im nächsten Jahr in ihre Heim-EM gehen kann.
Sonntag, 27. Januar 2013
Mittwoch, 23. Januar 2013
WM-Aus gegen den Gastgeber
Die deutsche Handball Nationalmannschaft muss sich leider vom WM-Turnier verabschieden, darf aber erhobenen Hauptes nach Hause fahren! Dabei hatten die deutschen Handballer den Gastgeber schon fast am Rande einer Niederlage, aber dann reichte es leider doch nicht.
Es war sozusagen eine Duplizität der Ereignisse von 2007, aber leider mit umgedrehtem Vorzeichen: Damals hatte der Gastgeber und spätere Weltmeister Deutschland Spanien im Viertelfinale in einem hochdramatischen Spiel besiegt. Diesmal war es genau umgekehrt. Dabei kam das heutige Spiel nicht ganz an die Klasse des damaligen heran, aber Spannung war dennoch angesagt.
Die erste Halbzeit gehörte noch eindeutig der deutschen Mannschaft: Wieder einmal vollster Einsatz und Siegeswille, vorne effektiv, in der Abwehr sicher, Heinevetter in Bestform, der gefürchtete Kreisläufer Aguinagalde kam kaum zum Zug, die Spanier konnten nur einen ihrer gefürchteten Tempogegenstöße einnetzen. - So stand es zur Halbzeit 14:12 für den Weltmeister von 2007!
Die zweite Hälfte musste aber leider mit doppelter Unterzahl begonnen werden, die die Spanier nutzen und ausgleichen konnten. Im weiteren Verlauf hatten die Deutschen durchaus ihre Chancen, die Spanier waren keineswegs überragend. Aber das Spiel kippte dennoch.
Ob es die beiden vergebenen 100%igen von Rechtsaußen Patrick Grötzki waren, die spielentscheidend waren, sei dahin gestellt. Klar ist, dass in der 2. Halbzeit vorne zu wenig Toren fielen, und die deutsche Abwehr den 100 kg Kollos Aguinagalde nicht mehr im Griff hatte. Auch hatten die Mannen von Martin Heuberger mit zahlreichen Unterzahlsituationen zu kämpfen, die von dem kroatischen Schiedsrichterpaar verhängt wurden. Diese beiden boten alles in allem eine guten Leistung, lediglich in der zweiten Hälfte der 2. Halbzeit kam der Eindruck auf, dass sie hin und wieder durch die spanische Brille blickten.
Das Spiel ging letztendlich mit 24:28 verloren. Eine Niederlage, die den Zahlen nach deutlicher erscheint, als sie tatsächlich war.
Fest steht, dass die deutsche Handballnationalmannschaft wieder eine klasse Leistung erbracht hat, sie haben im Kollektiv gekämpft, in vielen Phasen den Gegner ausgetrickst und ihn an den Rand einer Niederlage gebracht.
Das es zum Schluss nicht gereicht hat, ist unendlich schade, aber die Spanier waren heute auch einfach eine Spur cleverer. Aber diese Cleverness wird die deutsche Mannschaft, der niemand diese Turnierleistung zugetraut hat, sicherlich auch noch erlernen. Und dann sieht es das nächste Mal schon anders aus.
Klar ist, dass die deutsche Mannschaft erhobenen Hauptes nach Hause fahren kann! Sie haben ein klasse Turnier gespielt, durch die Reihen überzeugt, und den Handballfans in der Heimat ein paar wunderschöne Handball-Tage geschenkt! Danke dafür.
Es war sozusagen eine Duplizität der Ereignisse von 2007, aber leider mit umgedrehtem Vorzeichen: Damals hatte der Gastgeber und spätere Weltmeister Deutschland Spanien im Viertelfinale in einem hochdramatischen Spiel besiegt. Diesmal war es genau umgekehrt. Dabei kam das heutige Spiel nicht ganz an die Klasse des damaligen heran, aber Spannung war dennoch angesagt.
Die erste Halbzeit gehörte noch eindeutig der deutschen Mannschaft: Wieder einmal vollster Einsatz und Siegeswille, vorne effektiv, in der Abwehr sicher, Heinevetter in Bestform, der gefürchtete Kreisläufer Aguinagalde kam kaum zum Zug, die Spanier konnten nur einen ihrer gefürchteten Tempogegenstöße einnetzen. - So stand es zur Halbzeit 14:12 für den Weltmeister von 2007!
Die zweite Hälfte musste aber leider mit doppelter Unterzahl begonnen werden, die die Spanier nutzen und ausgleichen konnten. Im weiteren Verlauf hatten die Deutschen durchaus ihre Chancen, die Spanier waren keineswegs überragend. Aber das Spiel kippte dennoch.
Ob es die beiden vergebenen 100%igen von Rechtsaußen Patrick Grötzki waren, die spielentscheidend waren, sei dahin gestellt. Klar ist, dass in der 2. Halbzeit vorne zu wenig Toren fielen, und die deutsche Abwehr den 100 kg Kollos Aguinagalde nicht mehr im Griff hatte. Auch hatten die Mannen von Martin Heuberger mit zahlreichen Unterzahlsituationen zu kämpfen, die von dem kroatischen Schiedsrichterpaar verhängt wurden. Diese beiden boten alles in allem eine guten Leistung, lediglich in der zweiten Hälfte der 2. Halbzeit kam der Eindruck auf, dass sie hin und wieder durch die spanische Brille blickten.
Das Spiel ging letztendlich mit 24:28 verloren. Eine Niederlage, die den Zahlen nach deutlicher erscheint, als sie tatsächlich war.
Fest steht, dass die deutsche Handballnationalmannschaft wieder eine klasse Leistung erbracht hat, sie haben im Kollektiv gekämpft, in vielen Phasen den Gegner ausgetrickst und ihn an den Rand einer Niederlage gebracht.
Das es zum Schluss nicht gereicht hat, ist unendlich schade, aber die Spanier waren heute auch einfach eine Spur cleverer. Aber diese Cleverness wird die deutsche Mannschaft, der niemand diese Turnierleistung zugetraut hat, sicherlich auch noch erlernen. Und dann sieht es das nächste Mal schon anders aus.
Klar ist, dass die deutsche Mannschaft erhobenen Hauptes nach Hause fahren kann! Sie haben ein klasse Turnier gespielt, durch die Reihen überzeugt, und den Handballfans in der Heimat ein paar wunderschöne Handball-Tage geschenkt! Danke dafür.
Sonntag, 20. Januar 2013
Deutschland im Viertelfinale
Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat bei den Weltmeisterschaften in Spanien über ein 28:23 gegen Mazedonien das Viertefinale erreicht! Es war eine überzeugende Leistung, die an den grandiosen Sieg gegen Frankreich angeknüpft hatte.
Von Beginn an lag die deutsche Mannschaft in Führung, zeitweise sogar mit 8 Toren. Die Abwehr bot wieder einmal eine mehr als überzeugende Leistung, und auch endlich zeigte Deutschland's Nummer 1 im Tor, Silvio Heinevetter, die Paraden, die ihn auszeichnen: Zu recht wurde er zum "Man of the Match" gekührt. Im Angriff gelang vieles, hervorzuheben sind hier Stefan Kneer, der den angeschlagenen Sven-Sören Christoffersen, der einen Schlag auf Knie und Oberschenkel bekam, stark ersetzte, und der Youngster Kevin Schmidt, der zwar einen Siebenmeter verwarf, der aber Linksaußen Dominik Klein in der 2. Halbzeit kaltschnäuzig vertrat.
Leider gab es aber auch einige unglückliche Aktionen im Angriff, zu leichte Ballverluste, die Mazedonien fast wieder in's Spiel brachten. Aber es war Silvio Heinevetter, der den Anschlusstreffer verhinderte und die deutsche Mannschjaft mit seiner Parade zurück auf die Erfolgsspur brachte.
Diese Schwächen gilt es nun im Viertelfinal abzustellen. Dort geht es am Mittwoch gegen Gastgeber Spanien oder gegen Vize-Europameister Serbien. - Eine schwierige Aufgabe, aber unlösbar? Noch vor einer Woche hätte die Antwort auf diese Frage wohl "Ja" gelautet, aber nach den beiden letzten Siegen gegen Frankreich und heute gegen Mazedonien, scheint auch das Halbfinale nicht unmöglich! Drücken wir unseren Jungs die Daumen!!!
Von Beginn an lag die deutsche Mannschaft in Führung, zeitweise sogar mit 8 Toren. Die Abwehr bot wieder einmal eine mehr als überzeugende Leistung, und auch endlich zeigte Deutschland's Nummer 1 im Tor, Silvio Heinevetter, die Paraden, die ihn auszeichnen: Zu recht wurde er zum "Man of the Match" gekührt. Im Angriff gelang vieles, hervorzuheben sind hier Stefan Kneer, der den angeschlagenen Sven-Sören Christoffersen, der einen Schlag auf Knie und Oberschenkel bekam, stark ersetzte, und der Youngster Kevin Schmidt, der zwar einen Siebenmeter verwarf, der aber Linksaußen Dominik Klein in der 2. Halbzeit kaltschnäuzig vertrat.
Leider gab es aber auch einige unglückliche Aktionen im Angriff, zu leichte Ballverluste, die Mazedonien fast wieder in's Spiel brachten. Aber es war Silvio Heinevetter, der den Anschlusstreffer verhinderte und die deutsche Mannschjaft mit seiner Parade zurück auf die Erfolgsspur brachte.
Diese Schwächen gilt es nun im Viertelfinal abzustellen. Dort geht es am Mittwoch gegen Gastgeber Spanien oder gegen Vize-Europameister Serbien. - Eine schwierige Aufgabe, aber unlösbar? Noch vor einer Woche hätte die Antwort auf diese Frage wohl "Ja" gelautet, aber nach den beiden letzten Siegen gegen Frankreich und heute gegen Mazedonien, scheint auch das Halbfinale nicht unmöglich! Drücken wir unseren Jungs die Daumen!!!
Freitag, 18. Januar 2013
Deutschland ringt den Weltmeister nieder
Grandiose Leistung der deutschen Handball Nationalmannschaft: Frankreich, der amtierende Weltmeister und Olympiasieger, eigentlich das Maß aller Dinge im Welthandball, unterliegt der deutschen Mannschaft mit 30:32!!!
Da werden Erinnerungen wach an 2007!
Welch unglaubliche Leistung, die wohl kaum einer den Jungs von Martin Heuberger zugetraut hat! Im Angriff abgeklärt und abgebrüht, nur selten kam der zu frühe Abschluss; in der Abwehr wurde wieder Beton angerührt, Bälle wurden spitzfindig geklaut - Es war ein wahres Handballfest!
Schon in der 1. Halbzeit hatten die Deutschen dem französischen Torhüter, Thierry Omeyer, den Zahn gezogen: Er bekam kaum eine Hand an den Ball, es fiel Tor um Tor. So war es kein Wunder, dass er in der 2. Halbzeit sein Tor räumte, aber auch Karembeux hatte gegen die deutschen Helden meist das Nachsehen.
Zeitweilig bis auf 5 Tore zogen die deutschen Handballer weg. Und dann gab es zum Schluss doch den im Handball so oft erlebten Krimi: Deutschland führt 31:30, Heuberger nimmt Auszeit, noch 21 sec zu spielen. Da denkt man, das reicht. Aber nein! Ballverlust, und die Franzosen stürmen in die deutsche Hälfte, verlieren aber den Ball! Das war es, das 32:30 fiel noch, und ganz Handball-Deutschland jubelt!
Ist das die Wiederauferstehung der deutschen Handball Nationalmannschaft?!
Jetzt erscheint alles möglich. Als Gruppenerster dürfte ein eher schwächerer Gegner im Achtelfinale warten, aber bei der heute gezeigten Leistung, muss die deutsche Mannschaft vor keinem Team Angst haben!
Da werden Erinnerungen wach an 2007!
Welch unglaubliche Leistung, die wohl kaum einer den Jungs von Martin Heuberger zugetraut hat! Im Angriff abgeklärt und abgebrüht, nur selten kam der zu frühe Abschluss; in der Abwehr wurde wieder Beton angerührt, Bälle wurden spitzfindig geklaut - Es war ein wahres Handballfest!
Schon in der 1. Halbzeit hatten die Deutschen dem französischen Torhüter, Thierry Omeyer, den Zahn gezogen: Er bekam kaum eine Hand an den Ball, es fiel Tor um Tor. So war es kein Wunder, dass er in der 2. Halbzeit sein Tor räumte, aber auch Karembeux hatte gegen die deutschen Helden meist das Nachsehen.
Zeitweilig bis auf 5 Tore zogen die deutschen Handballer weg. Und dann gab es zum Schluss doch den im Handball so oft erlebten Krimi: Deutschland führt 31:30, Heuberger nimmt Auszeit, noch 21 sec zu spielen. Da denkt man, das reicht. Aber nein! Ballverlust, und die Franzosen stürmen in die deutsche Hälfte, verlieren aber den Ball! Das war es, das 32:30 fiel noch, und ganz Handball-Deutschland jubelt!
Ist das die Wiederauferstehung der deutschen Handball Nationalmannschaft?!
Jetzt erscheint alles möglich. Als Gruppenerster dürfte ein eher schwächerer Gegner im Achtelfinale warten, aber bei der heute gezeigten Leistung, muss die deutsche Mannschaft vor keinem Team Angst haben!
Mittwoch, 2. Januar 2013
Tournee: Zwischenbilanz
Halbzeit bei der Vierschanzentournee - diese kann man kurz und knapp wie folgt beschreiben:
Überraschende norwegische Gesamtführung, unerwartet schwächelnde Österreicher, Deutsche Adler hinter den Erwartungen und Norweger stark wie lange nicht.
Ein alter Bekannter stand sowohl in Oberstdorf als auch in Garmisch ganz oben auf dem Siegerpodest: Anders Jacobsen, der nach einem Jahr Abstinenz stark wie lange nicht springt. Vor allem seit erster Satz in Garmisch dürfte noch lange in Erinnerung bleiben: Nachdem seine Ski kurz nach dem Absprung miteinander kollidierten, pendelte er, mit den Armen rudernd, in der Luft und alle hielten den Atem an. Aber es kam zu keinem Sturz, der gelernte Klemptner bekam das Flugsystem schnell wieder in Griff und segelte noch auf Zwischenrang 9. Im 2. Durchgang sprang er dann auf die Tagesbestweite von 143.0 m und überholte sogar noch seinen ärgsten Konkurrenten, Gregor Schlierenzauer, der nach dem 1. Durchgang in Führung lag. Es war dem Tiroler anzusehen, dass ihn diese Niederlage nicht schmeckte. Sicherlich hatte er sich erhofft, den ca. 10 Punkte-Rückstand aus Oberstdorf beim Neujahrsspringen ein wenig minimieren zu können. Aber daraus wurde bekanntlich nichts. Inzwischen ist der Vorsprung des Norwegers auf 12 Punkte angewachsen. - Ein bereits deutlicher Rückstand, aber es ist nicht unmöglich, dass der stabiler springende Schlierenzauer dieses noch aufholen wird.
Allerdings scheint Jacobsen wesentlich entspannter und lockerer in seine Sprünge zu gehen. Wird letztendlich diese Lockerheit das entscheidende Zünglein an der Waage sein?!
Schlierenzauer ist Druck durchaus gewohnt, aber nicht, dass er als fast einziger seiner Zunft die rot-weiß-rote Fahne hochhalten muss. Denn der zu Beginn als Mitfavorit gehandelter Andreas Kofler, der in Oberstdorf wegen zu großem Anzug disqualifiziert wurde, und der in Oberstdorf im ersten Durchgang gescheiterte Thomas Morgenstern, sind beide nicht mehr im Rennen um den Gesamtsieg. - Ein ungewohntes Bild für die Alpenrepublik!
Aber auch die deutschen Adler sind nach starkem Beginn leistungsmäßig etwas abgefallen. Severin Freund, in Oberstdorf noch 3., kam in Garmisch über einen 15. Rang nicht hinaus und musste sowohl den Norweger Tom Hilde als auch Dimitri Vassiliev aus Russland in der Gesamtwertung an sich vorbeiziehen lassen. Die Abstände zwischen diesen dreien sind aber noch gering, so dass das Podium in Bischofshofen durchaus noch in Sichtweite ist. Und sagt man nicht der Bergisel-Schanze nach, dass sie Freund liege?!
Was ist mit den anderen Deutschen? Freitag, dem durchaus vordere Platzierungen im Vorfeld zuzutrauen gewesen sind, scheint dem eigenen Erwartungsdruck nicht standhalten zu können, er wirkt zu verkrampft - ein für ihn enttäuschender Zwischenrang 15 ist das Ergebnis.
Ganz anders Shootingstar Andreas Wellinger: er springt auch bei der Vierschanzentournee frei von der Leber weg - Ein guter 8. Rang steht im Gesamtklassement zu Buche.
Michael Neumayer folgt auf Rang 10, was ein gutes Ergebnis für den Bayern ist. Aber es wäre mehr drin gewesen, wäre im der etwas verunglückte erste Sprung in Garmisch besser geglückt.
Überraschendes zeigt Martin Schmitt, der nach zwei überzeugenden ersten Springen und Rang 12 in der Tourneegesamtwertung die Tournee zu Ende springen darf!
Mannschaftlich steht die deutsche Mannschaft damit sehr geschlossen da, auch wenn die absoluten Top-Platzierungen derzeit fehlen. Aber noch haben wir 2 Springen, da kann viel passieren!
Überraschende norwegische Gesamtführung, unerwartet schwächelnde Österreicher, Deutsche Adler hinter den Erwartungen und Norweger stark wie lange nicht.
Ein alter Bekannter stand sowohl in Oberstdorf als auch in Garmisch ganz oben auf dem Siegerpodest: Anders Jacobsen, der nach einem Jahr Abstinenz stark wie lange nicht springt. Vor allem seit erster Satz in Garmisch dürfte noch lange in Erinnerung bleiben: Nachdem seine Ski kurz nach dem Absprung miteinander kollidierten, pendelte er, mit den Armen rudernd, in der Luft und alle hielten den Atem an. Aber es kam zu keinem Sturz, der gelernte Klemptner bekam das Flugsystem schnell wieder in Griff und segelte noch auf Zwischenrang 9. Im 2. Durchgang sprang er dann auf die Tagesbestweite von 143.0 m und überholte sogar noch seinen ärgsten Konkurrenten, Gregor Schlierenzauer, der nach dem 1. Durchgang in Führung lag. Es war dem Tiroler anzusehen, dass ihn diese Niederlage nicht schmeckte. Sicherlich hatte er sich erhofft, den ca. 10 Punkte-Rückstand aus Oberstdorf beim Neujahrsspringen ein wenig minimieren zu können. Aber daraus wurde bekanntlich nichts. Inzwischen ist der Vorsprung des Norwegers auf 12 Punkte angewachsen. - Ein bereits deutlicher Rückstand, aber es ist nicht unmöglich, dass der stabiler springende Schlierenzauer dieses noch aufholen wird.
Allerdings scheint Jacobsen wesentlich entspannter und lockerer in seine Sprünge zu gehen. Wird letztendlich diese Lockerheit das entscheidende Zünglein an der Waage sein?!
Schlierenzauer ist Druck durchaus gewohnt, aber nicht, dass er als fast einziger seiner Zunft die rot-weiß-rote Fahne hochhalten muss. Denn der zu Beginn als Mitfavorit gehandelter Andreas Kofler, der in Oberstdorf wegen zu großem Anzug disqualifiziert wurde, und der in Oberstdorf im ersten Durchgang gescheiterte Thomas Morgenstern, sind beide nicht mehr im Rennen um den Gesamtsieg. - Ein ungewohntes Bild für die Alpenrepublik!
Aber auch die deutschen Adler sind nach starkem Beginn leistungsmäßig etwas abgefallen. Severin Freund, in Oberstdorf noch 3., kam in Garmisch über einen 15. Rang nicht hinaus und musste sowohl den Norweger Tom Hilde als auch Dimitri Vassiliev aus Russland in der Gesamtwertung an sich vorbeiziehen lassen. Die Abstände zwischen diesen dreien sind aber noch gering, so dass das Podium in Bischofshofen durchaus noch in Sichtweite ist. Und sagt man nicht der Bergisel-Schanze nach, dass sie Freund liege?!
Was ist mit den anderen Deutschen? Freitag, dem durchaus vordere Platzierungen im Vorfeld zuzutrauen gewesen sind, scheint dem eigenen Erwartungsdruck nicht standhalten zu können, er wirkt zu verkrampft - ein für ihn enttäuschender Zwischenrang 15 ist das Ergebnis.
Ganz anders Shootingstar Andreas Wellinger: er springt auch bei der Vierschanzentournee frei von der Leber weg - Ein guter 8. Rang steht im Gesamtklassement zu Buche.
Michael Neumayer folgt auf Rang 10, was ein gutes Ergebnis für den Bayern ist. Aber es wäre mehr drin gewesen, wäre im der etwas verunglückte erste Sprung in Garmisch besser geglückt.
Überraschendes zeigt Martin Schmitt, der nach zwei überzeugenden ersten Springen und Rang 12 in der Tourneegesamtwertung die Tournee zu Ende springen darf!
Mannschaftlich steht die deutsche Mannschaft damit sehr geschlossen da, auch wenn die absoluten Top-Platzierungen derzeit fehlen. Aber noch haben wir 2 Springen, da kann viel passieren!
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