Samstag, 3. März 2007

Normalschanze: Adam Malysz düpiert die Konkurrenz

Der Pole Adam Malysz hat sich mit einem unglaublichen Vorsprung von 21.5 Punkten nach 2001 und 2003 seinen dritten Weltmeistertitel von der Normalschanze gesichert.
Zu keinem Zeitpunkt stand dieser Triumph in Frage, zu groß war der Abstand, den er mit den jeweils besten Sprüngen zwischen sich und die Konkurrenz legen konnte. - Es war eine 2-Klassen-Gesellschaft: Malysz vorne auf dem Gold-Rang und der Rest dahinter im Kampf um Silber und Bronze.

Hinter Malyzs gab es wie erwartet die für die Normalschanze so typische knappe Entscheidung: Gleich mehrere Springer befanden sich im Kampf um die beiden hiner dem Polen verbliebenen Podestplätze.
Zunächst war auch Martin Schmitt, Sechster nach dem ersten Durchgang, unter ihnen. Leider konnte er diese Leistung nicht bestätigen und kam nur auf den 16. Gesamtrang. - Eine Leistung, die den Saisonverlauf des Martin Schmitt durchaus bestätigt, aber der Ex-Weltmeister wollte mehr. Hatte doch schließlich auch sein Heimtrainer Stefan Horngacher prophezeit, dass sein Schützling auf der Normalschanze auf das Podium würde springen können. Leider haben sich diese Prophezeihungen nicht bewahrheitet.

Die Medallien gingen an andere: Silber an den Weltmeister von der Großschanze, Simon Ammann aus der Schweiz, und Bronze an den österreichischen Doppelolympiasieger Thomas Morgenstern.
Roar Ljoekelsoey kam auf den undankbaren vierten Rang. Überraschend war, dass keinem Finne der Sprung unter die Top-Ten gelang. - Damit dürfte diese WM eine einzige Enttäuschug für die sieg- und medalliengewöhnten Finnen sein! Lediglich eine Medallie, die silberne von Harri Olli von der Großschanze, steht am Ende zu Buche. - Das wird sicher einige harte Worte nach Abschluss der WM geben, dennoch scheint der Trainer Tommi Nykonen seinen Posten (noch) sicher inne zu haben.

Das deutsche Skisprungteam hat sich mit dem 12. Platz von Jörg Ritzerfeld und Martin Schmitt auf Platz 16 ein wenig rehabilitiert. Aber dennoch geht diese WM als eine der schlechtesten aus deutscher Sicht in die WM-Geschichte ein. - Zu sehr hat der Ausfall von Michael Uhrmann das Team geschwächt.
Hoffen wir auf eine bessere kommende Saison. - Mit einem neuen Bundestrainer? Noch stellt sich der DSV vor Peter Rohwein, aber ob das am Ende der Saison noch so ist, bleibt abzuwarten...

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