Sonntag, 11. März 2007

Bronze in der Teamverfolgung: Die Erlösung für Pechstein und Anschütz-Thoms

Bei der Teamverfolgung in Salt Lake City gab es die heissersehnte Medaille für Claudia Pechstein und ihre beiden Mitstreiterinnen Daniela Anschütz-Thoms und Lucille Opitz! Viele mögen denken: Endlich!!
Sind die deutschen Eisschnellläuferinnen doch schließlich auf ihrer eigentlichen Domäne, den 3000m, erstmals ohne Medaillen geblieben... - Da war die Enttäuschung ob des unglücklichen vierten Platzes von Claudia Pechstein groß. Aber bei der Teamverfolgung sollte es endlich besser werden. Und Jenny Wolf hat es ja vorgemacht, wie es geht, Weltmeisterin zu werden.

Als Medaillienkandidatinnen galten die Deutschen sicherlich, wenngleich auch nicht als Top-Favoritinnen. Dieses waren zweifellos die Holländerinnen, die in der Besetzung Ireen Wüst, Renate Gronevold und Pauline van Deutekom antraten.
Bei dem deutschen Dreier war es etwas ungewiss, wie Lucille Opitz die sechs Runden überstehen würde und ob sie über die ganze Renndauer das Tempo ihrer beiden Kolleginnen würde mitgehen können. Darüber hinaus hatte Daniele Anschütz-Thoms kurzfristig mit Nacken-Problemen zu kämpfen, die einen Start sogar kurzfristig in Frage gestellt hatten. Es wäre dann die junge Katrin Markowitz an den Start gegangen. Annie Friesinger hatte, wie bekannt, bereits im Vorfeld der WM ihren Start in der Teamverfolgung abgesagt.
Aber die drei Deutschen gaben sich kämpferisch: Endlich sollte die ersehnte Medaille erlaufen werden.

Der deutsche Dreier ging im vorletzten Rennen gegen die Kanadierinnen an den Start, die in der Besetzung Christina Nesbitt, Shannan Rempel und Christina Groves liefen.
Die Kanadierinnen, die ohne ihre vermeintlich stärkste Läuferin und bei diesen Titelkämpfen schon Medaillen-dekorierte Cindy Klassen angetreten sind - Klassen wollte sich ähnlich wie Friesinger auf die Einzelstrecken konzentrieren - gingen gut an und konnten das Tempo auch halten. Lange lag das deutsche Trio nur knapp hinter ihnen. Als Claudia Pechstein in der Schlussrunde aber wie geplant das Tempo anzog konnte Lucille Opitz leider nicht mitgehen, so dass Tempo wieder rausgenommen werden musste und die Kanadierinnen nicht mehr überholt werden konnten. Aber Opitz, die zwischendurch sogar noch ein wenig von Anschütz-Thoms angeschoben wurde, hielt sich dennoch wacker. - Noch war eine Medaille drin. Es musste nur eine der beiden Mannschaften aus dem Schlussduell, Holland oder Russland, langsamer laufen.

Dann die beiden letzten Mannschaften: Überraschend lagen nicht nur die Russinnen, sondern auch die favorisierten Holländerinnen lange Zeit hinter der deutschen Mannschaft. - Sollte tatsächlich Silber möglich sein?!
Aber die Holländerinnen schoben sich durch eine gute Schlussrunde noch knapp vor das deutsche Trio. Gold ging etwas überraschend an die Kanadierinnen.

Für die deutsche Mannschaft ist es nun die zweite Medaille bei dieser WM. Vor allem Claudia Pechstein dürfte sie für die abschließenden 5000m Auftrieb geben, die angepeilten zwei WM-Medaillen zu erreichen!

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