Der Sieg zum Auftakt der Vierschanzentournee in Oberstdorf ging an den Schweizer Simon Ammann. Damit hat definitiv kein Unbekannter gewonnen, aber als Topfavorit war der zweifache Doppelolympiasieger im Vorfeld nicht unbedingt gehandelt worden. Somit ist Ammann aber seinem großen Ziel, doch noch einmal in seiner so erfolgreichen Karriere die Vierschanzentournee zu gewinnen, einen Schritt näher gekommen, aber noch liegen drei Springen vor dem Schweizer Adler...
Mit Anders Bardal als Zweitem durfte man rechnen, nicht aber unbedingt mit einem Yougster aus Österreich, Thomas Diethart, der sich den 3. Rang in Oberstdorf mit dem Slowenen Peter Prevc teilte. Damit stellt der junge Österreicher seine um so viel mehr bekannteren und höher gehandelten Landsmänner, Thomas Morgenstern und Gregor Schlierenzauer, die die Plätze 5 und 9 erreichten, eindeutig in den Schatten! Dass Dietharts Erfolg in Oberstdorf keine Eintagsfliege war, zeigte er mit dem heutigen Sieg bei der Qualifikation zum Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen.
Für die deutschen Adler reichte es in Oberstdorf leider nicht bis ganz nach vorn, obwohl sie 4 Springer unter die Top-15 brachten und damit anzeigten, dass mit ihnen durchaus zu rechnen ist. Aber leider kam der Newcomer dieser Saison, Marinus Kraus, als Bester nur auf den 8. Platz. Für Kraus ist dieses als absolutes Top-Ergebnis zu sehen, da er so seinen 2. Platz von Kusamo bestätigen konnte. Der 10. Platz von Severin Freund ist aber eher als Enttäuschung zu werten. da muss sich der Springer aus Rastbüchl noch um einiges steigern, um den angestrebten Podestplatz in der Gesamtwertung noch erreichen zu können. Da dürfte es auch nur wenig trösten, dass der Top-Favorit Nr. 1, Gregor Schlierenzauer, nur einen Rang vor ihm landete.
Die Plätze 11 und 15 für Michael Neumayer und Andreas Wank sind hingegen als absolut positiv zu sehen, da vor allem Neumayer in dieser Saison bislang noch nicht recht in Tritt kam und seine beste Saisonleistung zum Auftakt der Vierschanzentournee zeigte.
Enttäuschend war hingegen der Auftritt von Sorgenkind Richard Freitag, der nach seiner erzwungenden Trainingspause, noch nicht einmal den 2. Durchgang erreichte. - Die Gesamtwertung kann Freitag damit schon abhaken.
Morgen geht es nun weiter mit dem Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen, und wir dürfen gespannt sein, wer sich in die erste Siegerliste in 2014 eintragen wird.
Dienstag, 31. Dezember 2013
Sonntag, 29. Dezember 2013
Vierschanzentournee: Favoritencheck
Heute geht es los mit der deutsch-österreichischen Vierschanzentournee: Aller Augen werden heute Nachmittag auf die Schattenbergschanze in Oberstdorf gerichtet sein, und es stellt sich die große Frage: Wer wird die Vierschanzentournee und damit den ersten großen Saisonhöhepunkt für sich entscheiden?
Als erstes dürfte einem der Gesamtsieger der beiden Vorjahre, Gregor Schlierenzauer, einfallen. Der Tiroler geht als einer der Top-Favoriten auf den Bakken, und der Sieg dürfte nur über ihn gehen. Aber Schlierenzauer zeigte in diesem Winter nicht immer die Konstanz, die man sonst von dem Österreicher gewohnt ist. Das eröffnet realistische Chancen für die Konkurrenz.
Wen haben wir da?
Da wäre zum einen Schlierenzauers Landsmann Thomas Morgenstern, der in dieser Saison nach langer Durststrecke wieder ganz oben auf dem Siegerpodest stehen durfte. Einzig sein übler Sturz in dem darauffolgenden Springen lässt ein wenig offen, ob der Doppelolympiasieger von Turin tatsächlich bereit für seinen zweiten Tournee-Gesamtsieg ist. Zum anderen ist Anders Bardal zu nennen, der die gestrige Qualifikation in Oberstdorf für sich entscheiden konnte. Der Norweger könnte der lachende Dritte sein.
Nicht zu vergessen sind aber auch die deutschen Adler um Severin Freund, der eine in dieser Saison bereits stark auftrumpfende deutsche Mannschaft anführt. Aber gleich vom Gesamtsieg sprechen? Das scheint eher unwahrscheinlich, da eigentlich jeder der deutschen Top-Adler, sei es nun Freund oder aber Andreas Wellinger oder Richard Freitag, immer wieder einen nicht so tollen Sprung dabei haben, die einen Rang ganz vorn im Gesamtklassement schwierig machen dürfte. Aber für Tagessiege sollten die deutschen Adler in jedem Fall gut sein!
Wer ist noch zu nennen?
Natürlich die starke polnische Mannschaft, allen voran der Weltmeister Kamil Stoch: Er könnte nach Adam Malysz wieder für polnische Jubel bei der Vierschanzentournee sorgen.
Nicht vergessen sollte man auch den vierfachen Olympiasieger Simon Amman. Ein Gesamtsieg bei der Tournee fehlt dem Schweizer noch, und so recht mag man nicht daran glauben, dass Amman in seiner letzten Saison sich diesem Traum erfüllen wird, aber waren nicht auch seine Doppelolympiasieger von Salt Lake City und Vancouver ein wenig überraschend?
Keine große Rolle dürfte die ehemalige Skisprungnation Finnland spielen. Es tut dem Skisprungfan weh, die finnischen Adler so hinterher springen zu sehen. Aber vielleicht wird der bereits zum zweiten Mal von seinem Rücktritt zurückgetretenen Janne Ahonen die ganz große Überraschung. Aber so ganz mag man nicht daran glauben, dass der Rekordgesamtsieger sich wieder ein die Siegerlisten eintragen kann, zu sehr springt er bislang seiner früheren Form noch hinterher. Aber Ahonen dürfte auch nicht die Vierschanzentournee, sondern die Olympischen Spiele als sein Top-Ziel ansehen: Fehlt ihm dem Ausnahmespringer doch immer noch die olympische Einzelmedaille.
Als erstes dürfte einem der Gesamtsieger der beiden Vorjahre, Gregor Schlierenzauer, einfallen. Der Tiroler geht als einer der Top-Favoriten auf den Bakken, und der Sieg dürfte nur über ihn gehen. Aber Schlierenzauer zeigte in diesem Winter nicht immer die Konstanz, die man sonst von dem Österreicher gewohnt ist. Das eröffnet realistische Chancen für die Konkurrenz.
Wen haben wir da?
Da wäre zum einen Schlierenzauers Landsmann Thomas Morgenstern, der in dieser Saison nach langer Durststrecke wieder ganz oben auf dem Siegerpodest stehen durfte. Einzig sein übler Sturz in dem darauffolgenden Springen lässt ein wenig offen, ob der Doppelolympiasieger von Turin tatsächlich bereit für seinen zweiten Tournee-Gesamtsieg ist. Zum anderen ist Anders Bardal zu nennen, der die gestrige Qualifikation in Oberstdorf für sich entscheiden konnte. Der Norweger könnte der lachende Dritte sein.
Nicht zu vergessen sind aber auch die deutschen Adler um Severin Freund, der eine in dieser Saison bereits stark auftrumpfende deutsche Mannschaft anführt. Aber gleich vom Gesamtsieg sprechen? Das scheint eher unwahrscheinlich, da eigentlich jeder der deutschen Top-Adler, sei es nun Freund oder aber Andreas Wellinger oder Richard Freitag, immer wieder einen nicht so tollen Sprung dabei haben, die einen Rang ganz vorn im Gesamtklassement schwierig machen dürfte. Aber für Tagessiege sollten die deutschen Adler in jedem Fall gut sein!
Wer ist noch zu nennen?
Natürlich die starke polnische Mannschaft, allen voran der Weltmeister Kamil Stoch: Er könnte nach Adam Malysz wieder für polnische Jubel bei der Vierschanzentournee sorgen.
Nicht vergessen sollte man auch den vierfachen Olympiasieger Simon Amman. Ein Gesamtsieg bei der Tournee fehlt dem Schweizer noch, und so recht mag man nicht daran glauben, dass Amman in seiner letzten Saison sich diesem Traum erfüllen wird, aber waren nicht auch seine Doppelolympiasieger von Salt Lake City und Vancouver ein wenig überraschend?
Keine große Rolle dürfte die ehemalige Skisprungnation Finnland spielen. Es tut dem Skisprungfan weh, die finnischen Adler so hinterher springen zu sehen. Aber vielleicht wird der bereits zum zweiten Mal von seinem Rücktritt zurückgetretenen Janne Ahonen die ganz große Überraschung. Aber so ganz mag man nicht daran glauben, dass der Rekordgesamtsieger sich wieder ein die Siegerlisten eintragen kann, zu sehr springt er bislang seiner früheren Form noch hinterher. Aber Ahonen dürfte auch nicht die Vierschanzentournee, sondern die Olympischen Spiele als sein Top-Ziel ansehen: Fehlt ihm dem Ausnahmespringer doch immer noch die olympische Einzelmedaille.
Samstag, 14. September 2013
Skandalspiel in Wilhelmshaven
Der Wilhelmshavener HV empfing am heutigen Abend den OSC Löwen Duisburg in der heimischen Nordfrostarena, um endlich den ersten Sieg in dieser Saison einzufahren.
Es sollte ein spannendes Spiel werden, bei dem der WHV seine Möglichkeiten leider nicht konsequent nutzte und so das Spiel unnötig spannend machte, lief die Mannschaft von Chrissie Köhrmann doch so zumeist einem Rücstand hinterher.
Aber der als Titelfavorit in der 3. Liga West gehandelte WHV biss sich durch, kam auf 31:31 heran und ging sogar mit 32:31 in Führung. Nun aber sollten unglubliche Schlusssekunden folgen:
Die Wilhelmshavener Handballer waren beim Stand von 32:31 im Ballbesitz, es waren noch ca. 40 Sekunden zu spielen. Nun setzte der OSC alles auf eine Karte, um den Wilhelmshavener Jungs den Ball noch abzujagen, aber sie schafften dieses nicht. Leider nahm sich WHV Jungster Lukas Mertens zu früh den Ball und scheiterte am Duisburger Schlussmann.
Und nun sollte etwas passieren, was ein Unding der Möglichkeit ist! Die Duisburger befinden sich im letzten Angriff, der Wilhelmshavener Jewgeni Vorontsov foult, der Schiedsrichter pfeift, Duisburg trifft ins Tor, die Uhr ist abgelaufen, Vorontsov bekommt eine 2-Minuten-Strafe und Duisburg einen letzten Freiwurf. Die Wilhelmshavener Mauer positioniert sich, ein Duisburger schnappt sich den Ball, um zum alles und entscheidenden letzten Wurf anzusetzen. Aber was passiert jetzt?! Es kommt zu tumultartige Szenen vor den beiden Schiedsrichtern seitens der Dusiburger, die plötzlich die Arme in die Höhe reißen, denn das Schiedsrichtergespann hatte den zunächst zu Recht nicht gegebenen Treffer nun doch anerkannt und damit den Gästen zu einem 32:32 Unentschieden verholfen, den sie wie einen Sieg feiern.
Unglaublich! Ein Skandal! Dieses Tor fiel eindeutig nach dem Pfiff der Schiedsrichter, die aber Minuten nach der ersten Entscheidung doch meinten ein Tor gesehen zu haben! Es fehlen die Worte...
Es bleibt nur zu hoffen, dass ein hoffentlich erfolgender Protest des WHV Erfolg haben wird, denn so darf ein Handballspiel nicht entschieden werden!
Es sollte ein spannendes Spiel werden, bei dem der WHV seine Möglichkeiten leider nicht konsequent nutzte und so das Spiel unnötig spannend machte, lief die Mannschaft von Chrissie Köhrmann doch so zumeist einem Rücstand hinterher.
Aber der als Titelfavorit in der 3. Liga West gehandelte WHV biss sich durch, kam auf 31:31 heran und ging sogar mit 32:31 in Führung. Nun aber sollten unglubliche Schlusssekunden folgen:
Die Wilhelmshavener Handballer waren beim Stand von 32:31 im Ballbesitz, es waren noch ca. 40 Sekunden zu spielen. Nun setzte der OSC alles auf eine Karte, um den Wilhelmshavener Jungs den Ball noch abzujagen, aber sie schafften dieses nicht. Leider nahm sich WHV Jungster Lukas Mertens zu früh den Ball und scheiterte am Duisburger Schlussmann.
Und nun sollte etwas passieren, was ein Unding der Möglichkeit ist! Die Duisburger befinden sich im letzten Angriff, der Wilhelmshavener Jewgeni Vorontsov foult, der Schiedsrichter pfeift, Duisburg trifft ins Tor, die Uhr ist abgelaufen, Vorontsov bekommt eine 2-Minuten-Strafe und Duisburg einen letzten Freiwurf. Die Wilhelmshavener Mauer positioniert sich, ein Duisburger schnappt sich den Ball, um zum alles und entscheidenden letzten Wurf anzusetzen. Aber was passiert jetzt?! Es kommt zu tumultartige Szenen vor den beiden Schiedsrichtern seitens der Dusiburger, die plötzlich die Arme in die Höhe reißen, denn das Schiedsrichtergespann hatte den zunächst zu Recht nicht gegebenen Treffer nun doch anerkannt und damit den Gästen zu einem 32:32 Unentschieden verholfen, den sie wie einen Sieg feiern.
Unglaublich! Ein Skandal! Dieses Tor fiel eindeutig nach dem Pfiff der Schiedsrichter, die aber Minuten nach der ersten Entscheidung doch meinten ein Tor gesehen zu haben! Es fehlen die Worte...
Es bleibt nur zu hoffen, dass ein hoffentlich erfolgender Protest des WHV Erfolg haben wird, denn so darf ein Handballspiel nicht entschieden werden!
DVV Mädels leben Traum weiter
Das Finale ist erreicht: Jetzt gibt es nur noch die Hürde Russland, um den ersehnten Titel bei den heimischen Europameisterschaften zu erringen.
Aber es war ein hartes Stück Arbeit, das die deutschen Volleyballerinnen um Kapitän Margareta Kozuch beim gestrigern Halbfinalspiel gegen die schwächer eingestuften Belgierinnen vollbringen mussten. Zwischenzeitlich schien die Mission EM-Titel sogar fast zu scheitern.
Im Vorfeld des Spiels wurde den belgischen Spielerinnen lediglich eine Aussenseiterrolle zugesprochen, unterlagen sie der deutschen Mannschaft im Verlauf dieses Jahres doch schon mehrfach, und war es schließlich ihr erstes Halbfinale bei europäischen Titelkämpfen überhaupt. Aber sie traten, im Gegensatz zu den deutschen Spielerinnen, selbstbewusst und mit Freude am Spiel an und entschieden, ein wenig überraschend, die beiden ersten Sätze für sich.
Die deutschen Mädels wirkten hingegen verkrampft, zu verbissen und ohne rechte Spielfreude. Spielzüge, die im Verlauf der EM zu klaren Punkten führten, brachten keinen Erfolg, es machte sich fast schon so etwas wie Verzweifelung breit. Aber der italienische Trainer der deutschen Mannschaft, Giovanni Guidetti, fand spätestens im dritten Satz die richtigen Worte: Die deutschen Schmetterkünstelerinnen kamen an die Spielstärke und Dominanz des Viertelfinalsieges gegen Kroatien zwar nicht heran, aber sie zeigten, dass man sie nie abschreiben darf: Mit Siegeswillen und vollstem Einsatz gewannen sie den Glauben an sich selbst zurück und gewannen die Sätze 3 und 4. Nun musste der Tiebreak entscheiden. Hier packten Brinker, Beier & Co. nun ihre Winnerschläge aus, die Blockspielerinnen, allen voran Christiane Fürst, standen goldrichtig und so gewann die deutsche Mannschaft schlussendlich den entscheidenden Satz mit 15:11! - Der Jubel kannte keine Grenzen!
Nun wartet im heutigen Finalspiel mit Russland ein weiterer starker Gegner, aber Giudetti's Mädels haben einen Traum, den sie sich endlich erfüllen wollen: Den EM-Titel zu erringen!
Drücken wir ihnen daher die Daumen, dass sie sich dieses Mal, nachdem sie beim letzten EM-Finale noch als Verliererinnen die Halle verlassen mussten, als Siegerinnen in der heimischen Max-Schmeling-Halle feiern lassen können!
Aber es war ein hartes Stück Arbeit, das die deutschen Volleyballerinnen um Kapitän Margareta Kozuch beim gestrigern Halbfinalspiel gegen die schwächer eingestuften Belgierinnen vollbringen mussten. Zwischenzeitlich schien die Mission EM-Titel sogar fast zu scheitern.
Im Vorfeld des Spiels wurde den belgischen Spielerinnen lediglich eine Aussenseiterrolle zugesprochen, unterlagen sie der deutschen Mannschaft im Verlauf dieses Jahres doch schon mehrfach, und war es schließlich ihr erstes Halbfinale bei europäischen Titelkämpfen überhaupt. Aber sie traten, im Gegensatz zu den deutschen Spielerinnen, selbstbewusst und mit Freude am Spiel an und entschieden, ein wenig überraschend, die beiden ersten Sätze für sich.
Die deutschen Mädels wirkten hingegen verkrampft, zu verbissen und ohne rechte Spielfreude. Spielzüge, die im Verlauf der EM zu klaren Punkten führten, brachten keinen Erfolg, es machte sich fast schon so etwas wie Verzweifelung breit. Aber der italienische Trainer der deutschen Mannschaft, Giovanni Guidetti, fand spätestens im dritten Satz die richtigen Worte: Die deutschen Schmetterkünstelerinnen kamen an die Spielstärke und Dominanz des Viertelfinalsieges gegen Kroatien zwar nicht heran, aber sie zeigten, dass man sie nie abschreiben darf: Mit Siegeswillen und vollstem Einsatz gewannen sie den Glauben an sich selbst zurück und gewannen die Sätze 3 und 4. Nun musste der Tiebreak entscheiden. Hier packten Brinker, Beier & Co. nun ihre Winnerschläge aus, die Blockspielerinnen, allen voran Christiane Fürst, standen goldrichtig und so gewann die deutsche Mannschaft schlussendlich den entscheidenden Satz mit 15:11! - Der Jubel kannte keine Grenzen!
Nun wartet im heutigen Finalspiel mit Russland ein weiterer starker Gegner, aber Giudetti's Mädels haben einen Traum, den sie sich endlich erfüllen wollen: Den EM-Titel zu erringen!
Drücken wir ihnen daher die Daumen, dass sie sich dieses Mal, nachdem sie beim letzten EM-Finale noch als Verliererinnen die Halle verlassen mussten, als Siegerinnen in der heimischen Max-Schmeling-Halle feiern lassen können!
Sonntag, 2. Juni 2013
HSV Hamburg auf dem Handball-Thron
Der HSV Hamburg hat heute den größten Erfolg der Vereinsgeschichte gefeiert und sensationell die Champions League gegen den FC Barcelona gewonnen!
Schon der gestrige Sieg gegen den eigentlichen Top-Favoriten, den Double-Sieger THW Kiel, war eine kleine Überraschung, aber dass die Jungs von Martin Schwalb auch gegen den großen FC Barcelona bestehen würden, durfte sicherlich im Vorfeld erhofft werden, als Favoriten galten die Hanseaten aber wohl eher nicht.
So lief das Spiel auch zunächst leicht gegen die Hamburgen, mussten Vori, Hens & Co. doch zumeist einem leichten Rückstand hinterlaufen. In der 2. Halbzeit zeigten sie dann aber ihr wahres Können, hatten einen regelrechten Lauf und zogen bis auf 4 Tore weg. Leider erwiesen sich in der Folgezeit die norwegischen Schiedsrichter als keine Freunde der Hamburger und verhängten z.T.fragwürdige Strafminuten, die dazu führten, dass der HSV z.T. in doppelter Unterzahl agieren musste. So kamen die Katalanen wieder heran und erreichten den Ausgleich. Mit Mann und Maus verteidigten die Hamburger nun ihr Tor und es kam, wie es kommen musste: Verlängerung in der Köln-Arena!
Hier ging es nun Schlag auf Schlag, mit leichtem Vorteil für die Hamburger, aber es sollte bis zur letzten Sekunde spannend blieben. Aber es reichte: Der HSV Hamburg siegte mit 30:29, und der Jubel kannte keine Grenzen!
Man fühlte sich fast um 6 Jahre zurückversetzt: Mimi Kraus mit seinen unnachahmlichen Würfen aus der Hüfte, Jogi Bitter mit Klasse-Paraden und Toto Janssen mit pfeilschnellen Tempogegenstößen - so wurde Deutschland 2007 Weltmeister! Und so gewann der HSV Hamburg heute die Champions League!
Glückwunsch!!!
Schon der gestrige Sieg gegen den eigentlichen Top-Favoriten, den Double-Sieger THW Kiel, war eine kleine Überraschung, aber dass die Jungs von Martin Schwalb auch gegen den großen FC Barcelona bestehen würden, durfte sicherlich im Vorfeld erhofft werden, als Favoriten galten die Hanseaten aber wohl eher nicht.
So lief das Spiel auch zunächst leicht gegen die Hamburgen, mussten Vori, Hens & Co. doch zumeist einem leichten Rückstand hinterlaufen. In der 2. Halbzeit zeigten sie dann aber ihr wahres Können, hatten einen regelrechten Lauf und zogen bis auf 4 Tore weg. Leider erwiesen sich in der Folgezeit die norwegischen Schiedsrichter als keine Freunde der Hamburger und verhängten z.T.fragwürdige Strafminuten, die dazu führten, dass der HSV z.T. in doppelter Unterzahl agieren musste. So kamen die Katalanen wieder heran und erreichten den Ausgleich. Mit Mann und Maus verteidigten die Hamburger nun ihr Tor und es kam, wie es kommen musste: Verlängerung in der Köln-Arena!
Hier ging es nun Schlag auf Schlag, mit leichtem Vorteil für die Hamburger, aber es sollte bis zur letzten Sekunde spannend blieben. Aber es reichte: Der HSV Hamburg siegte mit 30:29, und der Jubel kannte keine Grenzen!
Man fühlte sich fast um 6 Jahre zurückversetzt: Mimi Kraus mit seinen unnachahmlichen Würfen aus der Hüfte, Jogi Bitter mit Klasse-Paraden und Toto Janssen mit pfeilschnellen Tempogegenstößen - so wurde Deutschland 2007 Weltmeister! Und so gewann der HSV Hamburg heute die Champions League!
Glückwunsch!!!
Samstag, 1. Juni 2013
Pokal Finale: Bayern am Rand der Niederlage
Der VfB Stuttgart hat beinahe das geschafft, was kaum einer für möglich gehalten hätte: Dem großen FC Bayern einen Titel abzuluchsen!
Selbst ein 3:0 Rückstand hat die Schwaben nur kurzzeitig geschockt, denn schon bald kamen die Jungs von Bruno Labbadia eindruckvoll zurück: 2 x Martin Harnik - schon stand es 3:2, und Bayern wurde richtig nervös! - Und die Stuttgarter hatten weitere Chancen, aber das Tor wollte einfach nicht fallen...
Dabei hatte der VfB, ähnlich wie Dortmund am vergangenen Samstag beim Champions League Finale, gerade am Anfang des Spiels seine Chancen: So stand es nach 30 Minuten nach Großchancen 2:1 für Stuttgart. Nur das Tor fehlte.
Bruno Labbadia hat es auf unnachahmliche Art und Weise geschafft, seine Jungs einzustellen auf dieses Spiel, auf einen fast überirdisch anmutenden Gegner, so dass man zwischendurch sogar an die Sensation glauben mochte, dass der VfB als Sieger vom Platz gehen könnte!
Man kann sich somit Fredi Bobic nur anschließen, der seine Stuttgarter in den höchsten Tönen lobte. Ja, es war eine klasse Leistung der Schwaben!
Ein letztes Wort zum Schluss: Gratulation an Bayern zum Tripple.
Selbst ein 3:0 Rückstand hat die Schwaben nur kurzzeitig geschockt, denn schon bald kamen die Jungs von Bruno Labbadia eindruckvoll zurück: 2 x Martin Harnik - schon stand es 3:2, und Bayern wurde richtig nervös! - Und die Stuttgarter hatten weitere Chancen, aber das Tor wollte einfach nicht fallen...
Dabei hatte der VfB, ähnlich wie Dortmund am vergangenen Samstag beim Champions League Finale, gerade am Anfang des Spiels seine Chancen: So stand es nach 30 Minuten nach Großchancen 2:1 für Stuttgart. Nur das Tor fehlte.
Bruno Labbadia hat es auf unnachahmliche Art und Weise geschafft, seine Jungs einzustellen auf dieses Spiel, auf einen fast überirdisch anmutenden Gegner, so dass man zwischendurch sogar an die Sensation glauben mochte, dass der VfB als Sieger vom Platz gehen könnte!
Man kann sich somit Fredi Bobic nur anschließen, der seine Stuttgarter in den höchsten Tönen lobte. Ja, es war eine klasse Leistung der Schwaben!
Ein letztes Wort zum Schluss: Gratulation an Bayern zum Tripple.
Donnerstag, 2. Mai 2013
Das Ende einer Ära - FC Bayern düpiert Barca
Der FC Bayern München hat am gestrigen Abend im berühmt-brüchtigten Camp Nuo Stadion von Barcelona da weitergemacht, wo sie vor Wochenfrist in München aufgehört haben: Stark aufgetrumpft, wie schon die ganze Saison über, und dem - man kann heute sagen ehemals - großen FC Barcelona mehr als nur den Schneid abgekauft und mit 3:0 im fremden Stadion gewonnen!
Barca's Mittelfeldregisseur Xavi wollte zwar nichts von dem untergehenden Barca-Stern wissen und verwies auf die über Jahre währende Leistung auf hohem Niveau, aber kann man davon tatsächlich noch sprechen? - Es darf angezweifelt werden. Und dass der Star der Mannschaft, Lionel Messi, das ganze Spiel über auf der Bank saß und ob seiner Oberschenkelverletzung, die ihn auch schon im Hinspiel hemmte, nicht zum Einsatz kam, darf als Entschuldigung für das erschreckend schwache Auftreten der Katalanen nicht gelten. Es standen mit Iniesta, Xavi, Villa, Fabregas - um nur einige Spieler zu nennen - amtierende Welt- und Europameister auf dem Platz, aber von dem spanischen Glanz, dem berühmten Ticki-Tacka-Fussball, war nichts, aber auch rein gar nichts zu sehen bei Barca! Es war Enttäuschung pur!
Das genaue Gegenteil auf der anderen Seite: Der FC Bayern spielte wieder einmal beeindruckend, kombinationssicher, schnell und erfolgreich! Die Rollen schienen vertauscht, denn wie anders kann man diese 7:0-Klatsche für den FC Barcelona bezeichnen?!
So fiel auch das 1:0 durch Arjien Robben in der 48. Minute alles andere als überraschend. Piqué mit seinem Eigentor in der 72. Minute und Thomas Müller in der 77. besiegelten den triumphalen Einzug der zweiten deutschen Mannschaft in das Champions League Finale am 25. Mai im Londoner Wembley Stadion.
Dort heißt es dann BVB gegen Bayern: Manche mögen denken, dass es eine klare Sache werden wird für Bayern, zu dominant war das Auftreten der Münchener während der gesamten Saison, aber der BVB ist defintiv nicht abzuschreiben! Was haben die Dortmunder doch gerade in der Champions League für einen begeisternden Fußball gespielt! Da ist auch ein Sieg gegen die übermächtig erscheinenden Bayern durchaus im Rahmen der Möglichkeiten, aber warten wir es ab, was der Abend in Wembley bringen wird. Eines steht allerdings schon jetzt fest: Es wird ein deutsches Fußballfest!
Barca's Mittelfeldregisseur Xavi wollte zwar nichts von dem untergehenden Barca-Stern wissen und verwies auf die über Jahre währende Leistung auf hohem Niveau, aber kann man davon tatsächlich noch sprechen? - Es darf angezweifelt werden. Und dass der Star der Mannschaft, Lionel Messi, das ganze Spiel über auf der Bank saß und ob seiner Oberschenkelverletzung, die ihn auch schon im Hinspiel hemmte, nicht zum Einsatz kam, darf als Entschuldigung für das erschreckend schwache Auftreten der Katalanen nicht gelten. Es standen mit Iniesta, Xavi, Villa, Fabregas - um nur einige Spieler zu nennen - amtierende Welt- und Europameister auf dem Platz, aber von dem spanischen Glanz, dem berühmten Ticki-Tacka-Fussball, war nichts, aber auch rein gar nichts zu sehen bei Barca! Es war Enttäuschung pur!
Das genaue Gegenteil auf der anderen Seite: Der FC Bayern spielte wieder einmal beeindruckend, kombinationssicher, schnell und erfolgreich! Die Rollen schienen vertauscht, denn wie anders kann man diese 7:0-Klatsche für den FC Barcelona bezeichnen?!
So fiel auch das 1:0 durch Arjien Robben in der 48. Minute alles andere als überraschend. Piqué mit seinem Eigentor in der 72. Minute und Thomas Müller in der 77. besiegelten den triumphalen Einzug der zweiten deutschen Mannschaft in das Champions League Finale am 25. Mai im Londoner Wembley Stadion.
Dort heißt es dann BVB gegen Bayern: Manche mögen denken, dass es eine klare Sache werden wird für Bayern, zu dominant war das Auftreten der Münchener während der gesamten Saison, aber der BVB ist defintiv nicht abzuschreiben! Was haben die Dortmunder doch gerade in der Champions League für einen begeisternden Fußball gespielt! Da ist auch ein Sieg gegen die übermächtig erscheinenden Bayern durchaus im Rahmen der Möglichkeiten, aber warten wir es ab, was der Abend in Wembley bringen wird. Eines steht allerdings schon jetzt fest: Es wird ein deutsches Fußballfest!
Mittwoch, 1. Mai 2013
Dortmund im Finale!
Teil 1 ist geschafft: Der BVB hat den Einzug ins Champions-League Finale heute abend im Stadion San Bernabeu perfekt gemacht und den Traum vom ersten deutsch-deutschen Finale in der Königsklasse am Leben erhalten!
Nun muss nur noch der FC Bayern morgen abend gegen den FC Barcelona nachziehen, und es wird den deutschen Fussballabend am 25. Mai im Londoener Wembley Station geben!
Aber es war ein hartes Stück Arbeit, das auch fast den letzen Nerv der BVB-Fans kostete...
Schon die ersten 15 Minuten waren unglaublich: Real stürmte und rannte auf das Tor von Roman Weidenfeller zu, so dass man selbst am Fernsehschirm kaum nachkam. Aber das Tor fiel nicht, Gott sei Dank! Denn wie dieses Spiel ausgegangen wäre, wenn Real Madrid schon in den Anfangsminuten in Führung gegangen wäre, mag man sich nicht ausmalen.
Zwar hatte auch der BVB seine Chancen, vor allem in der 2. Halbzeit, aber leider schafften sie es nicht, den Ball einzunetzen. So mussten sie in der Schlussphase den ersten Rückschlag, das 1:0 durch Karim Benzema, hinnehmen und kurze Zeit später das 2. Real-Tor durch den Kaptitän Sergio Ramos. Nun folgten endlose Minuten - Real stürmte, der BVB verteidigte mit Mann und Maus: Und es reichte!!! Der alles erlösende Schlusspfiff kam in der 6. Minute der Nachspilezeit und der Traum in schwarz-gelb lebt weiter! Wie weit? - Träumen darf erlaubt sein, dass der Triumph von 1997 Wiederholung findet....
Nun muss nur noch der FC Bayern morgen abend gegen den FC Barcelona nachziehen, und es wird den deutschen Fussballabend am 25. Mai im Londoener Wembley Station geben!
Aber es war ein hartes Stück Arbeit, das auch fast den letzen Nerv der BVB-Fans kostete...
Schon die ersten 15 Minuten waren unglaublich: Real stürmte und rannte auf das Tor von Roman Weidenfeller zu, so dass man selbst am Fernsehschirm kaum nachkam. Aber das Tor fiel nicht, Gott sei Dank! Denn wie dieses Spiel ausgegangen wäre, wenn Real Madrid schon in den Anfangsminuten in Führung gegangen wäre, mag man sich nicht ausmalen.
Zwar hatte auch der BVB seine Chancen, vor allem in der 2. Halbzeit, aber leider schafften sie es nicht, den Ball einzunetzen. So mussten sie in der Schlussphase den ersten Rückschlag, das 1:0 durch Karim Benzema, hinnehmen und kurze Zeit später das 2. Real-Tor durch den Kaptitän Sergio Ramos. Nun folgten endlose Minuten - Real stürmte, der BVB verteidigte mit Mann und Maus: Und es reichte!!! Der alles erlösende Schlusspfiff kam in der 6. Minute der Nachspilezeit und der Traum in schwarz-gelb lebt weiter! Wie weit? - Träumen darf erlaubt sein, dass der Triumph von 1997 Wiederholung findet....
Sonntag, 17. Februar 2013
Neureuther erfüllt alle Erwartungen
Felix Neureuther macht zum Abschluss der alpinen Ski-WM in Schladming seinem Namen alle Ehre: Er gehört heute wohl zu den glücklichsten Menschen. Er, der Sohn von Gold-Rosi und dem ehemaligen Slalom-Ass Christian Neureuther, hat nun auch endlich WM-Edelmetall in seiner Paradedisziplin, dem Sloam, errungen!
War der Druck bei der Heim-WM vor zwei Jahren in Garmisch-Partenkirchen noch zu groß, erfüllte er heute alle Erwartungen!
Silber für den Partenkichener hinter dem derzeit überragenden Marcel Hirscher ist gleichzusetzen mit dem Optimum, das er erreichen konnte. Denn Gold war im Grunde vorprogrammiert für den Österreicher, der sich nur selber hätte schlagen zu können. Aber nach Silber im Riesenslalom holte Hirscher die Medaille, die im Vorfeld der WM ganz Österreich von ihm erwartetete: WM-Gold im Slalom, und damit den einzigen WM-Titel für das Gastgeberland.
So ist dem aus dem Salzburger Land stammenden Hirscher dieser Titel auch zu gönnen: Er war eindeutig der beste Slalomheld. Aber nur 42 Hundertstelskunden hinter dem Dominator kam Neureuther auf dem zweiten Rang ein und holte damit das erste Mal Einzel-Edelmetall bei einem Großereignis. Er, der im besten Slalomalter von 28 Jahren in dieser Saison so konstant und erfolgreich fuhr, wie noch nie, hatte im Finale Nerven wie Drahtseile und verteidigte seinen zweiten Rang nach dem 1. Durchgang erfolgreich vor dem 2. Österreicher auf dem Podium, Mario Matt, seines Zeichens Slalom-Weltmeister der Jahre 2001 und 2007:
Da durften im Ziel ein paar Freudentränen fließen. Glückwunsch zur vierten Medaille für den DSV bei dieser WM.
Im Schatten Neureuthers fuhr Fritz Dopfer auf den 7. Rang. - Kein schlechtes Ergebnis für den 25jährigen, aber nach seinem für ihn enttäuschenden Abschneiden im Riesenslalom hatte er auf etwas Besseres gehofft. Aber der Fritz sollte nicht verzagen: Seine Zeiten werden auch bei WM und Olympia noch kommen. Vielleicht schon im kommenden Jahr in Sotschi?!
War der Druck bei der Heim-WM vor zwei Jahren in Garmisch-Partenkirchen noch zu groß, erfüllte er heute alle Erwartungen!
Silber für den Partenkichener hinter dem derzeit überragenden Marcel Hirscher ist gleichzusetzen mit dem Optimum, das er erreichen konnte. Denn Gold war im Grunde vorprogrammiert für den Österreicher, der sich nur selber hätte schlagen zu können. Aber nach Silber im Riesenslalom holte Hirscher die Medaille, die im Vorfeld der WM ganz Österreich von ihm erwartetete: WM-Gold im Slalom, und damit den einzigen WM-Titel für das Gastgeberland.
So ist dem aus dem Salzburger Land stammenden Hirscher dieser Titel auch zu gönnen: Er war eindeutig der beste Slalomheld. Aber nur 42 Hundertstelskunden hinter dem Dominator kam Neureuther auf dem zweiten Rang ein und holte damit das erste Mal Einzel-Edelmetall bei einem Großereignis. Er, der im besten Slalomalter von 28 Jahren in dieser Saison so konstant und erfolgreich fuhr, wie noch nie, hatte im Finale Nerven wie Drahtseile und verteidigte seinen zweiten Rang nach dem 1. Durchgang erfolgreich vor dem 2. Österreicher auf dem Podium, Mario Matt, seines Zeichens Slalom-Weltmeister der Jahre 2001 und 2007:
Da durften im Ziel ein paar Freudentränen fließen. Glückwunsch zur vierten Medaille für den DSV bei dieser WM.
Im Schatten Neureuthers fuhr Fritz Dopfer auf den 7. Rang. - Kein schlechtes Ergebnis für den 25jährigen, aber nach seinem für ihn enttäuschenden Abschneiden im Riesenslalom hatte er auf etwas Besseres gehofft. Aber der Fritz sollte nicht verzagen: Seine Zeiten werden auch bei WM und Olympia noch kommen. Vielleicht schon im kommenden Jahr in Sotschi?!
Sonntag, 27. Januar 2013
Spanien Weltmeister, Dänen gehen unter
Es war das wohl schlechteste und einseitigste Handball-WM-Finale, das es jemals gab. Wurden im Vorfeld dieses Finals die Dänen noch, zu diesem Zeitpunkt zu Recht, hochgejubelt für ihren überzeugenden und erfolgreichen Handball, fand diese Mannschaft im Finale einfach nicht statt.
Man konnte nicht mehr machen, als sich ungläubig die Augen reiben: Was war das für ein Spiel?! Gab es überhaupt eine dänische Abwehr?! - Nein, sie fand einfach nicht statt, und auch im Angriff ging alles daneben. Schien es in der 1. Halbzeit bereits eine klare Sache für die Spanier zu werden, nach der die Spanier mit 18:10 und somit "nur" mit einer 8-Tore-Führung in die Pause gingen, wurde das Spiel in der 2. Halbzeit aus dänischer Sicht ein Debakel! Wie bitte ist es möglich, dass die als weltbeste Mannschaft bezeichneten Dänen derart untergehen und keinen einzigen Fuß an den Grund bringen?! Wie bitte kann man ein WM-Finale mit 35:18 abschenken?! Man fasst es nicht!
Zugegebenermaßen haben die Spanier im Finale ihren besten Handball gezeigt. Der Rückraum, der bislang im Turnierverlauf keine überzeugende Leistung geboten hatte, warf plötzlich Tor um Tor. Die Iberer legten zudem eine sehr große Sicherheit an den Tag und versenkten Tor um Tor im dänischen Netz. Aber ist diese Leistung weltmeisterwürdig? Irgendwie, zumindest als Nicht-Spanier, kann man diese Frage nicht eindeutig bejahen. Die spanische Mannschaft hat im Turnierverlauf nicht die Leistung gezeigt, die einen Weltmeister auszeichnen sollte. Gut, sie haben eine hervorragende Abwehr aufgestellt, und im Angriff schnörkellos ihre Tore versenkt, aber einen schönen Handball haben sie nicht geboten. Da wünscht sich der Handballfan doch mehr.
Dennoch muss man Spanien gratulieren. Sie sind im eigenen Land zum zweiten Mal nach 2005 Weltmeister geworden. Und da sie Dänemark im Finale dermaßen vorgeführt haben, haben sie diesen Titel wohl auch verdient.
Aber lassen wir unsere Gedanken mal ein wenig schweifen: War es nicht die deutsche Mannschaft, die den neuen Weltmeister fast am Rande einer Niederlage hatten?! War es nicht das deutsche Team, das vor allem in der 1. Halbzeit domiert hatte und an eine Wiederholung des Wintermärchens von 2007 glauben ließ?! - Ja, so war es tatsächlich. Daher kann man jetzt im Nachhinein der deutschen Mannschaft ein noch viel größeres Lob aussprechen: Sie haben gezeigt, dass sie in der Weltspitze quasi wieder angekommen sind. Das kann man an einem Tag, wie diesem, der eigentlich ein Handball-Fest versprochen hatte, denn nichts anderes darf ein WM-Finale sein, dann doch noch ein wenig trösten.
Aber was die Dänen heute trösten kann, muss wohl noch erfunden werden. Man kann dieser Mannschaft, die eigentlich ein so großes Potentital hat, mit ihren Einzelspielern wie z.B. Top-WM-Scorer Anders Eggert, dem im Finale lediglich 2 Siebenmeter gelangen, und dem Welthandballer des Jahres 2011, Mikel Hansen, der definitiv im Verlauf dieses Turniers nicht einmal seine Leistung richtig abrufen konnte, der aber völlig unverständlich zum MVP gewählt wurde, und die als Mannschaft Handball zelebrieren kann, nur wünschen, dass sie diesen Schock bald überwindet, um dann mit frischem Kopf im nächsten Jahr in ihre Heim-EM gehen kann.
Man konnte nicht mehr machen, als sich ungläubig die Augen reiben: Was war das für ein Spiel?! Gab es überhaupt eine dänische Abwehr?! - Nein, sie fand einfach nicht statt, und auch im Angriff ging alles daneben. Schien es in der 1. Halbzeit bereits eine klare Sache für die Spanier zu werden, nach der die Spanier mit 18:10 und somit "nur" mit einer 8-Tore-Führung in die Pause gingen, wurde das Spiel in der 2. Halbzeit aus dänischer Sicht ein Debakel! Wie bitte ist es möglich, dass die als weltbeste Mannschaft bezeichneten Dänen derart untergehen und keinen einzigen Fuß an den Grund bringen?! Wie bitte kann man ein WM-Finale mit 35:18 abschenken?! Man fasst es nicht!
Zugegebenermaßen haben die Spanier im Finale ihren besten Handball gezeigt. Der Rückraum, der bislang im Turnierverlauf keine überzeugende Leistung geboten hatte, warf plötzlich Tor um Tor. Die Iberer legten zudem eine sehr große Sicherheit an den Tag und versenkten Tor um Tor im dänischen Netz. Aber ist diese Leistung weltmeisterwürdig? Irgendwie, zumindest als Nicht-Spanier, kann man diese Frage nicht eindeutig bejahen. Die spanische Mannschaft hat im Turnierverlauf nicht die Leistung gezeigt, die einen Weltmeister auszeichnen sollte. Gut, sie haben eine hervorragende Abwehr aufgestellt, und im Angriff schnörkellos ihre Tore versenkt, aber einen schönen Handball haben sie nicht geboten. Da wünscht sich der Handballfan doch mehr.
Dennoch muss man Spanien gratulieren. Sie sind im eigenen Land zum zweiten Mal nach 2005 Weltmeister geworden. Und da sie Dänemark im Finale dermaßen vorgeführt haben, haben sie diesen Titel wohl auch verdient.
Aber lassen wir unsere Gedanken mal ein wenig schweifen: War es nicht die deutsche Mannschaft, die den neuen Weltmeister fast am Rande einer Niederlage hatten?! War es nicht das deutsche Team, das vor allem in der 1. Halbzeit domiert hatte und an eine Wiederholung des Wintermärchens von 2007 glauben ließ?! - Ja, so war es tatsächlich. Daher kann man jetzt im Nachhinein der deutschen Mannschaft ein noch viel größeres Lob aussprechen: Sie haben gezeigt, dass sie in der Weltspitze quasi wieder angekommen sind. Das kann man an einem Tag, wie diesem, der eigentlich ein Handball-Fest versprochen hatte, denn nichts anderes darf ein WM-Finale sein, dann doch noch ein wenig trösten.
Aber was die Dänen heute trösten kann, muss wohl noch erfunden werden. Man kann dieser Mannschaft, die eigentlich ein so großes Potentital hat, mit ihren Einzelspielern wie z.B. Top-WM-Scorer Anders Eggert, dem im Finale lediglich 2 Siebenmeter gelangen, und dem Welthandballer des Jahres 2011, Mikel Hansen, der definitiv im Verlauf dieses Turniers nicht einmal seine Leistung richtig abrufen konnte, der aber völlig unverständlich zum MVP gewählt wurde, und die als Mannschaft Handball zelebrieren kann, nur wünschen, dass sie diesen Schock bald überwindet, um dann mit frischem Kopf im nächsten Jahr in ihre Heim-EM gehen kann.
Mittwoch, 23. Januar 2013
WM-Aus gegen den Gastgeber
Die deutsche Handball Nationalmannschaft muss sich leider vom WM-Turnier verabschieden, darf aber erhobenen Hauptes nach Hause fahren! Dabei hatten die deutschen Handballer den Gastgeber schon fast am Rande einer Niederlage, aber dann reichte es leider doch nicht.
Es war sozusagen eine Duplizität der Ereignisse von 2007, aber leider mit umgedrehtem Vorzeichen: Damals hatte der Gastgeber und spätere Weltmeister Deutschland Spanien im Viertelfinale in einem hochdramatischen Spiel besiegt. Diesmal war es genau umgekehrt. Dabei kam das heutige Spiel nicht ganz an die Klasse des damaligen heran, aber Spannung war dennoch angesagt.
Die erste Halbzeit gehörte noch eindeutig der deutschen Mannschaft: Wieder einmal vollster Einsatz und Siegeswille, vorne effektiv, in der Abwehr sicher, Heinevetter in Bestform, der gefürchtete Kreisläufer Aguinagalde kam kaum zum Zug, die Spanier konnten nur einen ihrer gefürchteten Tempogegenstöße einnetzen. - So stand es zur Halbzeit 14:12 für den Weltmeister von 2007!
Die zweite Hälfte musste aber leider mit doppelter Unterzahl begonnen werden, die die Spanier nutzen und ausgleichen konnten. Im weiteren Verlauf hatten die Deutschen durchaus ihre Chancen, die Spanier waren keineswegs überragend. Aber das Spiel kippte dennoch.
Ob es die beiden vergebenen 100%igen von Rechtsaußen Patrick Grötzki waren, die spielentscheidend waren, sei dahin gestellt. Klar ist, dass in der 2. Halbzeit vorne zu wenig Toren fielen, und die deutsche Abwehr den 100 kg Kollos Aguinagalde nicht mehr im Griff hatte. Auch hatten die Mannen von Martin Heuberger mit zahlreichen Unterzahlsituationen zu kämpfen, die von dem kroatischen Schiedsrichterpaar verhängt wurden. Diese beiden boten alles in allem eine guten Leistung, lediglich in der zweiten Hälfte der 2. Halbzeit kam der Eindruck auf, dass sie hin und wieder durch die spanische Brille blickten.
Das Spiel ging letztendlich mit 24:28 verloren. Eine Niederlage, die den Zahlen nach deutlicher erscheint, als sie tatsächlich war.
Fest steht, dass die deutsche Handballnationalmannschaft wieder eine klasse Leistung erbracht hat, sie haben im Kollektiv gekämpft, in vielen Phasen den Gegner ausgetrickst und ihn an den Rand einer Niederlage gebracht.
Das es zum Schluss nicht gereicht hat, ist unendlich schade, aber die Spanier waren heute auch einfach eine Spur cleverer. Aber diese Cleverness wird die deutsche Mannschaft, der niemand diese Turnierleistung zugetraut hat, sicherlich auch noch erlernen. Und dann sieht es das nächste Mal schon anders aus.
Klar ist, dass die deutsche Mannschaft erhobenen Hauptes nach Hause fahren kann! Sie haben ein klasse Turnier gespielt, durch die Reihen überzeugt, und den Handballfans in der Heimat ein paar wunderschöne Handball-Tage geschenkt! Danke dafür.
Es war sozusagen eine Duplizität der Ereignisse von 2007, aber leider mit umgedrehtem Vorzeichen: Damals hatte der Gastgeber und spätere Weltmeister Deutschland Spanien im Viertelfinale in einem hochdramatischen Spiel besiegt. Diesmal war es genau umgekehrt. Dabei kam das heutige Spiel nicht ganz an die Klasse des damaligen heran, aber Spannung war dennoch angesagt.
Die erste Halbzeit gehörte noch eindeutig der deutschen Mannschaft: Wieder einmal vollster Einsatz und Siegeswille, vorne effektiv, in der Abwehr sicher, Heinevetter in Bestform, der gefürchtete Kreisläufer Aguinagalde kam kaum zum Zug, die Spanier konnten nur einen ihrer gefürchteten Tempogegenstöße einnetzen. - So stand es zur Halbzeit 14:12 für den Weltmeister von 2007!
Die zweite Hälfte musste aber leider mit doppelter Unterzahl begonnen werden, die die Spanier nutzen und ausgleichen konnten. Im weiteren Verlauf hatten die Deutschen durchaus ihre Chancen, die Spanier waren keineswegs überragend. Aber das Spiel kippte dennoch.
Ob es die beiden vergebenen 100%igen von Rechtsaußen Patrick Grötzki waren, die spielentscheidend waren, sei dahin gestellt. Klar ist, dass in der 2. Halbzeit vorne zu wenig Toren fielen, und die deutsche Abwehr den 100 kg Kollos Aguinagalde nicht mehr im Griff hatte. Auch hatten die Mannen von Martin Heuberger mit zahlreichen Unterzahlsituationen zu kämpfen, die von dem kroatischen Schiedsrichterpaar verhängt wurden. Diese beiden boten alles in allem eine guten Leistung, lediglich in der zweiten Hälfte der 2. Halbzeit kam der Eindruck auf, dass sie hin und wieder durch die spanische Brille blickten.
Das Spiel ging letztendlich mit 24:28 verloren. Eine Niederlage, die den Zahlen nach deutlicher erscheint, als sie tatsächlich war.
Fest steht, dass die deutsche Handballnationalmannschaft wieder eine klasse Leistung erbracht hat, sie haben im Kollektiv gekämpft, in vielen Phasen den Gegner ausgetrickst und ihn an den Rand einer Niederlage gebracht.
Das es zum Schluss nicht gereicht hat, ist unendlich schade, aber die Spanier waren heute auch einfach eine Spur cleverer. Aber diese Cleverness wird die deutsche Mannschaft, der niemand diese Turnierleistung zugetraut hat, sicherlich auch noch erlernen. Und dann sieht es das nächste Mal schon anders aus.
Klar ist, dass die deutsche Mannschaft erhobenen Hauptes nach Hause fahren kann! Sie haben ein klasse Turnier gespielt, durch die Reihen überzeugt, und den Handballfans in der Heimat ein paar wunderschöne Handball-Tage geschenkt! Danke dafür.
Sonntag, 20. Januar 2013
Deutschland im Viertelfinale
Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat bei den Weltmeisterschaften in Spanien über ein 28:23 gegen Mazedonien das Viertefinale erreicht! Es war eine überzeugende Leistung, die an den grandiosen Sieg gegen Frankreich angeknüpft hatte.
Von Beginn an lag die deutsche Mannschaft in Führung, zeitweise sogar mit 8 Toren. Die Abwehr bot wieder einmal eine mehr als überzeugende Leistung, und auch endlich zeigte Deutschland's Nummer 1 im Tor, Silvio Heinevetter, die Paraden, die ihn auszeichnen: Zu recht wurde er zum "Man of the Match" gekührt. Im Angriff gelang vieles, hervorzuheben sind hier Stefan Kneer, der den angeschlagenen Sven-Sören Christoffersen, der einen Schlag auf Knie und Oberschenkel bekam, stark ersetzte, und der Youngster Kevin Schmidt, der zwar einen Siebenmeter verwarf, der aber Linksaußen Dominik Klein in der 2. Halbzeit kaltschnäuzig vertrat.
Leider gab es aber auch einige unglückliche Aktionen im Angriff, zu leichte Ballverluste, die Mazedonien fast wieder in's Spiel brachten. Aber es war Silvio Heinevetter, der den Anschlusstreffer verhinderte und die deutsche Mannschjaft mit seiner Parade zurück auf die Erfolgsspur brachte.
Diese Schwächen gilt es nun im Viertelfinal abzustellen. Dort geht es am Mittwoch gegen Gastgeber Spanien oder gegen Vize-Europameister Serbien. - Eine schwierige Aufgabe, aber unlösbar? Noch vor einer Woche hätte die Antwort auf diese Frage wohl "Ja" gelautet, aber nach den beiden letzten Siegen gegen Frankreich und heute gegen Mazedonien, scheint auch das Halbfinale nicht unmöglich! Drücken wir unseren Jungs die Daumen!!!
Von Beginn an lag die deutsche Mannschaft in Führung, zeitweise sogar mit 8 Toren. Die Abwehr bot wieder einmal eine mehr als überzeugende Leistung, und auch endlich zeigte Deutschland's Nummer 1 im Tor, Silvio Heinevetter, die Paraden, die ihn auszeichnen: Zu recht wurde er zum "Man of the Match" gekührt. Im Angriff gelang vieles, hervorzuheben sind hier Stefan Kneer, der den angeschlagenen Sven-Sören Christoffersen, der einen Schlag auf Knie und Oberschenkel bekam, stark ersetzte, und der Youngster Kevin Schmidt, der zwar einen Siebenmeter verwarf, der aber Linksaußen Dominik Klein in der 2. Halbzeit kaltschnäuzig vertrat.
Leider gab es aber auch einige unglückliche Aktionen im Angriff, zu leichte Ballverluste, die Mazedonien fast wieder in's Spiel brachten. Aber es war Silvio Heinevetter, der den Anschlusstreffer verhinderte und die deutsche Mannschjaft mit seiner Parade zurück auf die Erfolgsspur brachte.
Diese Schwächen gilt es nun im Viertelfinal abzustellen. Dort geht es am Mittwoch gegen Gastgeber Spanien oder gegen Vize-Europameister Serbien. - Eine schwierige Aufgabe, aber unlösbar? Noch vor einer Woche hätte die Antwort auf diese Frage wohl "Ja" gelautet, aber nach den beiden letzten Siegen gegen Frankreich und heute gegen Mazedonien, scheint auch das Halbfinale nicht unmöglich! Drücken wir unseren Jungs die Daumen!!!
Freitag, 18. Januar 2013
Deutschland ringt den Weltmeister nieder
Grandiose Leistung der deutschen Handball Nationalmannschaft: Frankreich, der amtierende Weltmeister und Olympiasieger, eigentlich das Maß aller Dinge im Welthandball, unterliegt der deutschen Mannschaft mit 30:32!!!
Da werden Erinnerungen wach an 2007!
Welch unglaubliche Leistung, die wohl kaum einer den Jungs von Martin Heuberger zugetraut hat! Im Angriff abgeklärt und abgebrüht, nur selten kam der zu frühe Abschluss; in der Abwehr wurde wieder Beton angerührt, Bälle wurden spitzfindig geklaut - Es war ein wahres Handballfest!
Schon in der 1. Halbzeit hatten die Deutschen dem französischen Torhüter, Thierry Omeyer, den Zahn gezogen: Er bekam kaum eine Hand an den Ball, es fiel Tor um Tor. So war es kein Wunder, dass er in der 2. Halbzeit sein Tor räumte, aber auch Karembeux hatte gegen die deutschen Helden meist das Nachsehen.
Zeitweilig bis auf 5 Tore zogen die deutschen Handballer weg. Und dann gab es zum Schluss doch den im Handball so oft erlebten Krimi: Deutschland führt 31:30, Heuberger nimmt Auszeit, noch 21 sec zu spielen. Da denkt man, das reicht. Aber nein! Ballverlust, und die Franzosen stürmen in die deutsche Hälfte, verlieren aber den Ball! Das war es, das 32:30 fiel noch, und ganz Handball-Deutschland jubelt!
Ist das die Wiederauferstehung der deutschen Handball Nationalmannschaft?!
Jetzt erscheint alles möglich. Als Gruppenerster dürfte ein eher schwächerer Gegner im Achtelfinale warten, aber bei der heute gezeigten Leistung, muss die deutsche Mannschaft vor keinem Team Angst haben!
Da werden Erinnerungen wach an 2007!
Welch unglaubliche Leistung, die wohl kaum einer den Jungs von Martin Heuberger zugetraut hat! Im Angriff abgeklärt und abgebrüht, nur selten kam der zu frühe Abschluss; in der Abwehr wurde wieder Beton angerührt, Bälle wurden spitzfindig geklaut - Es war ein wahres Handballfest!
Schon in der 1. Halbzeit hatten die Deutschen dem französischen Torhüter, Thierry Omeyer, den Zahn gezogen: Er bekam kaum eine Hand an den Ball, es fiel Tor um Tor. So war es kein Wunder, dass er in der 2. Halbzeit sein Tor räumte, aber auch Karembeux hatte gegen die deutschen Helden meist das Nachsehen.
Zeitweilig bis auf 5 Tore zogen die deutschen Handballer weg. Und dann gab es zum Schluss doch den im Handball so oft erlebten Krimi: Deutschland führt 31:30, Heuberger nimmt Auszeit, noch 21 sec zu spielen. Da denkt man, das reicht. Aber nein! Ballverlust, und die Franzosen stürmen in die deutsche Hälfte, verlieren aber den Ball! Das war es, das 32:30 fiel noch, und ganz Handball-Deutschland jubelt!
Ist das die Wiederauferstehung der deutschen Handball Nationalmannschaft?!
Jetzt erscheint alles möglich. Als Gruppenerster dürfte ein eher schwächerer Gegner im Achtelfinale warten, aber bei der heute gezeigten Leistung, muss die deutsche Mannschaft vor keinem Team Angst haben!
Mittwoch, 2. Januar 2013
Tournee: Zwischenbilanz
Halbzeit bei der Vierschanzentournee - diese kann man kurz und knapp wie folgt beschreiben:
Überraschende norwegische Gesamtführung, unerwartet schwächelnde Österreicher, Deutsche Adler hinter den Erwartungen und Norweger stark wie lange nicht.
Ein alter Bekannter stand sowohl in Oberstdorf als auch in Garmisch ganz oben auf dem Siegerpodest: Anders Jacobsen, der nach einem Jahr Abstinenz stark wie lange nicht springt. Vor allem seit erster Satz in Garmisch dürfte noch lange in Erinnerung bleiben: Nachdem seine Ski kurz nach dem Absprung miteinander kollidierten, pendelte er, mit den Armen rudernd, in der Luft und alle hielten den Atem an. Aber es kam zu keinem Sturz, der gelernte Klemptner bekam das Flugsystem schnell wieder in Griff und segelte noch auf Zwischenrang 9. Im 2. Durchgang sprang er dann auf die Tagesbestweite von 143.0 m und überholte sogar noch seinen ärgsten Konkurrenten, Gregor Schlierenzauer, der nach dem 1. Durchgang in Führung lag. Es war dem Tiroler anzusehen, dass ihn diese Niederlage nicht schmeckte. Sicherlich hatte er sich erhofft, den ca. 10 Punkte-Rückstand aus Oberstdorf beim Neujahrsspringen ein wenig minimieren zu können. Aber daraus wurde bekanntlich nichts. Inzwischen ist der Vorsprung des Norwegers auf 12 Punkte angewachsen. - Ein bereits deutlicher Rückstand, aber es ist nicht unmöglich, dass der stabiler springende Schlierenzauer dieses noch aufholen wird.
Allerdings scheint Jacobsen wesentlich entspannter und lockerer in seine Sprünge zu gehen. Wird letztendlich diese Lockerheit das entscheidende Zünglein an der Waage sein?!
Schlierenzauer ist Druck durchaus gewohnt, aber nicht, dass er als fast einziger seiner Zunft die rot-weiß-rote Fahne hochhalten muss. Denn der zu Beginn als Mitfavorit gehandelter Andreas Kofler, der in Oberstdorf wegen zu großem Anzug disqualifiziert wurde, und der in Oberstdorf im ersten Durchgang gescheiterte Thomas Morgenstern, sind beide nicht mehr im Rennen um den Gesamtsieg. - Ein ungewohntes Bild für die Alpenrepublik!
Aber auch die deutschen Adler sind nach starkem Beginn leistungsmäßig etwas abgefallen. Severin Freund, in Oberstdorf noch 3., kam in Garmisch über einen 15. Rang nicht hinaus und musste sowohl den Norweger Tom Hilde als auch Dimitri Vassiliev aus Russland in der Gesamtwertung an sich vorbeiziehen lassen. Die Abstände zwischen diesen dreien sind aber noch gering, so dass das Podium in Bischofshofen durchaus noch in Sichtweite ist. Und sagt man nicht der Bergisel-Schanze nach, dass sie Freund liege?!
Was ist mit den anderen Deutschen? Freitag, dem durchaus vordere Platzierungen im Vorfeld zuzutrauen gewesen sind, scheint dem eigenen Erwartungsdruck nicht standhalten zu können, er wirkt zu verkrampft - ein für ihn enttäuschender Zwischenrang 15 ist das Ergebnis.
Ganz anders Shootingstar Andreas Wellinger: er springt auch bei der Vierschanzentournee frei von der Leber weg - Ein guter 8. Rang steht im Gesamtklassement zu Buche.
Michael Neumayer folgt auf Rang 10, was ein gutes Ergebnis für den Bayern ist. Aber es wäre mehr drin gewesen, wäre im der etwas verunglückte erste Sprung in Garmisch besser geglückt.
Überraschendes zeigt Martin Schmitt, der nach zwei überzeugenden ersten Springen und Rang 12 in der Tourneegesamtwertung die Tournee zu Ende springen darf!
Mannschaftlich steht die deutsche Mannschaft damit sehr geschlossen da, auch wenn die absoluten Top-Platzierungen derzeit fehlen. Aber noch haben wir 2 Springen, da kann viel passieren!
Überraschende norwegische Gesamtführung, unerwartet schwächelnde Österreicher, Deutsche Adler hinter den Erwartungen und Norweger stark wie lange nicht.
Ein alter Bekannter stand sowohl in Oberstdorf als auch in Garmisch ganz oben auf dem Siegerpodest: Anders Jacobsen, der nach einem Jahr Abstinenz stark wie lange nicht springt. Vor allem seit erster Satz in Garmisch dürfte noch lange in Erinnerung bleiben: Nachdem seine Ski kurz nach dem Absprung miteinander kollidierten, pendelte er, mit den Armen rudernd, in der Luft und alle hielten den Atem an. Aber es kam zu keinem Sturz, der gelernte Klemptner bekam das Flugsystem schnell wieder in Griff und segelte noch auf Zwischenrang 9. Im 2. Durchgang sprang er dann auf die Tagesbestweite von 143.0 m und überholte sogar noch seinen ärgsten Konkurrenten, Gregor Schlierenzauer, der nach dem 1. Durchgang in Führung lag. Es war dem Tiroler anzusehen, dass ihn diese Niederlage nicht schmeckte. Sicherlich hatte er sich erhofft, den ca. 10 Punkte-Rückstand aus Oberstdorf beim Neujahrsspringen ein wenig minimieren zu können. Aber daraus wurde bekanntlich nichts. Inzwischen ist der Vorsprung des Norwegers auf 12 Punkte angewachsen. - Ein bereits deutlicher Rückstand, aber es ist nicht unmöglich, dass der stabiler springende Schlierenzauer dieses noch aufholen wird.
Allerdings scheint Jacobsen wesentlich entspannter und lockerer in seine Sprünge zu gehen. Wird letztendlich diese Lockerheit das entscheidende Zünglein an der Waage sein?!
Schlierenzauer ist Druck durchaus gewohnt, aber nicht, dass er als fast einziger seiner Zunft die rot-weiß-rote Fahne hochhalten muss. Denn der zu Beginn als Mitfavorit gehandelter Andreas Kofler, der in Oberstdorf wegen zu großem Anzug disqualifiziert wurde, und der in Oberstdorf im ersten Durchgang gescheiterte Thomas Morgenstern, sind beide nicht mehr im Rennen um den Gesamtsieg. - Ein ungewohntes Bild für die Alpenrepublik!
Aber auch die deutschen Adler sind nach starkem Beginn leistungsmäßig etwas abgefallen. Severin Freund, in Oberstdorf noch 3., kam in Garmisch über einen 15. Rang nicht hinaus und musste sowohl den Norweger Tom Hilde als auch Dimitri Vassiliev aus Russland in der Gesamtwertung an sich vorbeiziehen lassen. Die Abstände zwischen diesen dreien sind aber noch gering, so dass das Podium in Bischofshofen durchaus noch in Sichtweite ist. Und sagt man nicht der Bergisel-Schanze nach, dass sie Freund liege?!
Was ist mit den anderen Deutschen? Freitag, dem durchaus vordere Platzierungen im Vorfeld zuzutrauen gewesen sind, scheint dem eigenen Erwartungsdruck nicht standhalten zu können, er wirkt zu verkrampft - ein für ihn enttäuschender Zwischenrang 15 ist das Ergebnis.
Ganz anders Shootingstar Andreas Wellinger: er springt auch bei der Vierschanzentournee frei von der Leber weg - Ein guter 8. Rang steht im Gesamtklassement zu Buche.
Michael Neumayer folgt auf Rang 10, was ein gutes Ergebnis für den Bayern ist. Aber es wäre mehr drin gewesen, wäre im der etwas verunglückte erste Sprung in Garmisch besser geglückt.
Überraschendes zeigt Martin Schmitt, der nach zwei überzeugenden ersten Springen und Rang 12 in der Tourneegesamtwertung die Tournee zu Ende springen darf!
Mannschaftlich steht die deutsche Mannschaft damit sehr geschlossen da, auch wenn die absoluten Top-Platzierungen derzeit fehlen. Aber noch haben wir 2 Springen, da kann viel passieren!
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