Wahnsinn! Unglaublich! Die Sensation ist perfekt!!
Deutschland deklassiert im Finale der Handball-Europameisterschaft den zweimaligen Weltmeister Spanien mit 24:17 und hat in unglaublicher Manier den EM-Titel errungen!!
Die Bad Boys haben das geschafft, was man zu Beginn der EM nie, nie für möglich gehalten hätte: Sie sind Europameister!!!
Das, was unser Weltklasse-Torwart Andreas Wolf, von Anfang an gesagt hat, ist eingetreten! Er, der bei diesem Turnier und vor allem im Finale eine Weltklasseleistung gezeigt hat, hat immer gesagt: "Wir sind hier, um Europameister zu werden!" Erst wurde dieser Ausspruch eher müde belächelt, aber nachdem das DHB-Team von Sieg zu Sieg eilte, wagte man so langsam an diese Phrophezeiung zu glauben.
Und jetzt ist es Wahrheit geworden! Das Wunder ist geschehen!
Dieser EM-Titel ist vielleicht gleichzusetzen mit dem EM-Triumph der Dänen 1992 im Fußball, denn die deutsche Mannschaft hatte bei dieser EM in Polen vorher auch sicher keiner auf der Rechnung.
Es ist einfach unglaublich, was diese deutsche Mannschaft geleistet hat. Vor allem die Abwehr war grandios: Finn Lemke & Co. eine wahre Wand, und wenn sie einmal einen Ball durchließen, war da Andreas Wolf: Er, der zurecht in das Allstar-Team der EM gewählt wurde, hat mit einer Quote von über 50% im Finale einfach grandios gehalten!!
Vorne taten sich die Mannen von Dagur Sigurdsson zwar auch phasenweise nicht leicht gegen die Spanier, aber da die Iberer einfach kaum ins Tor trafen, war auch das egal! Zur Halbzeit hatten sie gar nur 6 Tore auf ihrem Konto, denn die DHB-Sieben ging mit einem 10:6 in die Pause!
Es ist Wahnsinn!!! Diese junge Mannschaft, der bereits eine große Zukunft vorhergesagt wurde, holt sich zu Beginn ihrer Karriere, und nicht erst auf dem Höhepunkt, wie unsere Weltmeister von 2007, gleich den ersten Titel!!! Was ist das für ein genialer Sieg!!!
Topscorer war heute ein Nachrücker: Kai Häfner hatte mit 7 Toren einen Riesen-Anteil am deutschen Triumph. Unglaublich, wie dieses Team sich immer wieder neu aufgestellt hat und sich durch die zahllosen Verletzungen nicht aus dem Konzept hat bringen lassen.
Was wurde vor Beginn des Turniers nicht alles geschrieben, dass diese deutsche Mannschaft nicht viel erreichen würde können, da zu viele Etablierte verletzt seien?! Aber es war egal!!
Diese Mannschaft hat alle Rückschläge weggesteckt, Dagur Sigurdsson hatte auf alles eine Antwort parat. Er, der isländische Taktikfuchs ließ sich nie aus der Ruhe, nie aus dem Konzept bringen, er hatte immer neue Ideen. Und ohne ihn, das ist klar, wäre dieser unglaubliche Triumph nie, nie möglich gewesen!!!
Angelique Kerber hatte es am gestrigen Tag mit ihrem ersten Grand Slam Erfolg bei den Australian Open vorgemacht, wie es gehen kann: Die deutsche Handball Nationalmannschaft hat es nachgemacht und ist zurecht Europameister geworden!!!
Glückwunsch an ein unglaubliches Team!!!
Sonntag, 31. Januar 2016
Freitag, 29. Januar 2016
Deutschland gewinnt Nervenschlacht gegen Norwegen
Deutschland steht im Finale der Handball-Europameisterschaft! - Wahnsinn!!
Mit einem 34:33 Sieg gegen Norwegen geht ein großer Traum in Erfüllung: Die deutsche Handball-Nationalmannschaft spielt um die EM-Krone!
Es war das erwartet spannende Spiel auf Augenhöhe. Es war das Spiel der beiden Überraschungsmannschaften des Turniers, ein Spiel auf Messers Schneide. Zu keinem Zeitpunkt konnte sich keine der beiden Mannschaften sicher zu fühlen, gewinnen zu können, zu oft ging die Führung hin und her.
Zu Beginn des Spiels sah das deutsche Team noch sehr souverän aus und ging mit 4 Toren in Führung. Dann jedoch wurden in der Folge im Angriff jedoch unnötige Fehler gemacht und Großchancen vergeben, so dass Norwegen in's Spiel fand und zu dem erwartet schweren Gegner wurde.
Es war vielleicht nicht das spielerisch beste Spiel der EM, aber an Spannung war es kaum zu überbieten.
Bundestrainer Dagur Sirgudsson hatte vor Spielbeginn bereits prophezeit, dass das Spiel in die Verlängerung gehen würde, und so kam es auch. Aber ehrlicherweise muss man zugeben, dass die deutsche Mannschaft diese Verlängerung nur sehr, sehr knapp erreicht hat.
Zum Ende der regulären Spielzeit lag Norwegen vorne, mal mit zwei, mal mit einem Tor. Und die deutsche Mannschaft tat sich schwer, gab aber nie auf. Die Kräfte schwanden langsam, aber der letzte Angriff fand glücklicherweise kurz vor Ende der 60 Minuten seinen Weg ins Tor, und die Verlängerung war erreicht.
Hier nun schien es, als ob dieses Tor den letzten Kick gegeben hätte, denn die Mannen von Dagur Sirgudsson drehten plötzlich den Spieß um und gingen seit längerem endlich wieder in Führung.
Dann musste noch ca. 1 Minute gespielt werden, und die deutsche Mannschaft war beim Stand von 33:33 in Ballbesitz. Nun musste ein Tor her. Und es gelang. Es gelang aber nicht irgendjemanden, nein, ausgerechnet Nachrücker Kai Häfner erzielte das finale Tor. Er, der vor Wochenfrist noch zu Hause weilte, nahm sein Herz in beide Hände, hämmerte den Ball ins Tor und brachte Deutschland ins Finale!
Tobias Reichmann wurde zwar zum "Man of the Match" gewählt, was er mit einer Quote von 100% vom Siebenmeterpunkt und wichtigen Toren von Rechtsaußen auch verdiente, aber die Nachrücker Kai Häfner und Julius Kühn sollten gleich nach dem Polen-Legionär genannt werden!
Beide hatten mit ihren Toren einen sehr großen Anteil am deutschen Sieg, zudem schien es, dass ihre Luft, ihre Power das gewisse Etwas ausmachte und letztendlich den Sieg brachte.
Wahnsinn, was so ein unglücklicher Ausfall von Steffen Weinhold und Christian Dissinger für positive Effekte bringen kann!
Nun geht es am Sonntag weiter, entweder gegen Spanien oder Kroatien.
Egal, welche Mannschaft den Deutschen ins Finale folgen wird, sie wird die Favoritenrolle einnehmen. Und das sollte ein Vorteil für die deutsche Mannschaft sein, denn in der Rolle des Underdogs haben sie ihre besten Spiele bei dieser EM gemacht!
Hoffen wir darauf!
Mit einem 34:33 Sieg gegen Norwegen geht ein großer Traum in Erfüllung: Die deutsche Handball-Nationalmannschaft spielt um die EM-Krone!
Es war das erwartet spannende Spiel auf Augenhöhe. Es war das Spiel der beiden Überraschungsmannschaften des Turniers, ein Spiel auf Messers Schneide. Zu keinem Zeitpunkt konnte sich keine der beiden Mannschaften sicher zu fühlen, gewinnen zu können, zu oft ging die Führung hin und her.
Zu Beginn des Spiels sah das deutsche Team noch sehr souverän aus und ging mit 4 Toren in Führung. Dann jedoch wurden in der Folge im Angriff jedoch unnötige Fehler gemacht und Großchancen vergeben, so dass Norwegen in's Spiel fand und zu dem erwartet schweren Gegner wurde.
Es war vielleicht nicht das spielerisch beste Spiel der EM, aber an Spannung war es kaum zu überbieten.
Bundestrainer Dagur Sirgudsson hatte vor Spielbeginn bereits prophezeit, dass das Spiel in die Verlängerung gehen würde, und so kam es auch. Aber ehrlicherweise muss man zugeben, dass die deutsche Mannschaft diese Verlängerung nur sehr, sehr knapp erreicht hat.
Zum Ende der regulären Spielzeit lag Norwegen vorne, mal mit zwei, mal mit einem Tor. Und die deutsche Mannschaft tat sich schwer, gab aber nie auf. Die Kräfte schwanden langsam, aber der letzte Angriff fand glücklicherweise kurz vor Ende der 60 Minuten seinen Weg ins Tor, und die Verlängerung war erreicht.
Hier nun schien es, als ob dieses Tor den letzten Kick gegeben hätte, denn die Mannen von Dagur Sirgudsson drehten plötzlich den Spieß um und gingen seit längerem endlich wieder in Führung.
Dann musste noch ca. 1 Minute gespielt werden, und die deutsche Mannschaft war beim Stand von 33:33 in Ballbesitz. Nun musste ein Tor her. Und es gelang. Es gelang aber nicht irgendjemanden, nein, ausgerechnet Nachrücker Kai Häfner erzielte das finale Tor. Er, der vor Wochenfrist noch zu Hause weilte, nahm sein Herz in beide Hände, hämmerte den Ball ins Tor und brachte Deutschland ins Finale!
Tobias Reichmann wurde zwar zum "Man of the Match" gewählt, was er mit einer Quote von 100% vom Siebenmeterpunkt und wichtigen Toren von Rechtsaußen auch verdiente, aber die Nachrücker Kai Häfner und Julius Kühn sollten gleich nach dem Polen-Legionär genannt werden!
Beide hatten mit ihren Toren einen sehr großen Anteil am deutschen Sieg, zudem schien es, dass ihre Luft, ihre Power das gewisse Etwas ausmachte und letztendlich den Sieg brachte.
Wahnsinn, was so ein unglücklicher Ausfall von Steffen Weinhold und Christian Dissinger für positive Effekte bringen kann!
Nun geht es am Sonntag weiter, entweder gegen Spanien oder Kroatien.
Egal, welche Mannschaft den Deutschen ins Finale folgen wird, sie wird die Favoritenrolle einnehmen. Und das sollte ein Vorteil für die deutsche Mannschaft sein, denn in der Rolle des Underdogs haben sie ihre besten Spiele bei dieser EM gemacht!
Hoffen wir darauf!
Mittwoch, 27. Januar 2016
Wahnsinn: Deutschland im Halbfinale!!
Das Unglaubliche ist eingetreten: Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat im finalen Spiel der Hauptgruppe I gegen den Topfavoriten aus Dänemark mit 25:23 gewonnen!!
Es ist unglaublich! Ein Wahnsinns-Spiel! Die selbsternannten Bad Boys haben sich zu keinem Zeitpunkt aus der Ruhe bringen lassen, auch nicht durch einen mehrmaligen 2-Tore-Rückstand! Sie haben einfach ihr variantenreiches Spiel auf die Platte gebracht und ganz Handball-Deutschland in einem Freudentaumel versinken lassen!!
Was wurde im Vorfeld über dieses Spiel alles geschrieben?! Dänemark der klare Favorit, Deutschland der klare Außenseiter, nicht zuletzt durch die Ausfälle von Kapitän Weinhold und Dissinger nach dem Russlandspiel. Zwei neue Spieler mit Kühn und Häfner mussten her. Was war ihnen zuzutrauen? War es zu schaffen, sie so kurzfristig in das deutsche Spiel zu integrieren?! - Ja, es war möglich! Beide kamen gut in's Spiel und machten ihre Tore!
Und hier liegt die ganz große Stärke des deutschen Teams: Sie agieren in einer unglaublichen Breite, sowohl im Angriff als auch in der Abwehr, spielen variabel und packten heute ganz neue Varianten aus: Das ist schwer für einen Gegner auszurechnen, auch wenn er Dänemark heißt.
Und so trat das ein, was man im Vorfeld des Spieles ein wenig gehofft hatte: Die Deutschen kämpften und ackerten in der Abwehr und zwangen so die Dänen um den großen Mikkel Hansen zu Fehlern. Vorne hatten sie eine unglaubliche Durchschlagskraft, wobei vor allem Steffen Fäth hervorgehoben werden sollte, wenn das aus diesem Kollektiv überhaupt möglich ist: Sie machten ihre Tore!!
Ja, es gab auch Phasen mit technischen Fehlern und unnötigen Ballverlusten, aber die Mannen von Dagur Sirgudsson ließen sich davon nicht verunsichern, sondern ließen zu keiner Zeit das Gefühl aufkommen, dass sie nicht an sich glauben würden, dass sie nicht das Allerletzte geben würden, um das Unglaubliche wahr zu machen: Den Halbfinaleinzug bei der EM!
Nun geht es nach einem Tag Pause in Krakau weiter.
Wer der Gegner sein wird, steht noch nicht fest, aber spätestens nach diesem Sieg sollte klar sein: Diese Mannschaft kann jeden schlagen! Gleichzeitig steht sie aber unter keinerlei Druck, da sie schon viel viel mehr erreicht hat, als man im Vorfeld der EM erhoffen durfte!
Aber dennoch dürfen wir vom Titel träumen... - Das darf erlaubt sein.
Es ist unglaublich! Ein Wahnsinns-Spiel! Die selbsternannten Bad Boys haben sich zu keinem Zeitpunkt aus der Ruhe bringen lassen, auch nicht durch einen mehrmaligen 2-Tore-Rückstand! Sie haben einfach ihr variantenreiches Spiel auf die Platte gebracht und ganz Handball-Deutschland in einem Freudentaumel versinken lassen!!
Was wurde im Vorfeld über dieses Spiel alles geschrieben?! Dänemark der klare Favorit, Deutschland der klare Außenseiter, nicht zuletzt durch die Ausfälle von Kapitän Weinhold und Dissinger nach dem Russlandspiel. Zwei neue Spieler mit Kühn und Häfner mussten her. Was war ihnen zuzutrauen? War es zu schaffen, sie so kurzfristig in das deutsche Spiel zu integrieren?! - Ja, es war möglich! Beide kamen gut in's Spiel und machten ihre Tore!
Und hier liegt die ganz große Stärke des deutschen Teams: Sie agieren in einer unglaublichen Breite, sowohl im Angriff als auch in der Abwehr, spielen variabel und packten heute ganz neue Varianten aus: Das ist schwer für einen Gegner auszurechnen, auch wenn er Dänemark heißt.
Und so trat das ein, was man im Vorfeld des Spieles ein wenig gehofft hatte: Die Deutschen kämpften und ackerten in der Abwehr und zwangen so die Dänen um den großen Mikkel Hansen zu Fehlern. Vorne hatten sie eine unglaubliche Durchschlagskraft, wobei vor allem Steffen Fäth hervorgehoben werden sollte, wenn das aus diesem Kollektiv überhaupt möglich ist: Sie machten ihre Tore!!
Ja, es gab auch Phasen mit technischen Fehlern und unnötigen Ballverlusten, aber die Mannen von Dagur Sirgudsson ließen sich davon nicht verunsichern, sondern ließen zu keiner Zeit das Gefühl aufkommen, dass sie nicht an sich glauben würden, dass sie nicht das Allerletzte geben würden, um das Unglaubliche wahr zu machen: Den Halbfinaleinzug bei der EM!
Nun geht es nach einem Tag Pause in Krakau weiter.
Wer der Gegner sein wird, steht noch nicht fest, aber spätestens nach diesem Sieg sollte klar sein: Diese Mannschaft kann jeden schlagen! Gleichzeitig steht sie aber unter keinerlei Druck, da sie schon viel viel mehr erreicht hat, als man im Vorfeld der EM erhoffen durfte!
Aber dennoch dürfen wir vom Titel träumen... - Das darf erlaubt sein.
Dienstag, 19. Januar 2016
Handball-Krimi in Polen
Die deutsche Handball Nationalmannschaft hat ihren ersten Gruppensieg bei der Handball EM eingefahren und Schweden in einem wahren Handball-Krimi mit 27:26 niedergerungen.
Es stand viel auf dem Spiel vor dieser Partie, denn mit einer Niederlage hätte das DHB-Team seine Hoffnungen auf den Einzug in die Hauptrunde bereits früh begraben müssen. Auch sah es in der ersten Halbzeit nicht danach aus, als ob die Mannen von Bundestrainer Dagur Sirgudsson gegen den skandinavischen Nachbarn bestehen könnten.
Mit einem 4-Tore-Rückstand ging es in die Pause. Die Hoffnungen schwanden schon ein wenig...
Aber dann drehte die deutsche Mannschaft auf: Mit veränderter Abwehr zogen sie den Schweden Zahn um Zahn, Andreas Wolff im Tor war bärenstark und hielt unglaubliche Würfe, und auch vorne klappte es plötzlich: Der Rückraum um Steffen Weinhold traf immer besser, zudem wurden deutlich weniger Fehler gemacht.
Die Quittung kam: Die deutsche Mannschaft ging erstmals mit 21:20 in Führung und baute den Vorsprung sogar bis auf 4 Tore aus. Dann wurde es jedoch noch einmal sehr, sehr knapp, die Nerven der Fans lagen blank ..., aber die Abwehr stand, und der Sieg war gerettet!
Es stand viel auf dem Spiel vor dieser Partie, denn mit einer Niederlage hätte das DHB-Team seine Hoffnungen auf den Einzug in die Hauptrunde bereits früh begraben müssen. Auch sah es in der ersten Halbzeit nicht danach aus, als ob die Mannen von Bundestrainer Dagur Sirgudsson gegen den skandinavischen Nachbarn bestehen könnten.
Mit einem 4-Tore-Rückstand ging es in die Pause. Die Hoffnungen schwanden schon ein wenig...
Aber dann drehte die deutsche Mannschaft auf: Mit veränderter Abwehr zogen sie den Schweden Zahn um Zahn, Andreas Wolff im Tor war bärenstark und hielt unglaubliche Würfe, und auch vorne klappte es plötzlich: Der Rückraum um Steffen Weinhold traf immer besser, zudem wurden deutlich weniger Fehler gemacht.
Die Quittung kam: Die deutsche Mannschaft ging erstmals mit 21:20 in Führung und baute den Vorsprung sogar bis auf 4 Tore aus. Dann wurde es jedoch noch einmal sehr, sehr knapp, die Nerven der Fans lagen blank ..., aber die Abwehr stand, und der Sieg war gerettet!
Donnerstag, 7. Januar 2016
Prevc nach unglaublicher Flugshow Sieger der Vierschanzentournee, Freund starker Zweiter
Peter Prevc darf sich als erst zweiter Slowene Gesamtsieger der Vierschanzentournee nennen. Er tritt absolut verdient die Nachfolge von Primoz Peterka an, der 1997 triumphierte.
Prevc hat dabei auch zum Abschluss in Bischofshofen eine unglaubliche Dominanz auf die Schanze gebracht, die auch ein Severin Freund in herausragender Form nicht toppen konnte.
Flog der Deutsche im 2. Durchgang auf exzellente 141.0 m, die bis dahin Tagesbestweite bedeuteten, überflügelte der Slowene Freund auch hier und segelte 1.5 m weiter hinunter. - Es war eine unglaubliche Flugshow auf der Paul-Ausserleitner-Schanze! Peter Prevc vermochte immer noch "einen drauf zu setzen", so dass man ihm nur neidlos zum Gesamtsieg gratulieren kann.
So hat Prevc auch beinahe den Grand Slam von Sven Hannawald aus dem Jahr 2002 geknackt, da er Platz 3 in Oberstdorf nur noch Siege folgen ließ. Eine klasse Serie! Auch wenn Hannis Rekord bestehen bleibt.
Aber auch der zweite im Gesamtklassement, unser Weltmeister Severin Freund, muss sich nicht verstecken: Viermal, bei jedem Einzelspringen, stand er auf dem Podest! Platz 1, 3, 2 und 2 sind eine Serie, die bei den meisten Tourneen für den Gesamtsieg gereicht hätte, aber es gab heuer aus deutscher Sicht leider einen Peter Prevc, der in diesen Tagen noch besser war als Deutschlands Vorzeigespringer.
Man muss in der Historie weit zurückschauen, um einen Gesamt-Zweiten mit ebenfalls 4 Podestplätzen zu finden: Bei der Tournee 1992/ 1993, die der Österreicher Andreas Goldberger gewann, kam Noriaki Kasai aus Japan, der bei der diesjährigen Tournee 43jährig (!) Siebter im Gesamtklassement wurde, auf einen ersten, einen zweiten und zwei dritte Plätze und kam damit auch nicht an "Goldi" vorbei.
Schaut man nur auf die Platzierungen, war Freund sogar noch besser als damals die lebende Sprunglegende Kasai, genutzt hat es ihm leider nichts: Er muss sich mit Platz 2 begnügen.
Dennoch hat Freund damit seinen Kritikern endlich bewiesen, dass er auch bei der Tournee ganz vorne mitspringen kann.
Und ganz nebenbei hat er dem DSV das beste Abschneiden seit 14 Jahren beschehrt. - Hanni hat seinen Nachfolger gefunden!
Was tat sich in Bischofshofen hinter den beiden Top-Springern?
Durch seinen 3. Platz in Bischofshofen ist der Österreicher Michael Hayböck noch an Kenneth Gangnes aus Norwegen vorbei gesprungen und hat den erfolgsverwöhnten Österreichern so zumindest einen Podestplatz in der Gesamtwertung beschert. Wäre ihm dieses nicht geglückt, wären unsere rot-weiß-roten Nachbarn wahrscheinlich ein wenig im Tal der Tränen versunken, da nicht nur ihre unglaubliche Serie von 7 Gesamtsiegen in Folge gerissen ist, sondern da sie in dem Falle auch keinen Springer auf dem Stockerl gehabt hätten. Das gab es zuletzt 2006, als Andreas Kofler als bester Österreicher gar nur 8. in der Tournee-Gesamtwertung werden konnte.
Die übrigen deutschen Adler blieben in Bischofshofen leider ein wenig hinter den Vorleistungen zurück. Richard Freitag hat zwar vor allem durch seinen 2. Sprung gezeigt, was für Potential in ihm steckt, aber mehr als Platz 11 sprang am Ende nicht heraus. Andreas Wellinger wurde 15. und sein Namensvetter Wank kam einen Rang nach ihm ein.
In der Tournee-Gesamtwertung ordneten sich die drei deutschen Springer auf den Rängen 9, 10 und 12 ein und komplettierten damit das hervorrangende Abschneiden der deutschen Mannschaft!
Prevc hat dabei auch zum Abschluss in Bischofshofen eine unglaubliche Dominanz auf die Schanze gebracht, die auch ein Severin Freund in herausragender Form nicht toppen konnte.
Flog der Deutsche im 2. Durchgang auf exzellente 141.0 m, die bis dahin Tagesbestweite bedeuteten, überflügelte der Slowene Freund auch hier und segelte 1.5 m weiter hinunter. - Es war eine unglaubliche Flugshow auf der Paul-Ausserleitner-Schanze! Peter Prevc vermochte immer noch "einen drauf zu setzen", so dass man ihm nur neidlos zum Gesamtsieg gratulieren kann.
So hat Prevc auch beinahe den Grand Slam von Sven Hannawald aus dem Jahr 2002 geknackt, da er Platz 3 in Oberstdorf nur noch Siege folgen ließ. Eine klasse Serie! Auch wenn Hannis Rekord bestehen bleibt.
Aber auch der zweite im Gesamtklassement, unser Weltmeister Severin Freund, muss sich nicht verstecken: Viermal, bei jedem Einzelspringen, stand er auf dem Podest! Platz 1, 3, 2 und 2 sind eine Serie, die bei den meisten Tourneen für den Gesamtsieg gereicht hätte, aber es gab heuer aus deutscher Sicht leider einen Peter Prevc, der in diesen Tagen noch besser war als Deutschlands Vorzeigespringer.
Man muss in der Historie weit zurückschauen, um einen Gesamt-Zweiten mit ebenfalls 4 Podestplätzen zu finden: Bei der Tournee 1992/ 1993, die der Österreicher Andreas Goldberger gewann, kam Noriaki Kasai aus Japan, der bei der diesjährigen Tournee 43jährig (!) Siebter im Gesamtklassement wurde, auf einen ersten, einen zweiten und zwei dritte Plätze und kam damit auch nicht an "Goldi" vorbei.
Schaut man nur auf die Platzierungen, war Freund sogar noch besser als damals die lebende Sprunglegende Kasai, genutzt hat es ihm leider nichts: Er muss sich mit Platz 2 begnügen.
Dennoch hat Freund damit seinen Kritikern endlich bewiesen, dass er auch bei der Tournee ganz vorne mitspringen kann.
Und ganz nebenbei hat er dem DSV das beste Abschneiden seit 14 Jahren beschehrt. - Hanni hat seinen Nachfolger gefunden!
Was tat sich in Bischofshofen hinter den beiden Top-Springern?
Durch seinen 3. Platz in Bischofshofen ist der Österreicher Michael Hayböck noch an Kenneth Gangnes aus Norwegen vorbei gesprungen und hat den erfolgsverwöhnten Österreichern so zumindest einen Podestplatz in der Gesamtwertung beschert. Wäre ihm dieses nicht geglückt, wären unsere rot-weiß-roten Nachbarn wahrscheinlich ein wenig im Tal der Tränen versunken, da nicht nur ihre unglaubliche Serie von 7 Gesamtsiegen in Folge gerissen ist, sondern da sie in dem Falle auch keinen Springer auf dem Stockerl gehabt hätten. Das gab es zuletzt 2006, als Andreas Kofler als bester Österreicher gar nur 8. in der Tournee-Gesamtwertung werden konnte.
Die übrigen deutschen Adler blieben in Bischofshofen leider ein wenig hinter den Vorleistungen zurück. Richard Freitag hat zwar vor allem durch seinen 2. Sprung gezeigt, was für Potential in ihm steckt, aber mehr als Platz 11 sprang am Ende nicht heraus. Andreas Wellinger wurde 15. und sein Namensvetter Wank kam einen Rang nach ihm ein.
In der Tournee-Gesamtwertung ordneten sich die drei deutschen Springer auf den Rängen 9, 10 und 12 ein und komplettierten damit das hervorrangende Abschneiden der deutschen Mannschaft!
Sonntag, 3. Januar 2016
Prevc siegt in Innsbruck
Peter Prevc hat mit zwei erstklassigen Sprüngen seine Vorrangstellung bei der Vierschanzentournee untermauert und geht als Sieger vom Bergisel als Topfavorit in das abschließende Springen in Bischofshofen am Dreikönigstag.
Der Slowene liegt nun 19.7 Punkte in der Gesamtwertung vor Severin Freund, und kaum einer zweifelt daran, dass sich Prevc den Gesamtsieg nicht mehr nehmen lassen wird. In Bischofshofen sind in der Vergangenheit zwar schon oft viele Punkte aufgeholt und liegengelassen worden, aber dass ein Prevc in dieser Form derart "abstürzen" wird, ist mehr als nur unwahrscheinlich.
So wird es wahrscheinlich wieder nichts mit dem ersten deutschen Gesamtsieg seit Sven Hannawalds Golden Slam 2002, aber dennoch dürfen die deutschen Adler zufrieden sein. Sogar mehr als das!
Sie treten in einer Stärke auf, wie lange nicht!
Severin Freund hat mit Platz 2 in Innsbruck seinen 3. Podestplatz beim 3. Springen errungen! - Eine Klasse-Serie, die in der Vergangenheit schon für den Tourneegesamtsieg reichte, aber in diesem Jahr ist ein Springer einfach besser: Peter Prevc.
Das gilt es neidlos anzuerkennen und sich gleichzeitig über die eigenen, ebenfalls erstklassigen Leistungen zu freuen!
Und Freund hat heute seine Stärke, vor allem die mentale, eindeutig unter Beweis gestellt: Beim heutigen Probedurchgang stürzte er nach Bestweite im Auslauf und dürfte vor dem ersten Durchgang eine gewisse Unsicherheit gespürt haben. Dass er diesen mit einer Weite von 122.5 m bei schlechten äußeren Bedingungen auf Platz 3 beendetet, verdient allergrößten Respekt!
In der Tagesschlussrechnung belegte Deutschland's Vorzeigespringer dann ebenso deutlich Rang 2, wie Peter Prevc den ersten Platz. Die Norweger Kenneth Gangnes und Johann Andre Forfang wurden auf den Plätzen 3 und 4 klar distanziert!
Auf Platz 5 ordnete sich Österreichs Geheimfavorit Michael Hayböck ein, der in der Gesamtwertung nun auf Rang vier hinter Kenneth Gangnes liegt. Diese beiden Springer dürften sich, wenn das Springen in Bischofshofen einigermaßen normal verläuft, um den dritten Podiumsplatz in der Gesamtwertung streiten.
Es scheint unwahrscheinlich, dass hier weitere Springer eingreifen können.
Erfreulich ist auch die mannschaftliche Geschlossenheit der deutschen Adler am Bergisel: Mit Andreas Wellinger als Sechstem und Andreas Wank sowie Richard Freitag auf den Rängen 9 und 10 kamen vier deutsche Springer in die Top 10. Das kann sich sehen lassen!
Es muss einem also nicht bange sein um die deutschen Skispringer: Sie bestimmen die Weltspitze eindeutig mit. Einziger Wehmutstropfen: Es ist in diesen Tagen einer besser: Peter Prevc aus Slowenien.
Der Slowene liegt nun 19.7 Punkte in der Gesamtwertung vor Severin Freund, und kaum einer zweifelt daran, dass sich Prevc den Gesamtsieg nicht mehr nehmen lassen wird. In Bischofshofen sind in der Vergangenheit zwar schon oft viele Punkte aufgeholt und liegengelassen worden, aber dass ein Prevc in dieser Form derart "abstürzen" wird, ist mehr als nur unwahrscheinlich.
So wird es wahrscheinlich wieder nichts mit dem ersten deutschen Gesamtsieg seit Sven Hannawalds Golden Slam 2002, aber dennoch dürfen die deutschen Adler zufrieden sein. Sogar mehr als das!
Sie treten in einer Stärke auf, wie lange nicht!
Severin Freund hat mit Platz 2 in Innsbruck seinen 3. Podestplatz beim 3. Springen errungen! - Eine Klasse-Serie, die in der Vergangenheit schon für den Tourneegesamtsieg reichte, aber in diesem Jahr ist ein Springer einfach besser: Peter Prevc.
Das gilt es neidlos anzuerkennen und sich gleichzeitig über die eigenen, ebenfalls erstklassigen Leistungen zu freuen!
Und Freund hat heute seine Stärke, vor allem die mentale, eindeutig unter Beweis gestellt: Beim heutigen Probedurchgang stürzte er nach Bestweite im Auslauf und dürfte vor dem ersten Durchgang eine gewisse Unsicherheit gespürt haben. Dass er diesen mit einer Weite von 122.5 m bei schlechten äußeren Bedingungen auf Platz 3 beendetet, verdient allergrößten Respekt!
In der Tagesschlussrechnung belegte Deutschland's Vorzeigespringer dann ebenso deutlich Rang 2, wie Peter Prevc den ersten Platz. Die Norweger Kenneth Gangnes und Johann Andre Forfang wurden auf den Plätzen 3 und 4 klar distanziert!
Auf Platz 5 ordnete sich Österreichs Geheimfavorit Michael Hayböck ein, der in der Gesamtwertung nun auf Rang vier hinter Kenneth Gangnes liegt. Diese beiden Springer dürften sich, wenn das Springen in Bischofshofen einigermaßen normal verläuft, um den dritten Podiumsplatz in der Gesamtwertung streiten.
Es scheint unwahrscheinlich, dass hier weitere Springer eingreifen können.
Erfreulich ist auch die mannschaftliche Geschlossenheit der deutschen Adler am Bergisel: Mit Andreas Wellinger als Sechstem und Andreas Wank sowie Richard Freitag auf den Rängen 9 und 10 kamen vier deutsche Springer in die Top 10. Das kann sich sehen lassen!
Es muss einem also nicht bange sein um die deutschen Skispringer: Sie bestimmen die Weltspitze eindeutig mit. Einziger Wehmutstropfen: Es ist in diesen Tagen einer besser: Peter Prevc aus Slowenien.
Freitag, 1. Januar 2016
Neujahrsspringen: Freund in Lauerstellung
Beim heutigen Neujahrsspringen von der Olympiaschanze in Garmisch-Partenkirchen siegte der Top-Favorit auf den Tournee-Gesamtsieg, Peter Prevc, vor Kenneth Gangnes aus Norwegen und Severin Freund.
Mit diesem dritten Platz hat sich Deutschlands Vorzeigespringer alle Chancen auf den Gesamtsieg bewahrt, was ihn - und ganz Skisprung-Deutschland - sehr erleichtern dürfte, denn die Olympiaschanze gehört wahrlich nicht zu seinen Lieblingsschanzen. Zu oft konnte er bei der Tournee spätestens hier alle Hoffnungen auf einen vorderen Rang in der Gesamtwertung begraben.
So war die Freude über den ersten Podestplatz beim Neujahrsspringen groß.
Vor allem durch seinen fast perfekt anmutenden 2. Sprung hat sich Peter Prevc auch in der Gesamtwertung an dem Weltmeister vorbei geschoben: Aus 7.3 Punkten Rückstand machte er einen Vorsprung von 8.6 Punkten.
Auch wenn der Slowene nun als Führende in die zweite Tourneehälfte geht, ist die Sache für ihn noch nicht durch. Er ist zwar in einer herausragenden Form, aber die kommenden Schanzen am Bergisel und in Bischofshofen liegen auch Freund durchaus, so dass Prevc, der mit seinem heutigen Sieg seinen insgesamt 10. Weltcupsieg feiern durfte, seinerseits weiterhin exzellente Sprünge abliefern muss, um vorne zu bleiben.
Aus deutscher Sicht ist selbstverständlich zu hoffen, dass Freund zurückkommen wird, um endlich einmal wieder für einen deutschen Gesamtsieg zu sorgen.
Wie es weitergeht, vermag man nicht vorherzusehen: Die Tournee ist spannend wie lange nicht. Prevc oder Freund - wer wird das Rennen machen?!
Denn die Experten sind sich überwiegend einig, dass diese beiden Vorzeigespringer den Gesamtsieg unter sich ausmachen werden.
Grundsätzlich würde man auch dem heutigen Dritten, dem Norweger Kenneth Gangnes, zutrauen, noch einmal eingreifen zu können. Da er aber mit 23.9 Punkten Rückstand auf Prevc einiges aufholen müsste und er auch immer noch nicht als komplett Wettkampf-stabil gilt, ist es fraglich, ob er mehr als Gesamtrang 3 erreichen kann.
Aber bei 4 noch ausstehenden Sprüngen kann noch viel passieren. Das gilt auch für Freund und Prevc.
Und vielleicht gibt es ja doch noch eine rot-weiß-rote Überraschung durch Michael Hayböck, der derzeit auf dem 3. Rang der Gesamtwertung liegt. Obwohl der Österreicher vor allem heute einiges an Punkten einbüßte, sollte man ihn noch nicht vollständig abschreiben. Denn man weiß: Vor heimischer Kulisse kann so einiges möglich sein!
Was ist mit den übrigen deutschen Springern?
Richard Freitag untermauerte mit Platz 6 seine gute Form. Mit ihm, dem Vorjahressieger von Innsbruck, sollte vor allem am Bergisel zu rechnen sein!
Andreas Wank auf Platz 11, Andreas Wellinger als 14., Newcomer David Siegel und Stephan Leyhe auf den Rängen 16 und 17 komplettierten das gute Auftreten der deutschen Mannschaft. Bundestrainer Werner Schuster dürfte zufrieden sein.
Vor allem Wellinger ist zwar deutlich mehr zuzutrauen als Gesamtrang 12, aber der 20-jährige ist immer noch dabei die alte Sicherheit wiederzugewinnen, die ihm durch seinen schlimmen Sturz im Vorjahr ein wenig abhanden gekommen ist. Geben wir dem Youngster daher einfach noch ein bisschen mehr Zeit. Er ist noch jung, und wenn er so weiter macht, sollte er in den kommenden Jahren bei der Tournee auch ein gewichtiges Wort mitsprechen können.
Mit diesem dritten Platz hat sich Deutschlands Vorzeigespringer alle Chancen auf den Gesamtsieg bewahrt, was ihn - und ganz Skisprung-Deutschland - sehr erleichtern dürfte, denn die Olympiaschanze gehört wahrlich nicht zu seinen Lieblingsschanzen. Zu oft konnte er bei der Tournee spätestens hier alle Hoffnungen auf einen vorderen Rang in der Gesamtwertung begraben.
So war die Freude über den ersten Podestplatz beim Neujahrsspringen groß.
Vor allem durch seinen fast perfekt anmutenden 2. Sprung hat sich Peter Prevc auch in der Gesamtwertung an dem Weltmeister vorbei geschoben: Aus 7.3 Punkten Rückstand machte er einen Vorsprung von 8.6 Punkten.
Auch wenn der Slowene nun als Führende in die zweite Tourneehälfte geht, ist die Sache für ihn noch nicht durch. Er ist zwar in einer herausragenden Form, aber die kommenden Schanzen am Bergisel und in Bischofshofen liegen auch Freund durchaus, so dass Prevc, der mit seinem heutigen Sieg seinen insgesamt 10. Weltcupsieg feiern durfte, seinerseits weiterhin exzellente Sprünge abliefern muss, um vorne zu bleiben.
Aus deutscher Sicht ist selbstverständlich zu hoffen, dass Freund zurückkommen wird, um endlich einmal wieder für einen deutschen Gesamtsieg zu sorgen.
Wie es weitergeht, vermag man nicht vorherzusehen: Die Tournee ist spannend wie lange nicht. Prevc oder Freund - wer wird das Rennen machen?!
Denn die Experten sind sich überwiegend einig, dass diese beiden Vorzeigespringer den Gesamtsieg unter sich ausmachen werden.
Grundsätzlich würde man auch dem heutigen Dritten, dem Norweger Kenneth Gangnes, zutrauen, noch einmal eingreifen zu können. Da er aber mit 23.9 Punkten Rückstand auf Prevc einiges aufholen müsste und er auch immer noch nicht als komplett Wettkampf-stabil gilt, ist es fraglich, ob er mehr als Gesamtrang 3 erreichen kann.
Aber bei 4 noch ausstehenden Sprüngen kann noch viel passieren. Das gilt auch für Freund und Prevc.
Und vielleicht gibt es ja doch noch eine rot-weiß-rote Überraschung durch Michael Hayböck, der derzeit auf dem 3. Rang der Gesamtwertung liegt. Obwohl der Österreicher vor allem heute einiges an Punkten einbüßte, sollte man ihn noch nicht vollständig abschreiben. Denn man weiß: Vor heimischer Kulisse kann so einiges möglich sein!
Was ist mit den übrigen deutschen Springern?
Richard Freitag untermauerte mit Platz 6 seine gute Form. Mit ihm, dem Vorjahressieger von Innsbruck, sollte vor allem am Bergisel zu rechnen sein!
Andreas Wank auf Platz 11, Andreas Wellinger als 14., Newcomer David Siegel und Stephan Leyhe auf den Rängen 16 und 17 komplettierten das gute Auftreten der deutschen Mannschaft. Bundestrainer Werner Schuster dürfte zufrieden sein.
Vor allem Wellinger ist zwar deutlich mehr zuzutrauen als Gesamtrang 12, aber der 20-jährige ist immer noch dabei die alte Sicherheit wiederzugewinnen, die ihm durch seinen schlimmen Sturz im Vorjahr ein wenig abhanden gekommen ist. Geben wir dem Youngster daher einfach noch ein bisschen mehr Zeit. Er ist noch jung, und wenn er so weiter macht, sollte er in den kommenden Jahren bei der Tournee auch ein gewichtiges Wort mitsprechen können.
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