Mittwoch, 21. März 2007

Sawtschenko/ Szolkowy auf Medaillenkurs

Die deutschen Eiskunstlauf-Europameister Aljona Sawtschenko und Robin Szolkowy haben bei den Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften in Tokio allerbeste Chancen auf Edelmetall.
Nach dem besten Kurzprogramm ihrer Karriere liegen sie hinter den ehemaligen Weltmeistern und Dritten der Olympischen Spiele von Turin Xue Shen/ Hongbo Zhao auf dem zweiten Platz. Auf Platz 3 folgt das zweite chinesische Paar. Die nächstplatzierten Paare haben schon ein wenig Rückstand, so dass vieles darauf hindeutet, dass diese drei Paare die Medaillen unter sich ausmachen werden.
Aber das Eis ist bekanntlich glatt, und bei der Kür kann noch einiges passieren.

Dennoch ist das führende chinesische Paar Shen/ Zhao als fast schon sicherer Gold-Kandidat anzusehen. Ihr Kurzprogramm zeugte von einer solchen Klasse und Sicherheit, gepaart mit einer Eleganz, die sie fast über die Eisfläche schweben ließ, dass man eigentlich nur sagen kann: Dieses ist Paarlaufen in Vollendung!
Da kann man auch nur neidlos anerkennen, dass diese beiden zurecht auf Platz 1 in der Zwischenwertung liegen, wenngleich auch die Darbietung von Sawtschenko / Szolkowy erstklassig war, aber eben doch nicht von einer solchen Klasse wie die der Chinesen, die mit über 71 Punkten für ihr Kurzprogramm belohnt wurden, was auch für sie einen persönlichen Rekord bedeutet.

Überraschender Weise spielen die ehemaligen Weltmeister und Medallienhamster bei EM & WM, Maria Petrowa und Alexeij Tichonow aus Russland, keine Rolle mehr bei der Vergabe der Medaillen. Die beien boten leider ein fehlerhaftes Kurzprogramm, das sie bis auf Platz 11 abrutschen ließ. Dass das russische Paar nicht mehr unbedingt die Klasse besitzt, wie noch vor einigen Jahren, ist bekannt, aber sie haben es bislang immer verstanden, sich am Punkt X gut in Szene zu setzen. - Schade, dass ihnen dieses bei ihrer letzten WM nicht auch gelungen ist.
Die beiden haben bereits angekündigt, dass nach diesen Jahr Schluss sein wird und sie von der Eskunstlaufbühne abtreten werden. Da wünschen wir ihnen doch nochmals eine gute Kür zum Abschluss ihrer medaillendekorierten, erfolgreichen Karriere!

Für Aljona Sawtschenko und Robin Szolkowy läuft es bekanntlich um einiges besser bei dieser WM. Dabei standen die Vorzeichen für das deutsche Vorzeigepaar direkt vor der WM alles andere als gut: Aljona Sawtschenko brach kurz vor der WM der Schlittschuh, so dass sie sich kurzfristig noch auf ein neues Paar einstellen musste. Dieses dauert üblicherweise bis zu vier Wochen, aber wie das Kurzprogramm zeigte, hat sie sich schneller auf das neue Material einstellen können. - Welch Glück für die beiden!

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