Dienstag, 29. Dezember 2020

Karl Geiger siegt in Oberstdorf

Was für ein Triumph!! - Nach dem Sieg bei der Skiflugweltmeisterschaft, der Geburt seiner Tochter und einem positiven Coronatest gewinnt Karl Geiger auf seiner Heimschanze das erste Springen der Vierschanzentournee! Was sind das für Tage für den Oberstdorfer!!

Und endlich ist einem deutschen Adler seit langer Durststrecke wieder einmal ein Sieg beim Auftaktspringen gelungen. Vielleicht haben sich hier die fehlenden Zuschauer ja sogar eher positiv ausgewirkt, da so der Druck vielleicht nicht ganz so groß war? - Nun, dies ist Spekulation. Fest steht, dass durch die Pandemie der Wettkampf ordentlich durcheinander gewirbelt wurde. So erfuhr der Tageszweite, Kamil Stoch, erst am heutigen Tag, dass er nun doch zusammen mit der polnischen Mannschaft an den Start gehen durfte. Zunächst war diese wegen eines positiven Coronatests von Klemens Murkanka ausgeschlossen worden, was jedoch, nachdem mehrfach negative Testergebnisse vorgewiesen werden konnten, zurückgenommen wurde.

Auf den Rängen 3 und 4 folgen mit dem Vorjahreszweiten in der Gesamtwertung Marius Lindvik und dem Seriensieger Halvor Egner Granerud zwei Springer aus Norwegen. Dass Markus Eisenbichler auf Rang 5 folgt und damit in der Gesamtwertung doch noch aussichtsreich im Rennen liegt, grenzt fast schon an ein Wunder. Denn der Eisei hatte nach einem schwachen 1. Durchgang mit lediglich 118,0 m den zweiten Durchgang als 27. beinahe sogar knapp verpasst. - Ein Drama bahnte sich an... Aber der Siegsdorfer zeigte einmal mehr, was in ihm steckt und haute mit der Tagesbestweite von sage und schreibe 142,0 m (zum Vergleich - Geiger sprang 136,5 m) einen raus und holte Platz um Platz auf. So liegt er mit gut 10 Punkten Rückstand auf das Podium doch noch in Schlagdistanz für die Gesamtwertung. - Unglaublich!!

Auf Platz 6 kam Stehaufmännchen Stefan Kraft ein, der damit seine ersten Weltcuppunkte in diesem Winter einsprang. Es ist dem Österreicher mehr als nur zu gönnen, dass er im Konzert der Großen wieder mitmischt, da ihm in dieser Saison mit Quarantäne, positivem Corona-Test und starken Rückenproblemen doch bereits arg mitgespielt wurde.

So finden wir auf den ersten 6 Plätzen von Oberstdorf Skispringer wieder, die man dort grundsätzlich zwar erwarten durfte. Aber individuell betrachtet und bei Berücksichtigung der jeweiligen Vorgeschichte ist dieses dann aber doch wieder erstaunlich! Das verspricht Spannung für die weiteren 3 Springen der diesjährigen Vierschanzentournee. Mit Geiger und Eisenbichler sind, wie erhofft, zwei Deutsche vorn mit dabei. - Dahinter jedoch sieht es im deutschen Lager leider mau aus, da außer Severin Freund, der in Oberstdorf 25. wurde, kein weiterer deutscher Spriunger den zweiten Durchgang erreichte ... kein Pius Paschke, kein Constantin Schmid, kein Martin Hamann und erst recht kein Andreas Wellinger oder Richard Freitag erreichte den 2. Durchgang von Oberstdorf. - Das ist ein herber Rückschlag für die Ambitionen dieser Springer und eine Enttäuschung für das deutsche Team, aber mit dem heutigen Sieg von Karl Geiger wird alles überstrahlt!! - Da kann man sich schon jetzt auf das Neujahrsspringen freuen!

Sonntag, 27. Dezember 2020

Vierschanzentournee 2020/2021 - Der Favoritencheck

Am morgigen Montag startet mit dem Qualifikationsspringen von Oberstdorf die 69. deutsch-österreichische Vierschanzentournee. Die Fangemeinde freut sich darauf, aber es wird keine gewöhnliche Vierschanzentournee, denn wie momentan so Vieles gelten für diese Tournee Corona-bedingt andere Regeln als gewöhnlich, Regeln, die man sich vor einem Jahr noch nicht einmal hätte vorstellen können. Aber angesichts der derzeitig geltenden Einschränkungen würde man sich bereits darüber freuen, wenn diese Vierschanzentournee so normal wie möglich stattfinden kann. Dass keine Zuschauer zugelassen sein dürften, ist zu verschmerzen, da das Fernsehen präsent ist und die Sprünge in's heimische Wohnzimmer bringt. So bleibt zu hoffen, dass es im Springerlager keine Corona-Ausfälle gibt. Auch ist beispielsweise noch nicht klar, ob der frisch gebackene Skiflugweltmeister von Planica, Karl Geiger, nach positivem Coronatest, in Oberstdorf an den Start gehen darf.

Aber schauen wir auch das Sportliche: Wer geht als Favorit in diese Tournee? Mit wem ist zu rechnen?
Allen voran ist sicherlich der Seriensieger dieser Saison, der Norweger Halvor-Egner Granerud zu nennen, wenn denn dann da nicht das kleine Aber wäre... - Der norwegische Shootingstar dieses Jahres hat die letzten beiden Weltcupspringen vor der Tournee in Engelberg gewonnen, was als schlechtes Omen für den Gesamtsieg der Vierschanzentournee gilt, denn bislang konnte kein Springer, der in Engelberg gewann - zuletzt durfte auch Karl Geiger dieses erfahren - den Gesamtsieg der Vierschanzentournee erringen. Wird sich dieses Jahr dieses wieder bewahrheiten?!

Neben Granerud haben der Saison bislang auch die deutschen Adler Markus Eisenbichler und Karl Geiger ihren Stempel aufgedrückt. Eisenbichler sprang nach mehreren Siegen zu Saisaongewinn  zuletzt zwar nicht mehr ganz nach oben auf das Podium, aber er schien zuletzt immer besser in Schwung zu kommen und mit seiner Erfahrung von vor zwei Jahren, wo er nur knapp dem Vierfach-Sieger Ryuyo Kobayashi unterlag, dürfte er mental vorbereitet sein. Perfekt für das deutsche Team wäre es sicherlich, wenn Karl Geiger ebenfalls an den Start gehen dürfte, denn dann würde die Last der Erwartungen nach Sven Hannwald 2002 endlich wieder einen deutschen Gesamtsieger der Vierschanzentournee zu stellen, nicht allein auf dem Eisei lasten, denn auch Geiger wäre dieser Coup zuzutrauen.

Aber wer schielt noch auf den Gesamtsieg? Sind es die Polen um Piotry Zyla, Kamil Stoch und den Vorjahressieger Dawid Kubacki?! - Vor allem Kubacki scheint in dieser Saison noch nicht richtig angekommen zu sein und auch seine Teamkameraden springen - zumindest bislang - zu unkonstant, aber bei der Tournee beginnt alles von vorn, so dass mit diesen Routiniers immer zu rechnen ist.
Und die Österreicher, einst Seriensieger der Tournee? Auch wenn Michael Hayböck bei der Skiflugweltmeisterschaft bis zum letzten Durchgang um das Podium mitsprang, das er zuletzt dann aber doch deutlich verpasste, gilt er bei der Tournee eigentlich nicht zum Favoritenkreis, eher vielleciht Daniel Huber. Oder aber Stefan Kraft kommt nach überstandenen Rückenproblemen doch wie Kai aus der Kiste und greift wieder vorn an ... möglich wäre es, wettkampfstark wie Kraft ist, aber es ist doch eher unwahrscheinlich.

Interessant wird es auch sein, wie sich der Rest des norwegischen Teams hinter Granerud verkaufen wird. Robert Johannsen ist im Weltcup  vorne dabei, aber hält er bei den 4 Springen konstant durch? Was ist mit Marius Lindvik, der im Vorjahr plötzlich in's Rampenlicht sprang, dieses Jahr aber (noch) eher hinterher springt? Kommt ein Johann-Andre Forfang endlich in Form? Oder überrascht Daniel Andre Tande uns alle?!

Aber wie in jedem Jahr bleibt es spannend, denn bei der Tournee kann bekanntlich sehr viel passieren. - 4 Schanzen - 8 Wettkampfsprünge - 4 Qualifikationssprünge - da muss alles passen, um am Ende ganz oben auf dem Siegerpodest zu landen. Hoffen wir, dass einer der deutschen Adler in den berühmt-berüchtigten Flow kommt und die Nachfolge von Sven Hannwald antreten wird!


Samstag, 8. Februar 2020

Prokop muss gehen - Gislason neuer Handball-Bundestrainer

Es war ein Beben, das in dieser Woche den DHB ordentlich durcheinander rüttelte. Und seit Donnerstag ist es offiziell: Christian Prokop muss als Handball-Bundestrainer seinen Hut nehmen, Alfred Gislason folgt ihm nach.

Rein sportlich gesehen ist dieser Schritt durchaus nachvollziehbar, schließlich ist der Isländer Gislason einer der ganz Großen im Handball und kann, nicht zuletzt mit dem THW Kiel, unzählige Titel aufweisen. Das, was der Isländer anpackte, gelang. Er ist ein Meister seines Fachs!
Wenn solch ein Trainer signalisiert, dass er für den Job des Bundestrainers zur Verfügung steht, und die Erfolge unter dem momentanen Trainer unter den Erwartungen blieben, wundert es nicht, dass es den Wechsel gab.

Und dennoch - die Art und Weise, wie mit Prokop umgegangen wurde, ist das Allerletzte!!! So etwas hat der 41-jährige nicht verdient!!!
Aber sind wir einmal ehrlich: Christian Prokop blies seit Amtsantritt der Wind in's Gesicht, und er musste sich eigentlich ständig Kritik gefallen lassen. Zu Anfang seiner Amtszeit noch als der neue Heilsbringer gefeiert, den der DHB unbedingt verpflichten wollte und ihn sogar aus seinem laufenden Vertrag in Leipzig herauskaufte, stand er nach seinem ersten großen Turnier, der EM 2018, schon fast vor dem Aus: Das Verhältnis Manschaft - Trainer war mehr als schlecht, die Leistung auf dem Platz, sowohl von der Mannschaft, als auch dem Trainer, deutlich unter den Erwartungen. Hier war Kritik angebracht, ganz sicher.
Aber man war sich beim DHB einig, dass man mit dem jungen Trainer weitergehen möchte, und man gab ihm eine weitere Chance. Und diese Chance hat Prokop durchaus genutzt: Er hat sich selbst, sein Auftreten und sein Verhalten der Mannschaft gegenüber grundlegend geändert. Das verdient Respekt!
Die Heim-WM im vergangenen Jahr lief dann auch zunächst traumhaft gut, bis ja, bis zum Halbfinale gegen Norwegen, bei dem die deutsche Sieben ihre bislang schlechteste Turnierleistung zeigte und verdient verlor. Da auch das Spiel um den dritten Platz verloren ging, war die schon fast greifbare Medaille futsch ... Trauer pur, aber Mannschaft und Trainer hielten zusammen. Und auch der DHB sprach sich offiziel für Prokop auch, wenngleich öffentlich, auch mit/ durch DHB-Offizielle, Prokop - mal wieder - deutlich in Frage gestellt wurde, und er sich rechtfertigen und verteidigen musste. Klar, er hat das Ziel verfehlt und er ließ auch vermissen, die Mannschaft in den wirklich wichtigen Spielen erfolgreich leiten zu können, aber ihn - mal wieder - so an den Pranger zu stellen? - Nein, wenn ein Verband sich vor seinen Trainer stellt, sollten derartige Diskussionen nicht in dem Maße auftreten!

Und nun die im Januar stattgefundene EM in Dänemark, Schweden und Österreich: Wieder war die Medaille als Ziel ausgegeben worden, obwohl es schon vor Turnierstart fast unmöglich schien, da doch sehr viele Leistungsträger verletzungsbedingt ausgefallen waren. Aber Prokop gab weiterhin die Medaille als Ziel aus. Aber mal ehrlich - jetzt, nachdem das Ziel bekanntermaßen verfehlt wurde, wirft man Prokop vor, seine selbstgesteckten Ziele nicht zu erreichen; hätte er das Medaillenziel jedoch nicht so klar formuliert, wäre es auch nicht richtig gewesen.
Man hat das Gefühl: Prokop konnte machen, was er wollte, er bekam immer Kritik! Und zwar deutliche und nicht unbedingt konstruktive! - Jetzt im Rückblick betrachtet, hat man den Eindruck, dass er nie eine ehrliche Chance gehabt hatte! - Egal wie groß die Beteuerung der DHB-Spitze, hinter dem Trainer zu stehen, auch gewesen sein mag.
Zugegeben, Prokop agierte auch bei der zurückliegenden EM nicht immere glücklich. Aber muss man ihm die Tatsache, dass ihm im ersten Spiel der Name von Timo Kastenig nicht einfiel, immer und immer wieder derart auf's Brot schmieren?! - Ich denke nein. So etwas sollte eigentlich nicht sein, aber kann in Situationen wie den kurzen Auszeiten während eines EM-Spiels doch mal passieren!
Dass er es zusammen mit der Mannschaft nicht schaffte, den deutlichen Vorsprung gegen Kroatien im entscheidenden Hauptrundenspiel über die Runde zu bringen, kann man ihm schon eher vorwerfen. - Wieder einmal hatten er und seine Mannschaft in einem entscheidenen Spiel ihr Leistungsniveau nicht über die gesamte Spiellänge gebracht und verloren.

Aber auch jetzt gab der DHB Prokop Rückendeckung und die Zusage, mit ihm in die Olympiaquali im März zu gehen, um dann jetzt, zwei Wochen später, vor die Tür zu setzen. Was soll das?! Was ist das für ein Verhalten?!
Man kann Christian Prokop nur wünschen, dass er bei seiner nächsten Trainerstation nicht derart in der Kritik und vor allem unter dauernder Beobachtung steht, wie als Bundestrainer.

Für die Nationalmnnschaft hingegen ist einem nicht bange, denn schließlich steht der Isländer Alfred Gislason für Qualität, Stärke, Durchsetzungskraft, Standing und Erfolg!

Samstag, 18. Januar 2020

Sieg aus der Hand gegeben - Unglückliche Niederlage gegen Kroatien

Es war die erhoffte Leistungssteigerung der deutsche Handballnationalmannschaft: Die Abwehr rührte Beton an, Andreas Wolf bärenstark im Tor, schnelle Beine und vorne mit der nötigen Durchschlagskraft! So lag man bis kurz vor Schluss mit bis zu 5 Toren gegen Kroatien in Front.
Unglaublich, unglücklich, dass dieser Sieg noch aus der Hand gegeben wurde.

Vor allem in der ersten Halbzeit zeigte die deutsche Mannschaft eine unglaublich Mannschaftsleistung und Tempo, Tempo, Tempo. Viele schnelle Tore sicherten die Führung, und Deutschland ging verdient mit 3 Toren Vorsprung mit 14:11 in die Pause. Und das, obwohl die Deutschen mit 12 Strafminuten gefühlt fast immer in Unterzahl waren.
 Leider schien Mitte der 2. Halbzeit die Kraft ein wenig nachzulassen, und die Kroaten kamen besser in's Spiel, allen voran Igor Karasic, den die Abwehr ab diesem Zeitpunkt nicht mehr wirklich in den Griff bekam. Hinzu kamen unglückliche Ballverluste im Angriff, und ein Julius Kühn ohne Wurfglück. Und so ging Kroatien kurz vor Schluss in Führung - das erste Mal seit dem 1:0, und gab diese Führung nicht mehr her. 25:24 hieß es am Ende für Kroatien. Traurig, aber so ist Handball.

Das Halbfinale sollte nach der Vorrundenniederlage gegen Spanien so nicht mehr erreichbar sein, dennoch muss man dieser deutschen Mannschaft zu dieser Energieleistung und mannschaftlichen Stärke, zumindest über weite, weite Strecken dieses Spiels, gratulieren. Gereicht hat es am Ende leider nicht...

Montag, 6. Januar 2020

Kubacki's Nerven halten: Dritter Polnischer Gesamtsieg - Geiger Dritter

Dawid Kubacki hat sich heute mit zwei bärenstarken Sprüngen beim Abschlussspringen der deutsch-österreichischen Vierschanzentournee in Bischofshofen zum Sieger in der Gesamtwertung der diesjährigen Tournee gekrönt und damit nach dem Weltmeistertitel von der Normalschanze im Vorjahr seinen zweiten großen Titel errungen!
An die Weiten von 143,0 m im ersten und 140,5 m im zweiten Durchgang kam die Konkurrenz nicht heran, so dass der Pole souverän seine in Innsbruck eroberte Führung in der Gesamtwertung verteidigen konnte. Im Vorfeld des Dreikönigsspringens wurde von nicht wenigen gemutmaßt, dass die Nerven von Kubacki möglicherweise nicht halten würden und er keine weiteren zwei Top-Sprünge in den Schnee würde zaubern können. - Aber er blieb eiskalt und hat damit zurecht den Goldenen Adler für den Sieg in der Gesamtwertung erhalten.

Hätte man im Vorfeld auf Kubacki gewettet, hätte man einen satten Gewinn einstreichen können, da der Pole nicht zum engeren Favoritenkreis zählte, aber es zeigt sich einmal mehr, dass sich konsequente Aufbauarbeit auszahlen kann. Und nicht zuletzt hat auch sicherlich der heutige Bundestrainer Stefan Horngacher, der bis zum letzten Jahr noch Trainer der Polen war, seinen Anteil an dieser Entwicklung. Schließlich galt Kubacki, trotz seines gewaltigen Absprungs und seiner immer schon vorhandenen Fähigkeit, gut mit Rückenwindverhältnissen umgehen zu können, vor nicht allzu langer Zeit noch als ein Springer, der keine zwei Topsprünge im Wettkampf nach unten bringen kann... - Nun ja, aber jetzt hat er erreicht, was vor ihm nur zwei weiteren polnischen Springern, Adam Malysz und Kamil Stoch, gelungen ist: Den Gesamtsieg bei der Vierschanzentournee!

Man kann daher dem Polen nur gratulieren, wenngleich aus deutscher Sicht auch ein wenig Trauer mitschwingt, da es wieder einmal kein Deutscher auf das oberste Podest der Gesamtwertung geschafft hat. Auch 18 Jahre nach Sven Hannawalds Triumph warten die deutschen Skisprungfans weiter auf den großen Coup. Dabei standen in diesem Jahr die Chancen nicht schlecht für Karl Geiger, den Vizeweltmeister vom vergangenen Jahr. Man durfte Großes erhoffen.
Aber trotz drei zweiter Plätze bei den Einzelspringen in Oberstdorf, Garmisch und heute in Bischofshofen reichte es leider "nur" zum dritten Platz in der Gesamtwertung. Schlechte Windbedingen in Innsbruck gepaart mit dem einzigen wirklich schlechteren Sprung von Geiger während der 8 Wertungsdurchgänge der Tournee waren der Grund, dass es wieder nicht geklappt hat mit dem deutschen Tourneegesamtsieg.
Dennoch muss ganz klar gesagt werden, dass dieser dritte Platz eine super-Leistung vom Oberstdorfer darstellt!!! Geiger hat mit Abstand sein bestes Tourneeergebnis erzielt und hat gezeigt, dass er zu den Großen zählt!!

Auf Platz 2 der Gesamtwertung kam der Newcomer dieser Vierschanzentournee: Der Juniorenweltmeister des Vorjahres Marius Lindvik aus Norwegen. Von diesem Super-Talent kann man sicherlich noch viel erwarten, so beeindruckend wie seine Siege in Garmisch und Innsbruck waren. Und auch heute zeigte er mit Platz 3 eine sehr gute Leistung, die vor allem vor dem Hintergrund, dass er erst gestern seine ersten Sprünge auf der Paul-Ausserleitner-Schanze überhaupt gemacht hat, nicht hoch genug eingeschätzt werden können. Einer Schanze, die bekanntermaßen aufgrund ihres langen flachen Anlaufs als eine der besonderen Schanzen des Weltcupzirkus gilt.