Malysz war durch seinen Sieg am Freitag bereits in die Pole-Position geschlüpft, die er mit seinem gestrigen Sieg verteidigen konnte. Da jedoch Anders Jacobsen gestern direkt hinter ihm auf den zweiten Platz kam, musste die endgültige Entscheidung um den Gesamtweltcup auf heute vertagt werden.
Heute nun war es aufgrund schlechter äusserer Bedingungen nur möglich, einen Wertungsdurchgang nach unten zu bringen - ein Spiegelbild der durch Wetterkapriolen, mangelnden Schnee und schlechte Bedingungen gekennzeichneten Saison...
Der Pole lag zu diesem Zeitpunkt vor Simon Ammann und dem gestrigen Dritten Martin Koch aus Österreich auf Rang 1, während Jacobsen auf dem 8. Rang lag. Da dieses Ergebnis letztendlich in die Wertung ging, stand fest, dass Adam Malysz mit seinem vierten Gesamtweltcupsieg mit dem Finnen Matti Nykänen in dieser Wertung gleichzog, der bislang als einziger viermal im Gesamtweltcup triumphieren konnte.
Für den Sieger der Vierschanzen-Tournee, den Norweger Anders Jacobsen, blieb der zweite Gesamtrang, der für den jungen Norweger aber auch einen großen Erfolg bedeutet, und mit dem er auch den Sieg bei der Vierschanzen-Tournee nochmals bestätigen konnte. Der Norweger, den im letzten Jahr noch kaum jemand kannte, ist in jedem Fall mit seiner offenen und ehrlichen Art eine Breicherung für den Skisprungzirkus!
Solche Springer wünscht man sich beim DSV auch. Aber leider ist in Deutschland z.Z. kein Siegspringer in Sicht... Martin Schmitt, der nach der Verletzung von Michael Uhrman zuletzt die Ehre der deutschen Skispringer zu retten versucht hatte, landete in Planica bei allen drei Springen im geschlagenen Feld und hatte mit der Vergabe der Top-Ten-Platzierungen leider nichts zu tun.
Es bleibt abzuwarten, ob Peter Rohwein in der nächsten Saison tatsächlich noch Bundestrainer sein wird, wie er jetzt noch von sich gibt...
Die Misserfolge der deutschen Adler nur an dem Bundestrainer fest zu machen, wäre sicher der falsche Weg, aber es steht auch fest, dass Rohwein auch nicht den erhofften Erfolg gebracht hat. Sicher haben die Verletzungen von Michael Neumayer und zuletzt Michael Uhrmann die Aussichten der deutschen Adler getrübt, aber es ist dennoch erschreckend, wie gering die Breite im deutschen Skisprungteam und wie unstet die Leistung der einzelnen Springer ist.
Man täte sich wünschen, dass ein neuer Trainer neue Ideen und den Aufwind mitbringt, der erforderlich ist, um wieder dauerhaft in der Weltspitze mitspringen zu können. Ein Bernie Schödler wird als neuer Stützpunkttrainer gehandelt.
Man fragt sich, ob der Schweizer Nationaltrainer nicht der ideale Bundetrainer wäre?!
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen