Montag, 29. Oktober 2007

Handball-Nationalmannschaft auf Platz 3 bei Supercup

Handball-Weltmeister Deutschland schaffte beim gestrigen Spiel um Platz 3 gegen Russland die Revanche für die Vorrunden-Niederlage. Mit 36:27 und einer stabilen Abwehrleistung sicherte man sich den dritten Platz beim diesjährigen Supercup. Zuvor war die Mannschaft von Bundestrainer Heiner Brand in einer Wiederauflage des WM-Finals im Halbfinale Polen unterlegen gewesen.
Damit steht zu guter Letzt mit je zwei Siegen und zwei Niederlagen doch noch eine ausgeglichene Bilanz zu Buche. Licht und Schatten lagen nah beieinander, aber wie so oft hat sich die deutsche Mannschaft im Verlauf des Turniers deutlich gesteigert, so dass der Bundestrainer optimistisch auf die im Januar in Norwegen stattfindenden Europanmeisterschaften und die Olympischen Spiele im August in Peking blickt.

Das Spiel gegen Vize-Weltmeister Polen kennzeichnete sich durch vor allem auf polnischer Seite übertriebene Härte. Für ein Freundschaftsspiel, zu dem der Supercup durchaus zu zählen ist, ging die polnische Mannschaft übertrieben hart in die Zweikämpfe, so dass die ohnehin schon lange Verletztenliste der deutschen Nationalmannschaft noch länger wurde. Auch das Auftreten vom polnischen Nationaltrainer Bogdan Wenta, der der Bundesliga als Trainer vom SC Magdeburg nur allzu gut bekannt ist, darf als eher unschön bezeichnet werden.
Aber letzten Endes gewann Polen gegen Deutschland mit 32:28 und konnte durch den 27:26-Erfolg gegen Titelverteidiger Schweden auch den Supercup in diesem Jahr für sich entscheiden.

Freitag, 26. Oktober 2007

Pechstein in neuer Umgebung zu alter Klasse?

Die Eisschnellläufer starten mit den Deutschen Meisterschaften an diesem Wochenende schon früh in die neue Saison. Aber die erfolgreichste Winterolympionikin Deutschland's, Claudia Pechstein, wird nicht mit von der Partie sein. Sie bereitet sich bereits mit der norwegischen Nationalmannschaft in Übersee auf den Weltcup-Auftakt vom 9. bis 11. November in Salt Lake City vor.

Die beiden Vorläuferinnen der DEU gehen in dieser Saison zudem neue Wege. Während sich Annie Friesinger in einem von ihr aufgebauten Privatteam auf die Saison vorbereitet hat, in der sie sich, anders noch als in den Jahren zuvor, vorrangig auf die Sprintdistanzen konzentrieren und auch nach jetzigem Kenntnisstand nicht bei der Heim-WM in Berlin im Mehrkampf antreten will, hat Claudia Pechstein den Schritt in's Ausland gewagt und trainiert mit der norwegischen Nationalmannschaft.
Aber nicht nur die neue Trainingsumgebung und die neuen Trainingspartner stellen eine Umstellung für Pechstein dar. Erstmals geht sie ohne ihren langjährigen Trainer Achim Franke in die Saison, der nach Abschluss der letztjährigen Saison seinen Rücktritt verkündet hatte. Franke steht Pechstein zwar weiterhin als Berater zur Seite, aber wird nicht mehr den Einfluss nehmen können wie noch auf der Eisbahn.

Claudia Pechstein, mittlerweile 35 Jahre alt, fühlt sich fit wie schon lange nicht und ist bereit, ganz vorne mitzulaufen, zum alten Eisen gehört sie noch lange nicht. Sie wird austrainiert in die neue Saison gehen, von der sie sich mehr erhofft als es ihr in der vergangenen gelang. Erstmals war sie seit Jahren im Mehrkampf ohne WM-Medaille geblieben und hat daher auch die Mehrkampf-WM in ihrer Heimatstadt Berlin, die im Februar 2008 stattfindet, sowie die Einzelstrecken-WM im März in Nagano als ihr Saisonziel definiert.
Aber zunächst gilt es in zwei Wochen beim Weltcup-Auftakt in Salt Lake City gut in die neue Saison zu starten. Dieses gelang Pechstein in den letzten Jahren, rein platzierungstechnisch gesehen, eher weniger gut, da sie eher als Spätstarterin gilt, die sich optimal auf die meist in der zweiten Saisonhälfte stattfindenden Großereignisse vorzubereiten versteht. Aber warten wir ab, vielleicht steht Pechstein, motiviert durch ihr neuen Trainingsbedingungen, bereits in Salt Lake City ganz oben.

Donnerstag, 25. Oktober 2007

Alpine und Langläufer starten in Weltcup-Saison

Traditionell wird am kommenden Wochenende der Weltcup der Alpinen und der der Langläufer in Sölden bzw. in Düsseldorf eröffnet. In Sölden steht wie schon seit Jahren zunächst ein Riesenslalom auf dem Programm, in Düsseldorf startet die Langlaufsaison mit den Sprintrennen.
Obwohl es in den letzten Tagen draußen bereits merklich kühler wurde, mag man sich auf den Winter noch nicht so recht einstellen wollen. Aber bei Alpinen und Langläufern ist es Usus, die Wintersportsaison Ende Oktober einzuläuten, um dann nochmals in die Vorbereitung zu gehen.

Im Vorfeld dieser Wintersportsaison hat es einigen Ärger gegeben, der die Vorfreude ein wenig trübt. Zum einen ist die Vergabe der Fernseh- und Übertragungsrechte noch nicht endgültig geklärt, so dass momentan noch nicht bekannt ist, welcher bzw. Sender den Wintersport in diesem Jahr begleiten werden. Es bleibt zu hoffen, dass der DSV mit dem Präsidenten Alfons Hörmann an der Spitze dieses bald geregelt hat - im Sinne der begeisternden Zuschauer, die nicht auf das Medienspektakel Wintersport verzichten möchten, und auch im Sinne der Sportler, die bereits jetzt aufgrund der ungeklärten Situation finanzielle Engpässe hinnehmen mussten, die nicht unbedingt förderlich sind für eine optimale Vorbereitung.
Zum anderen macht auch das Thema Doping vor dem Wintersport nicht halt. Mehr noch als in den Jahren zuvor stehen vor allem die Ausdauersportarten Langlauf und Biathlon auf dem Prüfstand. Wie sich dieses Thema weiterentwickeln wird, bleibt abzuwarten.

Aus rein sportlicher Sicht kann man sich schon jetzt auf die neue Saison freuen.
Die Langläufer um den Weltcup-Titelverteidiger Tobias Angerer gehen motiviert und mit Vorfreude in die neue Saison. Lediglich der ehemalige Weltcupgesamtsieger Axel Teichmann muss aufgrund einer Erkältung beim Auftakt in Düsseldorf passen. Auch wenn der Sprint nicht gerade als die deutsche Domäne gilt, kann man gespannt sein, wie sich das Team von Bundestrainer Jochen Behle schlagen wird.
Auch das Auftreten der Damen um Evi Sachenbacher-Stehle und Claudia Künzel darf mit Spannung erwartet werden. Nach den heftigen Quärelen im vergangenen Jahr hat sich der DSV nun dazu durchgerungen, einen eigenen Damen-Coach einzustellen. Der Finne Ismo Hämämläinen, gleichzeitig Stützpunktrainer in Ruhpolding, wird künftig die Frauen-Riege um sich versammeln, um sie gemeinsam auf den Wettkampf vorzubereiten und einzuschwören. Dieses darf sicher als positiver Fingerzeig gewertet werden, gab es doch in der Vergangenheit zu viele Unstimmigkeiten mit Jochen Behle, dem sicher das ein oder andere Mal auch ein wenig das Feingefühl im Umgang mit den Langläuferinnen gefehlt hat.

Die Ansprüche im Lager der Alpinen sind sicher nicht so hochgesteckt, wie bei den Langläufern. Es gilt vielmehr, das Tal der Tränen, in dem der DSV in den letzten Jahren trotz einiger Lichtblicke steckte, endlich zu verlassen. Medaillen bei WM oder Olympia sind leider Mangelware in den letzten Jahren gewesen.
Aber dennoch sollte man mit Optimismus in die neue Saison gehen: Bei den Herren wird sicher besonders das Augenmerk auf Felix Neureuther gerichtet sein, der mit seinem Podestplatz beim Heim-Slalom in Garmisch zum Ende der Saison mehr als nur aufhorchen ließ. Der Sohn von Gold-Rosi und Vater Christian Neureuther geht fit und austrainiert an den Start und rechnet sich in dieser Saison auch im Riesenslalom einiges aus, nachdem in den vergangenen Jahren doch eher nur der Slalom zu seinen Stärken zählte.

Bei den Damen stehen sicher Maria Riesch und die in der letzten Saison in die Riesenslalom-Weltspitze aufgestiegene Katrin Hölzl im Focus. Der Partenkirchenerin Maria Riesch sei es sehr zu wünschen, endlich einmal ohne größere Verletzungssorgen durch die Saison zu kommen. Und Katrin Hölzl muss das bestätigen, was sie sich letzte Saison erarbeitet hat: Im Riesenslalom um das Podium mitzufahren. Drücken wir den beiden die Daumen, dass dieses gelingt.
Was sich hinter diesen beiden Läuferinnen im Lager des DSV tut bzw. entwickeln wird und inwieweit die Slalomspezialistin Monika Bergmann-Schmuderer an alte Leistungen anknüpfen kann, bleibt abzuwarten Die Rücktritte der Routiniers Annemarie Gerg und Petra Haltmayr machen die Mission einer erfolgreichen Saison sicherlich nicht einfacher. Aber sein wir optimistisch: Noch ist es den alpinen Damen in jeder Saison gelungen, um Stockerlplätze nicht nur mitzufahren, sondern auch ganz oben auf dem Podest zu stehen. Also - warum auch nicht in der neuen Saison?!

Mittwoch, 24. Oktober 2007

Meister am Boden: Absoluter Fehlstart ist perfekt

Der VfB Stuttgart sprengt in diesen Tagen alle Rekorde, jedoch leider aus negativer Sicht: In der Geschichte der Fussball-Bundesliga ist noch kein Meister so schlecht in die Bundesligasaison sowie in die Champions-League gestartet wie die Schwaben.

Nach zuletzt 3 Niederlagen in Folge rangiert der VfB lediglich auf Rang 10 der Fussball-Bundesliga und ist nur einen Punkt von den Abstiegsrängen entfernt.
Zuletzt stellte die 4:1 Niederlage in Hamburg einen weiteren peinlichen Negativ-Höhepunkt dar. Das, was in der Meisterschaftssaison noch so leicht gelang, attraktiv erfolgreichen Fussball zu spielen, vermag momentan einfach nicht gelingen. Dabei konnte der Meister bis auf den zum CF Valencia abgewanderten Nationaltorhüter Timo Hildebrandt alle Schlüsselspieler halten, nur die Verletzungssorgen sind z.Z. erdrückend. Und auch die neuen Spieler um den Ex-Berliner Yildiray Bastürk konnten noch nicht wie erhofft in die Mannschaft finden.
Trainer Armin Veh hofft daher schon seit Wochen auf das so wichtige Erfolgserlebnis, aber dieses lässt leider immer noch auf sich warten.

Und auch in der Champions-League ist der Fehlstart perfekt: Nach den Niederlagen gegen Glasgow und Barcelona verlor der VfB Stuttgart ebenso das gestrige Heimspiel gegen Olympique Lyon.
Durch das 0:2 dürfte nicht nur der Abschied aus der Champions-League nach der Gruppenphase so gut wie besiegelt sein, sondern die Qualifikation für den UEFA-Cup liegt ebenfalls in weiter Ferne. Den dafür erforderlichen 3. Gruppenplatz scheinen die Schwaben mit der derzeitigen Leistung kaum erreichen zu können.

So ganz verständlich ist dieser Leistungseinbruch beim Meister jedoch nicht. Sicherlich konnte erwartet werden, dass die Mannschaft nicht da würde weiter machen können, wo sie zum Ende der letzten Saison aufgehört hatte.
Die jungen Spieler wurden quasi über Nacht zu Stars, auf die nicht nur Fussball-Deutschland schaute. Sie wurden von Jägern zu Gejagten - eine Situation mit der man sicher erst umzugehen lernen muss. Aber dass die Mannschaft derart von der Rolle ist, konnte nicht erwartet werden. Es bleibt zu hoffen, dass sich der VfB bald wieder fängt und wieder den begeisternden Fussball bieten kann, der die Bundesliga noch in der letzten Saison belebt hat!

DHB-Team verliert zum Auftakt des Supercups gegen Russland

Deutschland traf am heutigen Mittwoch zum Auftakt des Supercups in der Dortmunder Westfalenhalle auf Russland. Leider wurde es nicht das berauschende Handball-Fest aus deutscher Sicht, wie noch Anfang des Jahres bei der glorreichen WM.
Der Weltmeister tat sich vor allem in der Abwehr schwer, das eigentliche Prunkstück glänzte also nicht so wie noch bei der WM.
Zur Halbzeit noch 17:16 in Führung liegend ließen Heiner Brand's Mannen die Russen in Halbzeit 2 dann ein wenig davonziehen. Auch die insgesamt 10 Tore von Top-Scorer und des in der Bundesliga heiß umworbenen Nordhorner's Holger Glandorf konnten nicht verhindern, dass die Russen auf zeitweise bis 5 Tore wegziehen konnten.
In der Mitte der zweiten Halbzeit konnte sich die deutsche Mannschaft jedoch ein wenig fangen und kam durch einen weiteren Treffer von Holger Glandorf und zwei durch Andre Klimowetz und Florian Kehrmann abgeschlossene Tempogegenstöße wieder bis auf zwei Tore an die Russen heran. Aber auch der zwischenzeitliche Ausgleich zum 34:34 durch Kapitän Markus Baur 4 Minuten vor Schluss konnte die Niederlage nicht abwenden: Mit 35:38 verlor Deutschland das Auftaktspiel des Supercups gegen Russland.

Dieses war ganz sicher nicht der im Vorfeld erhoffte Supercup-Start, aber noch ist das Halbfinale in Reichweite. Mit einem deutlichen Sieg gegen Serbien am Freitag sollte dieses möglich sein.
Im Anschluss an das Auftakt-Match stehen sich nun in der Dortmunder Westfalenhalle in Gruppe B Vize-Weltmeister Polen und Tschechien gegenüber. Titelverteidiger Schweden vervollständigt diese Gruppe.

Am Rande des Supercups gab zudem der DHB die sehnlichst erwartete Vertragsverlängerung mit Bundestrainer Heiner Brand bekannt. Mr. Handball wird damit über 2008 hinaus bis 2013 für die Geschicke im deutschen Handball verantwortlich sein. Ganz sicher ist dieses das Beste, was der Nationalmannschaft passieren konnte!
Ganz abgesehen davon mag man sich eine Handball-Nationalmannschaft ohne Heiner Brand auch gar nicht mehr vorstellen.

Samstag, 20. Oktober 2007

Spannung in der Handball-Bundesliga

Der 10. Spieltag der Handball-Bundesliga hatte es in sich: Spannung pur, überraschende Spielverläufe und unerwartete Ergebnisse waren garantiert auf den Bundesliga-Spielplätzen.

Zunächst gab es bereits am vergangenen Donnerstag einen überraschenden 37:40-Sieg von MT Melsungen beim SC Magdeburg. Die Melsunger sind das Überraschungs-Team der bisherigen Saison und rangieren mittlerweile auf Rang 7, Europapokalsieger Magdeburg hingegen rutschte auf Rang 9 ab.

Heute nun standen Spannung versprechende Partien auf dem Programm: Im Kampf gegen den Abstieg standen sich der Wilhemshavener HV und die Füchse Berlin gegenüber, im oberen Tabellen-Drittel spielte Lemgo in Gummersbach sowie Flensburg gegen Nordhorn.

Für die nach dem verletzungsbedingten Ausfall ihres Abwehrchefs Jacek Bedzikowski geschwächten Wilhelmshavener galt es nach den drei Niederlagen gegen die Spitzenteams Kiel, Hamburg und Lemgo, wobei sie allesamt nicht schlecht aussahen, gegen die Füchse aus Berlin wieder wichtige Punkte einzufahren.
Die Füchse fuhren mit dem wichtigen Sieg bei GWD Minden im Rücken in die Jadestadt.
Es wurde ein spannendes, wenngleich nicht unbedingt spielerisch erstklassiges Spiel. Auf beiden Seiten gab es unnötige Fehler und verpasste Torchancen. Die beiden Schiedsrichterinnen der Partie griffen zudem vor allem in der zweiten Halbzeit unnötig hart ins Spiel ein und handelten sich daher ein gellendes Pfeifkonzert der Zuschauer in der Nordfrost-Arena ein. So musste der WHV zeitweise mit zwei Spielern Unterzahl auf dem Spielfeld bestehen - ein Umstand, der die Mission Sieg beim WHV arg gefährdete.
Der Spielverlauf gestaltete sich über die gesamte Partie hinweg äußerst spannend.
In der 1. Halbzeit konnten die Füchse aus Berlin eine zwei Punkte-Führung erreichen, die Wilhelmshaven zur Halbzeit jedoch in eine 3-Tore-Führung verwandeln konnte.
Die zweite Halbzeit wurde zum Leidwesen der Zuschauer nun nicht zum Selbstläufer. Gar in Unterzahl konnten die Füchse ausgleichen, und es vermochte zu diesem Zeitpunkt kaum jemand vorherzusagen, wer als Sieger dieser Partie vom Feld würde gehen können.
In der Schlussphase des Spiels hätte WHV-Kapitän Oliver Köhrmann beim Stand von 26:25 mit einem Siebenmeter jedoch alles klar machen können, aber der Routinier verwarf, und die Füchse waren am Ball. Dann - dramatische Szenen vor dem Tor von WHV-Keeper Adam Weiner, aber der Ball konnte nicht im Netz versenkt werden. Der Schlusspfiff ertönte, und die Halle bebte ob des Siegesjubels des WHV und der zahlreichen Zuschauer.
Wilhemshaven konnte sich mit dem Sieg und nun 8:12 Punkten ein wenig von den unteren Tabellenplätzen absetzen. Auf Rang 12 rangieren die Jadestädter nun. Die Füchse Berlin rutschten nach dieser Niederlage mit 5:17 Punkten auf Rang 16 ab.

Weiter oben in der Tabelle gab es das Aufeinandertreffen des VfL Gummersbachs gegen den TBV Lemgo, das die Lipperländer ein wenig überraschend 29:30 für sich entscheiden konnten. Für die Lemgoer geht es nach diesem Auswärtssieg nach oben in der Tabelle, nachdem sie in der bisherigen Saison häufig nicht nur unglücklich sondern auch wenig erfolgreich agieren konnten.

Zum Spitzenspiel kam es am heutigen Samstag in der Flensburger Campushalle mit der Partie SG Flensburg-Handewitt gegen die HSG Nordhorn.
Die Nordhorner präsentierten sich um ihren Weltmeister Holger Glandorf, der von den Flensburgern heftigst umworben wird, abgeklärt und mit großer Durchsetzungskraft vor dem Flensburger Tor. In einem Spiel, bei dem die Führung häufig wechselte, stand es 2 sec vor Schluss 30:30, als Nordhorn am Ball nur 1 sec vor der Schlusssirene die erste Niederlage der Flensburger mit dem 30:31 perfekt machen konnte.
Bitter für den Champions-League-Finalisten ausgerechnet in heimischer Halle erstmal in der Saison zu verlieren, aber das Team von Trainer Kent-Harry Anderson konnte den zweiten Tabellenplatz hinter dem THW Kiel dennoch behaupten.
Auf Rang 3 hat sich die HSG Nordhorn vor dem HSV Hamburg und dem VfL Gummersbach festgesetzt.

Donnerstag, 18. Oktober 2007

Deutsche Nationalelf blamiert sich gegen Tschechien

Nachdem sich die deutsche Fussball-Nationalmannschaften durch das 0:0 gegen Irland am vergangenen Samstag als erstes Team vorzeitig für die Europameisterschaften in Österreich und der Schweiz hat qualifizieren können, gab es gestern in München eine peinliche 3:0-Niederlage gegen Tschechien.
Beim "Charaktertest" um den Gruppensieg ging der WM-Dritte eindeutig als Verlierer vom Platz. Zu keinem Zeitpunkt konnte die deutsche Elf an ihre in den letzten Spielen so oft gezeigte Souveränität und Spielstärke anknüpfen.
Die Tschechen, die sich durch diesen Sieg ebenfalls vorzeitig für die EM qualifizieren konnten, gingen bereits in der 2. Minute in Führung ehe sie in der 23. Minute auf 0:2 erhöhten. In der zweiten Halbzeit besiegelte Jaroslav Plasil mit dem 0:3 dann die erste Pflichtspielniederlage unter Bundestrainer Joachim Löw.

Nun sollte wir allerdings nicht den Fehler begehen, diese Niederlage überzubewerten. Es ist nur menschlich, dass nach der erfolgreichen Qualifikation ein wenig die Luft raus ist. Natürlich wäre es schön gewesen, wenn die deutsche Elf gegen Tschechien ähnlich hätte auftrumpfen können, wie noch beim 2:1-Sieg in Tschechien, aber diese Niederlage wird die deutsche Mannschaft sicher nicht ins Tal der Tränen stürzen. - Dieses wäre auch sicher nicht angebracht. Im Gegenteil: Diese Niederlage kam vielleicht genau zur rechten Zeit, um die Mannschaft wachzurütteln und aufzuzeigen, dass die EM kein Selbstläufer wird.

Durch diese Niederlage ist nun auch der deutsche Gruppensieg in Gefahr. Gewinnen sowohl Deutschland als auch Tschechien die verbliebenen zwei Gruppenspiele, wäre Tschechien aufgrund des besseren direkten Vergleichs Gruppenerster.
Unsere englischen Nachbarn wären sicher froh, wenn sie sich derartigen Rechenspielereien hingeben könnten. Für England sieht es nach der 2:1-Niederlage in Russland EM-technisch alles andere als rosig aus. Mit 23 Punkten liegen die Engländer zwar noch auf Platz 2 der Qualifikationsgruppe E, haben aber im Gegensatz zu den mit 26 Punkten führenden Kroaten und den mit 21 Punkten hinter ihnen rangierenden Russen nur noch ein Spiel zu absolvieren. Man erkennt also: Die EM-Quali ist für England alles andere als einfach zu erreichen.

Neben Deutschland und Tschechien haben sich ebenfalls der amtierende Europameister Griechenland, der mit Otto Rehhagel 1:0 in der Türkei triumphieren konnte, und Rumänien vorzeitig für die EM qualifizieren können.

Perreiro zum Tour-Sieger 2006 ernannt

Mit 15-monatiger Verspätung hat die Hängepartie um den Sieger der Tour de France 2006 endlich ein Ende genommen: Am vergangenen Montag wurde in Madrid dem zunächst Zweitplatzierten, dem Spanier Oscar Perreiro, das Gelbe Trikot für den Gesamtsieg der Tour 2006 überreicht. Neuer Zweiter wurde Andreas Klöden vor Perreiro's Landsmann Carlos Sastre.

Zuvor wurde der zunächst als Sieger gefeierte und dann des Testosterons-Doping überführte US-Amerikaner Floyd Landis von der US-Antidopingbehörde schuldig gesprochen und rückwirkend für zwei Jahre gesperrt. Gleichzeitig wurde der Tour-Sieg offiziell aberkannt.
Dass dieses Urteil jedoch so lange auf sich warten ließ, stößt auf viel Unverständnis. Landis wollte die bei ihm nachgewiesenen überhohen Werte natürlichen Ursachen zuschreiben und konnte damit die Gerichtsbarkeiten erstaunlich lange aufhalten. Und auch jetzt gibt er noch nicht auf: Beim Obersten Sportschiedsgerichtshof in Lausanne hat er bereits Einspruch eingereicht. Ob dieses Ansinnen allerdings von Erfolg gekrönt wird, muss angezweifelt werden. Im Sinne des Sports sollte ebenfalls an dem nun endlich ausgesprochenen Urteil festgehalten werden. Denn wo kommt man hin, wenn dieses Beispiel Schule macht?
Es ist unbegreiflich, dass es so lange gedauert hat, bis Floyd Landis endgültig schuldig gesprochen wurde. Möchte der (Rad-) Sport glaubwürdiger und des Dopings Herr werden, muss ein derartiger Urteilsspruch zeitnah erfolgen und nicht derart verspätet!

Oscar Perreiro wird wohl als der unbekannte Sieger in die Geschichte der Tour de France-Gewinner eingehen. Dem Spanier hatte kaum jemand zugetraut, bei der großen Schleife durch Frankreich aller hinter sich lassen und triumphieren zu können.
Und sein wir ehrlich: Perreiro hat diesen Sieg in erster Linie der Tatsache zu danken, dass die Tour-Favoriten ihn unterschätzt und auf der 13. Etappe haben ziehen lassen. Diese Etappe wurde von einer Ausreissergruppe geprägt, der auch der spätere Etappensieger Jens Voigt angehörte, und die mit 29:57 Minuten Vorsprung auf das Hauptfeld ins Ziel kam. Der Spanier fuhr ins Gelbe Trikot, das ihm auf den kommenden Etappen vor allem in den Bergen Flügel verlieh. So konnte er seinen Vorsprung bis nach Paris bringen.
Aber auch Oscar Perreiro ist Doping betreffend kein unbeschriebenes Blatt: Im vergangenen Jahr wurden bei ihm nach zwei Tour-Etappen zu hohe Mengen an Salbutamol nachgewiesen. Die geforderte schriftliche Erklärung über die medizinische Notwendigkeit der Einnahme dieses Asthma-Mittels legte Perreiro jedoch erst Wochen später vor. - Ein Verhalten, das eines Tour-Siegers eigentlich nicht würdig ist, aber es gibt in dieser Zeit so viele Ungereimtheiten im Radsport, dass man sich eher wundern würde, wenn ein Fahrer nicht irgendwann einmal im Blickfeld der Dopingfander stand. Dass dieses bei Perreiro aber ausgerechnet während der Tour 2006, zu dessen Sieger er nun gekürt wurde, der Fall war, lässt auch seinen Sieg nicht im besten Licht erscheinen.

Samstag, 13. Oktober 2007

Fussball EM-Qualifikation geht in heiße Phase

Am heutigen Samstag steht für viele Mannschaften einiges auf dem Spiel, um von dem Weg zur Euro 2008 in Österreich und der Schweiz nicht abzukommen: Aus 50 mach 14 heißt es, um die Teilnehmer neben den gesetzten Gastgebern Österreich und der Schweiz bei den kontinentalen Titelkämpfen im kommenden Jahr zu ermitteln.

Deutschland kann bereits heute alles klar machen: Der Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw reicht ein Unentschieden in Irland, um einen der ersten beiden Plätze, die die EM-Qualifikation bedeuten, sicher zu haben. Die Vorzeichen stehen daher gut für den WM-Dritten, wenngleich die Verletzungssorgen nach wie vor groß sind. Torwart Jens Lehmann und auch der Bremer Torsten Frings sind zwar wieder dabei, aber noch immer muss Löw auf Kapitän Michael Ballack ebenso verzichten wie auch auf WM-Torschützenkönig Miroslav Klose, Philipp Lahm oder auch Bernd Schneider.
Aber die deutsche Mannschaft hat gezeigt, dass sie auch ohne die etatmäßigen Stammspieler erstklassigen Fussball bieten kann. Drücken wir daher unseren Jungs die Daumen, dass schon heute vor dem mit Spannung erwarteten Spiel gegen Tschechien am Mittwoch die EM-Quali klar gemacht werden kann!

Wesentlich enger sieht es für andere, als Top-Kandidaten gehandelte Nationen aus: Weltmeister Italien steht zwar inzwischen auf Platz 2 der Qualifikationsgruppe B, hat aber den Weltmeister von 1998, Frankreich, hinter sowie die überraschend starken Schotten vor sich ... - In dieser Gruppe vermag kaum jemand vorherzusehen, wer sich letztendlich für die EM-Endrunde qualifizieren wird. Denn auch der derzeitige Gruppen-Vierte, WM-Achtelfinalist Ukraine, ist kein Unbekannter, wenngleich der Abstand zu den drei Vorn-Platzierten schon etwas deutlicher ausfällt.
So heisst es denn am heutigen Samstag für Italien gegen Georgien und für Frankreich auf den Färöer Inseln keine Pleite zu kassieren. Ansonsten könnte sich Schottland mit einem Sieg gegen die Ukraine bereits ein wenig absetzen.

Auch andere, eigentlich als Fussball-Nation gehandelte Mannschaften, stehen unter Druck: England, Spanien und vor allem Portugal haben bislang noch nicht die Leistung abrufen können, die eigentlich zu erwarten wäre.
Ein wenig überraschend ist das Auftreten von Titelverteidiger Griechenland, der die Gruppe C mit 19 Punkten vor Norwegen und der Türkei anführt.

Qualifizieren sich die Griechen für die EM, wären sie ebenso wie die Gastgeber Österreich und Schweiz in Lostopf 1 gesetzt. Über diesen Setzmodus, der die Stärke der einzelnen Mannschaften nicht direkt wiederspiegelt, ist vor allem die deutsche Mannschaft, die wahrscheinlich ebenfalls in Lostopf 1 landen wird, nicht erbaut. Gewöhnlich werden die stärksten Mannschaften als Gruppenkopf gesetzt, so dass ein Aufeinandertreffen zweier Top-Favoriten bereits in der Gruppenphase eher seltener der Fall.
Werden aber nun neben Deutschland Griechenland, Österreich und die Schweiz gesetzt, kann Deutschland mit etwas Pech eine ganz harte Vorrundengruppe erwischen: So wären die Gruppengegner Italien und Frankreich oder aber England und Frankreich durchaus möglich ...

Nun, aber wollen wir noch nicht zu sehr in die Zukunft blicken. Zunächst muss die Qualifikation erfolgreich bestanden werden, erst dann sollte auf möglich Gegner bei der EM geschaut werden.

Freitag, 5. Oktober 2007

Deutsche UEFA-Cup-Teilnehmer retten Ehre der Bundesliga

Die deutschen Clubs warten scheinbar vergeblich auf die großen Erfolgserlebnisse in der Champions-League: Meister VfB Stuttgart kam im heimischen Gottlieb-Daimler Stadion nicht über ein 0:2 gegen den FC Barcelona hinaus. Die Schwaben spielten zwar über weite Strecken gut mit und zeigten einen deutlichen Aufwärtstrend im Vergleich zur peinlichen Niederlage in Rostock, aber es gelang ihnen leider nicht, ihre Chancen zu nutzen. So war es nicht verwunderlich, dass die insgesamt überlegenden Katalanen in Führung gehen konnten.
Der VfB steht nun mit zwei Niederlagen in der Königsklasse bereits mit dem Rücken zur Wand.
Aber der Meister hat es sich selbst so schwer gemacht: Die Niederlage gegen Barcelona kann passieren, aber dass die Schwaben einen sicher geglaubten Sieg in Glasgow noch aus den Händen gegeben haben, wird noch lange schmerzen!

Ähnlich sieht es für Werder Bremen aus, wenn nicht sogar noch schlechter: Das Team von der Weser ist ebenso wie der VfB Stuttgart mit zwei Niederlagen in die Champions-League gestartet.
Nach der überzeugenden Leistung bei Real Madrid, die aber leider durch die 2:1 Niederlage nicht mit einem Punkt belohnt wurde, folgte am Mittwoch die peinliche Heimpleite gegen Olympiakos Piräus. Mit 1:3 gingen die Werderaner regelrecht unter... Zur Halbzeit lag Thomas Schaaf's Truppe zwar durch das Tor von Hugo Almeida noch 1:0 in Front, gab aber in der zweiten Halbzeit nach schwacher Leistung das Spiel aus der Hand. Für Piräus bedeutet dieser Sieg gleichzeitig den ersten Auswärtssieg überhaupt im Europapokal - Ein Umstand, der den Bremern die Niederlage sicherlich noch schmerzhafter erscheinen lässt ...

Einzig der FC Schalke 04 machte besser: Nach der Heimpleite zu Beginn gegen den CF Valencia ließen die Königsblauen ein 2:0 im hohen Norden bei Rosenborg Trondheim folgen.
Dennoch kann einem Angst und Bange werden bei dem Gedanken, wie weit die Bundesligisten wohl in dieser Saison in der Champions-League kommen werden - oder eher, wie früh sie ausscheiden werden.
Es ist bekannt, dass einiges auf dem Spiel steht: Wenn die internationalen Auftritte nicht besser werden, sind die beiden fixen Plätze und der eine Qualifikationsplatz für die Champions-League bald Geschichte ...

Glücklicherweise haben es die vier deutschen Vertreter im UEFA-Cup deutlich besser gemacht: Sie zogen geschlossen in die Gruppenphase ein!
Der FC Bayern München setzte sich dabei durch ein eher glanzloses 2:0 bei Belenenses Lissabon durch. Nach dem 3:1 im Hinspiel-Erfolg gegen den zweiten portugiesischen Vertreter Uniao Leiria reichte Bayer Leverkusen ein 3:2 in Portugal ebenso zum Weiterkommen, wie dem HSV ein 3:1 Heimsieg gegen den bulgarischen Vertreter Litex Lowetsch, der bereits im Hinspiel 1:0 geschlagen werden konnte.
Bei diesen drei Vereinen standen die Vorzeichen zum Erreichen der Gruppenphase bereits vor dem Rückspiel recht gut, ganz anders sah es für den 1. FC Nürnberg aus: Der deutsche Pokalsieger kam im Hinspiel im heimischen Frankenstadion über ein 0:0 nicht hinaus und musste daher in der Fremde bei Rapid Bukarest alles geben - als Favorit gingen die Franken in jedem Fall nicht in die Partie. Aber es reichte schlussendlich zu einem 2:2 in der rumänischen Hauptstadt, so dass Nürnberg das erste Mal seit 45 Jahren in die zweite Runde im Europapokal einziehen kann.

Das Fazit aus Champions-League- und UEFA-Cup-Aufrtitten der deutschen Clubs kann daher abschließend nur lauten: Freud und Leid im Europokal liegen in dieser Woche bei den Bundesligisten sehr nah beieinander.

Dienstag, 2. Oktober 2007

Goldige Fecht-Weltmeisterschaften in St. Petersburg

Britta Heidemann holte sich am gestrigen Montag bei den Fecht-Weltmeisterschaften von St. Petersburg den WM-Titel im Degenfechten!
Mit diesem ihrem ersten großen Sieg hat Heidemann gleichzeitig das Ticket für Peking so gut wie sicher in der Tasche, was angesichts der Stärke im deutschen Team keine leichte Aufgabe ist.

Zuvor konnte Peter Joppich im Florett der Herren seinen WM-Titel verteidigen und gewann damit bereits seinen insgesamt dritten Weltmeistertitel im Einzelwettbewerb! Im Finale setzte er sich gegen Europameister Andrea Baldini aus Italien durch.
Mit diesem Triumph ist Joppich endgültig in den Fecht-Olymp aufgestiegen: Drei Florett-Weltmeistertitel hat vor ihm noch kein Fechter gewinnen können!
Vize-Europameister Benjamin Kleibrink komplettierte auf Rang 3 das herausragende Ergebnis der deutschen Florett-Fechter. Kleibrink unterlag dabei im Halbfinale seinem Teamkollegen Peter Joppich, dem damit die Revanche für die diesjährigen Europameisterschaften gelang. In Gent war Joppich noch Kleibrink in einem dramatischen Viertelfinale unterlegen gewesen.

Das gute Abschneiden der deutschen Fechterinnen und Fechter bei den Welttitelkämpfen von St. Petersburg setzte am heutigen Dienstag Säbelspezialist Nicolas Limbach mit Platz 3 fort. Der 21jährige unterlag in seinem Halbfinale dem amtierenden Olympiasieger und späteren Vize-Weltmeister Aldo Montano aus Italien.