Den Anfang machte der SC Magdeburg im EHF-Pokal, der damit zum 13. Mal von einer deutschen Mannschaft gewonnen werden konnte. Dem 30:30 im Hinspiel gegen den spanischen Vertreter CA Aragon ließen die Magdeburger ein 31:28 in der Bördelandhalle folgen!
Deutlich knapper ging es hingegen beim Finalrückspiel im Pokal der Pokalsieger zwischen Ademar Leon und dem HSV Hamburg zu.
Das Hinspiel hatten die Hanseaten mit 28:24 in der Color Line-Arena für sich entschieden. Mit diesem 4 Tore-Polster trat die Truppe von HSV-Trainer Martin Schwalb im spanischen Leon an. - Es sollte mehr als nur knapp werden! Nach einem spannenden Spiel setzten sich die Hamburger nur aufgrund der auswärts mehr erzielten Tore gegen die Spanier durch: 37:33 hiess es am Ende für Ademar - gewonnen und trotzdem verloren. - Der HSV Hamburg hingen darf sich über den ersten Triumph in diesem prestigeträchtigen Wettbewerb freuen!
Ähnlich spannend, aber mit wesentlich stärkerer Brisanz, ging es beim deutsch-deutschen Finale der Champions-League zu: Im Rückspiel in der Kieler Ostseehalle hatte der THW Kiel nach dem 28:28 in der Campushalle von Flensburg gegen den Dauerrivalen zwar die besseren Trümpfe in der Hand, aber es ist bekannt, dass die Flensburger, geht es gegen den Erzrivalen aus Kiel, immer noch eine Schüppe drauf packen und auch verloren geglaubte Spiele noch umbiegen können. Zudem hatten die Flensburger bereits im Halbfinale des DHB-Pokals beim Final-Four in Hamburg nach einem äußerst spannenden Match den Kürzeren gegen den späteren Pokalsieger aus Kiel gezogen: Es war also noch eine Rechnung offen.
Aber die SG Flensburg-Handewitt sollte ein zweites Mal innerhalb weniger Wochen als Verlierer vom Platz gehen. Nach einem spannenden Spiel hiess es zu guter Letzt 29:27 für den THW Kiel, der damit zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte die Handball-Champions League gewinnen kann!
Erfolgreichster Werfer bei den Kielern war einmal mehr der französische Nationalspieler Nikolai Karabatic mit 9 Treffern, der ebenso wie sein Kollege aus dem Nationalteam, Torwart Thierry Omeyer, immer wieder entscheidende Akzente setzen konnte. Aber auch unsere beiden Weltmeister im Kieler Team, Christian Zeitz und Dominik Klein, versteckten sich nicht. Und es war vor allem auch Christian Zeitz zu danken, dass die Kieler sich schlussendlich die begehrteste Trophäe im Vereinshandball sichern konnten!
Nach Schluss des Spiels saß Linksaußen Domink Klein völlig sprachlos vor Freude inmitten einer Sektdusche und fand nicht so recht die Worte, seiner Freude Ausdruck zu verleihen: Er kenne den Champions-League Pokal doch eigentlich nur aus dem Fernsehen und hält ihn jetzt selber in den Händen... - Sicher ein bewegender Moment nicht nur für den Kieler!