Samstag, 24. März 2007

Ski-Alpin: Rückblick auf die Saison 2006/2007 - Damen

Höhepunkt der zurückliegenden Saison waren zweifellos die Weltmeisterschaften im schwedischen Aare, aber auch der Weltcup hatte einiges zu bieten. Die deutschen Läuferinnen und Läufer konnten zwar nicht an die Erfolge vergangener Jahre anknüpfen, aber es gelang jungen Athletinnen und Athleten der Anschluss an die Weltspitze, der für die kommende Saison mehr erwarten läßt.

Bei den deutschen Frauen musste nicht nur der Rücktritt von Martina Ertl-Renz verkraftet werden, die neben Hilde Gerg in den vergangenen 10 Jahren immer wieder für Top-Platzierungen sorgte, nein auch eine Maria Riesch, die das Zeug und Talent dazu hat, zukünftig die Rolle einer Gerg oder Ertl einzunehmen, war nicht im Vollbesitz ihrer Leistungsfähigkeit. Durch einen erneuten Kreuzbandriss nicht nur in der Saisonvorbereitung zurückgeworfen, musste sie erst wieder lernen sich zu überwinden und hat trotz ihres Abfahrt-Weltcup-Sieges von Salt Lake City lange Zeit das Nachsehen gehabt. Zum Ende der Saison kam sie immer besser in Fahrt, wie ihre vier Top-Ten-Plätze beim Weltcupfinale in Lenzeheide erkennen ließen, so dass einiges für die nächste Saison erwartet werden darf.

Im Damen-Team war Kathrin Hölzl sicher der ganz große Lichtblick: Im Verlauf der Saison gelang Hölzl der Sprung in die Riesenslalom-Elite, den sie mit ihrem zweiten Rang beim Weltcupfinale in Lenzerheide und damit mit ihrem ersten Podestplatz krönte!
Auch Victoria Rebensburg, die bei der WM sensationall im Riesenslalom in die ersten 10 hineinfuhr, bereichert das Damenteam. Zu viel sollte man von der Schülerin allerdings noch nicht erwarten, aber die Ansätze, die sie zeigt, haben desöfteren einen Vergleich mit der mehrfachen Weltmeisterin und Olympiasiegerin Katja Seizinger aufkommen lassen.

Der Riesenslalom ist eindeutig die Vorzeigedisziplin der deutschen Läuferinnen. In den Speeddisziplinen war neben Maria Riesch mehr Schatten als Licht. So kam Petra Haltmayr über die gesamte Saison hinweg nicht recht in Fahrt, und hat zudem zum Saisonabschluss ihren Rücktritt vom aktiven Skirennsport erklärt. Ob eine Gina Stechert, die in vor allen in San Sicario aufhorchen ließ, diese Lücke schließen kann, bleibt abzuwarten.
Im Slalom konnte Monika Bergmann-Schmudderer immer mal wieder in die Top-Ten hineinfahren, und auch der Podiumsplatz von Annemarie Gerg ließ aufhorchen, aber alles in allem spielten die Musik im Slalom andere Nationen. Allen voran die Österreicherinnen um Seriensiegerin Marlies Schild, die ausgerechnet die beiden wichtigsten Rennen der Saison bei der WM und in Lenzerheide beim Weltcupfinale nicht gewinnen konnte. Dennoch haben die Österrerinnen dieser Saison ihren Stempel aufgedrückt, allem voran ist hier Nicole Hosp's erster Gewinn des Gesamtweltcups zu nennen. Aber auch die große alte Dame, Speed-Queen Renate Götschl wies mit ihren Gesamtweltcupsiegen in Abfahrt und Super-Ski die Konkurrenz aus dem eigenen Lager und vor alle die US-Girls um Julia Mancuso und Lindsay C. Kildow in die Schranken.
Königin von Aare ware aber zweifellos das Gold-Mädchen und die mehrfache Weltmeisterin Anja Paerson!

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