Sonntag, 11. März 2007

Martin Schmitt läßt Tal der Tränen hinter sich

Martin Schmitt ist zurück!
5 Jahre nach seinem letzten Weltcupsieg steht er endlich wieder auf dem Weltcup-Podium! Beim heutigen Springen von der Großschanze im finnischen Lahti musste er nur dem polnischen Weltmeister von der Normalschanze, Adam Malysz, und dem Vize-Olympiasieger Andreas Kofler aus Österreich den Vortritt lassen.
Im Endklassement lag der Furtwanger mit nur 6/10 Punkten zwar denkbar knapp vor dem Norweger Roar Ljoekelsoy, aber es reichte: Martin Schmitt ist zurück in der Weltelite!
Man mag es kaum glauben, dass der 4fache Weltmeister und zweifache Gesamtweltcupsieger Schmitt nach fünfjähriger Durststrecke endlich wieder auf dem Podest steht. Zu groß waren die Rückschläge in den vergangenen Jahren, die ihn eins ums andere Mal dazu zwangen, den Weltcup auf der Suche nach der alten Form zu unterbrechen.
In diesem Jahr schien es endlich wieder ein wenig aufwärts zu gehen, ein sechster Platz in Zakopane sprach für seinen Formanstieg. Sein neuer Heimtrainer Stefan Horngacher, ein ehemaliger Weltklassespringer aus unserem Nachbarland Österreich, hat ihm einen Teil seiner alten Stärke zurückgeben können, und vor allem glaubte er an ihn. Schon in Sapporo vor dem WM-Springen auf der Normalschanze traute er seinem Schützling den Sprung auf das Podest zu. Dieses schien ob der Leistung von Schmitt zwar etwas hochgegriffen, aber die heutige Leistung zeigt, dass Horngacher recht behalten sollte, dass mit seinem Schützling bald schon wieder zu rechnen ist.

Es erscheint schon fast eine Fügung des Schicksals, dass Martin Schmitt ausgerechnet dort erstmals wieder auf dem Podium steht, wo er Anfang März 2002 seinen bis dato letzten Weltcupsieg erringen konnte!
Hoffen wir, dass er diesen Aufschwung mit in die Vorbereitung für die neue Saison nehmen kann, in der er dann hoffentlich da weitermachen kann, wo er heute in Lahti steht: Mit Podestplätzen!
Dann wird auch ein Michael Uhrmann hoffentlich wieder im Team sein, und das deutsche Skispringen kann sich hoffentlich so langsam aus dem Tal der Tränen und Misserfolge wieder hervorarbeiten! Und Michael Uhrmann freut es sicherlich auch, einen Mitstreiter an der Seite zu haben, der mit ihm gemeinsam die Last des Erfolgsdruck tragen kann. Eine Last, mit der Schmitt in den Jahren seiner Erfolge sehr gut umzugehen wusste. Dieses wird er hoffentlich nicht verlernt haben. Und mit seinen 29 Jahren gehört er auch noch lange nicht zum alten Eisen und kann er noch einiges in der Skisprungszene erreichen!

Keine Kommentare: