Für die 20jährige Magdalena Neuner ist dieses bereits der sechste Saisonsieg. Hätte dieses der dreifachen Weltmeisterin von Antholz vor Beginn jemand prophezeit - sie hätte es sicher kaum für möglich gehalten. Es ist unglaublich wie schnell und vor allem in welcher Art und Weise sich die Wallgauerin in der Weltelite etabliert hat!
Platz 2 ging heute mit Andrea Henkel auch wieder an eine deutsche Läuferin, die dadurch auch wichtige Punkte im Gesamtweltcup auf die in dieser Wertung (noch) führende Kati Wilhelm (857 Punkte) gut machen konnte. Das Rotkäppchen aus Zella-Mehlis wurde heute 11. und hat damit nicht nur auf Henkel (811 Punkte) etwas an Vorsprung im Gesamtweltcup eingebüßt, sondern ebenso auf die Schwedin Anna-Carin Olofsson (819 Punkte), die heute Dritte wurde.
Für alle drei Biathletinnen ist der Gesamtweltcup noch realistisch! Für Spannung in den letzten Rennen ist damit gesorgt!
Nicht unerwähnt bleiben sollte zudem der siebte Platz von Katrin Apel, den sie sich trotz zweier Schießfehler mit der insgesamt fünftbesten Laufzeit sichern konnte. Für Apel ist dieses Weltcupfinale der Schlusspunkt einer erfolgreichen Karriere. Sie wird am Sonntag vom aktiven Leistungssport zurücktreten. - Über Jahre war sie eine feste Stütze der Mannschaft, vor allem in den Staffelläufen war sie ein Bank. Ihre Nichtnominierung für die WM in Antholz dürfte sie in ihrer Entscheidung ihre lange und erfolgreiche Karriere, die sie als Langläuferin begonnen hatte, zu beenden sicher auch bestärkt haben.
Es sind inzwischen mit Neuner und Katrin Hitzer junge Läuferinnen nachgerückt, die ihren Platz z.T. schon eingenommen haben. Für Nachwuchs ist also gesorgt, fehlen wird Katrin Apel dem Biathlon-Sport aber sicher dennoch...
Bei den Herren ist Michael Rösch beim Sprintrennen beim Weltcupfinale zu seinem zweiten Weltcupsieg gestürmt! Trotz einer Strafrunde ließ er der Konkurrenz keine Chance und lief vor allem eine exzellente Schlussrunde!
Michael Greis dürfte zudem das Gelbe Trikot des Gesamt-Weltcup-Besten immer sicherer haben, da er heute entscheidende Punkte auf seinen ärgsten Konkurrente Ole-Einar Bjoerndalen gutmachen konnte, der mit sechs Strafrunden aus den Punkterängen knapp herausrutschte. Greis schoss zwar auch viermal daneben, kam aber dennoch auch Platz 16 ein.
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