Bei den Biathlon-Weltmeisterschaften im koreanischen Pyeongchang hat es im Einzelrennen über 20km die erste Medaille für die deutschen Herren gegeben! Nach nur einem Fehler beim ersten Liegendschießen und einer sehr spannenden Schlussrunde war dem WM-Debütanten Christoph Stephan die Silbermedaille nicht mehr zu nehmen!
Für ganz nach vorne reichte es heute, trotz einer fulminanten Schlussrunde, nicht: Zu schnell war der überragende Athlet der bisherigen Titelkämpfe, der nun bereits dreimal mit Gold dekorierte Norweger Ole-Einar Bjoerndalen, der trotz dreier Strafminuten alles und jeden in Grund und Boden lief.
Nach dem vierten Schießen lagen sage und schreibe 6 Läufer innerhalb von 10 Sekunden, unter ihnen Stephan. Er, der bekanntermaßen auf der letzten Schleife noch einmal alles geben kann, machte heute sein Meisterstück: Silber für den 24jährigen!
Bronze ging überraschend an den Kroaten Jakov Fak, der ebenso wie Stephan mit einer Strafminute ins Ziel kam. Nur 0.9 sec hinter dem Sensationsdritten kam der Franzose Simon Fourcade ein, der sich damit ebenso wie bei Weltmeisterschaften vor einem Jahr mit Platz 4 im Einzelrennen zufrieden geben musste. - Bitter, aber dennoch ein gutes Ergebnis für ihn.
Die übrigen Deutschen spielten leider keine Rolle bei der Vergabe der vorderen Plätze: Mit jeweils 4 Schießfehlern kamen Michael Rösch, Michael Greis und Alexander Wolf auf die Plätze 18, 19 und 30.
Aber Christoph Stephan ist durchgekommen und hat die erste Medaille für die deutschen Biathlon-Herren errungen! Glückwunsch!
Dienstag, 17. Februar 2009
Montag, 16. Februar 2009
Sturzfestival zum Abschluss der Titelkämpfe von Val d’Isère
Traditionsgemäß wurde bei den alpinen Skiweltmeisterschaften in Val d’Isère als letztes Rennen der Slalom der Herren ausgetragen. Ähnlich wie bei den Damen Tags zuvor sollte es ein spannendes Rennen werden, das von ebenfalls vielen, teils spektakulären Stürzen geprägt wurde.
Aus deutscher Sicht blickte man vor allem dem Auftritt von Felix Neureuther mit Spannung entgegen. Sollte es dem Partenkirchener gelingen, die Erfolgsstory von Kathrin Hölzl und Maria Riesch fortzuschreiben?!
Nach dem ersten Durchgang sah dieses nicht so aus: Nach einer nicht perfekten Fahrt, bei der er ein ums andere Mal nach hinten absaß und mehrfach vor dem Aus stand, lag er mit über 2 Minuten Rückstand auf den Besten des 1. Laufs, den Österreicher Manfred Pranger, auf Rang Zwölf. Der zweite Durchgang sollte Neureuther dann aber wesentlich besser gelingen: Mit der zweitbesten Laufzeit ging es weit noch nach vorne. – Viel weiter, als er selbst wohl für möglich gehalten hätte. Ja, es blinkte sogar zwischenzeitlich Edelmetall.Die nach ihm ins Rennen gegangenen Läufer hatten fast alle so ihre Schwierigkeiten mit der schwierigen Piste: Namhafte Rennfahrer, wie der Österreicher Benjamin Raich, der US-Amerikaner Ted Ligety, der Führende im Slalomweltcup Jean-Baptiste Grange oder der Zweite nach Durchgang 1, der Schwede Johan Brolenius, – um nur einige zu nennen – fielen aus und erreichten das Ziel nicht. So lag denn Felix Neureuther immer noch auf Rang 3, als Manfred Pranger als Letzter das Rennen aufnahm. Sollte es etwa doch noch die ersehnte Medaille geben?!
Nein, dafür reichte es nicht mehr, aber es wäre wohl des Guten auch ein wenig zu viel gewesen, wie er selber später im Interview zugab. Aber auch dieser vierte Platz ist für den 24jährigen ein großer Erfolg, vor allem wenn man den bisherigen Saisonverlauf berücksichtigt. – Zu häufig ist der Sohn von Gold-Rosi ausgefallen.
Aber wer wurde nun Nachfolger des ebenfalls ausgefallenen Mario Matt aus Österreich? Sollte es den Österreichern doch noch gelingen den ersten Weltmeistertitel bei den Herren einzufahren und so die Schmach, die sie in den übrigen Disziplinen erlitten haben, ein wenig kleiner erscheinen lassen? – Ja, es sollte gelingen! Mit siebtbester Laufzeit brachte Pranger seinen Vorsprung ins Ziel und darf sich nun Slalom-Weltmeister nennen!
Es sei ihm und auch den Österreichern gegönnt, dass dieser Sieg errungen werden konnte. Manfred Pranger ist ein verdienter Weltmeister – und die Skination Österreich dürfte nach seiner Zieldurchfahrt mehr als nur ein wenig aufgeatmet haben.Zweiter wurde, wie schon in der Kombination, der Franzose Julien Lizeroux, der dem Gastgeberland so die dritte Silbermedaille bescherte. Auf den Bronzerang, und damit einen Platz vor Felix Neureuther, landete der Kanadier Michael Janyk.
Die alpinen Skiweltmeisterschaften von Val d’Isère, aus denen die Schweiz mit 2 x Gold, 3 x Silber und 1 x Bronze als erfolgreichste Nation hervorgeht, gehört der Geschichte an. Freuen wir uns jetzt schon auf die Titelkämpfe 2011 in Garmisch-Partenkirchen!
Aus deutscher Sicht blickte man vor allem dem Auftritt von Felix Neureuther mit Spannung entgegen. Sollte es dem Partenkirchener gelingen, die Erfolgsstory von Kathrin Hölzl und Maria Riesch fortzuschreiben?!
Nach dem ersten Durchgang sah dieses nicht so aus: Nach einer nicht perfekten Fahrt, bei der er ein ums andere Mal nach hinten absaß und mehrfach vor dem Aus stand, lag er mit über 2 Minuten Rückstand auf den Besten des 1. Laufs, den Österreicher Manfred Pranger, auf Rang Zwölf. Der zweite Durchgang sollte Neureuther dann aber wesentlich besser gelingen: Mit der zweitbesten Laufzeit ging es weit noch nach vorne. – Viel weiter, als er selbst wohl für möglich gehalten hätte. Ja, es blinkte sogar zwischenzeitlich Edelmetall.Die nach ihm ins Rennen gegangenen Läufer hatten fast alle so ihre Schwierigkeiten mit der schwierigen Piste: Namhafte Rennfahrer, wie der Österreicher Benjamin Raich, der US-Amerikaner Ted Ligety, der Führende im Slalomweltcup Jean-Baptiste Grange oder der Zweite nach Durchgang 1, der Schwede Johan Brolenius, – um nur einige zu nennen – fielen aus und erreichten das Ziel nicht. So lag denn Felix Neureuther immer noch auf Rang 3, als Manfred Pranger als Letzter das Rennen aufnahm. Sollte es etwa doch noch die ersehnte Medaille geben?!
Nein, dafür reichte es nicht mehr, aber es wäre wohl des Guten auch ein wenig zu viel gewesen, wie er selber später im Interview zugab. Aber auch dieser vierte Platz ist für den 24jährigen ein großer Erfolg, vor allem wenn man den bisherigen Saisonverlauf berücksichtigt. – Zu häufig ist der Sohn von Gold-Rosi ausgefallen.
Aber wer wurde nun Nachfolger des ebenfalls ausgefallenen Mario Matt aus Österreich? Sollte es den Österreichern doch noch gelingen den ersten Weltmeistertitel bei den Herren einzufahren und so die Schmach, die sie in den übrigen Disziplinen erlitten haben, ein wenig kleiner erscheinen lassen? – Ja, es sollte gelingen! Mit siebtbester Laufzeit brachte Pranger seinen Vorsprung ins Ziel und darf sich nun Slalom-Weltmeister nennen!
Es sei ihm und auch den Österreichern gegönnt, dass dieser Sieg errungen werden konnte. Manfred Pranger ist ein verdienter Weltmeister – und die Skination Österreich dürfte nach seiner Zieldurchfahrt mehr als nur ein wenig aufgeatmet haben.Zweiter wurde, wie schon in der Kombination, der Franzose Julien Lizeroux, der dem Gastgeberland so die dritte Silbermedaille bescherte. Auf den Bronzerang, und damit einen Platz vor Felix Neureuther, landete der Kanadier Michael Janyk.
Die alpinen Skiweltmeisterschaften von Val d’Isère, aus denen die Schweiz mit 2 x Gold, 3 x Silber und 1 x Bronze als erfolgreichste Nation hervorgeht, gehört der Geschichte an. Freuen wir uns jetzt schon auf die Titelkämpfe 2011 in Garmisch-Partenkirchen!
Helena Johnson neue Verfolgungsweltmeisterin
Noch vor den Herren gingen am frühen Morgen deutscher Zeit die Damen auf ihre Verfolgungsjagd. Gejagt wurden die beiden Deutschen Kati Wilhelm und Simone Hauswald, die bekanntlich die Plätze 1 und 2 im Sprintrennen belegt haben.
Nicht mit auf die Verfolgung machen durfte sich die Titelverteidigerin Andrea Henkel, die im Vorfeld vom Rennen ausgeschlossen wurde. Beim Trockenschießen hatte sich bei der Oberhoferin ein Schuss gelöst, obwohl die Waffe eigentlich nicht hätte geladen sein dürfen. Gott sei Dank wurde niemand verletzt, nur der Schreck dürfte wohl allen in die Glieder gefahren sein. Henkel wurde daraufhin regelkonform vom Rennen ausgeschlossen, musste ihre Siebensachen packen und das Rennen aus der Zuschauerrolle betrachten. Bitter für die Oberhoferin, aber die Sicherheit geht vor.
Das Rennen selber, bei dem – dieses sei am Rande erwähnt – alle Läuferinnen die korrekte Loipe wählten und nicht, wie manche ihrer männlichen Kollegen in der ersten Runde die kleine Abkürzung über die Brücke, brachte ein häufiges Wechseln der Führungspositionen, was bei 4 Schießeinlagen bekanntermaßen häufig der Fall ist. Zwischenzeitlich lagen sogar alle vier an den Start gegangenen Deutschen unter den ersten Fünf. – Da durfte man auf mehrfaches Edelmetall hoffen. Aber die auch heute wieder windige Angelegenheit am Schießstand wirbelte das Klassement beim letzten Schießen nochmals kräftig durcheinander: Am besten kam die Schwedin Helena Johnson davon, die als erste auf die letzte Schleife ging. Sie sollte von ihren Konkurrentin dann auch nicht mehr eingeholt werden und durfte ihren ersten Weltmeistertitel bejubeln. Auf Platz zwei kam mit Kati Wilhelm die erste Deutsche ein, die sich nach Gold im Sprintrennen über diese Silbermedaille sehr freute. Bronze ging, wie schon im Sprint, an die Russin Olga Zaitseva.
Martina Beck kam als zweitbeste Deutsche als Sechste ein. Magdalena Neuner, zwischenzeitlich in aussichtsreicher Position liegend, wurde beim letzten Schießen, wie viele andere auch, Opfer des Windes und musste viermal in die Strafrunde. – Das war das Aus ihrer Medaillenträume. Aber nicht nur das: Die Wallgauerin stürzte auf der letzten Abfahrt unglücklich und kam so abgeschlagen als 11. im Ziel ein. Dieses Ergebnis ist sicherlich ein wenig enttäuschend für die sechsfache Weltmeisterin, aber in erster Linie dürfte sie froh sein, dass sie sich bei diesem Sturz nicht verletzt hat und auch ihre Waffe unversehrt geblieben ist.
Nicht mit auf die Verfolgung machen durfte sich die Titelverteidigerin Andrea Henkel, die im Vorfeld vom Rennen ausgeschlossen wurde. Beim Trockenschießen hatte sich bei der Oberhoferin ein Schuss gelöst, obwohl die Waffe eigentlich nicht hätte geladen sein dürfen. Gott sei Dank wurde niemand verletzt, nur der Schreck dürfte wohl allen in die Glieder gefahren sein. Henkel wurde daraufhin regelkonform vom Rennen ausgeschlossen, musste ihre Siebensachen packen und das Rennen aus der Zuschauerrolle betrachten. Bitter für die Oberhoferin, aber die Sicherheit geht vor.
Das Rennen selber, bei dem – dieses sei am Rande erwähnt – alle Läuferinnen die korrekte Loipe wählten und nicht, wie manche ihrer männlichen Kollegen in der ersten Runde die kleine Abkürzung über die Brücke, brachte ein häufiges Wechseln der Führungspositionen, was bei 4 Schießeinlagen bekanntermaßen häufig der Fall ist. Zwischenzeitlich lagen sogar alle vier an den Start gegangenen Deutschen unter den ersten Fünf. – Da durfte man auf mehrfaches Edelmetall hoffen. Aber die auch heute wieder windige Angelegenheit am Schießstand wirbelte das Klassement beim letzten Schießen nochmals kräftig durcheinander: Am besten kam die Schwedin Helena Johnson davon, die als erste auf die letzte Schleife ging. Sie sollte von ihren Konkurrentin dann auch nicht mehr eingeholt werden und durfte ihren ersten Weltmeistertitel bejubeln. Auf Platz zwei kam mit Kati Wilhelm die erste Deutsche ein, die sich nach Gold im Sprintrennen über diese Silbermedaille sehr freute. Bronze ging, wie schon im Sprint, an die Russin Olga Zaitseva.
Martina Beck kam als zweitbeste Deutsche als Sechste ein. Magdalena Neuner, zwischenzeitlich in aussichtsreicher Position liegend, wurde beim letzten Schießen, wie viele andere auch, Opfer des Windes und musste viermal in die Strafrunde. – Das war das Aus ihrer Medaillenträume. Aber nicht nur das: Die Wallgauerin stürzte auf der letzten Abfahrt unglücklich und kam so abgeschlagen als 11. im Ziel ein. Dieses Ergebnis ist sicherlich ein wenig enttäuschend für die sechsfache Weltmeisterin, aber in erster Linie dürfte sie froh sein, dass sie sich bei diesem Sturz nicht verletzt hat und auch ihre Waffe unversehrt geblieben ist.
Kuriosum bei Biathlon-WM
Das Verfolgungsrennen der Herren bei den Biathlon-Weltmeisterschaften in Pyeongchang wird sicherlich nicht so schnell in Vergessenheit geraten: Zu unklar war lange Zeit, wer denn nun als Verfolgungsweltmeister gekrönt werden würde.
Aber der Reihe nach: Ole-Einar Bjoerndalen als Sprintsieger ging als Erster vor seinen Landsmännern Lars Berger, Halvard Hannevold und Alexander Os in die Loipe. Kurz nach dem Start passierte dann das Missgeschick, das den Biathlontag in Pyeongchang bestimmen sollte: Der Norweger bog falsch ab und lief über eine kleine Brücke, anstatt den etwas weiteren Weg außen um die Brücke herum zu nehmen. Lars Berger, hinter Bjoerndalen laufend, nahm denselben Weg, genauso wie noch etwa 10 weitere Läufer, unter ihnen auch Michael Rösch.
Dieses Vergehen, das den Läufern zwar faktisch kaum einen Zeitvorsprung brachte, das aber dennoch nicht regelkonform war, ließ die Köpfe der Jury und des Kampfgerichtes noch lange nach Schluss des Rennens, bei dem Ole-Einar Bjoerndalen mit deutlichem Vorsprung vor dem Russen Maxim Tschudov und seinem Landsmann Alexander Os als Erster über die Ziellinie lief, rauchen.
Immer wieder stellte sich die Frage: Wer ist denn nun der neue Verfolgungsweltmeister?
Bei klarer Regelauslegung hätten alle die Athleten, die die Abkürzung genommen haben, disqualifiziert werden müssen. Eine Haltung, die nicht wenige vertreten haben, und die auch regelkonform gewesen wäre. Dass die Biathleten von der eigentlichen Loipe abwichen, durch Begrenzungsklötzchen hindurch auf die Brücke zuliefen, war in den Fernsehbildern klar zu sehen. Ganz so klar sah es die Jury dann aber wohl doch nicht. Nach langem Hin & Her sollten alle Läufer, die in der ersten Runde fälschlicherweise über die Brücke gelaufen waren, eine Strafminute bekommen, wodurch Tschudov Weltmeister geworden wäre, vor Os und Bjoerndalen. Michael Greis, der korrekt gelaufen war, wäre vom 13. auf den 9. Rang nach vorne gerutscht.
Aber wieder gab es Diskussionen: Dann endlich, lange nachdem das Rennen beendet worden war, wurde die endgültige Entscheidung bekannt gegeben: Es würde weder eine Disqualifikation noch eine Strafminute geben, sondern der Verfolger in der Reihenfolge gewertet, in der die Athleten ins Ziel gelaufen sind. Das bedeutet nun also: Verfolgungsweltmeister 2009 ist der Norweger Ole-Einar Bjoerndalen, der damit seinen insgesamt 12. Weltmeistertitel feiern kann. Ob die Feier tatsächlich so freudig ausfallen wird, wie noch diejenige nach seinem Sprintsieg, mag angezweifelt werden. Zu lange waren nicht nur die Athleten unsicher, wie das Rennen gewertet werden würde. – Verlierer bei diesem kuriosen Rennen ist sicherlich der Sport selber. Eine schnellere, endgültige Entscheidung wäre im Sinne des Sports sicherlich besser gewesen!
Aber der Reihe nach: Ole-Einar Bjoerndalen als Sprintsieger ging als Erster vor seinen Landsmännern Lars Berger, Halvard Hannevold und Alexander Os in die Loipe. Kurz nach dem Start passierte dann das Missgeschick, das den Biathlontag in Pyeongchang bestimmen sollte: Der Norweger bog falsch ab und lief über eine kleine Brücke, anstatt den etwas weiteren Weg außen um die Brücke herum zu nehmen. Lars Berger, hinter Bjoerndalen laufend, nahm denselben Weg, genauso wie noch etwa 10 weitere Läufer, unter ihnen auch Michael Rösch.
Dieses Vergehen, das den Läufern zwar faktisch kaum einen Zeitvorsprung brachte, das aber dennoch nicht regelkonform war, ließ die Köpfe der Jury und des Kampfgerichtes noch lange nach Schluss des Rennens, bei dem Ole-Einar Bjoerndalen mit deutlichem Vorsprung vor dem Russen Maxim Tschudov und seinem Landsmann Alexander Os als Erster über die Ziellinie lief, rauchen.
Immer wieder stellte sich die Frage: Wer ist denn nun der neue Verfolgungsweltmeister?
Bei klarer Regelauslegung hätten alle die Athleten, die die Abkürzung genommen haben, disqualifiziert werden müssen. Eine Haltung, die nicht wenige vertreten haben, und die auch regelkonform gewesen wäre. Dass die Biathleten von der eigentlichen Loipe abwichen, durch Begrenzungsklötzchen hindurch auf die Brücke zuliefen, war in den Fernsehbildern klar zu sehen. Ganz so klar sah es die Jury dann aber wohl doch nicht. Nach langem Hin & Her sollten alle Läufer, die in der ersten Runde fälschlicherweise über die Brücke gelaufen waren, eine Strafminute bekommen, wodurch Tschudov Weltmeister geworden wäre, vor Os und Bjoerndalen. Michael Greis, der korrekt gelaufen war, wäre vom 13. auf den 9. Rang nach vorne gerutscht.
Aber wieder gab es Diskussionen: Dann endlich, lange nachdem das Rennen beendet worden war, wurde die endgültige Entscheidung bekannt gegeben: Es würde weder eine Disqualifikation noch eine Strafminute geben, sondern der Verfolger in der Reihenfolge gewertet, in der die Athleten ins Ziel gelaufen sind. Das bedeutet nun also: Verfolgungsweltmeister 2009 ist der Norweger Ole-Einar Bjoerndalen, der damit seinen insgesamt 12. Weltmeistertitel feiern kann. Ob die Feier tatsächlich so freudig ausfallen wird, wie noch diejenige nach seinem Sprintsieg, mag angezweifelt werden. Zu lange waren nicht nur die Athleten unsicher, wie das Rennen gewertet werden würde. – Verlierer bei diesem kuriosen Rennen ist sicherlich der Sport selber. Eine schnellere, endgültige Entscheidung wäre im Sinne des Sports sicherlich besser gewesen!
Maria Riesch am Ziel ihrer Träume: Weltmeistertitel im Slalom!
Maria Riesch hat es geschafft: Sie hat endlich ihre erste WM-Medaille gewonnen. Die für sie bislang so enttäuschend verlaufenden Titelkämpfe von Val d’Isère haben somit nun doch ein mehr als nur versöhnliches Ende für sie gefunden. Dass sie in ihrer Paradedisziplin, dem Slalom, sogar die Goldmedaille gewinnen konnte, grenzt an ein Wintermärchen! Denn so hat es bereits den zweiten Weltmeistertitel für den DSV gegeben. – Damit war im Vorfeld nicht zu rechnen, vor allem der WM-Triumph von Kathrin Hölzl kam mehr als nur überraschend. Und so steht Deutschland sogar noch vor der Skination Österreich im Medaillenspiegel und ist so erfolgreich wie lange nicht!
Den letzten großen (Slalom-) Triumph vor diesen Weltmeisterschaften erreichte Hilde Gerg bei den Olympischen Spielen von Nagano 1998. Der letzte Sieg bei einer Weltmeisterschaft liegt noch weiter zurück: 1976 war es Rosi Mittermayer, die WM-Gold im Slalom gewinnen konnte. Und nun Maria Riesch!
Die Partenkirchenerin ist wahrlich eine verdiente Weltmeisterin. Wer vier Saisonsiege in Folge feiert, so wie die 24jährige, ist eine würdige Titelträgerin! Und bedenkt man, dass die Weltmeisterschaften für sie bislang so enttäuschend verlaufen waren, sie nicht nur durch Sturzpech gehandicapt, sondern sicher auch unter dem Druck, den sie sich selbst auferlegt hatte, arg zu leiden hatte, und dass sie im letzten WM-Rennen dann so stark auftrumpft – vor dieser Leistung muss man den Hut ziehen. Alle Achtung, dass Deutschland’s Vorzeige-Alpine gerade in der Disziplin, bei der ein kleiner Fehler, ein kleiner Rutscher zum falschen Zeitpunkt das sofortige Aus bedeuten kann, ihre Nerven so im Zaum hatte!
Dass Sieg und Niederlage gerade im Slalom sehr nah beieinander liegen, mussten auch die nach Durchgang 1 in Front liegenden Läuferinnen leidvoll erfahren: Sandrine Aubert, Dritte nach Durchgang 1, stieg nach ihrem Ausrutscher zwar wieder zurück, kam aber abgeschlagen ins Ziel. Doppelweltmeisterin Lindsey Vonn, Zweite nach dem 1. Durchgang, stürzte gar, und auch die Italienerin Manuela Mölgg, als Letzte im 2. Durchgang auf die Strecke gegangen, schied nach einem Fahrfehler im unteren Teil der Strecke aus. Und so war der Weg frei für Maria Riesch: Nach Durchgang 1 noch auf dem sechsten Rang liegend, meisterte sie in beeindruckender Manier den schwierigen Lauf und setze sich mit Laufbestzeit an die Spitze. Nachdem die nach dem ersten Durchgang auf den Rängen 5 und 4 vor ihr platzierten Läuferinnen, Frida Hansdotter und Sarka Zahrobska nicht an ihr vorbei kommen konnten, und auch Aubert zurückfiel, standen bereits die ersten Freudentränen in den Augen: Denn die Medaille war sicher! Als Gold feststand, war dann kein Halten mehr!
Auf den weiteren Medaillenplätzen landeten die Titelverteidigerin Zahrobska auf dem Silberrang und die doppelt Bronze-dekorierte Finnin Tania Poutiainen. Fanny Chmelar als Achte komplettierte mit ihrem besten Weltcupergebnis das hervorragende Abschneiden des DSV. Riesenslalom-Weltmeisterin Kathrin Hölzl wurde Achtzehnte.
Den letzten großen (Slalom-) Triumph vor diesen Weltmeisterschaften erreichte Hilde Gerg bei den Olympischen Spielen von Nagano 1998. Der letzte Sieg bei einer Weltmeisterschaft liegt noch weiter zurück: 1976 war es Rosi Mittermayer, die WM-Gold im Slalom gewinnen konnte. Und nun Maria Riesch!
Die Partenkirchenerin ist wahrlich eine verdiente Weltmeisterin. Wer vier Saisonsiege in Folge feiert, so wie die 24jährige, ist eine würdige Titelträgerin! Und bedenkt man, dass die Weltmeisterschaften für sie bislang so enttäuschend verlaufen waren, sie nicht nur durch Sturzpech gehandicapt, sondern sicher auch unter dem Druck, den sie sich selbst auferlegt hatte, arg zu leiden hatte, und dass sie im letzten WM-Rennen dann so stark auftrumpft – vor dieser Leistung muss man den Hut ziehen. Alle Achtung, dass Deutschland’s Vorzeige-Alpine gerade in der Disziplin, bei der ein kleiner Fehler, ein kleiner Rutscher zum falschen Zeitpunkt das sofortige Aus bedeuten kann, ihre Nerven so im Zaum hatte!
Dass Sieg und Niederlage gerade im Slalom sehr nah beieinander liegen, mussten auch die nach Durchgang 1 in Front liegenden Läuferinnen leidvoll erfahren: Sandrine Aubert, Dritte nach Durchgang 1, stieg nach ihrem Ausrutscher zwar wieder zurück, kam aber abgeschlagen ins Ziel. Doppelweltmeisterin Lindsey Vonn, Zweite nach dem 1. Durchgang, stürzte gar, und auch die Italienerin Manuela Mölgg, als Letzte im 2. Durchgang auf die Strecke gegangen, schied nach einem Fahrfehler im unteren Teil der Strecke aus. Und so war der Weg frei für Maria Riesch: Nach Durchgang 1 noch auf dem sechsten Rang liegend, meisterte sie in beeindruckender Manier den schwierigen Lauf und setze sich mit Laufbestzeit an die Spitze. Nachdem die nach dem ersten Durchgang auf den Rängen 5 und 4 vor ihr platzierten Läuferinnen, Frida Hansdotter und Sarka Zahrobska nicht an ihr vorbei kommen konnten, und auch Aubert zurückfiel, standen bereits die ersten Freudentränen in den Augen: Denn die Medaille war sicher! Als Gold feststand, war dann kein Halten mehr!
Auf den weiteren Medaillenplätzen landeten die Titelverteidigerin Zahrobska auf dem Silberrang und die doppelt Bronze-dekorierte Finnin Tania Poutiainen. Fanny Chmelar als Achte komplettierte mit ihrem besten Weltcupergebnis das hervorragende Abschneiden des DSV. Riesenslalom-Weltmeisterin Kathrin Hölzl wurde Achtzehnte.
Goldiger WM-Einstand für Biathlon-Damen
Die deutschen Biathletinnen haben ihre Siegesserie in den WM-Sprintwettbewerben bei den Titelkämpfen im koreanischen Pyeongchang erfolgreich fortgesetzt und mit einem Doppelsieg zum WM-Auftakt für einen Paukenschlag aus deutscher Sicht gesorgt.
Neue Sprintweltmeisterin, und damit Nachfolgerin von Andrea Henkel, wurde das Rotkäppchen des deutschen Teams, Kati Wilhelm! Die Thüringerin siegte vor Simone Hauswald, die bei ihrem halben Heimspiel im Heimatland ihrer Mutter ihre erste WM-Einzelmedaille bejubeln konnte! Dritte wurde Olga Zaitseva aus dem arg gebeutelten russischen Team, das man angesichts der jüngsten Dopingvergehen von Ekaterina Juriewa, Albina Ahatova und Dimitri Jaruschenko doch mehr als nur ein wenig kritisch beäugt.
Bei der neuen Sprintweltmeisterin liefen bei der Siegerehrung die Tränen der Freude! – Acht Jahre hat die mehrfache Olympiasiegerin auf einen erneuten WM-Einzeltitel warten müssen, aber nie daran gezweifelt, dass es ihr noch einmal gelingen würde.Bei ihrem WM-Einstand 2001 noch völlig überraschend zum WM-Titel im Sprintrennen gelaufen, gehörte die Weltcupführende zwar nun zum Favoritenkreis für Pyeongchang, aber da der Kreis der Medaillenanwärterinnen im Biathlon-Zirkus nicht klein ist, war eine Medaille noch längst nicht sicher.
Mit null Schießfehlern und einer exzellenten Laufleistung verwies Wilhelm in einem spannenden Rennen ihre Mannschaftskollegin Simone Hauswald, die bis dahin nach ebenfalls null Schießfehlern und einer fulminanten Schlussrunde in Front lag, auf den Silberrang, der aber auch einen riesiger Erfolg für die gebürtige Schwäbin bedeutet.Laufbestzeit erzielte wieder einmal Magdalena Neuner, die nach drei Schießfehlern bei z.T. schwierigsten Bedingungen und wechselnden Winden am Schießstand auf dem achten Rang einkam. Zwei Ränge vor ihr platziert ist die entthronte Titelverteidigerin: Andrea Henkel erreichte nach 2 Schießfehlern den sechsten Rang. Martina Beck komplettierte als 12. das exzellente Sprintergebnis der deutschen Biathletinnen. Dieses ist ein Einstand nach Maß, der auch viel für den Verfolger verspricht.
Bei den Herren gab es im Sprintrennen einen Vierfach-Triumph für Norwegen! Man muss wahrscheinlich lange in den Analen der Titelkämpfen zurückschauen, um Vergleichbares zu entdecken. Und dabei waren die Norweger ohne ihren Besten der laufenden Saison, den Weltcupführenden Emil Hegle Svendsen angetreten, der etwa 5 Stunden vor Start des Rennens krankheitsbedingt passen musste. Für ihn rückte der laufstarke Lars Berger nach, der dann auch die Konkurrenz in Grund und Boden laufen sollte. Wie Phönix aus der Asche schien er aufzuerstehen und verdrängte nach für ihn nur 2 Schießfehlern seine Landsmänner Halvard Hannevold und Alexander Os von den Plätzen und setzte sich an die Spitze. Er sollte nur noch von einem überflügelt werden: Ole Einar Björndalen. Der nun erfolgreichste Biathlet aller Zeiten sicherte sich aufgrund einer überragender Laufform und ebenfalls zwei Schießfehlern seinen 11. Weltmeistertitel und 85. Weltcupsieg. – Triumphe, die seinesgleichen suchen!
Die deutschen Herren konnten es den Damen somit leider nicht gleich tun. Dreifach-Olympiasieger Michael Greis kam nach 2 Schießfehlern als bester Deutscher auf dem siebten Rang ein und hat damit eine gute Ausgangssituation für das Verfolgungsrennen. Michael Rösch wurde als zweitbester Deutscher 14., wobei es lange nach einer deutlich besseren Platzierung aussah – hatte Rösch doch bis zum 8. Schuss alles abgeräumt, traf dann aber leider bei den letzten beiden Schüssen das Schwarze nicht und musste zwei Ehrenrunden in der Strafrunde drehen.
Freuen wir uns am Sonntag nun auf die zwei Verfolgungsrennen! Sowohl bei den Damen als auch bei den Herren ist Spannung vorprogrammiert, denn wir wissen: Bei 4 Schießeinlagen kann so einiges passieren ...
Neue Sprintweltmeisterin, und damit Nachfolgerin von Andrea Henkel, wurde das Rotkäppchen des deutschen Teams, Kati Wilhelm! Die Thüringerin siegte vor Simone Hauswald, die bei ihrem halben Heimspiel im Heimatland ihrer Mutter ihre erste WM-Einzelmedaille bejubeln konnte! Dritte wurde Olga Zaitseva aus dem arg gebeutelten russischen Team, das man angesichts der jüngsten Dopingvergehen von Ekaterina Juriewa, Albina Ahatova und Dimitri Jaruschenko doch mehr als nur ein wenig kritisch beäugt.
Bei der neuen Sprintweltmeisterin liefen bei der Siegerehrung die Tränen der Freude! – Acht Jahre hat die mehrfache Olympiasiegerin auf einen erneuten WM-Einzeltitel warten müssen, aber nie daran gezweifelt, dass es ihr noch einmal gelingen würde.Bei ihrem WM-Einstand 2001 noch völlig überraschend zum WM-Titel im Sprintrennen gelaufen, gehörte die Weltcupführende zwar nun zum Favoritenkreis für Pyeongchang, aber da der Kreis der Medaillenanwärterinnen im Biathlon-Zirkus nicht klein ist, war eine Medaille noch längst nicht sicher.
Mit null Schießfehlern und einer exzellenten Laufleistung verwies Wilhelm in einem spannenden Rennen ihre Mannschaftskollegin Simone Hauswald, die bis dahin nach ebenfalls null Schießfehlern und einer fulminanten Schlussrunde in Front lag, auf den Silberrang, der aber auch einen riesiger Erfolg für die gebürtige Schwäbin bedeutet.Laufbestzeit erzielte wieder einmal Magdalena Neuner, die nach drei Schießfehlern bei z.T. schwierigsten Bedingungen und wechselnden Winden am Schießstand auf dem achten Rang einkam. Zwei Ränge vor ihr platziert ist die entthronte Titelverteidigerin: Andrea Henkel erreichte nach 2 Schießfehlern den sechsten Rang. Martina Beck komplettierte als 12. das exzellente Sprintergebnis der deutschen Biathletinnen. Dieses ist ein Einstand nach Maß, der auch viel für den Verfolger verspricht.
Bei den Herren gab es im Sprintrennen einen Vierfach-Triumph für Norwegen! Man muss wahrscheinlich lange in den Analen der Titelkämpfen zurückschauen, um Vergleichbares zu entdecken. Und dabei waren die Norweger ohne ihren Besten der laufenden Saison, den Weltcupführenden Emil Hegle Svendsen angetreten, der etwa 5 Stunden vor Start des Rennens krankheitsbedingt passen musste. Für ihn rückte der laufstarke Lars Berger nach, der dann auch die Konkurrenz in Grund und Boden laufen sollte. Wie Phönix aus der Asche schien er aufzuerstehen und verdrängte nach für ihn nur 2 Schießfehlern seine Landsmänner Halvard Hannevold und Alexander Os von den Plätzen und setzte sich an die Spitze. Er sollte nur noch von einem überflügelt werden: Ole Einar Björndalen. Der nun erfolgreichste Biathlet aller Zeiten sicherte sich aufgrund einer überragender Laufform und ebenfalls zwei Schießfehlern seinen 11. Weltmeistertitel und 85. Weltcupsieg. – Triumphe, die seinesgleichen suchen!
Die deutschen Herren konnten es den Damen somit leider nicht gleich tun. Dreifach-Olympiasieger Michael Greis kam nach 2 Schießfehlern als bester Deutscher auf dem siebten Rang ein und hat damit eine gute Ausgangssituation für das Verfolgungsrennen. Michael Rösch wurde als zweitbester Deutscher 14., wobei es lange nach einer deutlich besseren Platzierung aussah – hatte Rösch doch bis zum 8. Schuss alles abgeräumt, traf dann aber leider bei den letzten beiden Schüssen das Schwarze nicht und musste zwei Ehrenrunden in der Strafrunde drehen.
Freuen wir uns am Sonntag nun auf die zwei Verfolgungsrennen! Sowohl bei den Damen als auch bei den Herren ist Spannung vorprogrammiert, denn wir wissen: Bei 4 Schießeinlagen kann so einiges passieren ...
Freitag, 13. Februar 2009
Sensationeller Weltmeistertitel für Kathrin Hölzl
Die Durststrecke des DSV bei alpinen Ski-Weltmeisterschaften hat ein überraschendes, ja geradezu sensationelles Ende gefunden: Die Berchtesgadenerin Kathrin Hölzl hat in ihrer Paradedisziplin Riesenslalom die erste WM-Einzelmedaille für den DSV seit 8 Jahren gewonnen! Dass es gleich zu Gold reichte, ist kaum zu fassen! Hat die 24jährige doch schließlich im Weltcup bislang noch nie ganz oben auf dem Siegertreppchen stehen können. Dass dieses nun gerade bei den Weltmeisterschaften zum ersten Mal glückte, lässt nicht nur sie, sondern auch einen ganzen Verband jubeln.
Dabei sollte es doch eigentlich Maria Riesch vergönnt gewesen sein, die erste alpine WM-Einzelmedaille seit 52 Wettbewerben zu gewinnen. Die Partenkirchenerin war als Zweite im Gesamtweltcup im Vorfeld der WM als große Medaillenkandidatin gehandelt worden. Leider waren es bislang nur noch nicht die Titelkämpfe der Maria Riesch: Im Super-G nach verhaltenem Rennen nur auf Rang 8 gefahren, in der Super-Kombination die Medaille eigentlich bereits fest im Blick auf dem vierten Platz gelandet, und auch in der Abfahrt, noch gezeichnet von ihrem Trainingssturz, spielte sie mit Rang 10 keine entscheidende Rolle. Ganz im Gegensatz zu ihrer Freundin Lindsey Vonn. Die US-Amerikanerinnen ist nach den Siegen in Super-G und Abfahrt schon jetzt der große WM-Star. Beinahe wäre Vonn bereits dreifache Titelträgerin von Val d’Isère, schied sie im Kombinationsslalom doch denkbar knapp aus und musste so der Österreicherin Kathrin Zettel den Vortritt lassen.
Mag Lindsey Vonn auch als der große WM-Star in die Analen der Alpinen Skiweltmeisterschaften 2009 eingehen, aus deutscher Sicht ist Kathrin Hölzl die große Gewinnerin!
Nach Durchgang 1 lag sie mit Rang 4 noch in Lauerstellung, brachte sich dann aber im zweiten Durchgang durch einen couragierten, aber dennoch kontrollierten Lauf in Führung – knappe 0.09 sec vor der Slowenin Tina Maze. Endlich, endlich, ist es Hölzl wieder einmal gelungen auch einen zweiten exzellenten Lauf ins Ziel zu bringen! Wie oft musste sie im Weltcup im zweiten Durchgang Konkurrentinnen an sich vorbeiziehen lassen, aber heute ist ihr ihr Meisterstück gelungen. Die Nummer 1, die nach ihrer Zieldurchfahrt aufleuchtete, sollte nicht mehr verblassen, denn die drei nach dem ersten Durchgang noch vor ihr liegenden Läuferinnen, kamen an ihre Leistung nicht heran.
So kam ihre Teamkollegin Viktoria Rebensburg, die nach dem ersten Durchgang noch sensationell auf Rang 3 lag, auf dem 9. Platz ein, der für die 18jährige dennoch einen großen Erfolg bedeutet. Dann hieß es für Tanja Poutiainen zu zeigen, wozu sie in der Lage ist: Zunächst noch in Front liegend, verlor die Finnin im unteren Teil der Strecke jedoch und landete letztendlich auf dem dritten Gesamtrang hinter Hölzl und Maze. Denn Kathrin Zettel ist nach Gold in der Super-Kombination kein erneuter Sprung aufs Podest gelungen: Die Österreicherin wurde Sechste.
Ganz oben steht heute aber Kathrin Hölzl. Sie gewinnt das erste Riesenslalom-Gold seit 31 Jahren für Deutschland. 1978 war es Maria Epple, die ebenso wie Kathrin Hölzl ohne einen einzigen Weltcupsieg zu WM-Gold im Riesenslalom fuhr. Das letzte Mal durfte der DSV 2001 über eine Goldmedaille im Einzelwettbewerb jubeln: Martina Ertl war es, die Kombinations-Gold in St. Anton holte.
Hoffen wir, dass dieser Sieg von Hölzl auch Maria Riesch Auftrieb geben wird, damit diese ihren Traum einer WM-Medaille doch noch wahr werden lassen kann. Beim Riesenslalom kam die Partenkirchenerin nach einem groben Fahrfehler im zweiten Durchgang nur auf den 28. Platz, aber da der Riesentorlauf ihre schwächste Disziplin ist, sollte sie dieses Ergebnis nicht zu traurig stimmen. Für sie gilt es am Samstag in ihrer Paradedisziplin, dem Slalom, voll anzugreifen! Als vierfache Saisonsiegerin gilt sie hier, neben Vonn, als ganz große Favoritin. Ihr persönlicher Druck ist sicherlich nach wie vor groß, aber auf ihr lastet nun nicht mehr der ganz große Druck des Deutschen Skiverbandes, endlich wieder eine WM-Medaille gewinnen zu „müssen“. – Hoffen wir, dass dieses ihr helfen wird, das ersehnte Ziel einer Medaille zu erreichen!
Dabei sollte es doch eigentlich Maria Riesch vergönnt gewesen sein, die erste alpine WM-Einzelmedaille seit 52 Wettbewerben zu gewinnen. Die Partenkirchenerin war als Zweite im Gesamtweltcup im Vorfeld der WM als große Medaillenkandidatin gehandelt worden. Leider waren es bislang nur noch nicht die Titelkämpfe der Maria Riesch: Im Super-G nach verhaltenem Rennen nur auf Rang 8 gefahren, in der Super-Kombination die Medaille eigentlich bereits fest im Blick auf dem vierten Platz gelandet, und auch in der Abfahrt, noch gezeichnet von ihrem Trainingssturz, spielte sie mit Rang 10 keine entscheidende Rolle. Ganz im Gegensatz zu ihrer Freundin Lindsey Vonn. Die US-Amerikanerinnen ist nach den Siegen in Super-G und Abfahrt schon jetzt der große WM-Star. Beinahe wäre Vonn bereits dreifache Titelträgerin von Val d’Isère, schied sie im Kombinationsslalom doch denkbar knapp aus und musste so der Österreicherin Kathrin Zettel den Vortritt lassen.
Mag Lindsey Vonn auch als der große WM-Star in die Analen der Alpinen Skiweltmeisterschaften 2009 eingehen, aus deutscher Sicht ist Kathrin Hölzl die große Gewinnerin!
Nach Durchgang 1 lag sie mit Rang 4 noch in Lauerstellung, brachte sich dann aber im zweiten Durchgang durch einen couragierten, aber dennoch kontrollierten Lauf in Führung – knappe 0.09 sec vor der Slowenin Tina Maze. Endlich, endlich, ist es Hölzl wieder einmal gelungen auch einen zweiten exzellenten Lauf ins Ziel zu bringen! Wie oft musste sie im Weltcup im zweiten Durchgang Konkurrentinnen an sich vorbeiziehen lassen, aber heute ist ihr ihr Meisterstück gelungen. Die Nummer 1, die nach ihrer Zieldurchfahrt aufleuchtete, sollte nicht mehr verblassen, denn die drei nach dem ersten Durchgang noch vor ihr liegenden Läuferinnen, kamen an ihre Leistung nicht heran.
So kam ihre Teamkollegin Viktoria Rebensburg, die nach dem ersten Durchgang noch sensationell auf Rang 3 lag, auf dem 9. Platz ein, der für die 18jährige dennoch einen großen Erfolg bedeutet. Dann hieß es für Tanja Poutiainen zu zeigen, wozu sie in der Lage ist: Zunächst noch in Front liegend, verlor die Finnin im unteren Teil der Strecke jedoch und landete letztendlich auf dem dritten Gesamtrang hinter Hölzl und Maze. Denn Kathrin Zettel ist nach Gold in der Super-Kombination kein erneuter Sprung aufs Podest gelungen: Die Österreicherin wurde Sechste.
Ganz oben steht heute aber Kathrin Hölzl. Sie gewinnt das erste Riesenslalom-Gold seit 31 Jahren für Deutschland. 1978 war es Maria Epple, die ebenso wie Kathrin Hölzl ohne einen einzigen Weltcupsieg zu WM-Gold im Riesenslalom fuhr. Das letzte Mal durfte der DSV 2001 über eine Goldmedaille im Einzelwettbewerb jubeln: Martina Ertl war es, die Kombinations-Gold in St. Anton holte.
Hoffen wir, dass dieser Sieg von Hölzl auch Maria Riesch Auftrieb geben wird, damit diese ihren Traum einer WM-Medaille doch noch wahr werden lassen kann. Beim Riesenslalom kam die Partenkirchenerin nach einem groben Fahrfehler im zweiten Durchgang nur auf den 28. Platz, aber da der Riesentorlauf ihre schwächste Disziplin ist, sollte sie dieses Ergebnis nicht zu traurig stimmen. Für sie gilt es am Samstag in ihrer Paradedisziplin, dem Slalom, voll anzugreifen! Als vierfache Saisonsiegerin gilt sie hier, neben Vonn, als ganz große Favoritin. Ihr persönlicher Druck ist sicherlich nach wie vor groß, aber auf ihr lastet nun nicht mehr der ganz große Druck des Deutschen Skiverbandes, endlich wieder eine WM-Medaille gewinnen zu „müssen“. – Hoffen wir, dass dieses ihr helfen wird, das ersehnte Ziel einer Medaille zu erreichen!
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