Severin Freund hat heute sein Meisterstück abgeleistet und in Falun den Weltmeistertitel von der Großschanze errungen!
Deutschland hat nach 14 Jahren endlich wieder seinen Einzelweltmeister und Martin Schmitt nach seinem Triumph von Lahti 2001 seinen Nachfolger gefunden!
Es war eine Demonstration vom frischgebackenen Mixed-Weltmeister, der mit beiden Sprüngen seine grandiose Form unterstreichen konnte: Bestweiten in beiden Durchgängen und sogar noch ein neuer Schanzenrekord mit 135.5 m im 2. Durchgang. - Grandios! Über 22 Punkte Vorsprung vor dem Zweiten! - Severin Freund ist heute zurecht Weltmeister geworden!
Und was für eine Freude im deutschen Team! Bundestrainer Werner Schuster war regelrecht gerührt, als er von dem bewegenden Moment sprach, den er empfunden hatte, als er seinen Vorzeigespringer für den 2. Sprung abgewunken hatte.
Es ist auch ein großer Erfolg des Österreichers, der die deutsche Mannschaft wieder nach ganz oben geführt hat.
Mit Markus Eisenbichler als 10. und Richard Freitag auf Rang 15, Andreas Wellinger musste kranheitsbedingt leider passen und konnte am Wettkampf nicht teilnehmen, kamen zwar zwei weitere deutsche Springer und die Top-15, aber Freund ist heute eindeutig der Top-Adler aus deutschen Landen!
Das Podest komplettierten Gregor Schlierenzauer und der Norweger Rune Velta.
Velta erreichte damit nach Gold von der Normalschanze seine zweite WM-Einzelmedaille und erfüllte mit diesem Triumph die in ihn gesteckten Erwartungen.
Hätte der Norweger jedoch im ersten Durchgang nicht seinen auf dieser Schanze bislang schlechtesten Sprung abgeliefert, der ihn zur Halbzeit lediglich auf dem 8. Rang landen ließ, hätte es sicherlich, wie schon auf der Normalschanze, zu einem deutlich spannenderen Kampf mit Freund um den Weltmeistertitel kommen können.
So kam Velta aber noch ein wenig überraschend zu Bronze, nachdem die im 1. Durchgang vor ihm liegenden Springer, wie seine Landsmänner Anders Fannemel und Anders Bardal sowie der Vierschanzentourneegewinner Stefan Kraft, ihre Leistung nicht bringen konnten.
An einem Gregor Schlierenzauer, Dritter nach dem 1. Durchgang, kam Velta jedoch nicht mehr vorbei. Mit dem Österreicher konnte man, trotz seiner mehr als 50 Weltcupsiege, im Vorfeld des Wettbewerbs nicht rechnen. Schlierenzauer schien außer Form und nicht in der Lage, die österreichische Fahne hochzuhalten. Aber der Tiroler strafte seine Kritiker, und wahrscheinlich auch so machen Experten, Lügen: Durch den exzellenten 1. Durchgang schien der Knoten geplatzt zu sein, und Schlierenzauer wusste plötzlich wieder, wie Skispringen funktioniert. So schien sich der zweifache Vierschanzentourneesieger über seine Silbermedaille fast wie über Gold zu freuen.
Aber alles überstrahlt heute der neue Weltmeister, Severin Freund!
Man darf gespannt sein, was das deutsche Team mit diesem Erfolg im Rücken beim Mannschaftsspringen am Samstag leisten wird.
Donnerstag, 26. Februar 2015
Sonntag, 22. Februar 2015
WM-Gold im Team für Nordischen Kombinierer
Es ist geschafft! Endlich, endlich hat das deutsche Team-Gold in der Nordischen Kombination gewonnen!!
28 Jahre und 3 Tage nach dem letzten WM-Gold von Oberstdorf durch Bundestrainer Hermann Weinbuch, Hubert Schwarz und Thomas Müller und zahlreichen Vizeweltmeisterschaften hat die deutsche Mannschaft das so ersehnte WM Gold errungen!
Die Mannschaft um Weltmeister Johannes Rydzek, Tino Edelmann, Fabian Rießle sowie Eric Frenzel hatte nach dem Springen zwar 28 Sekunden Vorsprung auf die favorisierten Norweger, aber es kamen Zweifel auf, ob dieser Vorsprung reichen würden gegen das so laufstarke norwegische Team. So sah es Mitte der ersten Runde, in der Tino Edelmann in die Loipe musste, auch alles andere als gut aus, als sowohl Japan, Frankreich als auch Norwegen auf die nach dem Springen führenden Deutschen aufgelaufen waren. Aber was war das dann für ein Antritt von Edelmann am vorletzten Anstieg seiner 5 km Runde?! Einmalig ließ er den großen Magnus Moan stehen und gab dem zweiten Läufer Eric Frenzel 5 Sekunden Vorsprung mit auf den Weg. Frenzel, seines Zeichens bereits zweifacher Einzelweltmeister, ließ den Norweger Havard Klementsen zunächst aufkommen, um dann den Norweger in unnachahmlicher Manier stehen zu lassen und Sekunde und Sekunde an Vorsprung herauszuholen.
Der dritte im Bunde, Fabian Rießle, verlor zwar einige Sekunden auf Miko Kokkslien, der am Freitag geschohnt worden war, aber konnte Schlussläufer Johannes Rydzek dennoch 6.7 Sekunden Vorsprung auf Norwegens Schlussläufer Jörgen Graaback mit auf den Weg geben.
Was war im Vorfeld über dieses Duell nicht alles geschrieben worden?! Es stellten sich immer die Frage: Kann das deutsche Team gegen Norwegens Graaback bestehen oder wird der als bester Läufer des Feldes doch wieder, wie so oft, zuletzt bei den Olympischen Spielen im vergangenen Jahr, wieder als Erster über die Ziellinie laufen?!
Johannes Rydzek, während der WM-Tage von Falun wohl in der Form seines Lebens, ließ schon früh erahnen, dass die deutsche Mannschaft heute den Sieg würde erringen können. Zunächst hielt der frisch gebackene Weltmeister den Vorsprung und brummte dem Norweger dann Sekunde um Sekunde auf!
Es war einfach unglaublich! Endlich gibt es wieder Gold für das Team in der Norwegischen Kombination. Der letzte große Titel von den Olpympischen Spielen 1988 liegt 27 Jahre zurück...
Die Freude ist riesig und man kann diesen 4 Jungs und dem Bundestrainer Hermann Weinbuch, der das Quartett exzellent auf den Langlauf eingestellt hatte, nur gratulieren!
Super habt Ihr das gemacht, Jungs!!!
28 Jahre und 3 Tage nach dem letzten WM-Gold von Oberstdorf durch Bundestrainer Hermann Weinbuch, Hubert Schwarz und Thomas Müller und zahlreichen Vizeweltmeisterschaften hat die deutsche Mannschaft das so ersehnte WM Gold errungen!
Die Mannschaft um Weltmeister Johannes Rydzek, Tino Edelmann, Fabian Rießle sowie Eric Frenzel hatte nach dem Springen zwar 28 Sekunden Vorsprung auf die favorisierten Norweger, aber es kamen Zweifel auf, ob dieser Vorsprung reichen würden gegen das so laufstarke norwegische Team. So sah es Mitte der ersten Runde, in der Tino Edelmann in die Loipe musste, auch alles andere als gut aus, als sowohl Japan, Frankreich als auch Norwegen auf die nach dem Springen führenden Deutschen aufgelaufen waren. Aber was war das dann für ein Antritt von Edelmann am vorletzten Anstieg seiner 5 km Runde?! Einmalig ließ er den großen Magnus Moan stehen und gab dem zweiten Läufer Eric Frenzel 5 Sekunden Vorsprung mit auf den Weg. Frenzel, seines Zeichens bereits zweifacher Einzelweltmeister, ließ den Norweger Havard Klementsen zunächst aufkommen, um dann den Norweger in unnachahmlicher Manier stehen zu lassen und Sekunde und Sekunde an Vorsprung herauszuholen.
Der dritte im Bunde, Fabian Rießle, verlor zwar einige Sekunden auf Miko Kokkslien, der am Freitag geschohnt worden war, aber konnte Schlussläufer Johannes Rydzek dennoch 6.7 Sekunden Vorsprung auf Norwegens Schlussläufer Jörgen Graaback mit auf den Weg geben.
Was war im Vorfeld über dieses Duell nicht alles geschrieben worden?! Es stellten sich immer die Frage: Kann das deutsche Team gegen Norwegens Graaback bestehen oder wird der als bester Läufer des Feldes doch wieder, wie so oft, zuletzt bei den Olympischen Spielen im vergangenen Jahr, wieder als Erster über die Ziellinie laufen?!
Johannes Rydzek, während der WM-Tage von Falun wohl in der Form seines Lebens, ließ schon früh erahnen, dass die deutsche Mannschaft heute den Sieg würde erringen können. Zunächst hielt der frisch gebackene Weltmeister den Vorsprung und brummte dem Norweger dann Sekunde um Sekunde auf!
Es war einfach unglaublich! Endlich gibt es wieder Gold für das Team in der Norwegischen Kombination. Der letzte große Titel von den Olpympischen Spielen 1988 liegt 27 Jahre zurück...
Die Freude ist riesig und man kann diesen 4 Jungs und dem Bundestrainer Hermann Weinbuch, der das Quartett exzellent auf den Langlauf eingestellt hatte, nur gratulieren!
Super habt Ihr das gemacht, Jungs!!!
Freitag, 20. Februar 2015
WM-Gold für Carina Vogt
Die neue Weltmeisterin im Skispringen der Frauen heißt Carina Vogt!
Unglaublich! Die 23 jährige aus Degenfeld hat nach dem Olympiasieg im vergangenen Jahr nun auch bei der WM in Falun triumphiert! Wieder fließen die Freudentränen...
Die junge Frau hat einmal mehr ihre Nervenstärke bewiesen. Nach dem 1. Durchgang noch auf dem 2. Platz liegend flog sie im Finaldurchgang auf 92 m und legte damit der Führenden nach Durchgang 1, der Österreicherin Irina Iraschko-Stolz, ordentlich etwas vor. Und die Weltcupführende und große Favoritin Iraschko-Stolz zeigte Nerven: Sie kam bei etwas schlechteren Windverhältnissen nur auf 89 m und wurde damit hinter der Japanerin Yuki Ito gar nur Dritte. Damit lag sie zwar noch einen Rang vor der heute wieder leer ausgehenden, ebenfalls auf den Weltmeistertitel gehandelten Japanerin Sara Takanashi, aber die Enttäuschung stand Iraschko-Stolz dennoch in's Gesicht geschrieben.
Jubeln durfte heute einmal mehr Carina Vogt, die nach einem unglaublichen Jahr mit Knie-OP im März und vollem Trainingseinstieg erst im Oktober vergangenen Jahres, sich heute als Weltmeisterin feiern lassen darf!
Damit beschehrt sie nach Kombinations-Gold durch Johannes Rydzek der deutschen Mannschaft bereits die 2. Goldmedaille! Das ist wahrlich ein Einstand nach Maß, mit dem man so im Vorfeld nicht unbedingt rechnen durfte. Freuen wir uns darüber!
Unglaublich! Die 23 jährige aus Degenfeld hat nach dem Olympiasieg im vergangenen Jahr nun auch bei der WM in Falun triumphiert! Wieder fließen die Freudentränen...
Die junge Frau hat einmal mehr ihre Nervenstärke bewiesen. Nach dem 1. Durchgang noch auf dem 2. Platz liegend flog sie im Finaldurchgang auf 92 m und legte damit der Führenden nach Durchgang 1, der Österreicherin Irina Iraschko-Stolz, ordentlich etwas vor. Und die Weltcupführende und große Favoritin Iraschko-Stolz zeigte Nerven: Sie kam bei etwas schlechteren Windverhältnissen nur auf 89 m und wurde damit hinter der Japanerin Yuki Ito gar nur Dritte. Damit lag sie zwar noch einen Rang vor der heute wieder leer ausgehenden, ebenfalls auf den Weltmeistertitel gehandelten Japanerin Sara Takanashi, aber die Enttäuschung stand Iraschko-Stolz dennoch in's Gesicht geschrieben.
Jubeln durfte heute einmal mehr Carina Vogt, die nach einem unglaublichen Jahr mit Knie-OP im März und vollem Trainingseinstieg erst im Oktober vergangenen Jahres, sich heute als Weltmeisterin feiern lassen darf!
Damit beschehrt sie nach Kombinations-Gold durch Johannes Rydzek der deutschen Mannschaft bereits die 2. Goldmedaille! Das ist wahrlich ein Einstand nach Maß, mit dem man so im Vorfeld nicht unbedingt rechnen durfte. Freuen wir uns darüber!
Weltmeistertitel für Johannes Rydzek
Am zweiten Tag der Nordischen Ski Weltmeisterschaften von Falun gab es das erste Gold für die deutsche Mannschaft: In der Nordischen Kombination gewann Johannes Rydzek nach einem Sprung von der Normalschanzen und dem 10 km Langlauf seinen ersten internationalen Titel!
Überglücklich kämpfte sich der 23jährige nach den vier 2.5km-Runden über die Ziellinie und durfte vor dem Italiener Alessandro Pittin und dem Titelverteidiger Chason Lamy-Chapuis über seinen ersten Weltmeistertitel jubeln!
Nach dreimal Silber bei den Welttitelkämpfen von 2013 und dem unvergessenen Gerangel mit Fabian Rießle bei den Olympischen Spielen in Sotschi im vergangenen Jahr, der ihm die schon so greifbar scheinende Olympiamedaille kostete, darf Johannes Rydzek endlich jubeln!
Nach dem ersten Durchgang schien noch der Weltcupführende Eric Frenzel klarer Favorit auf Gold zu sein. Etwa 25 Sekunden Vorsprung nahm der Oberwiesenthaler von der Schanze mit, hatte aber bereits in der zweiten Runde den kompletten Vorsprung auf die Verfolgergruppe, zu der der als 5. nach dem Springen in die Loipe gegangene Rydzek gehörte, eingebüßt. Zu sechst ging es danach durch die schwedischen Wälder. Neben den beiden Deutschen gehörten nun Lamy-Chapuis, die beiden Watabe-Japaner und Havard Klementsen aus Norwegen zu der Führungsgruppe, der sich mit raumgreifenden Schritten der Italiener Alessandro Pittin näherte und diese in der dritten Runde auch erreichte. Aber es sollte der deutsche Rydzek sein, der nach 10km als Erster über die Ziellinie lief!
Das gute Auftreten der deutschen Mannschaf komplettierte Fabian Rießle als Neunter. Bundestrainer Herrmann Weinbuch kann zurecht stolz sein auf sein Team und vor allem auf den frisch gebackenen Weltmeister Johannes Rydzek !
Überglücklich kämpfte sich der 23jährige nach den vier 2.5km-Runden über die Ziellinie und durfte vor dem Italiener Alessandro Pittin und dem Titelverteidiger Chason Lamy-Chapuis über seinen ersten Weltmeistertitel jubeln!
Nach dreimal Silber bei den Welttitelkämpfen von 2013 und dem unvergessenen Gerangel mit Fabian Rießle bei den Olympischen Spielen in Sotschi im vergangenen Jahr, der ihm die schon so greifbar scheinende Olympiamedaille kostete, darf Johannes Rydzek endlich jubeln!
Nach dem ersten Durchgang schien noch der Weltcupführende Eric Frenzel klarer Favorit auf Gold zu sein. Etwa 25 Sekunden Vorsprung nahm der Oberwiesenthaler von der Schanze mit, hatte aber bereits in der zweiten Runde den kompletten Vorsprung auf die Verfolgergruppe, zu der der als 5. nach dem Springen in die Loipe gegangene Rydzek gehörte, eingebüßt. Zu sechst ging es danach durch die schwedischen Wälder. Neben den beiden Deutschen gehörten nun Lamy-Chapuis, die beiden Watabe-Japaner und Havard Klementsen aus Norwegen zu der Führungsgruppe, der sich mit raumgreifenden Schritten der Italiener Alessandro Pittin näherte und diese in der dritten Runde auch erreichte. Aber es sollte der deutsche Rydzek sein, der nach 10km als Erster über die Ziellinie lief!
Das gute Auftreten der deutschen Mannschaf komplettierte Fabian Rießle als Neunter. Bundestrainer Herrmann Weinbuch kann zurecht stolz sein auf sein Team und vor allem auf den frisch gebackenen Weltmeister Johannes Rydzek !
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