Nach ihrem eher durchwachsenen Auftakt durften gestern auch endlich die Herren jubeln. Aufgrund einer überragenden Laufleistung konnte Michael Greis trotz zweier Schießfehler den zweiten Platz erreichen.
Den Weltmeistertitel sicherte sich mit der maximalen Ausbeute von 20 Treffern der Franzose Raphael Poiree. Bronze ging an den Tschechen Michal Slesingr mit ebenfalls zwei Starfminuten. Der Tscheche erlebt in diesen Tagen von Antholz fürwahr eine Sternstunde nach der anderen.
Die ausgezeichnete Laufleistung unseres dreifachen Olymiasiegers Michael Greis gewinnt noch mehr an Bedeutung, schaut man sich an, wer auf dem 4. Platz mit nur einer Strafminute liegt: Kein geringerer als der gewöhnlich sehr laufstarke Norweger Frode Andresen.
Als zweiter Deutscher kam Ricco Groß mit Platz 9 auch noch unter die Top-Ten. Der Ruhpoldinger kann zwar ein fehlerfreies Schießen aufweisen, aber leider kam er in der Loipe nicht wie gewünscht zurecht.
Der Doppelweltmeister in Sprint und Verfolgung Ole-Einar Bjoerndalen konnte überraschend nicht in die Entscheidung mit eingreifen.
Nach Abschluss des Wettkampfes erklärte zudem der frischgbackene Weltmeister Raphael Poiree seinen Rücktritt zum Saisonende. Damit wird er bald mehr Zeit für seine bereits nicht mehr aktive Frau Liv-Grete Poiree und seine zwei Kinder haben.
Beim heutigen Einzelrennen der Damenkonkurrenz lieferte die Norwegerin Linda Grubben eine Demonstration ihrer Stärke ab: Fehlerfrei und sehr sicher am Schießstand verbunden mit einer guten Laufleistung ließ sie der Konkurrenz keine Chance und sicherte sich ihren Weltmeistertitel. Und man muss neidlos anerkennen: Die Norwegerin war einfach mal dran.
Noch besser in der Loipe war Andrea Henkel unterwegs, leider ließ sie aber 3 Scheiben stehen und lief am Podest vorbei. Aber Bundestrainer Uwe Müssiggang kann sich auf seine Läuferinnen verlassen, i.d.R. kommt immer eine "durch". Diesmal Martina Glagow, die mit nur einer Starfminute hinter der französischen Sprintolympiasiegerin Florence Bavarel-Robert auf dem Braonzerang einkam. Gerade für die Mittenwalderin mag man sich besonders freuen, dass sie diese Medallie erringen konnte, musste sie doch mehrere Wochen krankheitsbedingt eine Pause einlegen. - Eine Pause, die ganz sicher ihrer bis zum Ausfall schon guten Form und ihrer Vorbereitung auf die WM nicht zugute kam. Man erinnert sich auch ungern an ihren ebenfalls krankheitsbedingten Ausfall bei der letzten WM, so etwas wünscht man schließlich keiner Athletin zweimal hintereinander.
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