Freitag, 16. Februar 2007

Spannung an der Spitze der Fussball-Bundesliga

Nach dem 21. Spieltag der Fussball-Bundesliga geht es so spannend an der Spitze zu, wie schon lange nicht.
Der FC Schalke 04 hat zwar deutliche 6 Punkte Vorsprung vor Werder Bremen, aber so recht mag man es den Schalkern nicht zutrauen, dass ihr Lauf, den sie zur Zeit zweifellos haben, bis zum Saisonende reichen wird. Dafür haben sie in den vergangenen Saisons zu oft zum Ende hin kalte Füße bekommen. Schalke-Befürworter mögen diesem jetzt entgegen haten, dass die Zeit für Schalke auch irgendwann einmal reif ist und die Mannschaft auch dazu gelernt hat, ja, das mag stimmen, aber Zweifel sind dennoch angebracht.

Die auf Platz zwei liegenden Bremer hoffen nach der 4:1 Pleite am letzten Spieltag gegen den VfB Stuttgart auf bessere Zeiten im Nordderby gegen den Hamburger SV. Sie dürften sich auch viel Selbstvertrauen aus ihrem 3:0 Erfolg vom vergangenen Mittwoch im UEFA-Cup gegen Ajax Amsterdam geholt haben.
Ja, die Bremer haben keine schlechten Karten im Titelrennen. Sie haben zwar die Spiele gegen ihre direkten Konkurrenten, den VfB und Schalke, verloren, aber die Mannschaft von Thomas Schaaf ist erprobt, oben mitzuspielen und hat in den vergangenen Spielzeiten gezeigt, dass sie zu den besten Mannschaften in der Bundesliga zählt.

Auf dem dritten Tabellenplatz liegt z.Z. der VfB Stuttgart mit 7 Punkten Rückstand auf Schalke, aber nur einen auf Werder. Für die Schwaben ist am Samstag ein Sieg in Frankfurt Pflicht. Was die Truppe von Armin Veh noch erreichen kann, mag man ganz schwer einzuschätzen. Zum einen haben die Stuttgarter zwar eine junge Mannschaft, die aber zu dieser Saison gezielt mit erfahrenen Spielern, wie dem Mexikaner Pardo, ergänzt wurde. Zudem dürfte der neue Schwaben-Stürmerstar Mario Gomez durch seinen Einsatz im Nationalteam gegen die Schweiz zusätzlich beflügelt sein.
Die Schwaben sind so etwas wie die Wundertüte im Titelrennen. Es ist eigentlich alles möglich...

Dann wäre da noch der FC Bayern München auf Platz 4, der bereits 9 Punkte Rückstand auf die Tabellenspitze hat. Der Trainerwechsel von Magath zurück zu Hitzfeld hat aber auch noch nicht den erhofften Erfolg gebracht. Ein mageres 1:0 gegen Bielefeld vom letzten Spieltag steht zu Buche.
Man kann gespannt sein, wie sich Bayern am Samstag gegen Aachen verkaufen wird. In den Köpfen der Spieler geistert bestimmt bereits das Achtelfinal-Hinspiel am nächsten Dienstag gegen Real Madrid - sicherlich nicht unbedingt förderlich für den Bundesliga-Alltag.
Die Bayern haben es zwar bislang noch fast immer verstanden, Schwächephasen in der Liga zu überstehen, um dann am Ende doch mit der Meisterschale dazustehen oder zumindest guter Zweiter geworden zu sein, aber in dieser Saison dauert die Schwächephase der Bayern schon erstaunlich lange an. Es kommen langsam Zweifel auf, ob es für sie noch für ganz vorne reichen wird. Es dürfte zumindest schwer werden, spielen die drei erstplatzierten so weiter wie bislang. Bayern muss zwar gegen alle drei direkten Konkurrenten noch ran und hat nur gegen Stuttgart kein Heimrecht, aber dennoch bestehen berechtigte Zweifel ob die Münchener Bayern noch mal zurückkommen können.

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