Samstag, 10. Februar 2007

Akpine Ski-WM: Premiere der Super-Kombination

Die Super-Kombination, bestehend aus einem Abfahrtslauf und einem Slalom, durchgeführt an einem Tag, hat Einzug in die Alpine Ski-WM gehalten und die klassische zwei Tage währende Kombination aus Abfahrt und zwei Slalomläufen ersetzt. - Sicher eine gute Entscheidung, die Kombination so ein wenig zu straffen, die Spannung bleibt nicht nur beim Zuschauer so besser erhalten.

Bei der bereits vorgestern ausgetragenen "Kombi" der Herren setzten sich die überraschungen bei dieser WM fort: Nicht die hochgewetteten Raich oder Svindal setzen sich durch. Nein, ein eher unbeschriebenes schweizer Blatt lag nach den zwei Läufen ganz vorne: Der Weltmeistertitel ging an Daniel Albrecht aus der Schweiz. Der 23jährige setzte sich vor dem Titelverteidiger und wie bereits erwähnten hochgewetteten österreicher Benjamin Raich und seinem Landsmann Marc Berthod durch. Damit geht die schweizerische Erfolgsstory in Aare weiter: Nach Bronze für Bruno Kernen im Super-G ist dieses bereits die dritte Medallie für die Eidgenossen: Da werden Erinnerungen wach an die großen Zeiten eines Pirmin Zurbriggens, Franz Heinzers, einer Maria Walliser oder Vreni Schneiders, um nur einige der ehemaligen schweizer Top-Fahrer zu nennen.
Der ebenfalls zu den Medallienkandidaten zählende US-Boy Bode Miller kam trotz deutlicher Führung nach der Abfahrt auf die ärgsten Konkurrenten nicht über den 7. Platz hinaus. Dieses ist trotz der bislang sehr schlechten Slalombilanz in der laufenden Saison eine Enttäuschung für Miller. Er lag damit noch einen Platz hinter dem Norweger Aksel-Lund Svindal, dem die zweifelhafte Ehre zufiel die großen Asse der Norweger Lasse Kjus und Kjetil Andre Aamodt würdig zu ersetzen. Im Weltcup gelingt dieses Svindal in dieser Saison schon recht beachtlich, aber bei der WM ist es für ihn schwer, die beiden bei den Höhepunkten immer in den Medallien mitmischenden Landsmänner zu ersetzen...
Die deutschen Läufer Stefan Keppler und Johannes Stehle spielten bei der Entscheidung, wie erwartet, keine Rolle. Sollte doch für sie die Kombi-Abfahrt auch eher eine zusätzliche Trainingsfahrt darstellen. Gelungen ist dieses eher bedingt, für die morgige Abfahrt müssen die beiden mehr als nur eine Schippe zulegen.

Wenn der Super-G bei den Damen nicht bereits ausgefahren worden wäre, hätte man bei der neuen Kombinationsweltmeisterin Anja Pärson auch eher von ener überraschung gesprochen. So aber verwundert es keinen mehr, dass die Schwedin erneut triumphieren konnte. Verwunderlicher ist da eher ihr deutlicher Vorsprung von über 8 Zehntelsekunden vor der zweitplatzierten US-Amerikanerin Julia Mancuso und dem österreichischen Slalom-Ass Marlies Schild.
Maria Riesch kam auf dem siebten Platz ein, zwar immer noch ein gutes Stückchen vom Stockerl entfernt, aber man mag den Eindruck gewinnen, dass die Partenkirchenerin langsam aber sicher immer mehr an Sicherheit gewinnt und ihre alte Stärke wiederzufinden scheint.
Man darf daher zwar noch keine Wunderdinge für die Abfahrtsentscheidung am Sonntag erwarten, aber hoffen kann man wieder!

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