Es besteht nun berechtigte Hoffnung, dass durch Neumayer's dritten Platz in Garmisch ein Ruck durch die deutsche Mannschaft geht, und dass es jetzt weiter bergauf geht. Denn noch sah es hinter Neumayer alles andere als rosig aus. Mit Martin Schmitt und Georg Späth erreichten zwar zwei weitere Deutsche den zweiten Durchgang, landete hier aber mit den Rängen 19 und 30 im geschlagenen Feld.
Der Held des Tages aus deutscher Sicht, Michael Neumayer, gibt sich weiterhin bescheiden, und gibt Platz 10 als Ziel für die beiden Springen in Innsbruck und Bischofshofen aus. In der Gesamtwertung der Vierschanzen-Tournee liegt der Berchtesgadener durch seinen weiten Satz jedoch bereits klar in den Top-Ten auf Rang 5, knapp 40 Punkte hinter dem derzeit Führenden, den Sieger des Neujahrsspringens, Gregor Schlierenzauer.
Der 17-jährige Österreicher lag nach dem ersten Durchgang noch auf Rang 5, konnte aber durch seine 141 m, die gleichzeitig Schanzenrekord bedeuteten, noch ganz nach vorne springen und auch den nach dem ersten Durchgang führenden Ahonen abfangen. Ahonen lag zum Abschluss knapp hinter Schlierenzauer auf Rang 2.
Auf Rang 4 hinter Michael Neumayer kam ein wenig überraschen der Tscheche Roman Koudelka ein, vor Polens Altmeister Adam Malysz und dem Seriensieger des Winters, Thomas Morgenstern aus Österreich.
Am heutigen Mittwoch hatten die Skispringer Ruhetag, ehe es morgen in die Qualifikation auf der Innsbrucker Bergisel-Schanze geht. Sein wir gespannt, wer dort am Freitag als Sieger vom Bakken gehen wird. In der Gesamtwertung ist es in jedem Fall äußerst spannend: In Front die beiden Österreicher Schlierenzauer und Morgenstern, durch 3.2 Punkte voneinander getrennt, und Janne Ahonen aus Finnland nur den Hauch von 0.2 Punkten dahinter liegend.
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