In der neu formierten Besetzung Simone Denkinger, Andrea Henkel, Kathrin Hitzer und Kati Wilhelm liefen sie trotz zweier Strafrunden vor dem französischen und dem russischen Quartett erneut als erste über die Ziellinie.
Zu Beginn des Rennens sah es allerdings alles andere als nach einem erneuten deutschen Staffelerfolg aus: Startläuferin Simone Denkinger ließ beim Stehend-Anschlag trotz dreier Nachlader zwei Scheiben stehen und musste in die Strafrunde. Damit gab sie der Weltcup-Siegerin des vergangenen Jahres, Andrea Henkel, eine große Bürde von knapp 1 1/2 Minuten Rückstand auf die Spitze mit auf den Weg, mit der die Thüringerin aber bestens umzugehen wusste: Mit zwei sicheren Schießeinlagen und erstklassiger Laufform brachte sie das deutsche Quartett wieder in Tuchfühlung zur Spitze, wobei sie sicherlich auch von einer Strafrunde der bis dahin in Front liegenden russischen Läuferin profitierte.
Die an Nummer 3 laufende Kathrin Hitzer brachte die deutsche Staffel in Folge in Führung, die Schlussläuferin Kati Wilhelm nicht mehr abgeben sollte. So konnte Wilhelm nach einer spannenden Staffelentscheidung sich sogar noch die Zeit nehmen, mit der deutschen Fahne über die Ziellinie zu laufen - der Abstand zur derzeit in bestechender Form befindlichen Französin Sandrine Bailly war zwar nicht groß, dafür aber ausreichend.
Mit ihrem nun insgesamt dritten Erfolg beim dritten Staffelrennen der laufenden Saison sind die deutschen Biathletinnen die Top-Favoritinnen für die WM im Februar im schwedischen Östersund.
Bundestrainer Uwe Müssiggang wird wohl die Qual der Wahl haben, hat er doch heute sogar zwei seiner Top-Läuferinnen, Martina Glagow und die Sportlerin des Jahres, Magdalena Neuner, geschont. Gut, wenn man so aus dem Vollen schöpfen kann.
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