Die deutsche Handball Nationalmannschaft hat im Platzierungsspiel um Platz 5 gegen Ungarn nochmals gezeigt, wieviel Potential in dieser jungen Truppe steckt und damit ihren durchweg guten Eindruck bei der WM nochmals bestätigt.
Der entthronte Weltmeister ließ zu keiner Phase der Partie Zweifel aufkommen, wer als Sieger vom Platz gehen würde. Mit zeitweilig 6 Toren Vorsprung trat die deutsche Mannschaft spielstark und mit großer Durchsetzungskraft auf, dabei musste auch bei diesem letzten WM-Spiel der deutschen Mannschaft in Kroatien auf arivierte Spieler verzichtet werden. So kam Pascal Hens aufgrund seiner Oberschenkelverhärtung gar nicht zum Einsatz, für ihn rückte Sven-Sören Christophersen nach. Ebenfalls passen musste der grippekranke Kreisläufer Sebastian Preiss. Aber auf die Spieler aus der zweiten Reihe, Lars Kaufmann und Jens Tiedke, war Verlass. Vor allem Kaufmann steuerte mit seinen insgesamt 8 Treffern Entscheidendes zum Sieg der deutschen Mannschaft bei. Auch Martin Strobl zog als Kraus-Ersatz auf der Spielmacherposition erfolgreich die Fäden, um an dieser Stelle nur zwei Spieler beispielhaft zu nennen.
Letztendlich gewannen die Deutschen verdient mit 28:25 und dürften ein wenig versöhnlicher nach Hause fahren, als wie sie sich nach dem enttäuschenden und knappen Verpassen des Halbfinales gefühlt haben dürften. Auch der deutsche Handball Fan, der in den letzten Tagen viel zu leiden hatte, dürfte sich ein wenig besser fühlen.
Denn auch wenn das Halbfinale verpasst wurde, das Fazit dieser WM fällt aus deutscher Sicht durchweg positiv aus! Dieser jungen deutschen Mannschaft ist in der Zukunft noch einiges zu zutrauen!
Natürlich ist der verpasste Halbfinaleinzug bitter, vor allem wenn man die Umstände bedenkt, aber die deutsche Mannschaft kann dennoch mit erhobenem Haupt die Heimreise antreten. Nur wenige hätten ihr ein derart überzeugendes Auftreten zugetraut, vor allem auch angesichts des nicht enden wollenden Verletzungspech, das sich seit dem ersten Spiel, als sich Rechtsaußen Christian Sprenger verletzte, wie ein roter Faden durch das gesamte Turnier zog, und in dem Ausfall von Kapitän Mimi Kraus zweifellos seinen Höhepunkt fand. Wie die deutsche Mannschaft diese Ausfälle wegstecken konnte, ist bemerkenswert!
Und mit ein wenig fairer agierenden Unparteiischen in den beiden entscheidenden Partie gegen Norwegen und Dänemark, würde die deutsche Mannschaft heute Abend um den Einzug ins Finale spielen.
Sein wir daher ob des vorzeitigen WM-Aus nicht zu betrübt. Heiner Brand’s Mannen haben eine überzeugende Leistung während der gesamten WM abgeliefert. Das Glück war in diesem Jahr leider auf der Seite der Gegner, aber dennoch können wir uns auf spannende und erfolgreiche Auftritte und Turniere der deutschen Mannschaft in der Zukunft freuen!
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