Das deutsche Skisprungteam hat mit dem neuen Bundestrainer Werner Schuster zurück in die Erfolgsspur gefunden und das seit Jahren beste Ergebnis bei der Vierschanzentournee erreicht.
Nicht nur dass der Österreicher Martin Schmitt wieder in die Weltspitze zurückführen konnte. Nein, das gesamte Team tritt in einer Geschlossenheit auf, die zurecht auf eine Medaille im Mannschafswettbewerb bei den anstehenden Weltmeisterschaften in Liberec hoffen lässt. Im Schatten des viermaligen Weltmeisters aus Furtwangen, der mit Platz 3 in Innsbruck erstmals nach 6 Jahren wieder auf dem Siegerpodest der Vierschanzentournee stehen konnte, haben sich mit Michael Neumayer und Michael Uhrmann zwei weitere Springer in der erweiterten Weltspitze wieder etabliert, die jederzeit unter die Top 10 springen können. Und nicht nur dass: Auch der Mannschaftsolympiasieger von 2002, Stephan Hocke, zeigt eine Konstanz wie seit 7 Jahren nicht mehr. Hocke, der unter Schusters Vorgänger Peter Rohwein, nie zu seiner alten Stärke zurück finden konnte, springt nun stabil unter die Top 15. So erreichte er denn auch Platz 15 beim gestrigen Abschlussspringen in Bischofshofen, der gleichbedeutend ebenfalls mit dem 15. Platz in der Gesamtwertung ist.
Martin Schmitt erreichte in Bischofshofen den 5. Rang. Nach Durchgang 1 lag er noch auf dem 3. Platz, kam aber im zweiten Durchgang nicht über 136.5 m hinaus und musste sich so hinter dem Tages- und Gesamtsieger Wolfgang Loitzl, Simon Ammann, Dimitri Vassiliev und Gregor Schlierenzauer einreihen.
Es ist zwar schade, dass Schmitt wie bereits bei den Springen zuvor, den zweiten Durchgang nicht ebenso exzellent nach unten brachte wie Durchgang 1, aber dennoch ist seine Leistung während der gesamten Tournee nicht hoch genug zu würdigen! Der Schwarzwälder ist mit Gesamtrang 4 zurück in der Weltspitze!
Neben Schmitt wusste aus deutscher Sicht vor allem Michael Neumayer in Bischofshofen zu gefallen. Er erreichte hinter Schmitt den 6. Rang, der gleichbedeutend ist mit Rang 10 in der Gesamtwertung. Nach Rang 3 im vergangenen Jahr, den er zugegebener Maßen ein wenig glücklich erreichte, ist dieses eine Bestätigung seiner Leistung.
Michael Uhrmann als Tages-Achter und 12. In der Gesamtwertung rundet das hervorragende Ergebnis der deutschen Skispringer ab.
Angesichts dieser Erfolge mag bei so manchem Skisprungfan die Frage aufkommen, warum der DSV nicht schon früher gewagt hat, mit Werner Schuster einen Österreicher als Bundestrainer einzustellen. Zweifelsohne hat er die deutschen Adler in die Erfolgsspur zurückgebracht, und die Springer sind wieder mit Freude, Spaß und vor allem auch Erfolg dabei.
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen