Sonntag, 27. Mai 2007

Stuttgart verpasst Double - Nürnberg Pokalsieger

Große Freude im Frankenland, tiefe Trauer in Schwaben - So endet das diesjährige DfB-Pokalfinale im Berliner Olympiastadion.
Es standen sich die zwei Überraschungsmannschaften der Saison gegenüber: Der VfB Stuttgart, den kaum jemand als möglichen Meister auf der Rechnung hatte, und der 1. FC Nürnberg, der sensatonell 6. werden und damit das seit Jahren beste Ergebnis überhaupt erreichen konnte.
Damit war schon vor Anpfiff dieses Spiels klar, dass beide Mannschaften mit dem Gewinn des DfB-Pokals das I-Tüpfelchen auf die Saison setzen könnten.

Es war ein heisser Fight im Berliner Olympiastadion, in dem der 1. FFC Frankfurt im Pokal-Finale der Damen gegen den FCR Duisburg es vorgemacht hatte, wie man Pokalsieger wird.
Den Nürnbergern gehörten die ersten Minuten dieses Spiels, aber schon bald war auch der Meister aus Stuttgart im Spiel und ging dann auch in der 20. Minute durch Cacau 1:0 in Führung.
Die Franken jedoch ließen mit ihrer Antwort nicht lange auf sich warten und erzielten in der 27. Minute durch Marek Mintal den Ausgleich.
In der 31. Minute kam es zu einer Schlüsselszene, wenn nicht sogar zu der Schlüsselszene des gesamten Spiels, als Cacau, der Torschütze zum 1:0, nach einer Tätlichkeit die Rote Karte sah, und der VfB in Unterzahl weiterspielen musste. - Eine große Bürde für die Schwaben, die jedoch bis zur Halbzeitpause zunächst ohne Folgen bleiben sollte.

Die Nürnberger kamen deutlich besser aus der Kabine als die Schwaben und konnten in der 47. Minute durch Marco Engelardt erstmals in diesem Finale in Führung gehen. Aber der VfB Stuttgart steckte nicht auf, kämpfte und bekam in der 80. Minute den verdienten Lohn, als Pavel Pardo einen an Mario Gomez verschuldeten Foulelfmeter im Tor der Nürnberger versenkt.
2:2 stand es auch nach 90 Minuten, und das Spiel ging in die Verlängerung. Damit musste der VfB 90 Minuten in Unterzahl auskommen . - Kein leichtes Unterfangen für den Meister.
Und so kam es, wie es kommen musste: In der 109. Minute brachte Jan Kristiansen mit seinem Tor zum 2:3 die Entscheidung zu Gunsten der Nürnberger.
Stuttgart kämpfte zwar unter Auferbietung aller Kräfte, aber es wollte kein Tor mehr gelingen. Selbst Timo Hildebrandt in senem letzten Spiel für den VfB Stuttgart, stürmte in der letzten Minute vor das gegnerische Tor, aber auch er konnte die nürnberger Abwehr nicht überwinden. - Es sollte nicht sein, das Double zu schaffen.

Pokalsieeger 2007 ist der 1. FC Nürnberg, der den Meister aus Stutgat zum dritten Mal in dieser Saison besiegen konnte. Das verdient großes Lob, und als Belohnung gab es ja auch den Pott und den ersten Titel seit 1968, als der 1. FC Nürnberg letztmals deutscher Meister werden konnte.

Samstag, 26. Mai 2007

Handball Bundesliga: Meisterschaft noch immer offen

Der vorletzte Spieltag der Handball-Bundesliga brachte noch nicht die aus Kieler Sicht erhoffte Entscheidung um den Meistertitel 2007. Den Kielern fehlt immer noch ein Sieg, um das Triple mit dem Gewinn der Champions-League, des DHB-Pokals und der Meisterschaft perfekt zu machen.

Der THW Kiel musste heute beim Nordrivalen aus Flensburg antreten. In diesem fünften direkten Aufeinandertreffen der beiden Champions-League-Finalisten gab es endlich den ersten Sieg der SG Flensburg-Handewitt. 41:36 siegten die Flensburger, begleitet von Standing Ovations der Zuschauer in der ausverkauften Campushalle.
Damit haben die Flensburger nicht nur ihre Ehre gerettet, sondern auch den Kampf um die Meisterschaft weiterhin spannend und offen gestaltet. Denn der HSV Hamburg hat im Heimspiel gegen den TBV Lemgo seine Hausaufgaben gemacht und 33:28 gewonnen.

2 Punkte Vorsprung hatte der THW Kiel vor diesem vorletzten Spieltag auf den HSV Hamburg. Bei einem heutigen Sieg wäre den Kielern auch im Falle eines gleichzeitigen Sieges der Hamburger gegen den TBV Lemgo die Meisterschaft nicht mehr zu nehmen gewesen, da sie eine um 106 bessere Tordifferenz als die Hamburger hatten.
Diesen Vorteil haben die Kieler heute jedoch nicht nutzen können. Vielleicht wäre es das Guten auch ein wenig zu viel gewesen, wenn Kiel ausgerechnet in Flensburg die Meisterschaft hätte begiessen können.

Der THW Kiel muss am nächsten Spieltag zum Abschluss der Saison gegen die HSG Nordhorn antreten. Die Nordhorner werden sicher kein leichter Gegner werden, da sie immer noch eine theoretische Chance auf die Champions-League besitzen, die sie nach Möglichkeit nutzen möchten.
Im Gegensatz zu den Kielern muss der HSV Hamburg auswärts antreten. Frisch Auf Göppingen wird der Gegner sein.
Die Konstellation ist eindeutig: Gewinnt der THW, sind die Kieler Meister. Verlieren sie bei einem gleichzeitigen Unentschieden oder Sieg des HSV, sind die Hamburger Meister... - Es ist also noch alles möglich!

Tischtennis-WM: Timo Boll verpasst erhoffte Medaille

Timo Boll hat bei den Tischtennis-Weltmeisterschaften in Zagreb seine erste WM-Medaille ein wenig überaschend verpasst.
Im Viertelfinale verlor er unerwartet deutlich gegen den südkoreanischen Olympiasieger Ruy Seung Min mit 4:0. Dabei standen die Vorzeichen vor dieser Partie für Boll gut wie selten, endlich auch einmal WM-Edelmetall zu gewinnen. Hatte er doch in den bisherigen fünf Duellen mit dem amtierenden Olympiasieger die Platte immer als Sieger verlasse, und dabei insgesamt sogar nur drei Sätze abgeben müssen.
Leider kam es heute aber ganz anders als erwartet.

Damit sind die Asiaten im Halbfinale unter sich, da auch der Weissrusse Wladimir Samsonow, zweiter Europäer neben Boll in den Viertelfinalspielen, der Nummer 1 der Tischtennis-Weltrangliste, Ma Lin aus China, unterlegen war. Drei Chinesen und ein Südkoreaner werden die Medaillen nun unter sich ausmachen.
Für den amtierenden Europameister und derzeitigen Dritten der Weltrangliste, Timo Boll, ist dieses sicher sehr bitter. Aber er muss es sich selber zuschreiben, gegen Ruy Seung Min verloren zu haben. Er hat nicht das Tischtennis gezeigt, das ihn auszeichnet und ihn zu einem der besten Spieler der Welt gemacht hat. - So bleibt nur die Hoffnung, dass es bei den Olymischen Spielen in Peking im nächsten Jahr besser läuft.
Wie schön wäre es doch, wenn Timo Boll die versammelte Weltelite aus China ausgerechnet bei Olympia in Peking schlagen würde!

Donnerstag, 24. Mai 2007

Dopingsumpf Radsport: Ehemalige Telekom-Fahrer packen aus

Immer mehr Dopinggeständnisse deutscher Radfahrer des ehemaligen Team-Telekoms werden bekannt gegeben. Es vergeht momentan kein Tag, in dem nicht wieder ein prominenter Radsportler des einstigen deutschen Vorzeige-Teams in der Öffentlichkeit gesteht, mit Epo gedopt zu haben. Kaum jemand hätte es für möglich gehalten, dass die Veröffentlichung des ehemaligen Telekom-Masseurs Jef d'Hont derartige Auswirkungen haben wird.

Den Anfang machte der ehemalige Team-Telekom-Profi Bert Dietz am vergangenen Montag, als er zugab seit 1995 regelmäßig mit Epo gedopt zu haben, das von den Freiburger Uniärzten Lothar Heinrich und Andreas Schmid beschafft und verabreicht wurde.
Christian Henn war der zweite ehemalige Telekom-Profi, der ebenfalls Epo-Doping gestanden hatte. Henn, mittlerweile als Sportlicher Leiter beim Team Gerolsteiner tätig, bleibt in seinem Posten. Gerolsteiner steht weiterhin hinter dem Ex-Profi, der sich jetzt ganz und gar für den sauberen Radsport einsetzen will.

Heute haben sich die Ereignisse dann überschlagen: Sowohl Rolf Aldag, Teamchef von T-Mobile, als auch Udo Bölts, Sportlicher Leiter bei Gerolsteiner, haben Epo-Missbrauch zugegeben. T-Mobile hält weiterhin an Rolf Aldag als Teamchef fest. Bölts hingegen ist von seinem Posten beim Team Gerolsteiner zurückgetreten.
Es war fast zu erwarten, nach den Enthüllungen der letzten Tage, dass auch Bölts und Aldag in die Dopingpraktiken bei Telekom verstrickt waren. Aber man möchte es eigentlich nicht glauben, es tut fast schon regelrecht weh, dass gerade diese beiden Fahrer, die immer so ehrlich und echt wirkten, auch gedopt haben...

Und auch Erik Zabel hat heute unter Tränen eingestanden Epo eingesetzt zu haben. Damit ist er der erste aktive Fahrer, der aus freien Stücken ein Dopinggeständnis abgibt. Das zeugt von Mut! Das muss an dieser Stelle auch einmal gesagt werden, denn eine mögliche Konsequenz seines Geständnisses ist die Suspendierung durch sein Team Milram. Dieses hat er wissentlich auf sich genommen. - Ein Beispiel, das Schule machen sollte!
Natürlich kann man nun auch sagen, dass er, wie die übrige Geständigen auch, diesen Schritt eher hätte tun müssen. Ja, das stimmt, jahrelange Lügen stehen nun im Raum, die dem Radsport-Fan all die Freuden, die er beim Radsport empfunden hat, fast nehmen. Aber immerhin ist jetzt ein Anfang gemacht, ein Anfang, der sicherlich nicht leicht war. Ja, die Dopingpraktiken, die die Radsportler zugegeben haben, liegen fast alle so lange zurück, dass sie verjährt sind, manche sprechen daher von Kalkül. Soweit möchte ich an dieser Stelle aber keinesfalls gehen, denn die Tat an sich mag verjährt sein, der Schatten, den sie auf das hier und jetzt wirft, aber noch lange nicht.

Damit hat nun ein Großteil der Telekom-Mannschaft gestanden, Epo-Doping in den Jahren der großen Team-Erfolge, in die auch die Tour de France-Siege von Bjarne Riis 1996 und der von Jan Ullrich 1997 fallen, praktiziert zu haben.
Auch ohne Geständnis erscheint es daher unwahrscheinlich, dass ausgerechnet die beiden Kapitäne, Riis und Ullrich, nicht mit Epo gedopt haben sollen. Noch gibt es kein Geständnis: Jan Ullrich beteuert nach wie vor seine Unschuld, die ihm jedoch kaum noch einer abzunehmen vermag. Als eine erste Reaktion kann evt. seine Trennung von seinem Anwalt Diestel gesehen werden. Was aber in den folgenden Tagen um Jan Ulrich geschehen wird, vermag man nicht vorherzusagen, zu sehr überstürzen sich die Ereignisse in diesen Tagen.

Bjarne Riss, der Tour-Sieger von 1996 und jetztige Teamchef von CSC, hat für Freitag eine Presseerklärung angekündigt. Man darf gespannt sein, was der Däne wie von sich geben wird. Es ist bekannt, dass er nicht unbedingt völlig hinter dem Einsatz der deutschen Teams T-Mobile und Gerolsteiner steht, alles daran zu setzen, den Radsport sauberer werden zu lassen.
Daher erscheint es fast unwahrscheinlich, dass er ebenfalls Epo-Doping zugeben wird. Aber wer weiss? Im Grunde ist nach den letzten Tagen alles möglich.

Eines steht in jedem Fall fest: Es ist gut und richtig, dass die ehemaligen Team-Telekom-Fahrer ihre Dopingpraktiken gestanden haben.
Ein Rolf Aldag geht beispielsweise jetzt, nach seinem Geständnis, sehr offen mit seinem Vergehen um und ist auch bereit jedwede Konsequenz zu tragen. Ein solches Verhalten ist löblich, wenn man ihm denn glauben kann, dass er heute tatsächlich jegliches Doping nicht nur ablehnt, sondern auch bekämpfen will. Nun, einem Rolf Aldag möchten man dieses glauben, hat er doch über Jahre hinweg mit seiner ihm eigenen Art Rad zu fahren viele Fans und Anhänger gefunden. Aber letzte Sicherheit wird es wohl nie geben, leider.

Man hofft nun, dass dieses Beispiel der ehemaligen Telekom-Fahrer Schule macht, und weitere ehemalige und aktive Radprofis es Aldag & Co. nachtun. Denn momentan ist es das Team Telekom bzw. T-Mobile, das im schlechten Licht steht, und damit auch zwangsläufig der deutsche Radsport.
Dass aber nur hier Epo-Doping praktiziert worden ist, glaubt keiner mehr, aber an die Öffentlichkeit sind bislang keine Fahrer anderer Teams getreten. Hoffen wir, dass dieses anders wird.
Denn dann hätte der Radsport noch eine Chance! Die Chance, sich einem sauberen Radsport zu verschreiben, und sich den guten Vorsetzen der deutschen Teams T-Mobile und Gerolsteiner anzuschließen. Dass es gerade deutsche Teams sind, die bessere Kontrollen, größere Transparenz und verstärktes Vorgehen gegen Dopingsünder fordern, erscheint vor dem Hintergrund des fast schon systematisch zu nennenden Dopings im Team-Telekom in den 90er Jahren in einem ganz anderen Licht: Man mag den Eindruck gewinnen, dass T-Mobile durch dieses forsche Auftreten die ehemaligen Dopingpraktiken keinesfalls vertuschen will, sondern dass die Verantwortlichen aus dieser dunklen Vergangenheit gelernt und ihre Konsequenzen gezogen haben, sich nicht mehr in den Dopingsumpf ziehen zu lassen, sondern sich für einen saubereren Radsport stark zu machen.

Dass nicht alle im Radsport tätigen Sportler und verantwortlichen Teamchefs auch an diesem Strang ziehen, ist leider (noch?!) Tatsache. Als Beispiel sei nur der zähe Kampf eines Floyd Landis genannt, sich aus seinen positiven Dopingbefunden während der Tour de France 2006 herausreden zu wollen. - Ein Urteil wird erst in etwa vier Wochen erwartet. Man stelle sich vor: Fast ein Jahr nach Ende der letztjährigen Tour!

Samstag, 19. Mai 2007

VfB Stuttgart holt Meistertitel 2007!!!

Der VfB Stuttgart hat sich die Butter am letzten Spieltag nicht mehr vom Brot nehmen lassen und den fünften Meistertitel der Vereinsgeschichte gewonnen!!! - Nicht nur das Ländle liegt in rot-weissem Sieges- und Jubeltaumel...

Die Ausgangssituation mit zwei Punkten Vorsprung auf Schalke 04 sprach vor diesem letzten Spieltag eindeutig für den VfB Stuttgart. Aber wieviel ist nicht im Vorfeld dieses 34. Spieltages geschrieben und diskutiert worden?! - Kann die junge Truppe von Armin Veh mit diesem ungewohnten Druck umgehen, auf einmal die Gejagten und nicht mehr wie bislang in der Verfolgerrolle zu sein?! Können die Schwaben ihren achten Sieg in Folge erringen, denn nur mit einem Sieg wären sie sicher Meister?!
Fragen, deren Antworten auf dem Rasen des Gottlieb-Daimler-Stadions gegen Cottbus gegeben werden sollten: Und zu Beginn sah es auch so aus, als ob die Schwarzmaler recht behalten sollten, die den jungen Schwaben diesen letzten Sieg nicht zutrauen mochten: Nach 19. Minuten stand es plötzlich 0:1 für Energie Cottbus...
Da Schalke 04 zu diesem Zeitpunkt durch Tore von Lincoln und Halil Altintop bereits 2:0 in Führung lag, sah es plötzlich ganz schlecht für die Schwaben aus, 15 Jahre nach dem legendären 2:1 gegen Leverkusen, das den Meistertitel 1992 brachte, erneut deutscher Fussballmeister werden zu können...
Aber der VfB liess seine Fans nicht lange zittern: Thomas Hitzelsperger gelang in der 27. Minute der so ersehnte Ausgleich.- Stuttgart stand in der Blitztabelle wieder ganz oben!
Mit diesem Tor kam auch die Ruhe in das Stuttgarter Spiel zurück, und die Mannschaft konnte befreiter aufspielen. In der 63. Minute besorgte dann der junge Sami Khedira den verdienten 2:1 Endstand, der nach Abpfiff des Spiels einen nicht enden wollenden Jubeltaumel auslöste...
Und endlich durfte Stuttgarts Kapitän Fernando Meira die Meisterschale, überreicht von VfB-Legende Guido Buchwald, in die Höhe stemmen!!!

Dem FC Schalke 04 blieb derweilen zum fünften Mal in der Geschichte der Fussball-Bundesliga nur die Vize-Meisterschaft. Ob man sich darüber in Schalke freuen kann, bleibt mehr als fraglich... Für den Titel "Meister der Herzen" kann sich keiner etwas kaufen, auch Schalke nicht. So war es tatsächlich Erzrivale Dortmund, der Schalke 04 die entscheidende Niederlage beibrachte.
Werder Bremen siegte zwar 0:2 in Wolfsburg und hatte damit seine Hausaufgaben gemacht, evt. doch noch auf den zweiten Platz vorzurücken. Aber da Schalke letzten Endes einen 2:1 Sieg gegen Arminia Bielefeld einfahren konnte, bleibt den Werderanern Platz 3, und sie müssen in die Champions-League-Qualifikation.

Auf den UEFA-Cup-Plätzen liegen Bayern München und Bayer Leverkusen. Abgestiegen in Liga zwei sind Borussia Mönchengladbach, Mainz 05 und Alemannia Aachen. - Alles Zahlen und Fakten, die zum Ende einer Saison wichtig sind, aber am meisten zählt die Meisterschaft. Und nach einem spannenden Spieltag steht es fest: Meister 2007 ist der VfB Stuttgart!!!
Glückwunsch ins Ländle! - Damit kann der VfB sogar noch das Double packen. - Es fehlt nur noch ein Sieg am kommende Wochenende im Finale des DfB-Pokals gegen den 1. FC Nürnberg.

Donnerstag, 17. Mai 2007

FC Sevilla verteidigt erfolgreich UEFA-Cup

Der FC Sevilla hat durch den 3:1 Sieg im Elfmeterschiessen über Espanyol Barcelona den UEFA-Cup erfolgreich verteigt und ihn nach 2006 erneut nach Andalusien holen können!
Damit ist Sevilla die erste Mannschaft, der dieses seit 21 Jahren gelingen konnte. 1986 war es mit Real Madrid auch ein spanischer Verein, der dieses Kunststück zuletzt vollbrachte.

In dem rein spanischen UEFA-Cup-Finale stand es in Glasgow nach regulärer Spielzeit 1:1. Espanyol Barcelona musste dabei seit der 68. Minute aufgrund einer Gelb-Roten Karte in Unterzahl spielen, aber die Andalusier konnten die zahlenmäßige Überlegenheit nicht ausnutzen, das so wichtige 1:2 wollte nicht gelingen. Und so ging es in die Verlängerung.
Da es nach 120 Minuten jedoch 2:2 stand, musste das Elfmeterschiessen die Entscheidung bringen. Hier nun zeigte der Espanyol Barcelona jedoch Nerven, gleich drei Schützen scheiterten an dem als Elfmeter-Killer bekannten Schlussmann des FC Sevilla, Andres Palop. - Und so stand es zu guter Letzt 1:3 für die Andalusier: Sevilla jubelte, Barcelona weinte ...

Flensburger Niederlage in Wilhelmshaven bringt Aus im Meisterschaftskampf

Die SG Flensburg-Handewitt hat durch die überraschende Niederlage beim Wilhelmshavener HV alle Chancen im Kampf um die Meisterschaft verspielt.
Nach dem 31. Spieltag der Handball-Bundesliga liegen der THW Kiel und der HSV Hamburg punktgleich auf den Plätzen 1 und 2. Beide Teams haben sich am gestrigen Mittwoch keine Blöße gegeben und ihre Spiele gewonnen. Dabei ist vor allem der deutliche 30:23 Sieg der Kieler über den SC Magdeburg hervorzuheben. Hamburg setzte sich mit 37:32 gegen den VfL Gummersbach durch, so dass jetzt die beiden Spitzenreiter je 54:8 Punkte haben. Flensburg hat als Liga-Dritter jedoch bereits 7 Punkte Rückstand.
Damit ist der Kampf um die Handball-Meisterschaft 2007 drei Spieltage vor Schluss noch vollkommen offen und spannend. Jedoch sind es nur noch der THW Kiel und der HSV Hamburg, die dieses Rennen unter sich ausmachen, die SG Flensburg-Handewitt hat durch die Niederlage in Wilhelmshaven nicht nur den Anschluss an die Spitze verloren, sondern es auch versäumt, den Abstand zwischen sich und die direkten Verfolger, Magdeburg und Gummersbach, zu vergrößern. Diese beiden Teams haben gegen Kiel und Hamburg den Kürzeren gezogen, so dass Flensburg allerbeste Chancen gehabt hätte, auf drei Punkte wegzuziehen, aber die Wilhelmshavener haben ihnen einen Strich durch die Rechnung gemacht!

Der 34:32 Sieg des WHV über die Flensburger kommt schon fast ener Sensation gleich, die die Zuschauer in der Nordfrostarena auch gebührend zu feiern und zu bejubeln wussten. Standing Ovations gab es bereits Minuten vor Schluss der Partie ob der Leistung der Jadestädter!
Dabei sahen die Voraussetzungen für Wilhelmshaven alles andere als gut aus, mit einem Sieg gegen Flensburg nicht nur den Nordlichtern das entscheidende Bein im Meisterschaftskampf zu stellen, sondern auch das Thema Abstieg ein für alle Mal abzuhaken: Viele Leistungsträger waren verletzt, so dass bereits im Vorfeld befürchtet wurde, eine ähnliche Schlappe einstecken zu müssen, wie bei der 40:21 Niederlage im Viertelfinale des DHB-Pokals gegen Flensburg.

Aber es sollte ganz anders kommen: Der WHV spielte überraschend gut und sah souverän aus, ließ nur wenige Chancen ungenutzt und raubte so dem großem Favoriten aus Flensburg so manchen Nerv. Zur Halbzeit hatten sie sogar eine 3-Tore-Führung herausgespielt, die Flensburg jedoch während der einzigen Unerzahl Wihelmshavens in eine knappe Führung verwandeln konnten. In dieser Phase fielen auf Flensburger Seite vor allem Kasper Nielsen und Marcin Lijewski auf, die bis dahin im Angriff eher blass agierten.
Aber die Wilhelmshavener fanden mit Unterstützung des Publikums zurück ins Spiel und gewannen am Ende nicht unverdient mit 34:32! - Die Überraschung war perfekt!

Montag, 14. Mai 2007

Kanada neuer Eishockey-Weltmeister, Trostpreis für Russland

Kanada hat im Halbfinale der diesjährigen Eishockey-WM nicht nur den Weltmeister aus dem Vorjahr, Schweden, bezwungen, sondern hat sich durch den Finalsieg gegen Finnland selbst zum neuen Weltmeister gekürt.
Die kanadische Mannschaft besiegte die ein wenig überaschend bis ins Finale vorgedrungenen Finnen mit 4:2. Somit gelang den als Aussenseitern in diesem Finale angetrenen Finnen keine zweite Überraschung, wie es ihnen mit ihrem Halbfinalsieg über Top-Favorit Russland noch gelungen ist.

Der russischen Mannschaft, die mit großen Ambitionen in dieses Turnier gestartet ist und die bis zum unglücklichen Aus im Halbfinale gegen Finnland durch den Sudden Death kein Spiel verloren hatte, blieb lediglich der dritte Platz als Trostpreis. Im kleinen Finale besiegte Russland Schweden mit 3:1, dürfte sich aber nur kurz über den Sieg gefreut haben - zu tief sitzt die Enttäuschung, den WM-Sieg wieder einmal verpasst zu haben. Der letzte WM-Triumph einer russischen Mannschaft datiert aus dem Jahr 1993. - Geradezu unglaublic mutet es anh, dass seitdem kein WM-Sieg mehr gelingen konnte, bedenkt man vor allem die ehemalige Dominanz der Sowjetunion.

Nun, nicht nur Russland wartet weiter auf den nächsten WM-Titel, auch ein WM-Gastgeber hat seit 1986 nicht mehr gewinnen können.
Ja, wie wäre es denn, wenn diese zweite Serie 2010 zuende gehen würde?! - Wir hätten sicher nichts dagegen, da diese WM zufällig in Deutschlnd stattfindet...

Sonntag, 13. Mai 2007

Giro d'Italia mit Mannschaftszeitfahren gestartet

Gestern ist mit dem Mannschaftszeitfahren von Caprera nach La Maddalena der Startschuss für den Giro d'Italia 2007 gefallen. Es ist die erste große Rundfahrt, nachdem die Ausmaße der Dopingaffäre um den spanischen Arzt Eufemiano Fuentes immer deutlichere Formen angenommen haben.
Die Organisatioren der Italienrundfahrt betonten zwar im Vorfeld, dass keiner der 58 mutmaßlich in die "Operation Puerto" verwickelten Radprofis an Start des Giro's gehen würden, ob wir aber dennoch einen dopingfreien Giro erleben dürfen, bleibt fraglich.

In der für die italienischen Radprofis wichtigsten Rundfahrt des Jahres wird in jedem Fall ein neuer Star, ein neuer Sieger gesucht. Ivan Basso, der den Giro im letzten Jahr für sich entscheiden konnte, hat bekanntlich seine Verstrickungen in die Dopingaffäre um Fuentes gestanden und wird bis auf weiteres am Renngeschehen nicht teilnehmen. Die Art und Weise seines Verhaltens und vor allem seine Aussage, nie Doping begangen, sondern es nur vorgehabt zu haben, soll an dieser Stelle nicht weiter erörtert werden. - Zu fragwürdig erscheinen diese Aussagen...
Nun, beim diesjährigen Giro ist Basso nicht am Start, und es stellt sich die Frage, wer an seiner Stelle die Rundfahrt in diesem Jahr gewinnen kann?
Es werden Namen gehandelt wie Paolo Salvodelli, seines Zeichens Giro-Sieger aus den Jahren 2002 und 2005, Damiano Cunego, Sieger 2004, Gilberto Simoni, der den Giro 2001 und 2003 gewinnen konnte, oder aber Danilo di Luca, Sieger der Pro-Tour-Wertung 2005, der den Giro jedoch noch nie gewinnen konnte. Ihres Zeichen alles italienische Radprofis, und es waren auch zumeist Italiener, die sich ganz oben in die Siegerliste des Giro's eintragen konnten. Ob diese Radprofis jedoch dazu beitragen können, dem Radsport ein besseres, sauberes Image zu geben, ist fraglich. Unschuldslämmer sind sie auch nicht, zumindest trifft dieses auf Gilberto Simoni und Danilo di Luca zu, die beide bereits mit Dopingpraktiken in Verbindung gebracht worden sind.

Deutsche Fahrer werden in der Gesamtwertung nicht vorne erwartet. Sie hoffen eher darauf, wie im letzten Jahr durch Stefan Schuhmacher oder Robert Förster, Tagessiege zu erringen.
Der erste Etappenerfolg ging an ein italiensches Team:
Das Team Liquigas hat mit seinem Kapitän Danilo di Luca ein wenig überraschend das Mannschaftszeitfahren für sich entschieden. Aber es ist nicht der Pro-Tour-Sieger 2005, der das begehrte Rosa Trikot überstreifen kann, sondern dessen Teamkollege Enrico Gasparotto, der als erster seines Teams die Ziellinie überfuhr.
Zweiter wurde das kasachische Team Astana um Paolo Salvodelli, dritter Bassos' ehemaliger Rennstall CSC.

Samstag, 12. Mai 2007

Eishockey-WM Finnland trifft im Finale auf Kanada

Finnland und Kanada stehen im Finale der Eishockey-Weltmeisterschaft!
Bereits heute nachmittag hat das finnische Team überraschend den Top-Titelanwärter und Gastgeber aus Russland bezwingen können. Damit wurden die Russen erstmals bei einem WM-Spiel in Mosjau geschlagen - eine 50 Jahre währende Serie fand damit heute ihr Ende.
Nach regulärer Spielzeit hat es in diesem erstklassigen Eishockey-Match 1:1 gestanden, nachdem die Russen 1:0 in Führung gehen konnten, Finnland aber bereits vor Ende des 1. Drittels ausgeglichen hat. Trotz Torchancen auf beiden Seiten konnte der Puk in der regulären Spielzeit nicht mehr im Netz versenkt werden. Und so ging dieses erste Halbfinalspiel in die Verlängerung, in der die Finnen nach 5:40 Minuten das entscheidende Tor erzielen konnten. - Die Russen, der große Favorit, war geschlagen, und Finnland steht im Finale! Die Russen warten damit weiterhin auf den ersten WM-Sieg seit 1993...

Im zweiten Halbfinalspiel trafen Titelverteidiger Schweden und Rekordweltmeister Kanada aufeinander. Es sollte ein Spiel werden, in dem der noch amtierende Weltmeister aus Skandinavien über weite Strecken einer kanadischen Führung hinterherlaufen musste. Bereits nach Ende des ersten Drittels lagen die Kanadadier mit 3:0 in Front. Im zweiten Drittel kamen die Tre Kroners zwar zwischenzeitlich auf 1:3 heran, mussten aber bald darauf in Unterzahl ein weiteres Tor kassieren.
Im letzten Drittel verteidigte Kanada dann souverän die Führung. Schweden versuchte einiges, aber die schwedische Tormaschine, die neben Russland die bislang meisten Tore im Turnierverlauf erzielen konnte, kam heute nicht auf Touren. So hiess es letzten Endes verdient 4:1 für Kanada.

Im Finale Kanada gegen Finnland wird morgen somit ein neuer Weltmeister ermittelt. Kanada geht eindeutig als Favorit in diese Partie, aber die Finnen haben bereits heute gegen Russland gezeigt, dass ihnen die Aussenseiterrolle durchaus liegt.

VfB Stuttgart neuer Tabellenführer!

Der VfB Stuttgart hat nach einem hart erkämpften 2:3-Sieg beim VfL Bochum den FC Schalke 04 von der Tabellenspitze der Fussball-Bundesliga verdrängt und hat jetzt alles selbst in der Hand, zum fünften Mal deutscher Fussball-Meister zu werden!

Es war ein denkwürdiger Spieltag, dieser 33. Spieltag der Fussball-Bundesliga, alle drei Spitzenmannschaften zeigten erstaunlicherweise Schwächen oder nennen wir es lieber Nerven. Aber es gibt einen ganz großen Gewinner des heutigen Tages: Den VfB Stuttgart!
Und es gibt zwei große Verlierer: Schalke 04, das ausgerechnet in Dortmund 2:0 verloren hat, und Werder Bremen, das sich im heimischen Weserstadion der abstiegsbedrohten Eintracht aus Frankfurt 1:2 geschlagen geben musste. - Für Frankfurt bedeutet dieser Sieg den ersehnten Klassenerhalt, und Werder kann sich aus dem Meisterschaftskampf verabschieden. Mit nun 4 Punkten Rückstand auf Stuttgart hat die Truppe von Thomas Schaaf keine Chance mehr, Meister zu werden. Lediglich Platz 2, der die direkte Qualifikation zur Champions-League bedeutet, ist mit Schalkes Schützenhilfe noch zu schaffen. Bremen braucht einen Sieg am letzten Spieltag in Wolfsburg, während Schalke gegen Bielefeld maximal ein Unentschieden schaffen darf.

Aber wer redet heute von der Champions-League- Qualifikation?! - Die Meisterschaft ist das, was zählt! In diesem Jahr ist die Entscheidung spannend wie selten, auch wenn am letzten Spieltag nur noch der VfB Stuttgart und der FC Schalke 04 Chancen auf die Meisterschale haben.
Der Auftritt vom neuen Tabellenführer aus Stuttgart am heutigen Nachmittag in Bochum war dabei ganz der eines Meisters, denn die Schwaben haben zu keinem Zeitpunkt des Spiels daran gezweifelt, als Sieger vom Platz zu gehen und haben alles daran gesetzt, den VfL Bochum zu besiegen. Zweimal konnten die Schwaben einen Rückstand gegen Bochum ausgleichen. Dass dabei die 1. Führung für den VfL bereits in der vierten Minute fiel, trug bestimmt nicht dazu bei, die Nerven bei den Schwaben zu besänftigen. Aber der VfB schaffte in der 24. Minute durch Nationalspieler Thomas Hitzelsberger den Ausgleich. Vor der Pause konnte Bochum dann erneut in Führung gehen, aber der erstmals wieder nach längerer Verletzungspause spielende Mario Gomez und Cacau, der in der Rückrunde zu seiner alten Torgefährlichkeit zurückgefunden hat, brachten Stuttgart auf die Gewinnerspur!

Schalke 04 hingegen hat gerade gegen den Gegner Schwächen gezeigt und möglicherweise die entscheidenden Punkte im Meisterschaftskampf verloren, gegen den ein Königsblauer nie verlieren möchte: Gegen Borussia Dortmund.
Der 2:0 Sieg der Borussia gleicht schon fast einer Sensation! Vor kurzem noch mitten drin im Abstiegskampf haben die Schwarz-Gelben dem ungeliebten Gegner aus Schalke im entscheidenden Moment ein Bein gestellt. Die Saison ist aus Dortmunder Sicht alles andere als gut gelaufen, aber dieser Sieg am vorletzten Spieltag gegen den Erzrivalen Schalke 04 wiegt sicher einiges auf. Vor allem dann, wenn mit diesem Sieg die erste Schalker Meisterschaft seit 50 Jahren verhindert werden konnte!

Nun, die Entscheidung ist noch nicht gefallen, noch haben sowohl Stuttgart als auch Schalke die Chance auf den Titel.
Aber der VfB Stuttgart hat dabei alle Trümpfe in der Hand! Mit einem Sieg am letzten Spieltag gegen Cottbus haben die Schwaben die Meisterschale sicher. Auch bei einem Unentschieden und bei gleichzeitigem Schalker Sieg mit 2 Toren Unterschied gegen Bielefeld wären sie sicher Meister.
Wir alle aber wissen, dass im Fussball vieles möglich ist und das Spiel erst aus ist, wenn der Schiedsrichter pfeift. Daher lassen wir nun weitere Spekulationen ruhen und warten ab, wie am kommenden Samstag der letzte Spieltag der Fussball-Bundesliga ausgeht.

Eishockey-WM in Russland: Heute Halbfinal-Begegnungen

Die Eishockey-WM in Russland geht in ihre entscheidende Phase: Am heutigen Samstag stehen die Halbfinalpartien an. Während die deutsche Mannschaft sich über ihren neunten Platz freuen und sich den weiteren Turnierverlauf entspannt anschauen kann, stehen sich heute Russland und Finnland sowie Kanada und Schweden gegenüber.

Weltmeister Schweden hat damit noch alle Chancen, seinen Titel zu verteidigen, wenngleich das Halbfinale gegen die Kanadiern sicher kein Selbstläufer werden wird. Der Rekordweltmeister Kanada hat sich im Turnierverlauf schließlich bislang kaum eine Blöße gegeben und auch im Viertelfinale gegen die Schweiz souverän mit 5:1 gewonnen.
Olympiasieger Schweden hatte in seinem Viertelfinalspiel gegen die Slowakei jedoch im ersten Drittel Probleme und lag am Ende dieses 1. Abschnittes sogar mit 1:2 im Hintertreffen. Ab dem zweiten Drittel hatten die Schweden die Partie und den Gegner dann aber sicher im Griff. Schweden siegte letzten Endes verdient, wenngleich der Sieg von 7:4 ein klein wenig zu hoch ausfiel.

Im zweiten Halbfinale stehen sich Gastgeber Russland und Finnland gegenüber. Gegen die russische Mannschaft auf eigenem Eis zu gewinnen, ist keine leichte Aufgabe für die Nordeuropäer. Aber möglicherweise sorgt die Vergabe der Eishockey-Weltmeisterschaften 2010 an Finnland für das Freisetzen von zusätzlichen Kräften.
Diese könnten die Finnen sicher gut gebrauchen, da sie die ebenfalls um den WM-Titel mitfavorisierten US-Amerikaner im Viertelfinale erst im Penalty-Schiessen mit 5:4 bezwingen konnten. Russland hatte im Gegensatz dazu sein Viertelfinale gegen den Vize-Weltmeister Tschechien deutlich im Griff und gewann 4:0.

Im Verlauf des Tages wissen wir mehr, wer den Weltmeistertitel 2007 am morgigen Sonntag unter sich ausspielen wird.
Können evt. doch die Finnen Revanche an Schweden für das verlorene Finale um den Olympiasieg im vergangenen Jahr in Turin nehmen? Oder gewinnt doch nach längerer Zeit wieder die in der Vergangenheit so gewohnt erfolgreiche russische Mannschaft? Oder sind es letzten Endes doch die Kanadier, die damit ihren Ruf eine der besten Eishockey-Nationen zu sein weiter untermauern könnten?

Dienstag, 8. Mai 2007

Doch kein Dopinggeständnis von Ivan Basso

Ivan Basso hat heute auf einer Presseerklärung bestritten, jemals Doping begangen zu haben, sondern teilte mit, dass er lediglich vorgehabt hatte, bei der Tour de France 2006 zu dopen. Das sei auch der Grund, warum Blutbeutel von ihm bei dem spanischen Dopingarzt Eufemiano Fuentes sichergestellt worden sind.
Damit widersprach der italienische Radprofi dem gestern verkündeten angeblichen Dopinggeständnis.

Man mag jetzt so recht nichts mehr zu diesem Geständnis sagen wollen. Es erscheint ein wenig konstruiert, dass er lediglich vorgehabt haben soll, Dopingmittel einsetzen zu wollen. Es drängt sich die Vermutung auf, dass Basso sich seine Aussage genau so zurecht gelegt hat, um möglichst ungeschoren davon zu kommen.
Sicher, dieses sind Vermutungen, bewiesen ist nichts, aber sie drängen sich geradezu auf.
Dass bereits 2004 Gelder von Basso an Fuentes geflossen sein sollen, wie die italienische Presse berichtet, steht zudem nach wie vor im Raum.

Nicht unerwähnt soll bleiben, dass mit Michele Scarponi ein weiterer italienischer Radprofi dem Beispiel Basso's gefolgt ist und seine Verstrickung in die Dopingaffäre um Fuentes gestanden hat und Aufklärung verspricht. Doping gestanden, hat auch er direkt nicht. - Ja, wo kommen wir denn hin, wenn dieses Vorgehen Schule macht?!
Gestern keimte mit dem angeblichen Dopinggeständnis eines der Radsportstars der Szene so etwas wie Hoffnung auf, dass man dem Dopingsumpf im Radsport doch noch Herr werden kann. Diese Hoffnung ist durch das heutige Geständnis Basso's zwar nun nicht im Keim erstickt, aber dennoch deutlich kleiner geworden. Es stellt sich immer noch und immer wieder die Frage: Quo vadis Radsport?!

Montag, 7. Mai 2007

Sven Fischer beendet Karriere

Der viermalige Olympiasieger Sven Fischer hat seinen Rücktritt vom aktiven Biathlon-Sport erklärt.
Diese Entscheidung kommt nicht überraschend, hatte der 36jährige, siebenmalige Weltmeister aus Schmalkalden doch bereits nach Abschluss der vergangenen Saison erklärt, sich in den kommenden Wochen Gedanken um seine berufliche Zukunft machen zu wollen und einen Rücktritt vom Biathlonsport nicht gänzlich ausgeschlossen.

Mit Sven Fischer beendet ein Großer seiner Zunft die Karriere: Siebenmal wurde er Weltmeister, viermal Olympiasieger, den Gesamtweltcup gewann sowohl 1997 als auch 1999, zusätzlich wurde er zweimal Zweiter! Seit 1993 ist er bei keinem Großereignis ohne Medaille geblieben!
Seinen internationalen Durchbruch schaffte er endgültig 1994 bei den Olympischen Spielen in Lillehammer mit dem Olympiasieg in der Staffel. Die Weltmeisterschaften von 1999 in Kontio Lahti bzw. in Oslo am Holmenkollen, an dem er besonders gerne seine Wettkämpfe austrug, waren ebenfalls ein großer Moment seiner Karriere, da er mit Gold im Einzel und Massenstart Doppelweltmeister werden konnte. Den Höhepunkt seiner Karriere erreichte Sven Fischer aber zweifelslos 2006 bei den Olympischen Spielen von Turin, wo er sich mit seinem Sprintsieg erstmalig olympisches Einzelgold sichern konnte!

Damit reiht sich Sven Fischer ein in den Reigen der Großen des Biathlonsports, die in diesem Jahr nach langer Karriere ihren Rücktrtt erklärt haben. Im Falle von Sven Fischer, den sie ob seines Nachnamens "Fisch" riefen, waren es 14 erfolgreiche Biathlon-Jahre, während der er insgesamt 33 Weltcupsiege feiern konnte.
Er wird in der kommenden Saison ganz sicher ebenso fehlen wie Ricco Groß und Rafael Poiree, die ihre Karriere nach Abschluss der vergangenen Saison ebenfalls beendet haben...

Ivan Basso gesteht Doping

Der Giro d'Italia Sieger des vergangenen Jahres, Ivan Basso, hat als erster Radprofi seine Verwicklung in die Affäre um den spanischen Dopingarzt Fuentes gestanden.
Zuvor hatte er bereits seine Zustimmung zu einem DNA-Abgleich seines Blutes mit den ihm zugewiesenen, im Rahmen der "Operation Fuentes" sichergestellten Blutbeuteln gegeben. Dennoch kommt dieses Schuldeingeständnis Basso's ein wenig überraschend. Schliesslich hat er ähnlich wie Jan Ullrich seit seinem Auschluss vor Start der letztjährigen Tour de France hartnäckig jede Verbindung zu Fuentes geleugnet. Ja, er hatte sogar nach seiner Entlassung bei CSC bei Discovery Channel einen erneuten Vertrag bei einem ProTour-Team erhalten und war bereits aktiv in diese Saison gestartet. In den vergangenen Wochen jedoch schien sich die Schlinge um den Hals des 29jährigen immer enger zu ziehen, und auch Discovery Channel kündigte ihm die Zusammenarbeit. Und nun das Geständnis Basso's!

Zudem hat der Italiener seine Bereitschaft gezeigt, mit den Behören zusammen zu arbeiten, um eine vollständige Klärung seiner Verwicklung in die Affäre zu garantieren. Durch diese Kooperation möchte der Tour-Zweite aus dem Jahr 2005 möglicherweise eine Abminderug der nach einem Erstvergehen üblichen Strafe von zwei Jahre erreichen. Dass ihm dieses jedoch zugestanden wird, scheint eher unwahrscheinlich.
Nichtsdestotrotz ist es als positiv im Kampf gegen das organisierte Doping und im speziellen für die Aufklärung der Operation Fuentes zu sehen, dass Ivan Basso, der neben Jan Ullrich das zweite ganz große bekannte Opfer des Dopingskandals bzw. des Tour-Ausschlusses im letzten Jahr war, sein Doping gestanden hat. Nun, möglicherweise sah Basso dieses Geständnis als einzigen möglichen Weg, als Radprofi weiterhin aktiv sein zu können. Mit 29 Jahren hat er noch einige Jahre als Radprofi vor sich. Und auch nach Absitzen der Dopingsperre von 2 Jahren könnte er noch einige Jahre ganz oben mitfahren, wenn er dieses denn dann noch zu tun vermag...

Lassen wir die Zukunft an diesem Punkte aber ruhen. Es bleibt zunächst das Verfahren Basso's abzuwarten. Hoffen wir, dass im Zuge der Ermittlungen gegen ihn auch mehr Licht in das gesamte Verfahren gebracht werden kann. In jedem Fall zeigt Ivan Basso mit seinem Geständnis mehr Größe, als es Jan Ullrich in den vergangenen Monaten jemals getan hat! Zugebener Maßen mögen ihm manche vorhalten, dass er nicht so viel zu verlieren hat, wie ein Jan Ullrich, der bereits einmal des Dopings überführt worden war, das zwar auf den Konsum von Genussmitteln während einer Zeit zurückzuführen war, in der Ullrich verletzungsbedingt keine Rennen bestreiten konnte, das ihn aber in jedem Falle zum Wiederholungstäter hätte werden lassen.
Aber dennoch ist dieser Schritt Basso's positiv zu werten, auch wenn er erst ein 3/4 Jahr nach dem Tour-Ausschluss und erst dann erfolgte, als er nicht mehr viele Auswege hatte.
Hoffen wir, dass seine Verstrickungen in die Operaton Fuentes endgültig aufgeklärt werden können, und er aus seiner Dopingsperre lernt, um zukünftig sauberen Radsport zu betreiben. Denn davon träumt der Radsportfan doch eigentlich immer noch: Vom sauberen Radrennsport, den man sich in den heutigen Zeiten leider nur noch schwer vorzustellen vermag.

Deutschland beendet Eishockey-WM auf hervorragendem 9. Platz

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat mit einem abschließenden 6:5 gegen Weissrussland ihre starke Leistung bei der Eishockey-WM in Russland gekrönt und Platz 9 im Endklassement erkämpft.
Bereits gestern stand durch das 3:3 nach drei Dritteln der tschechischen Mannschaft gegen Rekordweltmeister Kanada fest, dass das Viertelfinale auch im Falle eines Sieges gegen Weissrussland nicht mehr erreicht werden konnte. Daher könnte auf der einen Seite ein wenig Enttäuschung aufkommen, dass es trotz des Erfolges gegen die in der Weltrangliste vor den Deutschen platzierten Weisrussen nicht zum Einzug in das Viertelfinale gereicht hat. Auf der anderen Seite sollte man die Ziele auch nicht zu hoch setzen. Dass diese junge deutsche Mannschaft nur so knapp den Einzug in das WM-Viertelfinale verpasst hat, grenzt allein schon fast an eine Sensation! Nicht wenige haben im Vorfeld der WM den sofortigen Wiederabstieg in die B-Gruppe befürchtet. Und dieses war auch das Haupt-Ziel der WM: Der direkte Wiederabstieg sollten vermieden werden!
Dieses ist durch den hart erkämpften, verdienten Sieg gegen die Norweger bereits in der Vorrunde gelungen. Dann folgte ein unerwartet starkes Auftreten der deutschen Mannschaft in der Zwischenrunde, in der Vizeweltmeister Tschechien sensationell mit 2:0 bezwungen werden konnte, ein wenig unglücklich 3:0 gegen die USA verloren wurde und in der zum Abschluss dieser 6:5-Sieg gegen Weissrussland erkämpft wurde! Ja, was will man mehr?! Hätte der deutschen Mannschaft zu Beginn jemand gesagt, dass sie Platz 9 im Endklassement belegen würden, hätten die meisten das sicher nicht unbedingt für möglich gehalten. Daher ist dieses Ergebnis als großer Erfolg zu werten. Es ist viel mehr, als im Vorfeld erwartet werden durfte. Und im Angesicht der Tatsache, dass diese deutsche Mannschaft noch so jung und unerfahren auf internationalem Parkett ist, ist ihr in den kommenden Jahren noch viel zuzutrauen! Olympia 2010 scheint nun auch mehr als nur in Reichweite!

Sonntag, 6. Mai 2007

Bundesliga-Führungstrio gibt sich keine Blöße

Das Führungstrio der Fussball-Bundesliga hat am 32. Spieltag geschlossen keine Schwäche gezeigt. Sowohl der FC Schalke 04, als auch der VfB Stuttgart und Werder Bremen haben ihre Spiele gewonnen und jeweils drei Punkte geholt.

Dabei sahen die am Donnerstag noch unglücklich gegen den Espanyol Barcelona im Halbfinalrückspiel des UEFA-Cups unterlegenen Bremer am besten aus. Sie schlugen Hertha BSC am heutigen Sonntag im Berliner Olympiastadium mit 4:1. Damit beweisen die Bremer, dass mit ihnen noch zu jeder Zeit zu rechnen ist und man sie noch keineswegs abschreiben kann.
Manch einer mag gedacht haben, dass das Aus im UEFA-Cup den Werderanern einen Dämpfer gegeben hätte, der sie auch im Endspurt der Fussballbundesliga straucheln lassen könnte. Hatten sie doch nicht zuletzt am vergangenen Spieltag ideenlos bei der Arminia aus Bielfeld aufgespielt und 3:2 verloren. Aber man muss neidlos anerkennen: Bremen ist nach wie vor ein heisser Titelanwärter.
63 Punkte hat Werder Bremen zwei Spieltage vor Schluss auf dem Konto. Da auch der VfB Stuttgart gegen Mainz gewinnen konnte und der FC Schalke 04 gegen den 1. FC Nürnberg ein knappes 1:0 erreichte, sind die Abstände von je einem Punkt gleich geblieben: Vor den Werderanern liegt der VfB Stuttgart mit 64 Punkten auf Platz 2, einen Punkt hinter Spitzenreiter Schalke.

In diesen Tagen stellen sich die Fussball-Fans immer wieer diese eine Frage: Wer wird Meister 2006/2007? Wer hat den längsten Atem, wer das glücklichere Ende für sich?
Eine definitive Antwort kann keiner geben, spekuliert wird hingegen viel: Der FC Schalke 04 hat zwar die beste Ausgangssituation, aber es gibt viele, die noch auf ein Straucheln der Königsblauen tippen, nicht zuletzt weil es am kommenden Spieltag zum Derby nach Dortmund geht. Für viele Schalker- und BVB-Anhänger zählt dieses Duell fast mehr als die eigentliche Meisterschaft, und so ist dieses Spiel am nächsten Spieltag aus doppelte Sicht ein ganz wichtiges Match.
Sicher wären die Schalker auch mal "dran", die Meisterschaft für sich zu entscheiden, aber sie haben in den vergangenen Jahren in den entscheidenden Situationen zu oft das Nervenflattern bekommen, so dass man ihnen trotzt des Punktevorsprungs die Meisterschaft nicht so recht zutrauen mag.

Der Tabellenzweite aus Stuttgart hat an diesem Spieltag souverän die erwarteten 3 Punkte gegen den fast schon sicheren Absteiger aus Mainz geholt. Das Restprogramm in Bochum und gegen Cottbus liest sich auch machbar, aber behält die junge Truppe von Armin Veh die Nerven?! - Viele trauen den Schwaben den großen Coup zu, nicht nur die Meisterschaft für sich zu entscheiden, sondern mit dem Sieg gegen den 1. FC Nürnberg im Finale des DfB-Pokals sogar das Double zu schaffen.

Nun denn, es stehen noch zwei Spieltage auf dem Programm. - In zwei Wochen wissen wir mehr, wer dieses seit Jahren spannenste Bundesliga-Finale für sich entschieden hat!

Überraschung durch Philipp Kohlschreiber in München

Philipp Kohlschreiber hat überraschend in München das ATP-Turnier gewonnen! Bei seiner ersten Finalteilnahme überhaupt nutze er seine Chance, sich ganz oben in der Siegerliste eintragen zu lassen.

Die Tennis-Fachwelt aus Deutschland und die Organisatoren der BMW-Open hatten im Vorfeld zunächst ganz auf Tommi Haas gesetzt. Aber Deutschland's Nummer 1 enttäuschte und schied bereits in der ersten Runde aus. Und anstatt nach Fehlern im eigenen Spiel zu suchen, schob er seinen Frust auf schlechte Bälle. - Ein schlechter Verlierer, der dem Münchener Turnier, das seit Jahren um sein Bestehen kämpft, sicher nicht zum Vorteil war.
Um aus deutscher Sicht das Turnier nicht bereits nach der ersten Runde abhaken zu müssen, mussten andere Spieler in die Bresche springen. - Aber wer?!
Philipp Kohlschreiber war es, der mit seinem Münchener Siegeszug selbst die Fachwelt verblüffen konnte. Sicher, es ist beannt, dass der 23jährige erstklassiges Tennis zu spielen vermag, das weiss man spätestens seit seinem erstklassigen Auftreten gegen Belgiens Nummer 1, Oliver Rochus, im Viertelfinale des Daviscup, aber ein Finaleinzug?! oder gar ein Sieg?! - Nein, um ehriich zu sein, nur wenige trauten Kohlschreiber dieses zu. Aber er selbst glaubte an sich und schaltete reihenweise in der Weltrangliste deutlich besser platzierte Spieler aus: Den an Nummer 4 gesetzten Marcos Bagdatis aus Zypern schlug er im Halbfinale ebenso, wie im Finale seinen Doppelpartner, den an Nummer 3 gesetzten Michael Juschni aus Russland. 2:6, 6:3 und 6:4 entschied der 23jährige Augsburger das erstes Finale seiner Karriere für sich!
Und die Tenniswelt ist sich einig: Spielt Philipp Kohlschreiber weiterhin so couragiert und engagiert auf, ist mit ihm in den nächsten Jahren ganz sicher noch zu rechnen!

Eishockey-WM: Deutschland verliert gegen die USA

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat gestern ihr zweites Zwischenrunden-Spiel gegen die um den WM-Sieg mitfavorisierten US-Amerikaner mit 3:0 verloren.
Ein Tor in jedem Drittel reichte den US-Boys, um die deutsche Mannschaft zu bezwingen, die damit nach dem sensationellen Sieg gegen den Vize-Weltmeister Tschechien wieder auf dem Boden der Tatsachen angelangt ist.
Dennoch sollte die Truppe von Bundestrainer Uwe Krupp nicht verzagen. Über weite Strecken hat sie den US-Amerikanern sehr gut Paroli bieten können und war durchaus nicht chancenlos. Vor allem in den ersten beiden Dritteln erspielte sich die deutsche Mannschaft so manche Torchance und wusste die US-Boys unter Druck zu setzen. Einzig ein Tor wollte nicht gelingen.
Die US-Amerikaner hingegen spielten cool und abgeklärt und nutzen ihre Chancen vor dem deutschen Tor. Mit diesem Sieg sind die USA damit vorzeitig in das Viertelfinale eingezogen.

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft kann das Viertelfinale hingegen aus eigener Kraft nicht mehr erreichen. Selbst einen Sieg am Montag gegen die in der Zwischenrunde z.Z. noch punktlosen Weissrussen würde nicht automatisch reichen. Ein Sieg am Montag gegen Weissrussland vorausgesetzt, hätte die deutsche Mannschaft im Endklassement 6 Punkte auf dem Konto.
Die Slowakei und Tschechien, die z.Z. auf den Plätzen 3 und 4 vor Deutschland liegen, haben bereits jetzt schon beide 6 Punkte. Grund für diese Konstellation ist der gestrige, nicht unbedingt erwartete Sieg der Slowakei gegen den Nachbarn aus Tschechien. Die Slowaken konnten den "großen Bruder" ein wenig überaschend mit 3:2 besiegen, haben damit jedoch die Ausgangssituation Deutschland's, das Viertelfinale dennoch zu erreichen nicht grundlegend geändert: Deutschland hat gegen die Slowakei im direkten Vergleich verloren, gegen die Tschechen jedoch sensationell gewonnen. Das bedeutet, dass im Falle eines Sieges Deutschlands am Montag gegen Weissrussland und einer Niederlage der Tschechen gegen Rekordweltmeister Kanada am heutigen Sonntag, Deutschland im Viertelfinale stehen würde.

Nun, es gibt noch viele "hätte, wenn und abers", aber zugeschlagen ist die Tür zum Viertelfinale für die Truppe von Bundestrainer Uwe Krupp noch nicht. Drücken wir daher die Daumen, dass dieser Traum wahr wird!

Donnerstag, 3. Mai 2007

Werder Bremen scheitert an Espanyol Barcelona

Es schien ein fast aussichtsloses Unterfangen für Werder Bremen, im Rückspiel gegen Espanyol Barcelona doch noch das Finale im UEFA-Cup zu erreichen.
Das Hinspiel bei den Katalanen war schließlich nach einer desaströsen Leistung mit 3:0 verloren gegangen. Aber Werder wäre nicht Werder, hätten sie nicht alles daran gesetzt, im heimischen Weserstadion das Ergebnis noch umdrehen zu wollen. - Und ein Blick in die Geschichte zeigt, das so etwas durchaus im Rahmen des Möglichen liegt: Hat doch nicht zuletzt Bayer Leverkusen 1988 im Finale des UEFA-Cups eben gegen Espanyol Barcelona ein 3:0 aus dem Hinspiel noch umgebogen und den UEFA-Cup geholt.

Dass Bremen nach wie vor eben dieses Ziel vor Augen hatte, zeigte die Elf von Thomas Schaaf gleich nach Anpfiff des Spiels. Und die Werderaner wurden belohnt: In der vierten Minute konnte Hugo Almeida den 1:0 Führungstreffer für die Bremer erzielen! Und Bremen stürmte weiter, Espanyol agierte nervös.
Dann kam die 19. Minute, die nach einer zweifelhaften Schiedsrichter-Entscheidung die Gelb-Rote Karte für den WM-Torschützenkönig Miroslav Klose brachte. In der zweiten Minute hatte Klose bereits die Gelbe Karte gesehen, nachdem er aus Schiedsrichter-Sicht zu hart in einen Zweikampf gegangen ist. - Eine mehr als zweifelhafte Entscheidung! In der 19. Minute wurde Klose dann von seinem Gegenspieler leicht m Arm berührt und hob ab, was man sicher als Schwalbe interpretieren kann. Aber eine Gelb-Rote Karte ist in dieser Situation sicherlich eine zu harte Entscheidung. Aber es half kein Zetern und Jammern, Bremen musste in Unterzahl weiterspielen.
Einige Minuten dauerte es, bis die Elf von der Weser ihren Spielfluss wieder finden konnte. Und ein weiteres Tor gelang zwar nicht, aber die Hoffnung, das Finale zu erreichen, war nun deutlich größer als wie noch vor dem Anpfiff.

Diese aufkeimende Hoffnung wurde aber leider jäh durch den Ausgleich der Katalanen in der 50. Spielminute ge-, wenn nicht gar zerstört. Dieser Gegentreffer war besonders bitter, da er einem krassen Torwartfehler des Bremer Keepers Andreas Reinke, der den nach seiner Roten Karte aus dem Hinspiel gesperrten Stammkeeper Tim Wiese eretzte, geschuldet war.
In der 60. Minute kam dann das endgültige k.o. für Werder, als Lacruz für Espanyol das 1:2 erzielte. Nun war die Luft raus, denn dass Werder in den verbliebenen 30 Minuten noch fünf Tore würde schiessen können, hielt wohl niemand noch für möglich. Und so ging der letzte Auftritt einer deutschen Mannschaft im internationalen Wettbewerb in dieser Saison enttäuschend zuende: Nach Abpfiff hiess es 1:2 für Espanyol Barcelon.

Gekämft haben die Werderaner, in dieser Hinsicht kann man ihnen keinen Vorwurf machen. Das Spiel ist schlicht und ergreifend unglücklich aus Bremer Sicht gelaufen. Der Platzverweis gegen Klose, den der Schiedsrichter nicht hätte geben müssen, war sicher ein schlechtes Omen für das gesamte Spiel. Denn 60 Minuten in einem Halbfinale des UEFA-Cups in Unterzahl spielen zu müssen, steckt keine Mannschaft so einfach weg.
So kommt es also zum spanisch-spanischen Finale im UEFA-Cup, in dem Espanyol Barcelona auf den FC Sevilla trifft, das Osasuna Pamplona im zweiten Halbfinale mit 2:0 bezwingen konnten.

Sensationeller Sieg der deutschen Eishockey-Nationalmanschaft gegen Tschechien!

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat für die erste Sensation der Weltmeisterschaften in Russland gesorgt und den 11maligen Weltmeister Tschechien mit 2:0 bezwungen!

Bereits nach dem ersten Drittel lag die deutsche Mannschaft mit 1:0 in Front. Und es war in keinster Weise ein einseitiges, von dem Vize-Weltmeister bestimmtes Spiel. Nein, die Truppe von Bundestrainer Uwe Krupp spielte exzellent mit und ließ nicht erkennen, dass die Tschechen eigentlich wesentlich spielstärker sind. Die aktuelle tschechische Mannschaft gilt sogar als noch stärker als diejenige der letzten WM, als sie Vize-Weltmeister werden konnte. Nicht umsonst hat die tschechische Mannschaft bislang nach Russland die zweitmeisten Tore im Turniererlauf erzielen können.
Aber die deutsche Mannschaft ließ den tschechischen Express nicht zum Zuge kommen.

Dann kam die Schlussphase des letzten Drittels und die Spannung wurde immer größer.
Sensationell konnte jedoch Michael Wolf 2 Minuten vor Schluss der Partie alles klar machen und die deutsche Mannschaft mit 2:0 in Führung bringen! - Tschechien war am Boden...
Die letzten 1 1/2 Minuten spielten die Tschechen dann noch einmal in Überzahl, und die deutsche Mannschaft musste noch einmal alles daran setzen, ihre Führung zu verteidigen. Zudem nahm der Vize-Weltmeister in dieser entscheidenden Phase selbstverständlich den Torhüter aus dem Spiel, so dass eine 6:4 Übermacht gegen das deutsche Tor anlief. Aber auch diesen Sturm- und Dranglauf des 11fachen Weltmeisters überstand die deusche Mannschaft! - Die Null stand auch nach 60 Minuten und die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft schlägt Tschechien sensationell mit 2:0!!!

Der erste WM-Sieg gegen Tschechien seit 1986 ist unter Dach und Fach! Winkt jetzt sogar das Viertelfinale?! - Nun, dieses wäre immer noch ein kühner Traum, aber hat nicht dieses Spiel gegen Tschechien gezeigt, dass Träume erlaubt sind?! Hat nicht die deutsche Mannschaft den bislang überzeugend aufspielenden Tschechen den Zahn gezogen und sie mehr als nur ins Grübeln und zum Kopfschütteln gebracht?!
Oft schon war die deutsche Mannschaft nahe daran, eine der großen Eishockey-Nationen zu schlagen - nicht zuletzt beim ersten WM-Auftritt gegen Kanada. Nun endlich ist es geschafft!
Bundestrainer Uwe Krupp konnte selbst noch nach der deutschen Nationalhymne, der Siegerhymne, nur den Kopf schütteln ob der erstklassigen Leistung seiner Mannschaft...
Hoffen wir, dass wir nach dem nächsten Spiel der deutschen Kufencracks am Samstag nachmittag gegen die USA eine ähnliche Reaktion des Bundestrainers sehen!

Mittwoch, 2. Mai 2007

Deutsche Eishockey-Nationalmannschaft verbleibt in A-Gruppe!

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat bei der Eishockey-WM in Russland das entscheidende Gruppenspiel gegen Norwegen 5:3 gewonnen und ist in die Zwischenrunde eingezogen!
Ein Jahr nach dem Wiederaufstieg in die A-Gruppe wurde der Klassenerhalt damit bereits vorzeitig geschafft, und das erste große Ziel der jungen Mannschaft von Bundestrainer Uwe Krupp ist erreicht!

Nach den Niederlagen gegen Kanada und die Slowakei in den ersten beiden Spielen, bei denen die deutsche Mannschaft durchaus gute Ansätze zeigte und phasenweise zu überzeugen wusste, letztendlich aber doch verlor, galt es in dem entscheidenden Spiel gegen Norwegen, den Verbleib in der A-Gruppe bereits vorzeitig klar zu machen.
Es wurde das erwartet spannende Spiel, in dem die deutsche Mannschaft im ersten Drittel zunächst deutlich die Oberhand behalten und 2:0 in Führung gehen konnte. Beide Toren wurden dabei in Überzahl erzielt - endlich die ersten Powerplay-Tore im Turnier!
Im zweiten Drittel kamen die Norweger deutlich besser aus der Kabine und konnten sogar mit 3:2 in Führung gehen. Aber nur 35 Sekunden nach dem Rückstand gelang Michael Wolf bereits der so wichtige Ausgleich. Es entwickelte sich ein packendes Eishockey-Match, und die junge Truppe von dem einzigen deutschen Stanley-Cup-Gewinner Uwe Krupp zeigte eine Moral, die ihr nicht unbedingt zuzutrauen war, bedenkt man das Alter der jungen Mannschaft und ihre geringe Erfahrenheit auf internationalem Parkett. Dass die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft aber nicht nur über Moral, sondern auch über die nötig Klasse verfügt, die sie in der A-Gruppe zurecht verbleiben läßt, zeigte der Hamburger Kapitän Barta mit seinem exzellent herausgespielten Treffer zum 5:3 Endstand.

Morgen abend geht es für Deutschland in der Zwischenrunde nun gegen den mehrfachen Weltmeister Tschechien.
Jeder weitere Sieg der deutschen Mannschaft wäre als zusätzlicher Erfolg und als gutes Omen für weitere internationale Meisterschaften zu werten. Denn je mehr Erfahrung die junge Mannschaft gewinnen kann, desto besser. Nun kann sie befreiter aufspielen, da der ganz große Druck, den direkten Wiederabstieg zu verhindern, weg ist. - Und ein Überaschungserfolg gegen eine der größeren Eishockeynationen erscheint nicht vollständig unmöglich. So kann die Mannschaft von Uwe Krupp sich evt. ein Gesicht geben, einen Namen machen, denn der große Star, die großen Namen fehlen in dieser deutschen Mannschaft. Der breiten Öffentlichkeit sind die Namen der deutschen Kufenflitzer, die die deutschen Farben in Russland vertreten, zumeist unbekannt, was eine erfolgreiche WM sicherlich ändern könnte.
Hoffen wir darauf! - Verdient hätten die Jungs es in jedem Fall!