Donnerstag, 3. Mai 2007

Werder Bremen scheitert an Espanyol Barcelona

Es schien ein fast aussichtsloses Unterfangen für Werder Bremen, im Rückspiel gegen Espanyol Barcelona doch noch das Finale im UEFA-Cup zu erreichen.
Das Hinspiel bei den Katalanen war schließlich nach einer desaströsen Leistung mit 3:0 verloren gegangen. Aber Werder wäre nicht Werder, hätten sie nicht alles daran gesetzt, im heimischen Weserstadion das Ergebnis noch umdrehen zu wollen. - Und ein Blick in die Geschichte zeigt, das so etwas durchaus im Rahmen des Möglichen liegt: Hat doch nicht zuletzt Bayer Leverkusen 1988 im Finale des UEFA-Cups eben gegen Espanyol Barcelona ein 3:0 aus dem Hinspiel noch umgebogen und den UEFA-Cup geholt.

Dass Bremen nach wie vor eben dieses Ziel vor Augen hatte, zeigte die Elf von Thomas Schaaf gleich nach Anpfiff des Spiels. Und die Werderaner wurden belohnt: In der vierten Minute konnte Hugo Almeida den 1:0 Führungstreffer für die Bremer erzielen! Und Bremen stürmte weiter, Espanyol agierte nervös.
Dann kam die 19. Minute, die nach einer zweifelhaften Schiedsrichter-Entscheidung die Gelb-Rote Karte für den WM-Torschützenkönig Miroslav Klose brachte. In der zweiten Minute hatte Klose bereits die Gelbe Karte gesehen, nachdem er aus Schiedsrichter-Sicht zu hart in einen Zweikampf gegangen ist. - Eine mehr als zweifelhafte Entscheidung! In der 19. Minute wurde Klose dann von seinem Gegenspieler leicht m Arm berührt und hob ab, was man sicher als Schwalbe interpretieren kann. Aber eine Gelb-Rote Karte ist in dieser Situation sicherlich eine zu harte Entscheidung. Aber es half kein Zetern und Jammern, Bremen musste in Unterzahl weiterspielen.
Einige Minuten dauerte es, bis die Elf von der Weser ihren Spielfluss wieder finden konnte. Und ein weiteres Tor gelang zwar nicht, aber die Hoffnung, das Finale zu erreichen, war nun deutlich größer als wie noch vor dem Anpfiff.

Diese aufkeimende Hoffnung wurde aber leider jäh durch den Ausgleich der Katalanen in der 50. Spielminute ge-, wenn nicht gar zerstört. Dieser Gegentreffer war besonders bitter, da er einem krassen Torwartfehler des Bremer Keepers Andreas Reinke, der den nach seiner Roten Karte aus dem Hinspiel gesperrten Stammkeeper Tim Wiese eretzte, geschuldet war.
In der 60. Minute kam dann das endgültige k.o. für Werder, als Lacruz für Espanyol das 1:2 erzielte. Nun war die Luft raus, denn dass Werder in den verbliebenen 30 Minuten noch fünf Tore würde schiessen können, hielt wohl niemand noch für möglich. Und so ging der letzte Auftritt einer deutschen Mannschaft im internationalen Wettbewerb in dieser Saison enttäuschend zuende: Nach Abpfiff hiess es 1:2 für Espanyol Barcelon.

Gekämft haben die Werderaner, in dieser Hinsicht kann man ihnen keinen Vorwurf machen. Das Spiel ist schlicht und ergreifend unglücklich aus Bremer Sicht gelaufen. Der Platzverweis gegen Klose, den der Schiedsrichter nicht hätte geben müssen, war sicher ein schlechtes Omen für das gesamte Spiel. Denn 60 Minuten in einem Halbfinale des UEFA-Cups in Unterzahl spielen zu müssen, steckt keine Mannschaft so einfach weg.
So kommt es also zum spanisch-spanischen Finale im UEFA-Cup, in dem Espanyol Barcelona auf den FC Sevilla trifft, das Osasuna Pamplona im zweiten Halbfinale mit 2:0 bezwingen konnten.

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