Gestern ist mit dem Mannschaftszeitfahren von Caprera nach La Maddalena der Startschuss für den Giro d'Italia 2007 gefallen. Es ist die erste große Rundfahrt, nachdem die Ausmaße der Dopingaffäre um den spanischen Arzt Eufemiano Fuentes immer deutlichere Formen angenommen haben.
Die Organisatioren der Italienrundfahrt betonten zwar im Vorfeld, dass keiner der 58 mutmaßlich in die "Operation Puerto" verwickelten Radprofis an Start des Giro's gehen würden, ob wir aber dennoch einen dopingfreien Giro erleben dürfen, bleibt fraglich.
In der für die italienischen Radprofis wichtigsten Rundfahrt des Jahres wird in jedem Fall ein neuer Star, ein neuer Sieger gesucht. Ivan Basso, der den Giro im letzten Jahr für sich entscheiden konnte, hat bekanntlich seine Verstrickungen in die Dopingaffäre um Fuentes gestanden und wird bis auf weiteres am Renngeschehen nicht teilnehmen. Die Art und Weise seines Verhaltens und vor allem seine Aussage, nie Doping begangen, sondern es nur vorgehabt zu haben, soll an dieser Stelle nicht weiter erörtert werden. - Zu fragwürdig erscheinen diese Aussagen...
Nun, beim diesjährigen Giro ist Basso nicht am Start, und es stellt sich die Frage, wer an seiner Stelle die Rundfahrt in diesem Jahr gewinnen kann?
Es werden Namen gehandelt wie Paolo Salvodelli, seines Zeichens Giro-Sieger aus den Jahren 2002 und 2005, Damiano Cunego, Sieger 2004, Gilberto Simoni, der den Giro 2001 und 2003 gewinnen konnte, oder aber Danilo di Luca, Sieger der Pro-Tour-Wertung 2005, der den Giro jedoch noch nie gewinnen konnte. Ihres Zeichen alles italienische Radprofis, und es waren auch zumeist Italiener, die sich ganz oben in die Siegerliste des Giro's eintragen konnten. Ob diese Radprofis jedoch dazu beitragen können, dem Radsport ein besseres, sauberes Image zu geben, ist fraglich. Unschuldslämmer sind sie auch nicht, zumindest trifft dieses auf Gilberto Simoni und Danilo di Luca zu, die beide bereits mit Dopingpraktiken in Verbindung gebracht worden sind.
Deutsche Fahrer werden in der Gesamtwertung nicht vorne erwartet. Sie hoffen eher darauf, wie im letzten Jahr durch Stefan Schuhmacher oder Robert Förster, Tagessiege zu erringen.
Der erste Etappenerfolg ging an ein italiensches Team: Das Team Liquigas hat mit seinem Kapitän Danilo di Luca ein wenig überraschend das Mannschaftszeitfahren für sich entschieden. Aber es ist nicht der Pro-Tour-Sieger 2005, der das begehrte Rosa Trikot überstreifen kann, sondern dessen Teamkollege Enrico Gasparotto, der als erster seines Teams die Ziellinie überfuhr.
Zweiter wurde das kasachische Team Astana um Paolo Salvodelli, dritter Bassos' ehemaliger Rennstall CSC.
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen