Nach dem 31. Spieltag der Handball-Bundesliga liegen der THW Kiel und der HSV Hamburg punktgleich auf den Plätzen 1 und 2. Beide Teams haben sich am gestrigen Mittwoch keine Blöße gegeben und ihre Spiele gewonnen. Dabei ist vor allem der deutliche 30:23 Sieg der Kieler über den SC Magdeburg hervorzuheben. Hamburg setzte sich mit 37:32 gegen den VfL Gummersbach durch, so dass jetzt die beiden Spitzenreiter je 54:8 Punkte haben. Flensburg hat als Liga-Dritter jedoch bereits 7 Punkte Rückstand.
Damit ist der Kampf um die Handball-Meisterschaft 2007 drei Spieltage vor Schluss noch vollkommen offen und spannend. Jedoch sind es nur noch der THW Kiel und der HSV Hamburg, die dieses Rennen unter sich ausmachen, die SG Flensburg-Handewitt hat durch die Niederlage in Wilhelmshaven nicht nur den Anschluss an die Spitze verloren, sondern es auch versäumt, den Abstand zwischen sich und die direkten Verfolger, Magdeburg und Gummersbach, zu vergrößern. Diese beiden Teams haben gegen Kiel und Hamburg den Kürzeren gezogen, so dass Flensburg allerbeste Chancen gehabt hätte, auf drei Punkte wegzuziehen, aber die Wilhelmshavener haben ihnen einen Strich durch die Rechnung gemacht!
Der 34:32 Sieg des WHV über die Flensburger kommt schon fast ener Sensation gleich, die die Zuschauer in der Nordfrostarena auch gebührend zu feiern und zu bejubeln wussten. Standing Ovations gab es bereits Minuten vor Schluss der Partie ob der Leistung der Jadestädter!
Dabei sahen die Voraussetzungen für Wilhelmshaven alles andere als gut aus, mit einem Sieg gegen Flensburg nicht nur den Nordlichtern das entscheidende Bein im Meisterschaftskampf zu stellen, sondern auch das Thema Abstieg ein für alle Mal abzuhaken: Viele Leistungsträger waren verletzt, so dass bereits im Vorfeld befürchtet wurde, eine ähnliche Schlappe einstecken zu müssen, wie bei der 40:21 Niederlage im Viertelfinale des DHB-Pokals gegen Flensburg.
Aber es sollte ganz anders kommen: Der WHV spielte überraschend gut und sah souverän aus, ließ nur wenige Chancen ungenutzt und raubte so dem großem Favoriten aus Flensburg so manchen Nerv. Zur Halbzeit hatten sie sogar eine 3-Tore-Führung herausgespielt, die Flensburg jedoch während der einzigen Unerzahl Wihelmshavens in eine knappe Führung verwandeln konnten. In dieser Phase fielen auf Flensburger Seite vor allem Kasper Nielsen und Marcin Lijewski auf, die bis dahin im Angriff eher blass agierten.
Aber die Wilhelmshavener fanden mit Unterstützung des Publikums zurück ins Spiel und gewannen am Ende nicht unverdient mit 34:32! - Die Überraschung war perfekt!
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen