Im Viertelfinale verlor er unerwartet deutlich gegen den südkoreanischen Olympiasieger Ruy Seung Min mit 4:0. Dabei standen die Vorzeichen vor dieser Partie für Boll gut wie selten, endlich auch einmal WM-Edelmetall zu gewinnen. Hatte er doch in den bisherigen fünf Duellen mit dem amtierenden Olympiasieger die Platte immer als Sieger verlasse, und dabei insgesamt sogar nur drei Sätze abgeben müssen.
Leider kam es heute aber ganz anders als erwartet.
Damit sind die Asiaten im Halbfinale unter sich, da auch der Weissrusse Wladimir Samsonow, zweiter Europäer neben Boll in den Viertelfinalspielen, der Nummer 1 der Tischtennis-Weltrangliste, Ma Lin aus China, unterlegen war. Drei Chinesen und ein Südkoreaner werden die Medaillen nun unter sich ausmachen.
Für den amtierenden Europameister und derzeitigen Dritten der Weltrangliste, Timo Boll, ist dieses sicher sehr bitter. Aber er muss es sich selber zuschreiben, gegen Ruy Seung Min verloren zu haben. Er hat nicht das Tischtennis gezeigt, das ihn auszeichnet und ihn zu einem der besten Spieler der Welt gemacht hat. - So bleibt nur die Hoffnung, dass es bei den Olymischen Spielen in Peking im nächsten Jahr besser läuft.
Wie schön wäre es doch, wenn Timo Boll die versammelte Weltelite aus China ausgerechnet bei Olympia in Peking schlagen würde!
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