Mittwoch, 31. Januar 2007

Morgen wieder gegen Frankreich

Im WM-Halbfinale heißt der morgige Gegner der deutschen Handball-Nationalmannschaft Frankreich, auf das die Deutschen nun ein zweites Mal im Verlauf des Turniers treffen.

Die Franzosen hatten gestern den Olympialsieger Kroatien mit 21:18 bezwungen. Bei diesem Spiel fiel vor allem Folgendes auf: Die Kroaten agierten überraschend langsam und weniger spritzig, das Spiel wurde über weite Strecken von den Abwehrreihen und den beiden Torwarten bestimmt, der französische Torhüter Omeyer zeigte sich um Klassen besser als noch wie beim Hauptrunden-Spiel gegen Deutschland sowie die französische Mannschaft spielte sehr körperbetont, war immer hart am Mann und griff nicht nur, z.T. mit unfairen Handlungen, die von dem Schiedsrichtergespann leider nicht immer unterbunden wurden, den ballführenden Spieler an.

Es könnten ob der gestrigen Leistung der Franzosen daher Zweifel aufkommen, ob der deutschen Mannschaft noch einmal ein solch grandioses Spiel gegen die Franzosen gelingen wird, wie in der Hauptrunde. Aber diese Zweifel sind unberechtigt! Die Franzosen mögen besser in ihr Spiel gefunden haben, aber wenn die Deutschen so weiterspielen, wie sie es in den vergangenen Spielen gezeigt haben, ist der Finaleinzug mehr als nur realistisch! Die deutsche Mannschaft hat Klasse, Frankreich mag z.T. die besseren Einzelspieler haben, aber was nutzt alle individuelle Klasse, wenn das große Ganze nicht so harmoniert? Denn genau das tut es bei der deutschen Mannschaft: Die Jungs von Heiner Brand sind zu einer verschworenen Gemeinschaft geworden, einer ist für den anderen da - und es sind immer wieder andere Spieler, die dem Spiel ihren Stempel aufsetzten: Mal ist es Pascal Hens, dann wieder Christian Zeitz oder Michael Kraus oder aber Torsten Jansen. Diese Reihe könnte man weiter fortführen. Und genau das ist eine der Stärken der deutschen Mannschaft: Sie ist schwerer auszurechnen, da eine Vielzahl an Spielern die entscheidenden Pässe, die wichtigen Tore werfen können!
Da fällt es fast schon nicht mehr auf, dass die deutsche Mannschaft in den letzten Spielen auf ihren eigentlichen Kapitän Markus Baur verzichten musste. Aber auch hier stehen die Chancen gut, dass Baur das morgige Spiel der deutschen Mannschaft wieder mitgestalten kann! Und das täte der Mannschaft sicher gut.

Ein weiteres Plus der deutschen Mannschaft ist ihre physische Stärke. Auch die Mannen von Heiner Brand spüren die Strapazen der letzten Tage, wo ein Spiel dem nächsten folgte, wie alle Mannschaften. Aber die deutsche Mannschaft wird über 60 Minuten und länger von Tausenden von Zuschauern nach vorne gejubelt. Die Anfeuerung und Begeisterung von den Rängen lassen die deutsche Mannschaft ihre Qual vergessen. - Die Spieler spüren ihre Erschöpfung kaum, so werden sie nach vorne "gepeitscht". Und das ist ein Vorteil, der unbezahlbar ist, und über den die Franzosen nicht verfügen.

Man sieht also: Wir müssen nicht Bange sein. Die Chancen stehen gut, dass die deutsche Mannschaft die Franzosen ein zweites Mal besiegt! Hoffen wir auf morgen! Macht es, Jungs! Schlagt die Franzosen und macht so weiter, wie in den letzten Spielen! Die Massen werden hinter euch stehen!

Dienstag, 30. Januar 2007

Deutschland im Halbfinale!

Der Weltmeister ist bezwungen! Die deutschen Handballer stehen im WM-Halbfinale!
Dank eines wieder einmal überragenden Henning Fritz im Tor, einer kontrollierten Leistung in Abwehr und Angriff sowie mit tausenden Fans in der Kölnarena im Rücken hat die deutsche Handball-Nationalmannschaft den amtierenden Weltmeister Spanien mit 29:27 bezwungen. Und ganz Deutschland jubelt!!!

Es war wieder eine sehr gute Leistung der deutschen Mannschaft, spielerisch waren sie den Spaniern über weite Strecken überlegen. Wenn ein Schwachpunkt auszumachen war, war es die Tatsache, dass der spanische Kreisläufer Urios immer wieder zu Toren kam. Aber man musste sich nur Oliver Roggisch nach Spielende anschauen, um zu sehen, wie hart der Kampf am Kreis gegen diese Masse von Handballer war: Ein äußerst stattliches Veilchen zeichnete sich unterhalb seines Auges ab..

Es war wieder einmal ein sehr spannendes Spiel gegen die Spanier, wenngleich die deutsche Mannschft zumeist mit 2-3 Toren in Front lag, zur Halbzeitpause waren es sogar 4. Die Spanier kamen zwar immer wieder mal bis auf ein Tor heran, und in der zweiten Halbzeit gelang ihnen auch einmal der Ausgleich, aber mehr ließen die Deutschen nicht zu.
Die schnellen Konter saßen zumeist, wenngleich das Abschlußpech eines Florian Kehrmanns einige Male die Nerven arg strapazierte. Aber die deutschen Treffer kamen trotzdem und verteilten sich sehr gleichmäßig über die gesamte Mannschaft. Bester Werfer aus dem Spiel heraus war heute Holger Glandorf von der HSG Nordhorn mit 5 Treffern, bester Werfer war Torsten Janssen mit 6 Treffern, davon 4 Siebenmeter.
Die Mannschaft wurde, man kann mittlerweile sagen, gewohnt sicher und gut von Michael Mimi Kraus geführt, der auch heute den noch verletzt ausfallenden Markus Baur bravourös ersetzte. Dabei wusste Kraus diesmal nicht nur in erster LInie mit seinen Treffern zu überzeugen, obwohl auch er traf, sondern vielmehr durch seine geschickten Anspiele und Inszene-Setzen seiner Mitspieler.

Ja, es war ein sehr gutes Spiel der deutschen Mannschaft. Es war wieder ein Krimi, der den Zuschauer hat mitfiebern lassen. Aber der Krimi nahm ein gutes Ende, und jetzt geht es weiter: Am Donnerstag wartet im Halbfinale der Sieger der Partie Frankreich-Kroatien, die heute abend um 20:00 angepfiffen wird.
Dass die deutschen Handball-Recken die Franzosen schlagen können, haben sie in der Hauptrunde sensationell unter Beweis gestellt. Und niemand zweifelt, dass dieser Sieg wiederholt werden kann.
Die bislang ungeschlagenen Kroaten wären sicherlich auch ein ganz harter Brocken. Aber seien wir ehrlich: Wenn nicht jetzt, wann dann, sollen die Deutschen die Kroaten schlagen?
Mit ihrer überragenden Leistung in den letzten fünf Spielen und ihrem absoluten Siegeswillen hat die deutsche Mannschaft gezeigt, dass sie jeden, aber auch wirklich jeden schlagn kann. Heiner Brand hat seine Jungs exzellent eingestellt und daher können sie noch ganz viel erreichen!

Montag, 29. Januar 2007

Morgen Klassiker gegen Spanien

Morgen am frühen Abend um 17:30 steht ein Handball-Klassiker auf dem Programm: Der WM-Gastgeber Deutschland trifft im Viertelfinale auf den Titelverteidiger Spanien!
Da werden Erinnerungen an die Viertelfinal-Krimis bei den letzten beiden Olympischen Spielen wach. In Sydney 2000 behielten noch knapp die Spanier die Oberhand. In Athen 2004 hingegen setzte sich die deutsche Handball-Nationalmannschaft nach einem dramatischen Match nach zweimaliger Verlängerung im Siebenmeterwerfen durch. Henning Fritz war damals der Matchwinner, er parierte im entscheidenden Siebermeterwerfen alle Würfe der Spanier, und Deutschland stand im Halbfinale.

Morgen heisst es nun wieder: Deutschland - Spanien. Es wird sicher ein heisses Match, aber die Chancen stehen gut für die deutsche Mannschaft. Durch die drei Siege in der Hauptrunde hat sich nicht nur die Mannschaft gefestigt und Selbstvertrauen getankt, sondern sich auch Respekt vor kommenden Gegnern verschafft. Denn wer den amtierenden Europameister und Titelanwärter Frankreich in einer derartigen Weise schlägt, wie Deutschland am Samstag, der kann es mit jedem Gegner aufnehmen und kann jeden schlagen! Und das wissen ganz sicher auch die Spanier...

Zudem hört man Erfreuliches aus der medizinischen Abteilung des Nationalteams: Florian Kehrmann wird nach seiner Knieprellung vom Sonntag wieder einsatzbereit sein. Und auch ein Einsatz das Kapitäns Markus Baur scheint nicht ausgeschlossen. Baur ist zwar in den letzten Spielen mehr als glänzend durch Mimi Kraus vertreten worden, aber einen Baur kann eine deutsche Nationamannschaft immer gebrauchen!

So gilt es denn morgen: Jungs, macht es! Schlagt die Spanier! Ihr werdet das Publikum über 60 Minuten im Rücken haben - das ist der ganz große Pluspunkt, über den die Spanier nicht verfügen.
Wir wissen, ihr könnt jeden schlagen!

Sonntag, 28. Januar 2007

Deutsche Handballer lassen Isländern keine Chance

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat auch ihr letztes Gruppenspiel durch ein ungefährdetes 33:28 gegen Island gewonnen.
Sie hat an ihre überragende gestrige Leistung gegen die Franzosen angeknüpft und ließ den Isländern kaum Raum, ihr Spiel zu entfalten. Die Abwehr stand wieder exzellent und Henning Fritz hat ebenfalls wieder eine Weltklasseleistung gebracht. Im Angriff setzen Pascal Hens, der zum Spieler des Matches erklärt wurde, und wieder Michael Mimi Kraus die Akzente.
Da Markus Baur heute leider nicht einsatzfähig war, kam Mimi Kraus gleich zu Beginn zum Einsatz und machte seine Sache ebenso gut, wie gegen die Franzosen.
Der in den letzten Spielen nicht einsatzfähige Andrej Klimowetz konnte heute wieder spielen. So kann er nun wieder den eigentlichen Stammblock zusammen mit Oliver Roggisch bilden. Aber die vergangene Spiele haben gezeigt, dass diese Position auch exzellent von Oliver Preiß und Christian Schwarzer eingenommen werden kann.

Heiner Brand verfügt somit über eine Mannschaft, die sich durch ihre Breite und Ausgeglichenheit auszeichnet. Es sind nicht nur die ersten Fünf, die zumeist zu Beginn der Spiele auf dem Platz stehen, sondern auch die anderen Spieler, die Akzente zu setzen wissen und auf die sich der Trainer zumeist verlassen kann. So wussten heute auch ein Lars Kaufmann oder ein Domink Klein, die über weite Strecken zum Einsatz kamen, zu überzeugen.
Im Tor haben die Deutschen inzwischen auch wieder Weltklasse-Torhüter zwischen den Pfosten stehen: Die Leistung von Henning Fritz wurde bereits herausgestellt, aber auch Johannes Bitter vom SC Magdeburg, der Fritz in der 2. Halbzeit ersetzte, zeigte glänzende Paraden.

Der heutige Sieg gegen Island hat den Deutschen mindestens Platz 2 in ihrer Hauptrundengruppe eingebracht. Gewinnt Polen heute abend nicht gegen Slowenien, womit jedoch kaum zu rechnen ist, wäre Deutschland Gruppenerster. Aber auch als Gruppenzweiter würde Deutschland der kroatischen Mannschaft aus dem Weg gehen können, was Heiner Brand sicherlich gelegen kommt. Aber egal, wer der nächste Gegner der Deutschen wird, ob Spanien, Dänemark, Ungarn oder Russland, die deutsche Handball-Nationalmanschaft muss keine Mannschaft fürchten, sondern kann vielmehr jeden schlagen.
Heute abend wissen wir, auf wen unsere Jungs am Dienstag in Köln treffen werden. Und dann heisst es wieder: Daumen drücken und mitfiebern mit der deutschen Mannschaft!
Aber die Aussichten sind gut, es kann noch viel erreicht werden!

Weltmeistertitel für Andre Lange

Andre Lange ist seiner Favoritenstellung bei der 2er Bob-WM in St. Moritz gerecht geworden und hat sich zum zweiten Mal in seiner Karriere diesen begehrten Titel gesichert.
Er hat damit seinen insgesamt 6. WM-Titel gewonnen und ist in der Summe aus WM-Titel und Olympia-Gold nun der erfolgreichste deutsche Bobfahrer!

Der erste Lauf am gestrigen Samstag verlief aus deutscher Sicht zunächst alles andere als wie gewünscht. Zunächst stürtze der zweite deutsche Starter, Matthias Höpfner, der ohne seinen Bremser das Ziel erreichte und damit diqualifiziert wurde.
Der nächste Starter, Andre Lange, musste warten, bis die Strecke wieder frei und starklar war. Da dieses einige Minuten dauerte, fiel Schnee in die Eisrinne von St. Moritz, wodurch die Spur eindeutig langsamer wurde. Aber so ist der Sport: Andre Lange nahm die Herausforderung an und erreichte dennoch die zweitbeste Laufzeit.
In Führung nach dem ersten Lauf lag überraschend Simone Bertazzo aus Italien.
Die Laufbestzeit im 2. Lauf brachte Andre Lange aber bereits auf den ersten Rang. Mit einem exzellenten 3. Durchgang legte er dann den Grundstein für seinen Erfolg, so dass ihm im letzten Lauf die drittbeste Laufzeit für den Sieg reichte.
Durch Laufbestzeit, die gleichzeitig Streckenrekord bedeutete, sicherte sich der Schweizer-Lokalmatador Ivo Rüegg mit Bob Schweiz I den zweiten Platz. Bronze ging an den nach dem ersten Durchgang noch führenden Italiener Simone Bertazzo.

Samstag, 27. Januar 2007

Sensationelles Spiel der deutschen Handballer sichert Sieg gegen Frankreich

Oh wie ist das schön..., oh wie ist das schön .... - So kandierten die Fans nach Abschluss des Spiels Deutschland - Frankreich in der Dortmunder Westfalen-Halle.
Die deutsche Mannschaft hat sensationell, absolut sensationell gegen Frankreich gewonnen!!
Fünf Tore Vorsprung hatte die deutsche Mannschaft bereits zur Halbzeitpause auf der Habenseite. Es war eine deutliche Führung, die der deutschen Mannschaft in der Form kaum jemand zugetraut hätte: Die Abwehr stand 1A, nur 9 Tore gelangen den Franzosen in der 1. Halbzeit. Und der Angriff war mit über 80% Trefferquote ebenfalls erstklassig.
Vor allem Christian Zeitz und Michael, genannt Mimi, Kraus überwanden den französischen Torhüter in den ersten Minuten immer wieder. Dabei ist die Leistung von Mimi Kraus besonders hervorzuheben: Schon nach wenigen Minuten musste er den verletzungsbedingte Ausfall von Markus Baur kompensieren, was ihm erstklassig gelang. Er lenkte nicht nur das deutsche Spiel anstelle des Kapitäns Baur, sondern war mit seinen insgesamt 7 Treffern auch bester deutscher Torschütze!

Ebenfalls wieder überragend war Henning Fritz: Fritz ist wieder der alte Fritz! Zahlreiche Paraden zogen den Franzosen bereits in der ersten Halbzeit den Zahn. Er übertraf sein französisches Gegenüber um Klassen, was besonders bedeutungsvoll ist, da eben dieser Torwart ihn beim TWH Kiel in dieser Saison aus dem Tor verdrängt hatte.
3 von 3 Siebenmeter hielt Fritz gegen die Franzosen, davon 2 in den letzten 120 Sekunden in einer dramatischen Schlussphase, in der die Franzosen Tor um Tor an die deutsche Mannschaft heranrückten.
Diese Leistunsgexplosion von Henning Fritz steht für die letzten Erfolge der deutschen Mannschaft! Und es ist ganz besonders Heiner Brand zu danken, der an Fritz, obwohl dieser seiner Form in dieser Saison mehr als deutlich hinterherlief und beim THW Kiel z.T. nur noch dritter Torwart war, festgehalten hat und ihm das Vetrauen schenkte, weiterhin seine Nummer 1 im Tor zu sein. Spätestend heute hat Henning Fritz dieses Vertrauen zurückgezahlt.

Den Schlusspunkt dieses grandiosen Spiels zum 29:26 setzte dann doch noch einmal Markus Baur mit einem Siebenmeter: Ein ganz großes Spiel der deutschen Mannschaft fand sein würdiges Ende!
Selbst der Bundestrainer Heiner Brand hatte seiner Mannschaft eine solche Leistung kaum zugetraut.

Die deutsche Mannschaft hat sich seit dem Vorrundenspiel gegen Polen von Spiel zu Spiel gesteigert. Mit dieser Leistung ist ihr nun noch sehr viel zuzutrauen! Das Viertelfinale ist in jedem Fall bereits vor dem letzten Hauptrundenspiel am Sonntag gegen Island erreicht. Wer dann auf die die deutsche Mannschaft wartet, zeigt sich heute und morgen. Aber eines ist gewiss: Die Mannen von Heiner Brand müssen sich vor keiner Mannschaft verstecken!

Podestplatz für alpine Skiläufer

Eine Woche vor den alpinen Ski-Weltmeisterschaften im schwedischen Are haben die deutschen Slalomläufer mit den Plätzen 3 und 6 ein Ausrufezeichen gesetzt.
Vor allem der Podestplatz von Alois Vogl kam zum richtigen Zeitpunkt, da der Bayerwäldler in dieser Saison bislang noch nicht seine Leistung zeigen konnte. Zahlreiche z.T. unglückliche Ausfälle und Einfädler nagten an seinem Selbstvertrauen, das er jetzt aber pünktlich zur WM wiedergefunden hat.

Platz 6 ging an Felix Neureuther, der damit bei allen Weltcuprennen dieser Saison in die Punkte gefahren ist und sich in der Weltelite etabliert hat.
Noch in der vergangenen Saison galt er zwar als sehr talentiert, aber auch als sehr ausfallgefährdet, ihm fehlte die Sicherheit, die er in dieser Saison gefunden hat.

Damit haben die deutschen Herren zumndest für den Slalom eine schlagkräftige Mannschaft, die sich zu Recht auf die Weltmeisterschaften freut.

Der heutige Sieg in Kitzbühel ging an den Schweden Jens Byggmark vor dem ehemaligen Weltmeister Mario Matt aus österreich.
Es war ein spannendes Rennen, das die eigentlich für dieses Wochenende vorgesehene Hahnenkam-Abfahrt, die wetterbedingt abgesagt werden mußte, würdevoll vertreten hat

Donnerstag, 25. Januar 2007

Deutschland bezwingt Tunesien: Das Viertelfinale rückt näher

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat heute in der Dortmunder Westfalen-Halle Tunesien mit 35:28 eindrucksvoll besiegt. Damit stehen 4:2 Punkte auf dem Konto der Deutschen. Ein weiterer Schritt Richtung Viertelfinale ist damit geschafft, aber noch muss ein Sieg her, um sicher in die Runde der letzten Acht einziehen zu können.

Die deutsche Mannschaft spielte souverän und überlegt, es kam kaum zu übereilten Angriffen, wie noch in der Vorrunde. Nein, die Mannen von Heiner Brand spielten ruhig und abgebrüht, sie warteten auf ihre Chance - diese kam in der Regel und wurde dann auch zumeist genutzt!
So lag die deutsche Mannschaft schon in der ersten Halbzeit z.T. mit neun Toren in Front.
20 Minuten vor Ende der Partie gab Heiner Brand seiner zweite Garde eine Chance. Jetzt wurde z.T. übereilt der Abschluss gesucht und der komfortable Vorsprung von z.T. 10 Toren schrumpfte ein wenig. Aber zu keinem Zeitpunkt stand der Sieg der deutschen Mannschaft außer Frage.

Spieler des Tages wurde Henning Fritz, der von Spiel zu Spiel besser wird und heute eine überrragende Leistung zeigte. Damit ist er jetzt wieder der Rückhalt der deutschen Mannschaft, der er bei früheren Turnieren war und den die Mannschaft auch braucht.
Herausragend war heute ebenfalls Christian Zeitz vom THW Kiel. Unberechenbar, trickreich oder auch mit viel Gefühl versengte er so manchen Treffer im gegnerischen Tor. - Damit ist auch Zeitz endgültig bei der WM und im deutschen Spiel angekommen.

In dieser Verfassung müssen die deutschen Handballer auch nicht die französische Mannschaft, einen der Top-Favoriten auf den WM-Titel, fürchten, auf die sie am kommenden Samstag treffen.

Eiskunstlauf-EM in Warschau: Gold für Deutschland

Das deutsche Eislaufpaar Aliona Sawtschenko und Robin Szolkowy hat die erste Entscheidung bei der EM der Eiskunstläufer in Warschau für sich entschieden und in eindrucksvoller Manier Gold gewonnen.
Mit einer begeisternden, eindrucksvollen Kür sicherten sich die Schützlinge von Ingo Steuer mit fast 20 Punkten Vorsprung den Sieg vor den ehemaligen Weltmeistern Petrova/ Tichonow aus Russland. - Einen so deutlichen Vorsprung hätte im Vorfeld kaum jemand erwartet.
Aber damit dürften Sawtschenko/Szolkowy auch zu den Medallienkandidaten für die WM in Tokio gehören...

Dieser Erfolg dürfte auch eine gewisse Genugtuung für den Trainer Ingo Steuer bedeuten, dem die DEU aufgrund seiner Stasi-Vergangenheit schon seit einem Jahr versucht, die Trainer-Lizenz zu entziehen.
Einen ersten Sieg vor Gericht hatte Steuer zu Beginn der Saison erreicht, der ihm die Lizenz für diese Saison sicherte. Aber es scheint gewiss, dass in dieser Angelegenheit noch nicht das letzte Wort gesprochen ist.
Zu seiner aktiven Zeit zählte Steuer vor allem nach der Wende zu den ganz Großen. Zusammen mit seiner Partnerin Mandy Wötzel hatte er im Paarlauf bei der EM 1994 den letzten Europameistertitel für Deutschland errungen.
Es mutet eigentlich alles perfekt an, dass gerade seine Schützlinge ihn und Wötzel als Europameister ablösten. Ja, perfekt, wenn nicht die Streiterein mit der DEU wären.
Es bleibt wirklich zu hoffen, dass sich die DEU und Steuer bald einigen, denn dieses wäre sicher auch wichtig für das deutschen Vorläufer-Paar und die frischgebackenen Europameister Aliona Sawtschenko und Robin Szolkowy.

Mittwoch, 24. Januar 2007

Melbourne: Haas ringt Dawidenko nieder

Thomas Haas hat in einem 5-Satz-Krimi gegen den Russen Nikolai Dawidenko das Halbfinale der Australian Open erreicht!

Haas war gleich zu Beginn des Matches hellwach und entschied den ersten Satz für sich. Aber dann kam Dawidenko immer besser ins Spiel und gewann die Sätze 2 und 3. Tommi Haas schien auf der Verliererstraße.
Aber im 4. Satz kam der Deutsche zurück ins Match. Er gewann diesen Durchgang deutlich mit 6:1.
Dann kam der 5. Satz, in dem Haas das entscheidene Break zum 6:5 gelang. Wenig später hieß es dann: Spiel, Satz und Sieg: Haas! - Tommi Haas steht zum dritten Mal in seiner Laufbahn im Halbfinale der Australian Open.
Dort trifft er am Freitag deutscher Zeit auf den Chilenen Fernando Gonzales, der überraschend den Spanier Rafael Nadal in drei Sätzen besiegen konnte.

Hoffen wir, dass der Siegeszug von Tommi Haas weitergeht. Im Final würde Roger Federer aus der Schweiz oder der US-Boy Andy Roddick warten - es wäre fürwahr ein erstklassiges Grand Slam-Finale...

Deutsche Handballer zurück im Turnier!

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat ein grandioses Spiel gegen Slowenien abgeliefert und die bis dahin ungeschlagenen Mannschaft verdient 35:29 niedergerungen.
Die Mannschaft von Heiner Brand war im Vergleich zum Polen-Spiel fast nicht wiederzuerkennen: Unbedingeter Siegeswille von der ersten bis zur letzte Minute. Die Abwehr stand gut, und den Slowenen wurde durch das gute Stellungsspiel und einen starken Block so manches Mal der Schneid abgekauft.
Auch die Torhüter, vor allem der über Weite Strecken im Tor stehende Henning Fritz war ein starker Rückhalt der deutschen Mannschaft. Er wirkte wie ausgewechselt im Vergleich zu den vorherigen Spielen.
Gerade an Fritz war der absolte Siegeswille erkennbar: Eine jede Parade wurde intensiv bejuelt, der Gegner wurde fixiert - so macht man dem Gegner Angst und ihn mürbe...

Im Angriff fiel vor allem Pascal Hens auf, dessen Hammer aus dem Rückraum immer wieder im slowenischen Tor landete.
Auch der Nach-Berufene Christian Schwarzer vom TBV Lemgo muss lobend hervorgehoben werden. Nicht nur auf seiner ihm angestammten Position am Kreis wusste er zu überzeugen, sondern auch in der Abwehr im Mittelblock. Dort nämlich musste Heiner Brand schon früh im Spiel umstellen, da Oliver Roggisch nach seiner frühen zweiten 2-Minuten-Strafe auf der Bank belassen wurde.

Es war Kollektiv-Sieg der deutschen Handballer, der ohne die ebenfalls sehr gut spielenden Markus Baur, Torsten Jansen, Florian Kehrmann und Holger Glandorf nicht möglich gewesen wäre. Die Slowenen hatten schlicht und ergreifend keine Chance.

Der Zuschauer mag den Eindruck gewonnen haben, dass die Slowenen schlechter als die Polen am Montag gespielt haben. Aber es lag vielmehr an der Leistung der deutschen Mannschaft, dass die die Slowenen nicht richtig ins Spiel gefunden haben. Mit der heutigen Leistung der Mannen von Holger Brand hätten es auch die Polen und jeder andere Gegner schwer gehabt!
So muss die deutsche Mannschaft weiter aufspielen - dann kann noch sehr viel bei dieser WM erreicht werden!!!

Dienstag, 23. Januar 2007

Eiskunstlauf-EM: Neue Titelträger gesucht

Heute sind die Eiskunstlauf-Europameisterschaften in Warschau gestartet: Flip, Axel, Salchow und Rittberger bestimmen ab sofort das Programm.
In Polens Hauptstadt sind erstmals eine Reihe der ganz Großen des Eiskunstlaufs nicht mehr dabei:
Die mehrfache Welt- und Europameisterin Irina Slutskaja aus Russland hat ihre (Amateur-) Laufbahn beendet. Ihr ganz großer Traum des Olympia-Golds hat sich auch in Turin nicht erfüllt. Sie bleibt ohne diesen großen Titel, von dem ein jeder Sportler, eine jede Sportlerin träumt. Nachdem es wieder einmal für Slutskaja bei Olympia nicht für Gold gereicht hat, war es sicher schwierig für sie, sich erneut zu motivieren. Daher kam ihr Wechsel in das Profilager nicht überraschend.

Die Entscheidung der Paarläufer werden ohne die Europa- und Weltmeister sowie Olympiasieger von Turin Tatjana Totmanina und Maxim Marinin stattfinden. Die beiden sind ebenfalls zurückgetreten. Den Wechsel zu den Profis vollzogen die Beiden bereits direkt nach den Olympischen Spielen, traten somit nicht mehr bei den Weltmeisterschaften an.
Neue Titelträger werden somit bei den Paarläufern gesucht. Aus deutscher Sicht ist das Duo Aliona Sawtschenko/ Robin Szolkowy ein ganz heißes Eisen im Feuer. Sie könnten nach nach der Silber-Medallie bei der letzten EM wieder eine Medallie für Deutschland im Paarlaufwettbewerb gewinnen. Sie könnten es ihrem Trainer Ingo Steuer nachmachen, der zusammen mit Mandy Wötzel die Spitze im Paarlauf mitbestimmt und zahlreiche Medallien gesammelt hatte. Der Höhepunkt von Wötzel und Steuer war zweifellos der Gewinn des Weltmeistertitels.
Sawtschenko/ Szolkowy ist ähnliches zuzutrauen. In Warschau zählen sie zu den Top-Anwärtern auf Gold.

Auch bei der Herrenkonkurrenz fehlt in diesem Jahr der Star der letzten Jahre: Andrej Pluschenko. Der Seriensieger aus Russland gönnt seinem Körper in diesem Jahr eine Pause. Vor allem im letzten Jahr machte ihm sein Körper das Eislauf-Leben sehr schwer. So war seine Form für Turin sicher nicht in der Verfassung, wie sie es hätte sein können. Aber Pluschenko gelang dennoch der ganz große Wurf: Der Gewinn des Olympiagolds! In Salt Lake City 2002 war er noch Alexeij Jagudin unterlegen, konnte sich in Turin dann aber doch noch den Titel holen.
Pluschenko plant im nächsten Jahr wiederzukommen, noch möchte er nicht ins Profilager zu wechseln.
Aber auch ohne den großen Pluschenko sind vor allem mit Stephan Lambiel und Brian Joubert erstklassiger Eiskunstläufer am Start.
Ob Stefan Lindemann in die Entscheidung um die Medallienvergabe eingreifen kann, ist sehr fraglich. Ihm fehlt (noch) die Form der WM in Dortmund, wo er sensationell Dritter wurde. Bei der diesjährigen Deutschen Meisterschaft konnte er noch nicht überzeugen.

Aber es gilt auf dem Warschauer Eis sich zu beweisen.

Montag, 22. Januar 2007

Handballer verlieren in einem dramatischen Match gegen Polen

25:27 hieß es am Ende für die polnische Mannschaft. Und das deutsche Team musste die erste Niederlage bei der WM einstecken.
Leider muss man feststellen, dass sich der Aufwärtstrend der deutschen Handballer, der sich im zweiten Spiel gegen Arbentinien zeigte, nicht weiter fortgesetzt hat. Zugegebener Maßen gegen eine vor allem in der ersten Hälfte stark aufspielende polnische Mannschaft fanden die Deutschen lange nicht ins Spiel. Zu viele Tore aus der 2. Reihe fanden durch die deutsche Mitte das Tor von Fritz und Bitter.
Nur Eines kann man der deutschen Mannschaft nicht absprechen: Sie haben gekämpft und alles gegeben. 15 Minuten vor Schluss lagen sie noch vier Tore hinter den Polen, es schien nicht mehr viel möglich. Aber die Truppe von Heiner Brand hat nicht aufgesteckt und sich wieder herangekämpft, nicht zuletzt Dank einiger glänzender Paraden von Johannes Bitter, und wandelte den Rückstand in einen 2-Tore-Vorsprung um. Nun sah alles wieder viel besser aus.
Aber auch die Polen steckten nicht auf. Sie fanden nicht zuletzt durch die Roten Karten für Oliver Roggisch und den Kapitän Markus Baur zurück ins Spiel und gingen wieder in Führung. Vor allem für das Geburtstagskind Markus Baur, der heute seinen 36. Geburtstag feiert, war es bitter, die letzten Minuten von außen zu verfolgen.

Ja, diese Niederlage gegen Polen tut weh. Aber vielleicht kam sie zum rechten Zeitpunkt, um das deutsche Team vor dem Start der Hauptrunde nochmals richtig wach zu rütteln.
Und eines darf man nicht vergessen: Die Polen haben stark gespielt, wirkten vor allem in der 1. Halbzeit wesentlich sicherer und durchsetzungsfähiger vor dem deutschen Tor, aber die deutsche Mannschaft hat sich nicht abschütteln lassen. Sie blieb nahe dran an den Polen, lag auch in Führung, und sah 10 Minuten vor Schluss eher wie der Sieger aus als wie die polnische Mannschaft. Darauf muss aufgebaut werden! Denn das deutsche Team hat Potential, und wer weiss wie das Spiel ausgegangen wäre, wenn es nicht zu den Roten Karten für Roggisch und Baur gekommen wäre...

Ein Tag Pause wird den deutschen Handballern gut tun, um dann mit neuem Elan und Siegeswillen in die Hauptrunde zu starten!

Ein Armutszeugnis muss man allerdings dem übertragenden Sender, der ARD, aussprechen.
Die Handball-WM ist bis jetzt ein Erfolg, die Hallen sind voll, die Menschen fiebern mit. Es ist allerdings sehr traurig, dass neben den deutschen Spielen nur wenige weitere Spiele im Free-TV zu sehen sind. Man hätte sich mehr Einsatz (seitens des DHB) gewünscht, die WM durch mehr TV-Präsenz noch bekannter zu machen. Schade, dass hier im Vorfeld so viel versäumt wurde.
Aber kommen wir zurück zum heutigen Spiel: Es war ein mitreißendes, spannendes Spiel, auch der Zuschauer zu Hause vor dem Bildschirm konnte richtig mitfiebern. Aber was passierte unmittelbar nach dem Schlußpfiff, als der Kommentator gerade das Wort an Jörg Delling und Stefan Kretzschmar übergeben wollte? - Die übertragung war beendet, es wurde Werbung eingeblendet, um dann mit dem normalen Vorabendprogramm weiter zu machen.
Was soll denn das? Der Zuschauer war noch ganz im Banne des Spiels und sollte sich jetzt "Das Großstadtrevier" anschauen?
Zieht man den Vergleich mit der Fußball-WM im letzten Sommer, der in diesen Tagen gerne angestellt wird, kann man nur bemerken, dass so etwas bei der Fussball-WM undenkbar gewesen wäre! Man verlangt ja nicht Kommentare Stunden vor und Stunden nach dem Spiel, aber zumindest eine Nachbereitung von 10-15 Minuten hätte sich der Sender doch leisten können. Es ist schade, sehr schade, dass die ARD versäumt hat, die Handball-WM so zu präsentieren, wie sie es verdient hätte.

Sonntag, 21. Januar 2007

Deutsche Handballer in WM-Hauptrunde

Die deutsche Handball-Nationalmanschaft hat heute mit einem Sieg gegen Argentinien den vorzeitigen Einzug in die WM-Hauptrunde erreicht.
Die Mannschaft von Heiner Brand kommt zudem immer besser in das WM-Turnier. Heute wurden die Argentinier überzeugend mit 32:20 bezwungen.
Die Leistungssteigerung im Vergleich zum Auftaktmatch gegen Brasilien war überaus deutlich, vor allem die Abschlussschwäche vor dem gegnerischen Tor konnte überwunden werden. Leichte, nervöse Fehler passierten immer seltener, und die Mannschaft spielt sich immer besser ein.
In der ersten Halbzeit fielen vor allem Christian Zeitz vom THW Kiel und der Lemgoer Sebastian Preiss positiv auf, zahlreiche Tore gingen auf das Konto der beiden.

Auch die etatmäßige Nummer 2 im Tor, der Magdeburger Johannes Bitter, gefiel zu gefallen, nachdem er Henning Fritz in der 2. Halbzeit ersetzt hatte. Zahlreiche Paradan ließ das erste Tor der Argentinier in der 2. Halbzeit erst spät fallen. Damit stehen Heiner Brand zwei sehr gute Torhüter zur Verfügung, denn auch Henning Fritz kommt immer besser ins Spiel. Der Kieler, der in dieser Saison in seinem Verein nur zweite Wahl ist, scheint seine Schwächephase im Tor langsam aber sicher überwunden zu haben. Gut für die deutsche Mannschaft! Denn ein Henning Fritz in Top-Form hat schon so manchen Angreifer ins Grübeln gebracht.

Ab ca. Mitte der zweiten Halbzeit ließ Heiner Brandt auf einigen Positionen die zweite Garde ran, um seinen Stammspielern wie Markus Baur, Torsten Jansen und Pascal Hens eine wohlverdiente Pause zu gönnen. Eine Pause, die im engen Spielplan der WM sicher gut tut.
Aber auch die eigentlichen Ersatzspieler, wie Dominik Klein oder Lars Kaufmann, machten ihre Sache gut.

Weniger erfreulich ist allerdings der bei dem Kreisläufer Andre Klimowetz diagnostizierte Muskelfaserriss. Noch ist die Schwere der Verletzung nicht ganz bekannt, aber sollte Klimowetz tatsächlich für die WM ausfallen, könnte Heiner Brand zur Hauptrunde einen neuen Spieler in sein Aufgebot bestellen.
Hier fällt ohne Frage wieder der Name des alten Kämpen, Christian Schwarzer. Der Lemgoer, z.Z. Experte beim ZDF, stände bereit. Mit seiner Erfahrung könnte er der jungen Truppe sicher helfen. Aber wünschen wir zunächst Andre Klimowetz alles Gute, dass seine Verletzung nicht so schlimm ist, wie vermutet wird.

Historischer Triumph für Annie Friesinger

Annie Friesinger hat ihre einzigartigen Allroundqualitäten im Wikingerschiff von Hamar bei der Sprint-WM in bravoröser Manier bewiesen.
Sie war mit dem Ziel gestartet, den Titel zu erringen. Denn dann könnte sie Siege bei allen entscheidenden Titelkämpfen vorweisen: Olympia, Mehrkampf-WM, Einzelstrecken-WM in Sprint und Langstrecke und eben der Sprint-WM.

Die Inzellerin war als Top-Favoritin an den Start gegangen, aber einer Favoriten-Stellung muss man auch erst einmal gerecht worden können.
Dieses ist ihr in beeindruckender Art und Weise gelungen. 2 für sie sehr gute 500m-Läufe, und über die 1000m 2x die Beste, gekrönt durch den Bahnrekord, den sie gestern errang und heute um nur 1sec verfehlte, haben ihr den Titel gebracht. Die Mission ist erfüllt! Damit ist sie neben der Russin Petroschewa die einzige Läuferin, der diese Siege bei allem großen Titelkämpfen gelangen!

Auf den Plätzen hinter Friesinger kam auf dem Silber-Rang die Holländerin Ireen Wüst ein, Bronze ging an Cindy Klassen aus Kanada.
Den zweiten Platz hatten Wüst im Vorfeld nur wenige zugetraut. Hatte sie doch noch am vergangenen Wochenende den schon sicher geglaubten Sieg bei der Mehrkampf-EM noch aus der Hand gegeben. Sie teilte sich die abschließenden 5000m schlecht ein und musste Sablikova noch an sich vorbeiziehen lassen.

Jenny Wolff konnte heute nach ihrem Sturz auf den 1000m nicht mehr ins Geschehen eingreifen. Sie hatte das Rennen gestern zwar beendet, aber leider auf der falschen Bahn. Daher die Disqulifikation. Schade, aber die Berlinerin wird es verkraften können, ist ihr Hauptaugenmerk doch in dieser Saison auf den Gesamtweltcup über die 500m gerichtet ist.

Biathlon: Letzte Rennen vor der WM

Heute standen mit den beiden Massenstart-Rennen in Pokljuka die beiden letzten Weltcup-Rennen auf dem Programm, bevor es in den Endspurt der Vorbereitungen für die WM in Antholz geht.

Bei den Damen gab es mit der am Schießstand fehlerfrei gebliebenen Ukrainerin Oksana Khvostenko eine überraschungssiegerin. Noch nie stand Khvostenko ganz oben auf dem Podest.
Auf dem 2. Platz komplettierte Kati Wilhelm ihre Medalliensammlung in Pokljuka. Nach Bronze im Sprint und Gold in der Verfolgung nun Silber im Massenstart. Dabei sah es nach dem ersten Schießen und zwei Fehlern gar nicht nach einem Erfolg aus, sie ging mit einem Platz jenseits der 20 zurück in die Loipe. Aber das Rotkäppchen steckte nicht auf und kämpfte sich zurück ins Rennen. Nicht nur der 2. Platz belohnte sie für ihre Mühe, sondern ebenso das Gelbe Trikot, das sie von Anna-Carin Olofsson übernahm. Der Schwedin reichte der heutige 6. Platz nicht, den Angriff Wilhelms abzuwehren.
Kati Wilhelm gibt zwar als Ziel für diese Saison nicht in erster Linie den Gewinn des Gesamtweltcups an, den sie letztes Jahr erstmalig gewann, sondern möchte Medallien bei der WM gewinnen. Aber dennoch dürfte sie das Gelbe Trikot im Hinblick auf die WM beflügeln.

Erfreulich ist auch der Wiedereinstieg in den Weltcup von Andrea Henkel zu sehen. Nach 2-wöchiger krankheitsbedingter Pause kam sie auf dem 11. Platz ein. 4 Fehler im Stehendanschlag verhinderten eine bessere Platzierung, die Laufleistung passte schon wieder recht gut.
Damit ist die Großbreitenbacherin aber auf einem guten Weg zur WM.
Hoffen wir, dass dieses auch Martina Glagow gelingen wird, die heute noch nicht wieder in das Geschehen eingreifen konnte. Aber es kommen gute Nachrichten aus dem deutschen Lager, was die Genesung und Form der Mittenwalderin angeht. Hoffen wir, dass sie wieder rechtzeitig in Form kommt, musste sie doch bereits bei der letzten WM krankheitsbedingt passen.

Bei den Herren sicherte sich der österreicher Christoph Sumann nach seinem gestrigen Erfolg im Verfolgungsrennen auch den Sieg im Massenstart. Ein fehlerfreies Schießen und eine exzellente Laufleistung ließen der Konkurrent keine Chance.
Hinter dem Franzosen Vincent Defranse kam Andreas Birnbacher mit einem Schießfehler auf den dritten Platz. Birnbacher unterstreicht damit, dass er in dieser Saison einer der konstantesten Deutschen ist. Konnte er in den vergangenen Weltcupsaisons zwar immer wieder Top(-Ten)-Platzierungen aufweisen, ihm hatte aber doch immer ein wenig die Konstanz gefehlt. Die Konstanz, die er in diesem Winter gefunden hat!
Michael Rösch kam auf dem 4. Platz ein und konnte sich des Angriffs des laufstarken Norwegers Frode Andresen erwehren. Der Altenberger Rösch blieb im Vergleich zu Birnbacher fehlerfrei und dürfte für die WM ebenfalls gerüstet sein.

Michael Greis erreichte den 20. Platz. Muskeläre Probleme im Rücken haben dem dreifachen Olympiasieger von Turin in den Tagen von Pokljuka zu schaffen gemacht. 5 Schießfehler handelte er sich zusätzlich ein. Aber dennoch konnte er heute dem abwesenden Ole-Einar Bjoerndalen das Gelbe Trikot abnehmen.
Dieses dürfte für die WM beflügeln. Und auch seine muskulären Probleme wird er sicher in den nächsten 2 Wochen in den Griff bekommen.
Die Rennen in Pokljuka haben allen Lauferinnen und Läufern zu schaffen gemacht, eine schwierige Strecke, tiefer Schnee, da musste so manche(r) an die Grenzen gehen.

Freuen wir uns nun auf die WM in Antholz! In knapp 2 Wochen geht es los.

Samstag, 20. Januar 2007

Krimi in der Kieler Ostseehalle

Ungarn hat in einem spannenden und äußerst abwechslungsreichen Spiel den Mitfavoriten Dänemark in der Gruppe E 30:29 bezwungen.
Die Kieler Ostseehalle war über lange Zeit fest in dänischer Hand. Doch auch das nutzte nichts - die Dänen stehen schon nach dem ersten Spiel mit dem Rücken an der Wand.
Dabei sah Dänemark bereits wie der sichere Sieger aus. Mitte der 2. Halbzeit lagen die Dänen mit 4, sogar 5 Toren in Front, der Ball lief durch die Reigen der dänischen Spieler. Christianssen wies eine sagenhafte Trefferquote von 100% auf. Und die Ungarn agierten hektisch, unkontrolliert, übereilig. Nichts ließ erahnen, dass in dieser Mannschaft noch ein derartiger Siegeswillen steckte, wie sie ihn in den letzten 10 Minuten des Spiels zeigten.
Zum Matchwinner stieg der ungarische Torwart auf, immer wieder parierte er die dänischen Angriffe auf sein Tor. Und im Gegensatz zur Spielweise, wie sie diese noch vor wenigen Minuten praktizierten, nutzen die Ungarn jetzt ihre Chancen. Tor um Tor kamen sie an die Dänen heran. Und je näher sie kamen, desto nervöser agierten die Dänen. Und das, was vor wenigen Minuten noch quasi unvorstellbar war, trat ein: Die Dänen ließen sich das Spiel aus der Hand nehmen. - Die Ungarn gingen in Führung. Die Dänen waren am Boden.
Dann das Unglaubliche: Dänischer Tempogegenstoß beim Stande vom 28:29 für Ungarn, der dänische Angreifer allein vor dem Torwart, eine 100%ige Chance, die nicht genutzt werden konnte...
Das Spiel war entschieden. - So spannend kann die WM weitergehen!

Schwerer Sturz überschattet Weltcup in Zakopane

Der Skisprungweltcup ist an diesem Wochenende im polnischen Zakopane zu Gast. Traditionell, seitdem Adam Malysz die Skisprungszene mitbestimmt, erwartet die Springer ein Hexenkessel, ein rot-weisses Fahnenmeer.
Die Stimmung war auch heute wieder sehr gut, trotz des zähen Wettbewerbs, der aufgrund ständig wechselnder Winde immer wieder unterbrochen wurde. Der Wind wechselte von Auf- zu Rückenwind, kam von der Seite und stellte allerhöchste Herausforderungen an die Springer. Es war ein Springen am Rande der Legalität.
Dann stürzte der Tscheche Jan Mazoch im 2. Durchgang extrem schwer. Die Bilder dieses Sturzes sind nur schwer aus dem Kopf zu bekommen. Mazoch wurde sofort ins Krankenhaus gebracht, und man kann nur ganz stark hoffen, dass nichts Schlimmes passiert ist.
Aus Sicht vieler war es unverständlich, dass der Wettbewerb nach kurzer Unterbrechung fortgeführt wurde. Man fragte sich, warum nicht abgebrochen wurde, und der 1. Durchgang in die Wertung ging. Sollte noch mehr passieren?
Die Bedingungen waren extrem schwierig, der Wind drehte immer stärker, frischte auf, nahm wieder ab, aber der nächste Springer, Arttu Lappi aus Finnland wurde dennoch vom Bakken gelassen. Man war direkt erleichtert, dass er den Sprung glücklich herunterbrachte.
Einige Springer weiter wurde dann der österreicher Thomas Morgenstern immer wieder vom Bakken heruntergeholt: Rauf auf den Bakken, wieder runter, so ging es einige Male. Dann endlich kam das Zeichen von Skisprung-Direktor Walter Hofer: Der Wettbewerb wurde abgebrochen, das Ergebnis des 1. Durchgangs geht in die Wertung. Eine Wertung die in Anbetracht des schweren Sturzes an Bedeutung verliert.

Der Skisprung-Weltcup hat in dieser Saison, wie kaum sonst, mit Wetterunbillen und zu schlechten, wechselnden Winden zu kämpfen. Es kam zu zahlreichen Abbrüchen bzw. Absagen. Heute ist hierbei ein trauriger, erschreckender Höhepunkt erreicht worden.

Rodel- und und Bobsport: Neue Namen auf dem Siegerpodest

Beim Rodelweltcup in Altenberg hat Silke Kraushaar-Pielach ihren 6. Weltcup-Sieg in der laufenden Saison eingefahren. Sie ist damit nicht nur kurz vor dem wiederholten Gewinn des Gesamtweltcups, sondern auch die ausgesprochene Favoritin für die Weltmeisterschaften, letzteres vor allem auch durch den Rücktritt von Sylke Otto, die immer um den Titel mitgefahren ist.
Aber schon nach der Weltcup-Dominatorin Kraushaar-Pielach erreichte Weltcup-Neuling Natalie Geisenberger einen herausragenden zweiten Platz. Dieses war ein Weltcup-Einstand nach Maß!
Anke Wischnewski auf Platz 3 und die viertplatzierte Tatjana Hüfner untermauerten einmal mehr die Vorreiterrolle der deutschen Rodlerinnen. Der letzte Nicht-Sieg einer deutschen Rodlerin im Weltcup, bei WM und Olympia liegt so lange Zeit zurück, dass man sich nicht mehr wirklich erinnern mag...

Durch den ein wenig überraschenden, aber verdienten zweiten Platz von Natalie Geisenberger dürfte auch der Kampf um die WM-Tickets wieder entbrannt sein. Bundestrainer Thomas Schwab hat zwar die Qual der Wahl, aber er dürfte sich glücklich schätzen, einen solchen Kader betreuen zu können. Vor allem ist zu sehen, dass immer wieder junge, sehr gute Rodlerinnen nachkommen. - Die Zukunft bei den deutschen Rodlerinnen sieht weiterhin goldig aus!

Beim Zweier-Bobweltcup in Innsbruck-Igls hat sich ebenfalls ein junger Deutsche erstmalig auf dem Weltcup-Siegerpodest wiedergefunden: Karl Angerer aus Berchtesgaden.
Nach dem ersten Durchgang noch in Führung liegend musste er sich nur dem erfahrenen Kanadier Pierre Lueders geschlagen geben.
In Abwesenheit der deutschen Nummer 1, dem Doppel-Olympiasieger von Turin, Andre Lange, sorgte der 27-jährige Angerer für deutsche Farben auf dem Siegerpodest. Platz 3 ging an den Schweizer Schmid.

Mit Thomas Wustlich auf dem 5. Platz erlangte ein zweiter Deutscher einen Platz unter den ersten Sechs.
Die beiden jungen Deutschen, Angerer und Wustlich, dürften die eigentliche Nummer 2 im deutschen Team, Matthias Höpfner, ein wenig bangen lassen, ob Bundestrainer Raimund Bethge weiterhin an seiner Nominierung für die WM in St. Moritz festhalten wird.
Andre Lange und Matthias Höpfner sind eigentlich gesetzt für die 2er-Bob-WM, jedoch ist Höpfner nach den jungen Erfolgen von Angerer und Wustlich unter Druck. Heute erreichte er lediglich Platz 9. Noch erscheint es unwahrscheinlich, dass Bethge seine Nominierung verändern wird, aber noch ist nicht das letzte Wort nicht gesprochen

Freitag, 19. Januar 2007

Auftaktsieg für Handballer

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat im Eröffnungsspiel der WM den ersten Sieg eingefahren: 27:22 haben die Mannen von Heiner Brandt Brasilien bezwungen.
Es war ein nervöser Beginn der Deutschen, wie zu erwarten war. Dieses lag sicher nicht nur an dem Erwartungsdruck, unter dem die Gastgeber-Mannschaft steht, sondern sicher auch daran, dass die junge Mannschaft in dieser Besetzung in der Vorbreitung kaum spielen konnte. Das Verletzungslazarett hatte sich erst kurz vor dem Eröffnungsspiel gelichtet, so dass dieses erste Spiel ganz sicher auch unter dem Aspekt des Aufeinander-Einspielens zu sehen war.
Nichtsdestotrotz waren die leichten (Konzentrations-)Fehler nicht zu übersehen. Auch die Trefferquote muss im Laufe der WM noch besser werden, will man ein gewichtiges Wort bei der WM mitsprechen.
Aber es ist der Mannschaft zuzutrauen, dass sie schon im zweiten Spiel, am Sonntag gegen Argentinien, viele der Leichtsinnsfehler abstellen kann. Und dann kann die deutsche Mannschaft viel erreichen!

Kommen wir zurück zum heutigen Spiel: Überraschender Weise lief die deutsche Manschaft zu Beginn einem 2-Tore-Rückstand hinterher. Aber Mitte der ersten Hälfte lag Brandt's Mannschaft in Front und ließ die Brasilianer nicht mehr in Führung gehen.
Der Vorsprung blieb aber relativ konstant bei 3 bis 6 Toren, es gelang der deutschen Mannschaft nicht, wegzuziehen. Dazu waren die Abschlussschwäche und die leichten Abspielfehler leider zu deutlch.

Der Erfolg gegen Brasilien ist als Arbeitssieg zu werten. Dieses war im Vorfeld von den Experten auch so erwartet worden. In jedem Fall ist der Einsteig in die WM aber gelungen! Hoffen wir auf weitere viele Tore und Siege!!!

Biathleten in Erfolgsspur

Dem gestrigen Triumph im Sprintrennen von Alexander Wolf ließ Kati Wilhelm heute ihren ersten Weltcupsieg in dieser Saison folgen.
Damit sind die deutschen Biathleten nach dem kleineren Durchhänger beim Weltcup in Ruhpolding, wo zum Ende hin der Aufwärtstrend schon andeutet wurde, in Pokljuka wieder zurück in der Erfolgsspur.

Alexander Wolf ließ beim gestrigen Sprintrennen durch eine exzellente Schieß- und Laufleistung der Kokurrent keine Chance und sicherte sich seinen ersten Weltcupsieg in der laufenden Saison, insgesamt seinen dritten. Wolf, der zu Beginn der vergangenen Saison z.T. Träger des gelben Trikot des Weltcup-Führenden war, schien in dieser Saison nicht so recht in Tritt zu kommen. Meist stand er im Schatten seiner Mannschaftskollegen und konnte sein Potential nicht vollständig abrufen. Nun aber ist er pünklich zum Endspurt der WM-Vorbereitung wieder da. - Den Bundestrainer Frank Ullrich wird es freuen. Eröffnen sich ihm doch nun noch mehr Möglichkeiten für die WM, wenngleich die Qual der Wahl sicherlich auch größer wird.
Im morgigen Verfolgungsrennen wird Alexander Wolf als erster in die Loipe gehen und wird sicher alles geben, seine Leistung erneut zu bestätigen. Auch um Ullrich zu zeigen, dass sein Erfolg keine "Eintagsfliege" war.

Auch Kati Wilhelm ist wieder voll da. Ihre Podestplätze bei den letzten Weltcuprennen haben ihre aufsteigende Form bereits angezeigt. Mit ihrem ersten Weltcupsieg im heutigen Verfolger hat sie sich nun wieder in die Mit-Favoriten-Rolle bei der WM gelaufen...

Dienstag, 16. Januar 2007

Basti Fantasti: Der Rücktritt

Sebastian Deissler, eigentlich noch bis 2009 bei den Münchener Bayern unter Vertrag, hat heute seinen Rücktritt vom Profifußball erklärt. Er zieht damit die Konsequenzen aus seinen vielen (Knie-) Verletzungen, die seiner Karriere immer wieder Steine in den Weg legten.
Das Vertrauen in sein Knie ist nicht mehr da. Die Angst vor weiteren erneuten Verletzungen spielt immer mit, die Angst davor wieder für Monate auszufallen, sich Wochen, Monate in der Rhea zu quälen, um dann wieder um einen Stammplatz im Team der Bayern (oder der Nationalelf) zu kämpfen, den er vor der Verletzung inne hatte...

Es war für den 27jährigen sicherlich die richtige Entscheidung, seinen Körper nicht weiter zu quälen. Seinen Körper, der eine Leidensgeschichte erzählen kann, wie kaum ein zweiter Fußballer.

Dabei war Deissler mit einem Talent gesegnet, das im deutschen Fußball selten zu finden ist. Und nicht umsonst wurde er schon Jahre vor der WM 2006 im eigenen Land als der WM-Hoffnungsträger schlechthin hochgepriesen. Der Name Basti Fantasti steht für sich. Wer ihn einmal live hat spielen sehen, wird seine geniale Art, den Ball zu streicheln anstatt zu schiessen, nicht vergessen.
Es ist schon sehr tragisch, dass ein so begnadetes Talent, wie Sebastian Deissler es war, mit einem derartigen Verletzungspech "gesegnet" und vor allem so verletzungsanfällig war...
Ganz besonders bitter dürfte der erneute verletzungsbedingte Ausfall im März des vergangenen Jahres gewesen sein, der ihm, dem einstigen Hoffnungsträger für die Heim-WM, die WM-Teilnahme kostete...

Fußball-Deutschland trauert um den Rücktritt eines begnadeten Fußballspielers... - einen Rücktritt, den aber wohl jeder irgendwie nachvollziehen kann.
Wünschen wir Sebastian Deissler alles Gute für sein Leben nach dem aktiven Profifußball!!

Sonntag, 14. Januar 2007

Ruhpolding: König Ole-Einar siegt im Massenstart, Deutsche zeigen Aufwärtstrend

Der Biathlon-Weltcup in Ruhpolding ging heute mit dem 70. Weltcup-Sieg des Norwegers Ole-Einar Bjoerndalen im Massenstart-Rennen der Männer zu Ende.
Die deutschen Biathletinnen und Biathleten dürften froh sein, dass der Rummel jetzt wieder weniger wird. Die beiden Weltcups in Oberhof und Ruhpolding waren nicht nur sportlich eine Herausforderung an die Athleten, sondern auch vor allem mental: Die gewaltigen Zuschauermassen, mehrheitlich aus Deutschland, wollten Erfolge der deutschen Mannschaft bejubeln... Ein so hoher Erwartungsdruck kann schon mal an den Nerven zehren, wie an Magdalena Neuners heutiger Schiesseinlage beim letzten Stehend-Anschlag im Massenstart mit sage und schreibe 5 Fehltreffern zu erkennen war. Ein solcher Blackout sei der jungen Deutschen aber zu verzeihen, wie nicht nur Bundestrainer Uwe Müssiggang bemerkt, ist doch schließlich in der letzten Woche Gewaltiges auf das Küken im deutschen Biathlon-Team eingebrochen: Medien und potentielle Werbepartner standen Schlange...
Dass die 19jährige heute trotz der insgesamt 8 Schiessfehler auf einen 15. Platz lief, zeigt ihre grandiose Laufform. Im Stile einer Uschi Disl, die die Weltcup-Szene seit dieser Saison erstmalig nur als Zuschauerin verfolgt, lief sie dem Feld davon bzw. hetzte den Führenden hinterher...

Die Laufform von Kati Wilhelm (2. Platz hinter Anna-Carin Olofsson) und auch die der deutschen Biathlon-Herren Michael Rösch (5. Platz), Michael Greis (9. Platz) und Ricco Groß (11. Platz) ist ansteigend, was im Hinblick auf die in drei Wochen stattfinden WM im Antholzer Tal sicher als positiver Fingerzeig zu werten ist.

Positiv ist ganz sicher auch die Leistung von Katrin Hitzer zu werten. Die 20jährige, die in ihrer ersten Weltcup-Saison ist, hat mit zwei 7. Plätzen im Sprint am Samstag und im heutigen Massenstart-Rennen gezeigt, dass sie nicht nur eine Alternative für die Arrivierten bei der WM ist.
Ihre Leistung ist insbesondere auch deshalb als sehr gut einzuschätzen, da sie mit erheblichen Magenproblemen zu kämpfen hatte, die einen Start fast nicht möglich machten. Aber sie hat sich durchgebissen: Die siebten Plätze lohnen sie für ihren Kampfeswillen, ihr Durchhaltevermögen und nicht zuletzt für ihre Schiessleistung.

Nicht unerwähnt soll der letzte Auftritt von Ricco Groß im heimischen Ruhpolding bleiben. Das heutige Massenstart-Rennen war der letzte Auftritt des gebürtigen Sachsen vor heimischer Kulisse, der nach dieser Saison seine aktive Laufbahn beenden wird.
Ein 11. Platz stand am Ende zu Buche, ein Schiessfehler beim letzten Stehendanschlag verhinderte einen Top-Ten-Platz. Aber auch so kann Ricco Groß mit seiner heutigen Leistung zufrieden sein, er hat seinen Zuschauern nochmals eine gute Leistung geboten, und auch hinsichtlich der WM zeigt seine Formkurve eindeutig nach oben!

Bleibt abschliessend zu hoffen, dass Andrea Henkel und Martina Glagow ihre Krankheit bald überwunden haben und in Pokljuka wieder zur deutschen Mannschaft stossen können.
Dann wird Andrea Henkel alles daransetzen der Schwedin Anna-Carin Olofsson das Gelbe Trikot der Weltcup-Führenden wieder abzunehmen, das diese heute von ihr übernommen hat.

Nicht zuletzt gilt es dann, bei der WM in Antholz an die Erfolge bei Olympia und den vergangenen Weltmeisterschaften anzuknüpfen!!!

Freitag, 12. Januar 2007

Beeindruckende Sportlerkarrieren beendet, Teil 2: Kjetil Andre Aamodt

Neben Sylke Otto hat bereits vor einigen Tagen einer der ganz Großen der Wintersportszene Adieu gesagt: Der Norweger Kjetil Andre Aamodt.
Aufgrund anhaltender Knieprobleme mußte er seine Rückkehr in den alpinen Skiweltcup immer wieder verschieben. Nun hat er die Konsequenzen gezogen und mit seinem sofortigen Rücktritt seinem Körper die Ruhe gegeben, die er wohl auch braucht.
Aber nicht nur in Norwegen trauert man aufgrund Aamodt's Rücktritt: Er war ein allseits beliebter und geschätzer Sportler, dem seine zahlreichen Titel nie zu Kopfe gestiegen sind und der immer mit beiden Beiden fest am Boden geblieben ist.

Aamodt kann auf eine beeidruckende Karriere zurückblicken, die ihresgleichen sucht. Seinem ersten WM-Ttel 1993 in Morioka ließ er 3 weitere WM-Titel und vor allem die Olymiasiege 1992, 2002 und 2006 im Super-Ski und 2002 in der Kombination folgen. Zahlreiche Podestpläte bei WM und Olympischen Spielen kennzeichnen seinen Erfolgsweg ebenso wie der einmalige Gewinn des Gesamtweltcups. Hätten ihn Knieprobleme nicht immer wieder zurückgeworfen, hätte er diesen begehrten Titel sicherlich häufiger gewonnen.
Seit 1991 hat Aaamodt bei keinem Großereignis auf dem Siegerpodest gefehlt! Einmalig!!

Zudem kennzeichnet er sich durch seine Vielseitigkeit: Neben wenigen weiteren Skifahrern kann er Weltcupsiege in allen fünf Disziplinen, d.h. Abfahrt, Super-Ski, Riesenslalom, Slalom und Kombination, vorweisen.

Jahrelang bildete er zusammen mit Lasse Kjus, mit dem er während vieler Saisons das Zimmer teilte, ein kongeniales Duo, das den alpinen Skiweltcup zusammen mitbestimmte und der Ski-Nation Norwegen viele Erfolge bescherte.

Ein großer des alpinen Skisports ist leise zurückgetreten...

Beeindruckende Sportlerkarrieren beendet, Teil 1: Sylke Otto

Die erfolgreichste Rodlerin aller Zeiten hat heute ihren Rücktritt erklärt: Mit sofortiger Wirkung beendet die 36jährige Sylke Otto ihre Karriere.
Die Doppelolympiasiegerin von Salt Lake City 2002 und Turin 2006 wird der Rodelszene, die sie Jahre lang (mit) bestimmt hat, fehlen: Zahlreiche Erfolge kennzeichnen ihren Rodelweg, der neben den beiden Olympiasiegen in 5 WM-Titeln und 4 Gewinnen des Gesamtweltcups ihre Höhepunkte fand.

Sylke und Silke, womit sie selbst und ihre Teamkollegin Silke Kraushaar gemeint sind, haben sich über Jahre die internationationalen Titel quasi untereinander aufgeteilt, und damit im letzten Jahrzehnt die beeindruckende Serie von Siegen und Podestplätzen der deutschen Rodlerinnen mehr als nur geprägt. Und ein Ende dieser Serie scheint noch lange nicht abzusehen zu sein: Silke Kraushaar hat mit Tatjana Hüfner und Anke Wischnewski inzwischen zwei junge Mitstreiterinnen im deutschen Lager.
Die deutsche Mannschaft der Rodlerinnen ist derart stark besetzt, dass Sylke Otto für das aktuelle Weltcup-Team nicht immer automatisch gesetzt war. Für die diesjährigen Weltmeisterschaften in Igls war sie jedoch gesetzt.

Nun muss die WM aber doch ohne Sylke Otto stattfinden. Sylke Otto wird im Sommer zum ersten Mal Mutter, und möchte nicht mehr weiter mit Angst in den Schlitten steigen. Daher hat sie dem Rodeln den Rücken gekehrt.
Aber Eines ist klar: Sie wird der Rodelszene fehlen...

Mittwoch, 10. Januar 2007

Handball WM - ein Wintermärchen?

Wieder eine Weltmeisterschaft in Deutschland, wieder dreht es sich darum, das Runde in das Eckige zu bekommen: Ab dem 19. Januar gilt es für die Mannen von Heiner Brand bei der Handball-WM.
Kann an die Begeisterung und Erfolge bei der Fussball-WM im letzten Sommer angeknüpft werden? Dieses ist fast kaum vorstellbar, da die Wochen im letzten Sommer ihresgleichen suchen... Aber begeistern wird die junge Truppe sicher auch!

Leider hat die Mannschaft wiederholt mit Verletzungen von Leistungsträgern zu kämpfen... Langsam kommt der Eindruck auf, dass das Verletzungspech geradezu an den Hacken der Handball-Recken klebt: Nun hat es auch Kreisläufer Sebastian Preiß und Linksaußen Torsten Jansen erwischt. Noch ist unklar, wann sie wieder vollständig fit und einsatzbereit sind...
Da wundert es nicht, dass wieder über den alten Kämpen Christian Schwarzer geredet wird: Er war einer der Säulen der vergangenen Erfolge bei WM und Olympia. Ohne ihn wären die vielen Finalteilnahmen nicht möglich gewesen...
Inzwischen ist er aus Altersgründen aus der Nationalmannschaft zurückgetreten, wie viele seiner (einstigen) Weggefährten. Aber er steht bereit, falls Heiner Brand ihn braucht...

Gerade durch die Verletzung von Torsten Jansen kommt auch der Gedanke auf, ob nicht auch ein Stefan Kretzschmar wieder zur Nationalmannschaft stoßen kann...
Noch erscheint dieses unwahrscheinlich, aber wer weiss, was die nächsten Tage bringen werden??

Dienstag, 9. Januar 2007

Rico Groß vor letztem Heimspiel

Einer der ganz Großen des Biathlon-Sports ist in seine letzte Saison gestartet: Rico Groß.
Morgen startet er in seinen letzten Heimweltcup in Ruhpolding, wo er seit vielen Jahren wohnt. Es wird mehr als nur ein normaler Weltcup für ihn werden...
Er wird noch einmal alles daran setzen, seinen vielen Fans sehr gute Wettkämpfe zu zeigen. Aber nicht nur das: Es gilt, auch dem Bundestrainer Frank Ullrich zu beweisen, das er noch nicht zum alten Eisen gehört, sondern in die WM-Mannschaft für die diesjährigen Weltmeisterschaften im italienischen Antholz. Noch hat er seinen Startplatz in der sehr gut besetzten deutschen Mannschaft nicht sicher...

Aber auf Rico Groß war bei den vergangenen Großereignissen immer Verlass: Schon 1992 in Albertville bei den Olympischen Spielen gehörte er zum Staffel-Gold-Quartett. Viele weitere (Gold-) Medallien bei WM und Olympia folgten.
Vor allem der Verfolgungswettkampf ist seine Domäne: 3 WM-Titel in dieser Disziplin sprechen ihre eigene Sprache. Am vergangenen Sonntag in Oberhof hat er mit seinen 20 Treffern gezeigt, dass seine Schießleistungen schon erstklassig sind, nur an der Laufform muss er noch arbeiten: Er erreichte Platz 11 bei der Verfolgung in Oberhof - eine Platzierung, die seine ansteigende Form anzeigt, aber die ihn selbst sicher noch nicht zufrieden stellt. Und ob sie Frank Ullrich genügt, Rico Groß in der WM-Staffel laufen zu lassen, ist auch noch fraglich.
Aber ein Rico Groß hat es in den vergangenen Jahren immer verstanden, zum Punkt X seine optimale Leistung, sprich eine Weltklasse-Leistung, abzuliefern. Wünschen wir ihm, dass ihm auch dieses in seiner letzten Saison wieder gelingen wird!

Und eines ist gewiss: An einem Rico Groß in Top-Form kommt auch ein Frank Ullrich nicht vorbei...

Montag, 8. Januar 2007

Deutsche Skispringer im Dilemma

Die einstige Vorzeigesportart des Deutschen Skiverbandes steckt in der Krise, der größten seit Jahren.
Das Abschneiden der deutschen Adler bei der Vierschanzentournee ist das schlechteste seit 15 Jahren... Damals hatte der damalige Bundestrainer Rudi Tusch den rechtzeitigen Wechsel auf die damals neue V-Technik versäumt. - Ein Umstand, den er rasch erkannte. Dass damals großes Potential in der deutschen Mannschaft steckte, zeigte spätestens die Tournee ein Jahr später: Die Umstellung auf den V-Stil war geglückt mit den Rängen 6 für Christof Duffner und 8 für Jens Weissflog.

In diesem Jahr scheinen die Probleme größer: Mit einer Änderung der Sprungtechnik bei den Spitzenspringern ist das Problem sicher nicht gelöst. Das Problem liegt tiefer: Mentale Probleme der deutschen Springer, zum Punkt X den optimalen Sprung zu bringen und die damit verbundene Konstanz im Wettkampf. Denn das Potential bei den beiden deutschen Vorzeigespringern, Michael Uhrmann und Martin Schmitt, ist ganz sicher vorhanden!
Hier kommen wir aber zum zweiten, größeren Problem der deutschen Mannschaft: Die Breite fehlt. Neue, junge, gute Springer sind nicht wirklich in Sicht. Der Schritt, neue Stützpunkttrainer einzustellen, war sicher ein richtiger, aber ich bleibe dennoch bei meiner Meinung, dass ein neuer Bundestrainer wahrscheinlich mehr Erfolg versprechen würde, als Peter Rohwein.
Jetzt sofort einen Neuanfang zu wagen, halte ich jedoch für den falschen Weg. Ca. 6 Wochen vor der WM in Sapporo sollte man keinen neuen Trainer ins kalte Wasser werfen. Es ist daher richtig, dass sich der DSV vor Rohwein stellt. Ganz unabhängig davon, sollte es auch extrem schwer sein, mitten in der Saison einen Trainer von Weltklasseformat, denn einen solchen sollte der DSV verpflichten, zu finden.

Aber mit der neuen Saison könnte der Neuanfang beginnen: Ein Mika Kojonkoski, Trainer und Entdecker des Siegers der Vierschanzentournee, Anders Jacobsen, ist nicht abgeneigt, den Posten des Bundestrainers zu übernehmen.
Der Name Kojonkoski steht für Erfolg! Man sollte zwar auch einem neuen Trainer seine Zeit einräumen, das Team zu formen und aufzubauen, aber ich bin überzeugt, dass sich der Erfolg über kurz oder lang einstellen würde.
Hat Kojonkoski nicht auch mit Anders Jacobsen einen Springer geradezu "aus dem Hut gezaubert", den letztes Jahr so gut wie noch niemand kannte?!

Auch andere Trainer scheinen nicht abgeneigt: Bernie Schödler aus der Schweiz, der mit Simon Ammann und Andreas Küttel zwei exzellente Springer (wieder) in der Weltspitze etabliert hat.
Selbst Alex Pointner, Trainer der Österreicher hat nicht gänzlich widersprochen...

Daran ist doch zu erkennen, das der Posten des deutschen Bundestrainers lukrativ ist. Und warum? Wohl nicht, weil die deutschen Springer derzeit z.T.ein wenig der Weltspitze hinterher springen, sondern wohl eher, weil Deutschland eigentlich auch zu den großen Skisprungnationen gehört. Es gab immer wieder Siegspringer, wie Jens Weissflog, Dieter Thoma oder Sven Hannawald. Martin Schmitt hat noch vor wenigen Jahren die Skisprungszene bestimmt.
Ich bin überzeugt, dass wir dort wieder hinkommen können! Es bleibt zu hoffen, dass der DSV die richtigen Entscheidungen trifft, damit das Skispringen in Deutschland wieder dort hinkommt, wo es lange Jahre war: Nach ganz oben!

Sonntag, 7. Januar 2007

Jacobsen holt Gesamtsieg!!!

Anders Jacobsen hat sich in beeindruckender Manier den Gesamtsieg der Vierschanzentournee gesichert!! Er konterte im zweiten Durchgang souverän den Angriff Gregor Schlierenzauers, der nach dem ersten Durchgang führte, und ließ sich die Führung in der Gesamtwertung nicht mehr nehmen!! Glückwunsch nach Norwegen!

Aber auch Glückwunsch an Gregor Schlierenzauer, der sich mit dem Tagessieg in Bischofshofen selbst eines der größten Geburtstagsgeschenke machte - er wird heute 17.
So hat der Sport heute Gerechtigkeit walten lassen: Den Gesamtsieg für Anders Jacobsen und den Tagessieg für Gregor Schlierenzauer. Die beiden domnierenden Springer der Saison teilen sich somit heute die Titel..

Michael Uhrmann rundet mit dem 9. Rang im Gesamtklassement das leider schwache Abschneiden der Deutschen in diesem Jahr ab - Hoffen wir auf nächstes Jahr!

Schade war, dass der übertragende Sender sich nicht die Mühe machte, den Endstand des heutigen Springens zu zeigen, sondern der Werbung den Vortritt ließ. Das erfreut den echten Skisprungfan sicher nicht

Unglaubliche Rennen in Oberhof und Adelboden

GRANDIOSER ERFOLG VON MARC BERTHOD
Der Schweizer Marc Berthod hat beim Slalom in schweizerischen Adelboden das Ergbenis des ersten Durchgangs auf den Kopf gestellt. Nach dem ersten Durchgang noch auf dem 27. Rang fuhr er nach einem grandiosen zweiten Lauf die Konkurrenz in Grund und Boden und direkt auf den ersten Rang,
Mehr als 2,5sec Vorsprung reichten für den nach dem ersten Durchgang führenden Schweden Larsson nicht, Marc Berthod zu besiegen...
Wann hat es so ein Rennen jemals gegeben???

UNGLAUBLICHE MAGDALENA NEUNER IN OBERHOF
Am Freitag erreichte die 19jährige Magdalena Neuner ihren ersten Weltcupsieg im Sprint und ging heute als erste des Verfolgers in die Loipe. Sie war die Gejagte...
Dann dieses: Mit einem fehlenden Magazin ist sie gestartet, warum sie es vergessen hat, weiss wohl auch sie selbst nicht genau. Aber sicher wird ihr dieses nie wieder passieren!
Beim 2. Liegend-Anschlag läßt sie sich dann ein Ersatzmagazin geben, die Norwegerin Linda Grubben liegt neben ihr. Das Magazin klemmt, es vergehen Sekunden um Sekunden, Linda Grubben trifft derweil ins Schwarze, fünfmal - ideal für die Norwegerin. Und die junge Deutsche? Nach erneutem Heranrufen des Kampfrichters trifft sie nur 2x ins Schwarze - das beudetet: 450 Extra-Meter: Rang 15 in der folgende Runde, Aber sie steckt nicht auf, schiesst im ersten Stehend-Anschlag fehlerfrei. Dann Spannug beim letzten Schiessen: Linda Grubben bleibt fehlerfrei und läuft einem weiteren Weltcupsieg entgegen, leider läßt Magdalena Neuner erneut zwei Scheiben stehen. Nach den zwei Strafrunden liegt sie aber dennoch aufgrund ihrer wiederum grandiosen Laufleistung auf Rang 4, die Chinesin Kong und Srandine Bailly aus Frankreich vor sich... - Aber die beiden sind ca. 10sec weg,,,
Aber die Chinesin hat gegen Neuner keine Chance, und Bailly kann sich auch nur knapp als zweite ins Ziel retten... Somit hat Magdalena Neuner in einem vor allem für sie extremen Rennen noch den 3. Rang erreicht.
Kati Wilhelm als 5., Simone Denkinger als 7. und Martina Glagow und Andrea Henkel auf den Plätzen 8 und 9 komplettieren das geschlossene Ergebnis der deutschen Frauen.

Damit ist der Biathlon-Weltcup in Oberhof zu Ende: Es war ein ungewohnter Anblick, dieses weisse Band im Grün... Für Oberhof und die vielen Fans war es sicher schön, dass es zu keiner Absage der Rennen kommen musste. Aber es mutet schon ein wenig seltsam an, dass Eis aus Bremerhaven für die Präparation der Piste notwendig war...
Aber letztendlich bleiben doch die spannenden Rennen sowie die Erfolge der deutschen Skijäger in Erinnerung...

Samstag, 6. Januar 2007

Spannung vor den morgigen Finals

Bischofshofen - Vierschanzentournee
Das Abschlusspringen der diesjährigen Vierschanzentournee verspricht so viel Spannung wie schon lange nicht mehr. Waren im letzten Jahr zuletzt noch zwei Springer, Janne Ahonen aus Finnland und der Tscheche Jakup Janda im Rennen um den Gesamtsieg, den sie sich letztendlich teilten - ein Novum - , springen morgen insgesamt noch sieben Springer um den Sieg.
Die wohl besten Aussichten dürfte der z.Z. führende Norweger Anders Jacobsen besitzen, der auch das heutige Qualifikationsspringen gewann. Aber nur ganze 20 Punkte liegen zwischen ihm und dem z.Z. siebt-platzierten Gregor Schlierenzauer aus Österreich. 20 Punkte - das ist schnell aufgeholt auf einer Schanze wie der Paul-Ausserleitner-Schanze in Bischofshofen.

Schon der erste Durchgang morgen verspricht mehr als die übliche Spannung: Drei der in der Gesamtwertung unter den ersten 8 liegenden Springer, Gregor Schlierenzauer, Andreas Küttel und Janne Ahonen haben das heutige Qualifikationsspringen ausgelassen. Damit haben es die letzten drei Paarungen in sich: Ammann springt gegen Schlierenzauer, Malyzs gegen Küttel und Jacobsen gegen Ahonen.
Sind damit schon drei Plätze der Lucky-Looser-Wertung vergeben? - Morgen wissen wir mehr.

Erwähnenswert ist die fast schon als Kaltschnäuzigkeit zu bezeichnende Tatsache, dass Gregor Schlierenzauer mit seinen erst 16 Jahren nicht nur das heutige Qualifikationsspringen ausgelassen hat, sondern auch die beiden vorher durchgeführten Trainingsdurchgänge. Er hat morgen nur den Probedurchgang, um sich auf die Schanze einzustellen. Dann heisst es für ihn sich gegen den z.Z. auf den dritten Rang in der Gesamtwertung liegenden Schweizer Simon Ammann
zu behaupten, keinem geringeren als den Doppel-Olympiasieger von Salt Lake City, der in diesem Winter wieder zu alter Stärke zurückgefunden hat.
Man möchte dem 16jährigen Glück wünschen, da er morgen seinen 17. Geburtstag feiert. Macht er sich selber das größte Geschenk? Vor dem 3. Springen in Innsbruck lag er noch in Führung, hatte aber ein wenig Pech mit den Bedingungen bei seinen beiden Sprüngen und rutschte im Gesamtklassement auf den 7. Rang ab. - 20 Punkte hinter dem führenden Anders Jacobsen.

Auch die deutschen Springer hoffen, morgen bei der Tagesentscheidung ein Wörtchen mitreden zu können. Wieder gelang Michael Uhrmann ein herausragender Sprung in der Quali - er lag in Front als die Jury vor den letzten Springern den Anlauf - mehrmals - verkürzte.
Es wäre dem deutschen Springerteam zu wünschen, endlich einmal den ersehnten Podestplatz zu erreichen - Bischofshofen ist kein schlechtes Pflaster dafür, bedenkt man nur die Erfolge eines Martin Schmitts und Sven Hannawalds, die beide hier schon jubeln durften - als Weltmeister und als Gewinner der Vierschanzentournee mit dem Extra-Sternchen alle vier Springe gewonnen zu haben...

Val di Fiemme - Tour de Ski
Der finale Anstieg in Val di Fiemme verspricht große Spannung.....
Vor allem die deutschen Langlauffans fiebern sicher dem Männer-Final entgegen: Tobias Angerer liegt in Front und hat das Gold-Trikot inne, aber die Abstände auf die hinter ihm liegenden sind gering. Es kann alles passieren...

Bei den Frauen ist nicht mehr eine solch große Spannung um den Gesamtsieg zu erwarten. Durch ihren deutlichen, ihre Stärke demonstrierenden Sieg hat die Finnin Virpi Kuitunen einen großen Abstand zwischen sich und die Kokurrentinnen gelegt. Aber noch hat auch sie nicht als erste das Ziel erreicht...

Man kann aber jetzt schon die Tour de Ski als einen Erfolg bezeichen. Eine neue Art des Wettkampfs, den Kampf Mann gegen Mann bzw, Frau gegen Frau mehr betonend. Vor allem das letzte Rennen morgen ist durch den Handicap-Start auch für die Zusacher absoult übersichtlich und bleibt daher sicher spannend bis zur letzten Sekunde.

Freuen wir uns auf morgen!!!





Freitag, 5. Januar 2007

Sportsplitter vom 05.01.07

Die erst 19jährige Magdalena Neuner feiert in Oberhof ihren ersten Weltcupsieg. Trotz zweier Schiessfehler läßt sie der Konkurrenz durch eine grandiose Laufleistung keine Chance.
Den absoluten Triumph komplettieren Andrea Henkel und Martina Glagow auf den Plätzen 2 und 3. - Was will man mehr?
Um den Nachwuchs im deutschen Biathlon-Team (der Frauen) muss man sich also keine Sorgen machen.

Ein wenig anders schaut es bei den Skispringern, vor wenigen Jahren noch die Vorzeige-Sportart Nr. 1, aus. Die Erfolge wollen sich nicht so recht einstellen. Das ist traurig, da ein Michael Uhrmann und hoffentlich auch bald wieder ein Martin Schmitt sicher das Potential haben, vorne mitzuspringen. Andere Springer, wie Michael Neumayer, fallen verletzt aus. - Das ist bitter.
In der Gesamtwertung der Tournee liegt Uhrmann als bester Deutscher auf Rang 9, ein Podestplatz ist leider nicht mehr zu erreichen. Die Musik spielen andere, junge Springer, die letztes Jahr (kaum) jemand kannte: Ein Anders Jacobsen aus Norwegen z.B. - er kann den ganz großen Coup landen. Oder ein Gregor Schlierenzauer - der Wunderknabe aus dem Stubaitail.

Stellt sich die Frage: Warum sieht es mit den deutschen Skispringern seit einiger Zeit eher schlecht aus? Was könnte sich ändern? Gerade in den letzten Tagen sind die Diskussionen um den Bundestrainer Peter Rohwein wieder lauter geworden. Soll er abtreten?
Ich bin nicht der generellen Meinung, dass ein Misserfolg immer am Trainer festgemacht werden sollte, nein auf keinen Fall. Jedoch würde im Falle der Skispringer ein Trainerwechsel evt. die erhoffte Wende bringen. Warum nicht einen Neuanfang mit einem anderen Trainer wagen, einem aus dem Ausland, der neuen Wind, neue Idden bringt?? - Neue Ideen und neuer Schwung können mitunter wahre Wunder bewirken. Haben wir nicht genau dieses erst im letzten Sommer sehen können? Unsere Fussballjungs haben bei der WM derart begeisternd und erfolgreich gespielt, wie es vor einem Jahr kaum jemand für möglich gehalten hat. Und dieser Erfolg ist eng mit dem Namen Jürgen Kliensmann verbunden. Warum also nicht auch mal neuen Wind ins Lager der deutschen Skispringer bringen??

Namenhafte Trainer sind nicht abgeneigt den Posten des deutschen Trainers zu übernehmen. Allen voran steht da ein Mika Kojonkoski: Der Finne trainiert z.Z. seit einigen Jahren Norwegen, und hat den Erfolg in das Mutterland des nordischen Skisports zurückgebracht:
Er zaubert immer wieder Talente wie den z.Z. bei der Tournee führenden Anders Jacobsen aus dem Ärmel. Lars Bystoel ist amtierender Olympiasieger. Bjoern-Einar Romoeren hat den Skiflugweltrekord inne, Roar Ljoekelsoey, z.Z. seiner Form ein wenig hinterher springend, hat die Skiflugweltmeisterschaften dominiert. Alle diese Erfolge sind eng mit dem Namen Mika Kojonkoski verbunden. Man hat das Gefühl, dass dieser Trainer, egal wen er trainiert, Erfolg mit bringt.
In Österreich und Finnland lief es ähnlich.
- Warum nicht auch in Deutschland? Er würde ganz sicher Ideen mitbringen, die neu sind, die neuen Schwung bringen...

Wir würden uns doch alle freuen, wieder so jubeln zu können, wie zu den Spitzenzeiten eines Martin Schmitt und Sven Hannawalds oder auch eines Dieter Thoma und nicht zu vergessen eines Jens Weissflogs...

Nun denn, hoffen wir zunächst auf Bischofshofen. Dieses war doch eigentlich immer eine Schanze, die den deutschen Springern lag. Das hat sich leider nur in den letzten Jahren nicht immer unbedingt gezeigt. Aber warum nicht am Sonntag wieder???


Jetzt geht's los

Ich starte heute meinen Sport-Blog und hoffe, dass nicht nur ich Spass damit habe.