Den absoluten Triumph komplettieren Andrea Henkel und Martina Glagow auf den Plätzen 2 und 3. - Was will man mehr?
Um den Nachwuchs im deutschen Biathlon-Team (der Frauen) muss man sich also keine Sorgen machen.
Ein wenig anders schaut es bei den Skispringern, vor wenigen Jahren noch die Vorzeige-Sportart Nr. 1, aus. Die Erfolge wollen sich nicht so recht einstellen. Das ist traurig, da ein Michael Uhrmann und hoffentlich auch bald wieder ein Martin Schmitt sicher das Potential haben, vorne mitzuspringen. Andere Springer, wie Michael Neumayer, fallen verletzt aus. - Das ist bitter.
In der Gesamtwertung der Tournee liegt Uhrmann als bester Deutscher auf Rang 9, ein Podestplatz ist leider nicht mehr zu erreichen. Die Musik spielen andere, junge Springer, die letztes Jahr (kaum) jemand kannte: Ein Anders Jacobsen aus Norwegen z.B. - er kann den ganz großen Coup landen. Oder ein Gregor Schlierenzauer - der Wunderknabe aus dem Stubaitail.
Stellt sich die Frage: Warum sieht es mit den deutschen Skispringern seit einiger Zeit eher schlecht aus? Was könnte sich ändern? Gerade in den letzten Tagen sind die Diskussionen um den Bundestrainer Peter Rohwein wieder lauter geworden. Soll er abtreten?
Ich bin nicht der generellen Meinung, dass ein Misserfolg immer am Trainer festgemacht werden sollte, nein auf keinen Fall. Jedoch würde im Falle der Skispringer ein Trainerwechsel evt. die erhoffte Wende bringen. Warum nicht einen Neuanfang mit einem anderen Trainer wagen, einem aus dem Ausland, der neuen Wind, neue Idden bringt?? - Neue Ideen und neuer Schwung können mitunter wahre Wunder bewirken. Haben wir nicht genau dieses erst im letzten Sommer sehen können? Unsere Fussballjungs haben bei der WM derart begeisternd und erfolgreich gespielt, wie es vor einem Jahr kaum jemand für möglich gehalten hat. Und dieser Erfolg ist eng mit dem Namen Jürgen Kliensmann verbunden. Warum also nicht auch mal neuen Wind ins Lager der deutschen Skispringer bringen??
Namenhafte Trainer sind nicht abgeneigt den Posten des deutschen Trainers zu übernehmen. Allen voran steht da ein Mika Kojonkoski: Der Finne trainiert z.Z. seit einigen Jahren Norwegen, und hat den Erfolg in das Mutterland des nordischen Skisports zurückgebracht:
Er zaubert immer wieder Talente wie den z.Z. bei der Tournee führenden Anders Jacobsen aus dem Ärmel. Lars Bystoel ist amtierender Olympiasieger. Bjoern-Einar Romoeren hat den Skiflugweltrekord inne, Roar Ljoekelsoey, z.Z. seiner Form ein wenig hinterher springend, hat die Skiflugweltmeisterschaften dominiert. Alle diese Erfolge sind eng mit dem Namen Mika Kojonkoski verbunden. Man hat das Gefühl, dass dieser Trainer, egal wen er trainiert, Erfolg mit bringt.
In Österreich und Finnland lief es ähnlich.
- Warum nicht auch in Deutschland? Er würde ganz sicher Ideen mitbringen, die neu sind, die neuen Schwung bringen...
Wir würden uns doch alle freuen, wieder so jubeln zu können, wie zu den Spitzenzeiten eines Martin Schmitt und Sven Hannawalds oder auch eines Dieter Thoma und nicht zu vergessen eines Jens Weissflogs...
Nun denn, hoffen wir zunächst auf Bischofshofen. Dieses war doch eigentlich immer eine Schanze, die den deutschen Springern lag. Das hat sich leider nur in den letzten Jahren nicht immer unbedingt gezeigt. Aber warum nicht am Sonntag wieder???
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