Bischofshofen - Vierschanzentournee
Das Abschlusspringen der diesjährigen Vierschanzentournee verspricht so viel Spannung wie schon lange nicht mehr. Waren im letzten Jahr zuletzt noch zwei Springer, Janne Ahonen aus Finnland und der Tscheche Jakup Janda im Rennen um den Gesamtsieg, den sie sich letztendlich teilten - ein Novum - , springen morgen insgesamt noch sieben Springer um den Sieg.
Die wohl besten Aussichten dürfte der z.Z. führende Norweger Anders Jacobsen besitzen, der auch das heutige Qualifikationsspringen gewann. Aber nur ganze 20 Punkte liegen zwischen ihm und dem z.Z. siebt-platzierten Gregor Schlierenzauer aus Österreich. 20 Punkte - das ist schnell aufgeholt auf einer Schanze wie der Paul-Ausserleitner-Schanze in Bischofshofen.
Schon der erste Durchgang morgen verspricht mehr als die übliche Spannung: Drei der in der Gesamtwertung unter den ersten 8 liegenden Springer, Gregor Schlierenzauer, Andreas Küttel und Janne Ahonen haben das heutige Qualifikationsspringen ausgelassen. Damit haben es die letzten drei Paarungen in sich: Ammann springt gegen Schlierenzauer, Malyzs gegen Küttel und Jacobsen gegen Ahonen.
Sind damit schon drei Plätze der Lucky-Looser-Wertung vergeben? - Morgen wissen wir mehr.
Erwähnenswert ist die fast schon als Kaltschnäuzigkeit zu bezeichnende Tatsache, dass Gregor Schlierenzauer mit seinen erst 16 Jahren nicht nur das heutige Qualifikationsspringen ausgelassen hat, sondern auch die beiden vorher durchgeführten Trainingsdurchgänge. Er hat morgen nur den Probedurchgang, um sich auf die Schanze einzustellen. Dann heisst es für ihn sich gegen den z.Z. auf den dritten Rang in der Gesamtwertung liegenden Schweizer Simon Ammann zu behaupten, keinem geringeren als den Doppel-Olympiasieger von Salt Lake City, der in diesem Winter wieder zu alter Stärke zurückgefunden hat.
Man möchte dem 16jährigen Glück wünschen, da er morgen seinen 17. Geburtstag feiert. Macht er sich selber das größte Geschenk? Vor dem 3. Springen in Innsbruck lag er noch in Führung, hatte aber ein wenig Pech mit den Bedingungen bei seinen beiden Sprüngen und rutschte im Gesamtklassement auf den 7. Rang ab. - 20 Punkte hinter dem führenden Anders Jacobsen.
Auch die deutschen Springer hoffen, morgen bei der Tagesentscheidung ein Wörtchen mitreden zu können. Wieder gelang Michael Uhrmann ein herausragender Sprung in der Quali - er lag in Front als die Jury vor den letzten Springern den Anlauf - mehrmals - verkürzte.
Es wäre dem deutschen Springerteam zu wünschen, endlich einmal den ersehnten Podestplatz zu erreichen - Bischofshofen ist kein schlechtes Pflaster dafür, bedenkt man nur die Erfolge eines Martin Schmitts und Sven Hannawalds, die beide hier schon jubeln durften - als Weltmeister und als Gewinner der Vierschanzentournee mit dem Extra-Sternchen alle vier Springe gewonnen zu haben...
Val di Fiemme - Tour de Ski
Der finale Anstieg in Val di Fiemme verspricht große Spannung.....
Vor allem die deutschen Langlauffans fiebern sicher dem Männer-Final entgegen: Tobias Angerer liegt in Front und hat das Gold-Trikot inne, aber die Abstände auf die hinter ihm liegenden sind gering. Es kann alles passieren...
Bei den Frauen ist nicht mehr eine solch große Spannung um den Gesamtsieg zu erwarten. Durch ihren deutlichen, ihre Stärke demonstrierenden Sieg hat die Finnin Virpi Kuitunen einen großen Abstand zwischen sich und die Kokurrentinnen gelegt. Aber noch hat auch sie nicht als erste das Ziel erreicht...
Man kann aber jetzt schon die Tour de Ski als einen Erfolg bezeichen. Eine neue Art des Wettkampfs, den Kampf Mann gegen Mann bzw, Frau gegen Frau mehr betonend. Vor allem das letzte Rennen morgen ist durch den Handicap-Start auch für die Zusacher absoult übersichtlich und bleibt daher sicher spannend bis zur letzten Sekunde.
Freuen wir uns auf morgen!!!
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