Samstag, 20. Januar 2007

Schwerer Sturz überschattet Weltcup in Zakopane

Der Skisprungweltcup ist an diesem Wochenende im polnischen Zakopane zu Gast. Traditionell, seitdem Adam Malysz die Skisprungszene mitbestimmt, erwartet die Springer ein Hexenkessel, ein rot-weisses Fahnenmeer.
Die Stimmung war auch heute wieder sehr gut, trotz des zähen Wettbewerbs, der aufgrund ständig wechselnder Winde immer wieder unterbrochen wurde. Der Wind wechselte von Auf- zu Rückenwind, kam von der Seite und stellte allerhöchste Herausforderungen an die Springer. Es war ein Springen am Rande der Legalität.
Dann stürzte der Tscheche Jan Mazoch im 2. Durchgang extrem schwer. Die Bilder dieses Sturzes sind nur schwer aus dem Kopf zu bekommen. Mazoch wurde sofort ins Krankenhaus gebracht, und man kann nur ganz stark hoffen, dass nichts Schlimmes passiert ist.
Aus Sicht vieler war es unverständlich, dass der Wettbewerb nach kurzer Unterbrechung fortgeführt wurde. Man fragte sich, warum nicht abgebrochen wurde, und der 1. Durchgang in die Wertung ging. Sollte noch mehr passieren?
Die Bedingungen waren extrem schwierig, der Wind drehte immer stärker, frischte auf, nahm wieder ab, aber der nächste Springer, Arttu Lappi aus Finnland wurde dennoch vom Bakken gelassen. Man war direkt erleichtert, dass er den Sprung glücklich herunterbrachte.
Einige Springer weiter wurde dann der österreicher Thomas Morgenstern immer wieder vom Bakken heruntergeholt: Rauf auf den Bakken, wieder runter, so ging es einige Male. Dann endlich kam das Zeichen von Skisprung-Direktor Walter Hofer: Der Wettbewerb wurde abgebrochen, das Ergebnis des 1. Durchgangs geht in die Wertung. Eine Wertung die in Anbetracht des schweren Sturzes an Bedeutung verliert.

Der Skisprung-Weltcup hat in dieser Saison, wie kaum sonst, mit Wetterunbillen und zu schlechten, wechselnden Winden zu kämpfen. Es kam zu zahlreichen Abbrüchen bzw. Absagen. Heute ist hierbei ein trauriger, erschreckender Höhepunkt erreicht worden.

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