Samstag, 13. Oktober 2007

Fussball EM-Qualifikation geht in heiße Phase

Am heutigen Samstag steht für viele Mannschaften einiges auf dem Spiel, um von dem Weg zur Euro 2008 in Österreich und der Schweiz nicht abzukommen: Aus 50 mach 14 heißt es, um die Teilnehmer neben den gesetzten Gastgebern Österreich und der Schweiz bei den kontinentalen Titelkämpfen im kommenden Jahr zu ermitteln.

Deutschland kann bereits heute alles klar machen: Der Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw reicht ein Unentschieden in Irland, um einen der ersten beiden Plätze, die die EM-Qualifikation bedeuten, sicher zu haben. Die Vorzeichen stehen daher gut für den WM-Dritten, wenngleich die Verletzungssorgen nach wie vor groß sind. Torwart Jens Lehmann und auch der Bremer Torsten Frings sind zwar wieder dabei, aber noch immer muss Löw auf Kapitän Michael Ballack ebenso verzichten wie auch auf WM-Torschützenkönig Miroslav Klose, Philipp Lahm oder auch Bernd Schneider.
Aber die deutsche Mannschaft hat gezeigt, dass sie auch ohne die etatmäßigen Stammspieler erstklassigen Fussball bieten kann. Drücken wir daher unseren Jungs die Daumen, dass schon heute vor dem mit Spannung erwarteten Spiel gegen Tschechien am Mittwoch die EM-Quali klar gemacht werden kann!

Wesentlich enger sieht es für andere, als Top-Kandidaten gehandelte Nationen aus: Weltmeister Italien steht zwar inzwischen auf Platz 2 der Qualifikationsgruppe B, hat aber den Weltmeister von 1998, Frankreich, hinter sowie die überraschend starken Schotten vor sich ... - In dieser Gruppe vermag kaum jemand vorherzusehen, wer sich letztendlich für die EM-Endrunde qualifizieren wird. Denn auch der derzeitige Gruppen-Vierte, WM-Achtelfinalist Ukraine, ist kein Unbekannter, wenngleich der Abstand zu den drei Vorn-Platzierten schon etwas deutlicher ausfällt.
So heisst es denn am heutigen Samstag für Italien gegen Georgien und für Frankreich auf den Färöer Inseln keine Pleite zu kassieren. Ansonsten könnte sich Schottland mit einem Sieg gegen die Ukraine bereits ein wenig absetzen.

Auch andere, eigentlich als Fussball-Nation gehandelte Mannschaften, stehen unter Druck: England, Spanien und vor allem Portugal haben bislang noch nicht die Leistung abrufen können, die eigentlich zu erwarten wäre.
Ein wenig überraschend ist das Auftreten von Titelverteidiger Griechenland, der die Gruppe C mit 19 Punkten vor Norwegen und der Türkei anführt.

Qualifizieren sich die Griechen für die EM, wären sie ebenso wie die Gastgeber Österreich und Schweiz in Lostopf 1 gesetzt. Über diesen Setzmodus, der die Stärke der einzelnen Mannschaften nicht direkt wiederspiegelt, ist vor allem die deutsche Mannschaft, die wahrscheinlich ebenfalls in Lostopf 1 landen wird, nicht erbaut. Gewöhnlich werden die stärksten Mannschaften als Gruppenkopf gesetzt, so dass ein Aufeinandertreffen zweier Top-Favoriten bereits in der Gruppenphase eher seltener der Fall.
Werden aber nun neben Deutschland Griechenland, Österreich und die Schweiz gesetzt, kann Deutschland mit etwas Pech eine ganz harte Vorrundengruppe erwischen: So wären die Gruppengegner Italien und Frankreich oder aber England und Frankreich durchaus möglich ...

Nun, aber wollen wir noch nicht zu sehr in die Zukunft blicken. Zunächst muss die Qualifikation erfolgreich bestanden werden, erst dann sollte auf möglich Gegner bei der EM geschaut werden.

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