Der VfB steht nun mit zwei Niederlagen in der Königsklasse bereits mit dem Rücken zur Wand.
Aber der Meister hat es sich selbst so schwer gemacht: Die Niederlage gegen Barcelona kann passieren, aber dass die Schwaben einen sicher geglaubten Sieg in Glasgow noch aus den Händen gegeben haben, wird noch lange schmerzen!
Ähnlich sieht es für Werder Bremen aus, wenn nicht sogar noch schlechter: Das Team von der Weser ist ebenso wie der VfB Stuttgart mit zwei Niederlagen in die Champions-League gestartet.
Nach der überzeugenden Leistung bei Real Madrid, die aber leider durch die 2:1 Niederlage nicht mit einem Punkt belohnt wurde, folgte am Mittwoch die peinliche Heimpleite gegen Olympiakos Piräus. Mit 1:3 gingen die Werderaner regelrecht unter... Zur Halbzeit lag Thomas Schaaf's Truppe zwar durch das Tor von Hugo Almeida noch 1:0 in Front, gab aber in der zweiten Halbzeit nach schwacher Leistung das Spiel aus der Hand. Für Piräus bedeutet dieser Sieg gleichzeitig den ersten Auswärtssieg überhaupt im Europapokal - Ein Umstand, der den Bremern die Niederlage sicherlich noch schmerzhafter erscheinen lässt ...
Einzig der FC Schalke 04 machte besser: Nach der Heimpleite zu Beginn gegen den CF Valencia ließen die Königsblauen ein 2:0 im hohen Norden bei Rosenborg Trondheim folgen.
Dennoch kann einem Angst und Bange werden bei dem Gedanken, wie weit die Bundesligisten wohl in dieser Saison in der Champions-League kommen werden - oder eher, wie früh sie ausscheiden werden.
Es ist bekannt, dass einiges auf dem Spiel steht: Wenn die internationalen Auftritte nicht besser werden, sind die beiden fixen Plätze und der eine Qualifikationsplatz für die Champions-League bald Geschichte ...
Glücklicherweise haben es die vier deutschen Vertreter im UEFA-Cup deutlich besser gemacht: Sie zogen geschlossen in die Gruppenphase ein!
Der FC Bayern München setzte sich dabei durch ein eher glanzloses 2:0 bei Belenenses Lissabon durch. Nach dem 3:1 im Hinspiel-Erfolg gegen den zweiten portugiesischen Vertreter Uniao Leiria reichte Bayer Leverkusen ein 3:2 in Portugal ebenso zum Weiterkommen, wie dem HSV ein 3:1 Heimsieg gegen den bulgarischen Vertreter Litex Lowetsch, der bereits im Hinspiel 1:0 geschlagen werden konnte.
Bei diesen drei Vereinen standen die Vorzeichen zum Erreichen der Gruppenphase bereits vor dem Rückspiel recht gut, ganz anders sah es für den 1. FC Nürnberg aus: Der deutsche Pokalsieger kam im Hinspiel im heimischen Frankenstadion über ein 0:0 nicht hinaus und musste daher in der Fremde bei Rapid Bukarest alles geben - als Favorit gingen die Franken in jedem Fall nicht in die Partie. Aber es reichte schlussendlich zu einem 2:2 in der rumänischen Hauptstadt, so dass Nürnberg das erste Mal seit 45 Jahren in die zweite Runde im Europapokal einziehen kann.
Das Fazit aus Champions-League- und UEFA-Cup-Aufrtitten der deutschen Clubs kann daher abschließend nur lauten: Freud und Leid im Europokal liegen in dieser Woche bei den Bundesligisten sehr nah beieinander.
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