Donnerstag, 18. Oktober 2007

Deutsche Nationalelf blamiert sich gegen Tschechien

Nachdem sich die deutsche Fussball-Nationalmannschaften durch das 0:0 gegen Irland am vergangenen Samstag als erstes Team vorzeitig für die Europameisterschaften in Österreich und der Schweiz hat qualifizieren können, gab es gestern in München eine peinliche 3:0-Niederlage gegen Tschechien.
Beim "Charaktertest" um den Gruppensieg ging der WM-Dritte eindeutig als Verlierer vom Platz. Zu keinem Zeitpunkt konnte die deutsche Elf an ihre in den letzten Spielen so oft gezeigte Souveränität und Spielstärke anknüpfen.
Die Tschechen, die sich durch diesen Sieg ebenfalls vorzeitig für die EM qualifizieren konnten, gingen bereits in der 2. Minute in Führung ehe sie in der 23. Minute auf 0:2 erhöhten. In der zweiten Halbzeit besiegelte Jaroslav Plasil mit dem 0:3 dann die erste Pflichtspielniederlage unter Bundestrainer Joachim Löw.

Nun sollte wir allerdings nicht den Fehler begehen, diese Niederlage überzubewerten. Es ist nur menschlich, dass nach der erfolgreichen Qualifikation ein wenig die Luft raus ist. Natürlich wäre es schön gewesen, wenn die deutsche Elf gegen Tschechien ähnlich hätte auftrumpfen können, wie noch beim 2:1-Sieg in Tschechien, aber diese Niederlage wird die deutsche Mannschaft sicher nicht ins Tal der Tränen stürzen. - Dieses wäre auch sicher nicht angebracht. Im Gegenteil: Diese Niederlage kam vielleicht genau zur rechten Zeit, um die Mannschaft wachzurütteln und aufzuzeigen, dass die EM kein Selbstläufer wird.

Durch diese Niederlage ist nun auch der deutsche Gruppensieg in Gefahr. Gewinnen sowohl Deutschland als auch Tschechien die verbliebenen zwei Gruppenspiele, wäre Tschechien aufgrund des besseren direkten Vergleichs Gruppenerster.
Unsere englischen Nachbarn wären sicher froh, wenn sie sich derartigen Rechenspielereien hingeben könnten. Für England sieht es nach der 2:1-Niederlage in Russland EM-technisch alles andere als rosig aus. Mit 23 Punkten liegen die Engländer zwar noch auf Platz 2 der Qualifikationsgruppe E, haben aber im Gegensatz zu den mit 26 Punkten führenden Kroaten und den mit 21 Punkten hinter ihnen rangierenden Russen nur noch ein Spiel zu absolvieren. Man erkennt also: Die EM-Quali ist für England alles andere als einfach zu erreichen.

Neben Deutschland und Tschechien haben sich ebenfalls der amtierende Europameister Griechenland, der mit Otto Rehhagel 1:0 in der Türkei triumphieren konnte, und Rumänien vorzeitig für die EM qualifizieren können.

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