Montag, 17. September 2007

Russland neuer Europameister, Deutsche Basketballer auf Rang 5

Während die deutsche Basketball-Nationalmannschaft nach einem 80:71-Sieg gegen Kroatien mit Platz 5 einen letztendlich versöhnlichen EM-Abschluss feiern konnte, lief im Land des Gastgebers am gestrigen Abend nicht alles nach Plan.

Es sollte das Finale schlechthin werden, das den Weltmeister Spanien erstmals auch auf den nationalen Thron sollte steigen lassen. Aber es kam anders: Der große Titelanwärter Spanien verlor wenn auch denkbar knapp mit 59:60 gegen Russland. Damit konnte Rekordeuropameister Russland im Basketball seit langer Durststrecke wieder einmal einen EM-Titel feiern, den Spaniern blieb jedoch nur, wie schon des öfteren, der zweite Platz.
Ob die Iberer sich über diesen Vize-EM-Titel freuen können, ist zumindest für den Moment fraglich. Zu groß war die Erwartungshaltung und Vorfreude, dass der amtierende Weltmeister im eigenen Land Europameister würde werden können.

Die deutschen Basketballer wären im Falle einer Vize-Meisterschaft sicherlich regelrecht aus dem Häuschen gewesen. Aber sein wir ehrlich: Eine derartige Leistung ist für die Truppe von Dirk Bauermann derzeit kaum zu schaffen. So gleicht auch das Auftreten von Nowitzki & Co. bei diesen Titelkämpfen eher einer Berg- und Talfahrt, als einem souveränen Auftreten.
Jedoch sollte nicht vergessen werden, dass die deutsche Mannschaft genau dann Leistung gebracht hatte, als es am wichtigsten war: Im letzten Spiel der Zwischenrunde gegen Italien und im Platzierungsspiel gegen Slowenien.
In einer solchen Situation den Kopf aus der Schlinge zu ziehen und als Sieger vom Platz zu gehen, verdient größte Anerkennung und läßt auch für die Zukunft hoffen. Daher erscheint es auch nicht unmöglich, dass die deutsche Mannschaft über den Umweg des Qualifikationsturniers doch an den Olympischen Spielen von Peking teilnehmen kann. - Sicherlich würde dann nicht nur für Dirk Nowitzki ein Traum in Erfüllung gehen!

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