Im Gegensatz zu seinem ersten Triumph konnte er in diesem Jahr seinen Sieg aber direkt feiern. Vor zwei Jahren wurde ihm der Gesamtsieg aufgrund des positiven Dopingbefundes des zunächst als Sieger gefeierten Roberto Heras lediglich nachträglich zugesprochen.
Einen wichtigen Grundstein für seinen Erfolg legte der Rabobank-Profi sicherlich auf der 10. Etappe, als er in Adorra Arcalis triumphieren konnte. Bereits vor dem entscheidenden Einzelzeitfahren am vergangenen Samstag hatte der Russe so einen deutlichen Vorsprung vor dem CSC-Profi Carlos Sastre sowie den für das baskische Euskaltel-Team fahrenden Samuel Sanchez herausfahren können. Sastre gilt als eher schwächerer Zeitfahrer, Sanchez hingegen warf am Samstag noch einmal alles in eine Waagschale und konnte so auch den Tagessieg erringen. Da jedoch Mentschow auf Platz 2 nur 12 sec zurück lag, änderte sich in der Gesamtwertung nichts Wesentliches.
Und auch die letzte Etappe, die der Italiener Daniele Bennati im Massensprint für sich entscheiden konnte, änderte nichts mehr an Mentschow's zweitem Vuelta-Sieg, sie war eher ein Schaulaufen der Sieger, wie es traditionell auch auf der letzten Etappe der Tour de France der Fall ist.
Auch aus deutscher Sicht kann die diesjährige Spanienrundfahrt durchaus als Erfolg gewertet werden, gab es doch schließlich drei deutsche Tagessiege: Erik Zabel siegte in Zaragossa im Massensprint und konnte damit seinen insgesamt achten Vuelta-Tageserfolg feiern, Bert Grabsch siegte sensationell beim ersten Einzelzeitfahren, und auch Andreas Klier konnte sich in die Siegerliste eintragen.
Die letzte große Landesrundfahrt des Jahres 2007 gehört damit der Vergangenheit an. Die Radsportwelt blickt dagegen nun gespannt nach Stuttgart, wo in dieser Woche die Straßenweltmeisterschaften stattfinden. Wieviel wurde darüber geschrieben, darüber gesprochen, ob diese Welttitelkämpfe in Stuttgart tatsächlich stattfinden sollen bzw. können. Es gab Momente, da schien der Dopingsumpf die WM in Stuttgart mit verschlungen zu haben. Dass die Weltmeisterschaften nun aber doch wie ursprünglich geplant im Schwabenland stattfinden, ist sicherlich positiv zu werten. Es wäre ein vehementer Schlag gegen den Radsport gewesen, hätten sich die Offiziellen gegen diese WM entschieden. Und wem hätte eine Absage letztendlich geholfen?! - Auf diese Frage eine Antwort zu finden, fällt schwer.
Natürlich kann darüber diskutiert werden, ob Fahrern mit einer Dopingverangenheit die Teilnahme verwehrt bleiben soll oder nicht. Und sicherlich ist es absolut korrekt, ja erforderlich, die Anzahl an Dopingproben und die Überwachung der Fahrer zu steigern, aber letztendlich freut es doch, dass diese Welttitelkämpfe nun doch endlich starten. Es bleibt aber dennoch zu hoffen, dass der sportliche Aspekt siegen wird!
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